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Vergleich von Basisindikatoransatz und Standardansatz im operationellen Risiko

Titel: Vergleich von Basisindikatoransatz und Standardansatz im operationellen Risiko

Seminararbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Noel Boka (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwar bestehen operationelle Risiken (OpRisk) bereits seit Beginn des Bankgeschäfts, rückten diese jedoch erst Mitte der 1990er Jahre, begleitet von erheblichen Verlusten, z.B. der Barings Bank, bei Instituten und der Bankaufsicht in den Fokus. „[Mit der Einführung von Basel II durch die SolvV in Deutschland und der CRD in Europa in 2006] wurde das operationelle Risiko .. als eigene Risikoart anerkannt ...“ Einhergehend mit der erstmaligen Berücksichtigung ergab sich zugleich die Verpflichtung, regulatorisches Eigenkapital zur Deckung operationeller Risiken vorzuhalten. Die Messansätze, zur Bestimmung des regulatorischen Eigenkapitals, lassen sich in Basisindikatoransatz (BIA), Standardansatz (STA) und Ambitionierte Messansätze (AMA) unterscheiden. Da letzterer nur nach entsprechender Genehmigung der Bankaufsicht zur Verwendung der regulatorischen Eigenkapitalbestimmung verwendet werden darf, wird auf eine weitere Ausführung im Rahmen dieser Arbeit verzichtet. Vielmehr ist als Ziel dieser Arbeit zu formulieren, wesentliche Unterschiede des Standardansatzes und des Basisindikatoransatzes, insbesondere in der praktischen Anwendung, herauszustellen. Dies umfasst die vor- bzw. nachteiligen Effekte, die sich aus der entsprechenden Anwendung ergeben. Etwaige Anforderungen an das Risikomanagement gemäß der 2. Säule des Basel III-Rahmenwerkes bzw. der MaRisk bleiben ebenfalls unberücksichtigt

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung & Themenabgrenzung

2. Status Quo zu operationellen Risiken

2.1 Operationelles Risiko im Bankgeschäft

2.2 Operationelles Risiko im Aufsichtsrecht

3. Theoretische Herleitung des Basisindikatoransatzes

4. Theoretische Herleitung des Standardansatzes

5. Praktische Nutzung des Basisindikatoransatzes und des Standardansatzes im Vergleich

6. Fazit und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Basisindikatoransatz (BIA) und dem Standardansatz (STA) zur Ermittlung des regulatorischen Eigenkapitals für operationelle Risiken unter Basel III herauszuarbeiten und deren praktische Anwendung kritisch gegenüberzustellen.

  • Einordnung des operationellen Risikos im Bankgeschäft und Aufsichtsrecht
  • Theoretische Grundlagen und Berechnungsmethodik des Basisindikatoransatzes
  • Methodische Ausgestaltung und regulatorische Voraussetzungen des Standardansatzes
  • Kritischer Vergleich der Ansätze hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Bankstrukturen
  • Diskussion der strategischen Entscheidungsfindung bei der Wahl des Messansatzes

Auszug aus dem Buch

2.1 Operationelles Risiko im Bankgeschäft

Sind Markt-, Zins- und Adressrisiken hinreichend voneinander abgegrenzt, so stellt sich die weitergehende Frage, wie mit Verlusten/Risiken umzugehen ist, die nicht eindeutig zu einem der vorgenannten Risikoklassifikationen hinzuzurechnen sind. Diese umfassende Klassifikation beschreibt das tatsächliche operationelle Risiko keineswegs zutreffend, zeigt jedoch die nicht zu unterschätzende Tragweite einer Risikodefinition bzw. die Auswirkungen auf das ökonomische Kapital. Fallen unter eine derart weitreichende Risikoklassifikation auch Risiken, wie z.B. Geschäftser-schließungsrisiken bzw. Risiken aus Markterweiterungen, zeigt sich gleichzeitig, dass eine solche, sog. indirekte Definition, nicht zu einem mess- oder steuerbaren Risiko führen kann. Im Zuge einer direkten Definition des operationellen Risikos lassen sich interne und externe Risiken unterscheiden. Sind erstere unternehmensintern feststellbar bzw. durch das Unternehmen kontrollierbar, definieren sich externe Risiken als von außen an das Unternehmen herantretende Risiken, z.B. Reputationsrisiken oder Katastrophen.

Wörtlich bedeutet opera-tionell, von operational abgeleitet, sich durch Operationen, also durch Geschäftstätigkeit, ergebend. Operationelle Risiken lassen sich in wörtlicher Hinsicht folglich als aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken ableiten, wie z.B. Kassendifferenzen, betrügerische Handlungen, Ausfall von Systemen oder Kontrollinstanzen. Es ist jedoch unbestritten, dass operationelle Risiken nicht eingegangen werden, um Erträge entsprechend des Chancen-Risiko-Kalküls zu erwirtschaften, sondern vielmehr resultieren diese durch die Geschäftstätigkeit in sich.

