Governance, Bedeutungszusammenhänge und Anwendungsbereiche. Der Versuch einer Annäherung


Hausarbeit, 2004

28 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Woher kommt Governance?

3 Was ist Governance?
3.1 Governance vs. Government
3.2 Governance vs. Governing
3.3 Governance vs. Governability
3.4 Governance als Struktur
3.4.1 Hierarchie
3.4.2 Märkte
3.4.3 Netzwerke
3.4.4 Gemeinschaften
3.5 Governance als Prozeß
3.6 Governance als System
3.7 "Bindestrich"-Governance
3.7.1 Good (Bad) Governance
3.7.2 Global Governance
3.7.3 Multi-Level-Governance
3.7.4 Corporate Governance
3.8 Governance – der definitorische Konsens

4 Governance und der Wandel der Staatstätigkeit

5 Governance und Politische Steuerung
5.1 Weiterentwicklung einer einflußreichen Theorie?
5.2 Das Problem der Selektivität

6 Fazit

7 Abbildung

8 Literaturverzeichnis

„Je hohler ein Schlagwort ist, desto mehr

Lärm kann man damit erzeugen.“

John B. Priestley

„Governance ist zum Modewort geworden,

dessen schöner Klang die Dissonanzen

realer Gegebenheiten überlagert.“

Beate Kohler-Koch, 2002

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Hauptseminars „Staatstätigkeit im Wandel“, welches insbesondere die Veränderung der Art und Weise, wie der Staat seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts seine Aufgaben erfüllt (Bogumil 2003), thematisierte. Neben dieser Diskussion konzentrierte sich das Seminar auch auf die Entstehung neuer Leitbilder der Staatstätigkeit. ‚Beobachten wir in Deutschland heute die Entwicklung zu einem schlanken oder einem aktivierenden Staat?’ lautete etwa eine der zentralen Fragen.

Im Zusammenhang mit den oben angesprochenen Diskussionen ist im Seminar (und wichtiger: in der aktuellen politikwissenschaftlichen Debatte) des öfteren die Begrifflichkeit Governance aufgetaucht, die in dieser Arbeit näher untersucht werden soll. Hinsichtlich der Tatsache, daß Governance einen extrem dehnbaren und divers auslegbaren Terminus darstellt, der in den verschiedensten sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Kontexten gebraucht wird (und mittlerweile sogar Name eines Studiengangs an der FernUniversität Hagen ist), soll sich diese Arbeit im wesentlichen damit befassen, etwas „Licht ins Dunkel zu bringen“ und die verschiedenen Definitionen, Bedeutungszusammenhänge und Anwendungsbereiche systematisch darzustellen. Der Schwerpunkt soll dabei auf die Interpretation von Governance und Governance-Strukturen im Kontext der Wandlung moderner westeuropäischer Wohl-fahrtsstaaten gelegt werden. Ziel der Arbeit ist erstens, den Versuch einer möglichst konsen-sualen Definition von Governance zu unternehmen und zweitens, die Frage zu beantworten, ob das zu beobachtende Mainstreaming des Begriffs Governance (sei er nun ein politisches Instrumentarium, ein theoretischer Ansatz oder lediglich eine Idee) in wissenschaftlicher Diskussion und politischer Praxis in der Lage ist, aktuelle Probleme und Veränderungen im (post-)modernen Staat zu erfassen und darauf zu reagieren.

Eine zusätzliche Absicht der vorliegenden Ausführungen liegt darin, die Diskussion um Governance in die sozialwissenschaftliche Debatte in der Bundesrepublik Deutschland zu Politischer Steuerung einzubetten, deren „Vordenkerin“ Renate Mayntz den Diskurs um Governance in entscheidendem Maße mitbestimmt.

Angesichts der stetig wachsenden Popularität der Begrifflichkeit Governance in den Sozialwissenschaften ist die vorhandene Literatur ausgesprochen umfangreich. Bemüht um eine angemessene Komplexitätsreduktion wird sich diese Hausarbeit im wesentlichen an den „Klassikern“ der Governance-Forschung Jan Kooiman (1993), Jon Pierre und B. Guy Peters (2000), R.A.W. Rhodes (1997) sowie an einschlägigen Artikeln der vergangenen zwei Jahre von Renate Mayntz vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln orientieren.

2 Woher kommt Governance?

Zunächst das weitgehend Einvernehmliche: Die Ursprünge des (englischen) Wortes Gover-nance sind sowohl im Lateinischen als auch im Griechischen zu finden. Der lateinische Ursprung gubernare steht ebenso wie das griechische kybernân für das deutsche steuern bzw. das englische to steer und to govern, wobei sowohl in der griechischen als auch in der lateinischen Bezeichnung das Steuern eines Bootes gemeint war. (Botzem 2002: 16) Platon benutzte daraus abgeleitet den Begriff Kybernetes als die Kunst des Steuerns und auch bereits als die Kunst der Regierung. Seit den 1940er Jahren existiert die Kybernetik (englisch: cybernetics) als Steuerungs-, Regelungs- und Kommunikationswissenschaft von Mensch und Maschine . (Schneider 2002: 12) Seit dem 14. Jahrhundert ist der Begriff gouvernance im französischen Sprachraum bekannt, wo er zu jener Zeit aber eher ein Ausdruck für das königliche Beamtentum war, als ein Terminus, der mit Steuerungs- oder Regelungsprozessen zu tun hatte. (Pierre/Peters 2000: 1) In der etymologischen Diskussion um die Ursprünge von Governance endet jedoch bereits der wissenschaftliche Konsens zu diesem Begriff. Oft wird behauptet, daß es wahrscheinlich ebenso viele Governance-Begriffe geben würde, wie es Forscher gibt, die an diesem Thema interessiert sind. (Lond 2003: 5)

3 Was ist Governance?

In diesem Kapitel soll versucht werden, die verschiedenen Governance-Definitionen zu strukturieren und eine "abschließende" Begriffsbeschreibung zu finden, welche die konsen-sualen Bestandteile der Definitionen zusammenfaßt. Eine solche Strukturierung ist in viel-facher Weise möglich, etwa historisch-chronologisch oder gegliedert nach Anzahl und Relevanz beteiligter Akteure. Hier soll folgendermaßen vorgegangen werden: zunächst wird Governance gegen drei linguistisch verwandte und im Forschungszusammenhang ebenfalls häufig angewendete Begrifflichkeiten, Government, governing und governability, abgegrenzt. Anschließend werden die wichtigsten Bedeutungs- und Anwendungszusammenhänge von Governance dahingehend geordnet, ob sie Governance als Struktur oder Prozesshaftigkeit von gesellschaftlichen Phänomenen oder gar als ein eigenes System beschreiben. Darüberhinaus soll auf die bekanntesten „Bindestrich“-Governance-Begriffe[1] eingegangen werden, da diese in der wissenschaftlichen und politisch-praktischen Debatte in den vergangenen Jahren z.T. zu enormer weltweiter Bedeutung gelangt sind.