Im Rahmen einer Einordnung in die Prinzipal-Agenten-Theorie als öko-nomische Modelltheorie soll die Bedeutung der Informationsasymmetrien herausgestellt werden. Der Agent als handelnde Person ist als Mitarbeiter/Kunde derjenige, der operationelle Risiken durch Kassendifferenzen o.ä. verursacht und damit unmittelbar auf die zweite beteiligte Person, den Prinzipalen, wirkt. Da der Agent seine eigenen Ziele verfolgt, besteht die Möglichkeit, dass sein Verhalten sich unerwünscht bzw. nachteilig auf den Prinzipalen auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung & Themenabgrenzung: Die Einleitung definiert das operationelle Risiko als regulatorische Anforderung und umreißt das Ziel der Arbeit, die Unterschiede zwischen Basisindikatoransatz und Standardansatz aufzuzeigen.

2. Status Quo zu operationellen Risiken: Dieses Kapitel behandelt die begriffliche Abgrenzung des operationellen Risikos im Bankgeschäft unter Nutzung der Prinzipal-Agenten-Theorie sowie die aufsichtsrechtliche Definition.

3. Theoretische Herleitung des Basisindikatoransatzes: Es werden die regulatorischen Voraussetzungen und die mathematische Vorgehensweise zur Ermittlung des Eigenkapitalbedarfs mittels des Basisindikatoransatzes erläutert.

4. Theoretische Herleitung des Standardansatzes: Dieses Kapitel beschreibt die Erweiterung des Basisindikatoransatzes durch standardisierte Geschäftsfelder und die damit verbundenen qualitativen Risikomanagement-Anforderungen.

5. Praktische Nutzung des Basisindikatoransatzes und des Standardansatzes im Vergleich: Es folgt eine kritische Gegenüberstellung beider Ansätze unter Berücksichtigung von Kosten, Risikosensitivität und der Eignung für unterschiedliche Institutstypen.

6. Fazit und Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die die Verfahren als einfache Ansätze klassifiziert und die Notwendigkeit strategischer Bankentscheidungen bei deren Wahl unterstreicht.

Schlüsselwörter

Operationelles Risiko, Basel III, CRR, CRD IV, Eigenkapitalanforderung, Basisindikatoransatz, Standardansatz, Risikomanagement, Bruttoertrag, Bankcontrolling, Risikosensitivität, Prinzipal-Agenten-Theorie, Regulatorik, Geschäftsfelder, Bankenaufsicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den regulatorischen Messverfahren für operationelle Risiken bei Kreditinstituten, insbesondere dem Vergleich zwischen dem Basisindikatoransatz (BIA) und dem Standardansatz (STA).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition operationeller Risiken, den gesetzlichen Rahmenbedingungen unter Basel III (CRR & CRD IV) sowie der praktischen Eignung und Anwendung der beiden genannten Messansätze.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem Basisindikatoransatz und dem Standardansatz herauszuarbeiten und die Vor- und Nachteile sowie die praktischen Implikationen für die Banksteuerung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung der regulatorischen Messverfahren und einer kritischen vergleichenden Analyse basierend auf existierender Fachliteratur und aufsichtsrechtlichen Vorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der beiden Ansätze (Kapitel 3 und 4) sowie deren vergleichende Analyse in der praktischen Nutzung (Kapitel 5), unter Einbeziehung der jeweiligen Anforderungen an das Risikomanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das operationelle Risiko (OpRisk), Basel III, Eigenkapitalanforderungen, die beiden Messansätze BIA und STA, sowie das Bankcontrolling und die Risikomanagement-Vorgaben.

Warum ist die Wahl des Messansatzes eine strategische Entscheidung für Banken?

Die Wahl zwischen BIA und STA ist strategisch, da sie neben den regulatorischen Kosten auch hohe Anforderungen an das Risikoreporting und die interne Datenstruktur stellt, die insbesondere für kleinere Institute eine erhebliche personelle und infrastrukturelle Belastung darstellen können.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agenten-Theorie in dieser Arbeit?

Sie dient als ökonomisches Erklärungsmodell, um die Entstehung operationeller Risiken durch Informationsasymmetrien und unerwünschtes Verhalten des Agenten (z.B. Moral Hazard) zu begründen.

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Details

Titel
Vergleich von Basisindikatoransatz und Standardansatz im operationellen Risiko
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Veranstaltung
Bank-Controlling
Note
2,0
Autor
Noel Boka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V274101
ISBN (eBook)
9783656669449
ISBN (Buch)
9783656669432
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergleich basisindikatoransatz standardansatz risiko
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Noel Boka (Autor:in), 2014, Vergleich von Basisindikatoransatz und Standardansatz im operationellen Risiko, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/274101
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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