3.1 Governance vs. Government

Government bedeutet im Deutschen Regierung oder noch genauer Staatsregierung. Es stellt somit einen relativ eng gefassten Begriff dar, der sich auf die Nennung von Akteuren bzw. einem korporativen Akteur, dessen zugewiesene Regierungszeit sowie dessen einseitig aus-geführte (Steuerungs-)Arbeit beschränkt. Governance umfasst hingegen (und hier beginnt man bereits die Popularität des Konzeptes zu erahnen) die gesamte Breite an Institutionen und Beziehungsgeflechten im Prozess des Regierens (Pierre/Peters: 1), "… it embraces governmental institutions, but it also subsumes informal, non-governmental mechanisms …" (Rosenau 1992: 4). Governance geht also über direktstaatliches Handeln, gebunden an Ver-fassung und Gesetz, im Sinne von Government hinaus und wird für Steuerungs- und Koordi-nationsformen verwendet, die nicht mehr ausschließlich mit der politisch-administrativen Führung eines Staates in Zusammenhang stehen, sondern auch private, gesellschaftliche und nicht-institutionalisierte Formen von Koordination und Steuerung (mit z.T. informellen Rege-lungen) mit einbeziehen. (Botzem 2002: 18 und Fichter 2003: 1) Als Hauptunterschiede zum Terminus Government sind somit erstens die erweiterte Akteursdimension von Governance festzuhalten, welche nunmehr die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft bzw. "das Private" in das Regieren involviert, zweitens eine Verschiebung von einseitigem, oder besser hierarchischem, Regieren hin zu mehr kooperativen Regierungsformen. (Mayntz 2003b: 1) Allerdings bleibt Government ein durchaus legitimes Element im Governance-Konzept, obwohl unter der Phrase „governance without Government“ (Rosenau/Cziempel 1992) auch Formen von Governance, insbesondere im internationalen Kontext, betont werden, die ohne eine hierarchische Steuerung "von oben" existieren. Hinsichtlich eines übergeordneten Ziels unterscheidet sich Governance allerdings nicht von Government – beide sind bestrebt, verpflichtende politische Entscheidungen hervorzubringen. (Kohler-Koch 2002: 14)

3.2 Governance vs. Governing

Das Regieren bzw. der Prozess des Regierens bedeutet im Englischen governing. Dieser Begriff wurde in der Literatur der vergangenen Jahrzehnte meist mit Governance gleich-gesetzt. (Mayntz 2003b: 1) Allerdings gibt es hier in der wissenschaftlichen Debatte einen wachsenden Konsens, daß Governance (siehe auch 3.1) nicht mehr nur noch "den bloßen Prozess" darstellt, sondern eine neue Form des Regierens (governing), bei dem nicht-staat-liche Akteure bei Konzeption, Operationalisierung und Implementation von politischen Programmen teilhaben. (Rhodes 1997: 15ff.) Der niederländische Verwaltungswissenschaft-ler Jan Kooiman macht folgende, noch weitergehende Unterscheidung: Governing bzw. hier "social-political governing" meint absichtsgeleitete Anstrengungen, um eine Gesellschaft bzw. Teile oder Facetten einer Gesellschaft zu führen, steuern, kontrollieren und regeln, wobei staatliche und private Akteure nicht separat, sondern gemeinsam und in sogenannten "Co-Arrangements" handeln. (Kooiman 1993: 2f) Claus Offe betont in diesem Zusammen-hang: “The outcomes of administrative action are in many areas not the outcomes of authoritative implementation of pre-established rules, but rather the results of a ‘co-pro-duction’ of the administration and its clients.” (Offe 1984: 310) „Social-political governance“ stellt nun wiederum bestimmte Modelle oder Muster dar, die als Ergebnis bzw. als das von Offe ins Spiel gebrachte outcome aus dem Prozeß des "social-political governing" ent-stehen und als ein abstrakter Rahmen für zukünftige Steuerungs- und Regelungs-anstrengungen dienen. (Kooiman 1993: 2f)

3.3 Governance vs. Governability

Um die Reihe der Verwandtschaften des Verbs to govern zu komplettieren soll noch auf das mit Governance and Governing in engem Zusammenhang stehende Governability einge-gangen werden. Dieses veranschaulicht laut Kooiman die Qualität eines soziopolitischen Systems, sich selbst im Kontext von größeren Systemen, von denen es ein Teil ist, zu steuern (ebd.: 259) oder auch den konstanten Prozeß innerhalb soziopolitischer Systeme, eine Balance zwischen Regierungs- bzw. Steuerungsbedürfnissen (governing needs) einerseits und Regierungs- und Steuerungskapazitäten (governing capacities) andererseits zu halten. (ebd.: 2) Governing und Governance sind also nur möglich, wenn die Probleme und die Problemlösungen in zu steuernden Systemen durch die Steuerungsakteure erstens erkannt und zweitens in Einklang gebracht werden können.[2]

3.4 Governance als Struktur

Nach den obigen Differenzierungen der sprachlich mit Governance verwandten Begriffe soll es nun darum gehen, einige konkrete Anwendungsbereiche des Governance-Konzeptes zu beleuchten, im wesentlichen aufbauend auf den Forschungen von Rhodes (1997) und Pierre/Peters (2000). Zunächst werden verschiedene Verwendungen des Begriffs dargestellt, welche Governance als eine Struktur, d.h. als innere Ordnung und Beschaffenheit eines Systems, beschreiben.

3.4.1 Hierarchie

Diese Auslegung von Governance ist am Beginn eines Kontinuums (siehe Abbildung) zu sehen, auf welchem laut Renate Mayntz sämtliche Erscheinungsformen von Governance (von hierarchischer Steuerung bis hin zu rein zivilgesellschaftlicher Selbstregelung) zu finden sind. (Mayntz 2003a: 74ff.) Regieren und Regulieren auf der Grundlage von Gesetzen ist hier das entscheidende Moment. Im Hinblick auf Abschnitt 3.1 würde an dieser Stelle gelten: Governance = Government. Der Staat, Inbegriff des kollektiven Interesses, regiert allein, einzig determiniert durch die Rechtsprechung. "… instead of bridging the public-private border, this type of governance strictly upheld that destinction." (Pierre/Peters 2000: 15) Schon an Pierre/Peters´ Schreibweise im Präteritum kann man erkennen, daß diese Form von Governance ihre praktische Bedeutung im modernen Staat in großem Maße eingebüßt hat. Westliche Gesellschaften und deren Regelungs- und Steuerungsprozesse "horizontalisieren" sich in erstaunlichem Maße, hauptsächlich durch Politiknetzwerke (siehe dazu auch Abschnitt 3.4.3), nicht zuletzt im Kontext der fortschreitenden Globalisierung. Nichtsdestotrotz, so Mayntz und Pierre/Peters, bleibt die hierarchische Steuerung zwischen Institutionen und Akteuren ein essentieller Bestandteil in den politischen Systemen der westlichen Demokratien[3]. (ebd.: 16 und Mayntz 2003a: 75)

3.4.2 Märkte

In gleichem Maße wie "Governance als Hierarchie" in der wissenschaftlichen Diskussion nicht mehr sonderlich "en vogue" ist, ist "Governance als Markt" heute ein äußerst populäres Konzept. Der Markt wird vielfach, z.B. aktuell in der Bundesrepublik Deutschland, in einer Zeit der ökonomischen Krise, als der effizienteste gesellschaftliche Steuerungsmechanismus angesehen. Dabei muß zwischen zwei Bedeutungen unterschieden werden: erstens (und im Kontext dieser Arbeit entscheidender) Märkte als Governance-Mechanismus, der die effi-ziente Allokation der Ressourcen sicherstellt, zweitens Governance der Märkte. Letzteres steht für den Zwang der Marktakteure, obwohl sie miteinander konkurrieren, sich aufgrund gemeinsamer Probleme (z.B. Konkurrenz aus dem Ausland) zu koordinieren. (Pierre/Peters 2000: 18f.)

Exkurs: In diesem Zusammenhang kann die Frage gestellt werden, inwieweit es Kongruenzen des Konzeptes "Governance als Markt" mit der wirtschaftspolitisch-sozialphilosophischen Denkrichtung des Neoliberalismus gibt.

Der Neoliberalismus steht für eine liberale Wettbewerbsordnung, die den Staat zwar als bedeutenden gesellschaftlichen Akteur anerkennt, ihm aber hauptsächlich nur die Funktion eines "Rahmengebers" zuweist. (www.wissen.de) Die primäre Steuerungsfunktion, zum Zwecke der Wohlfahrtsmaximierung, hat der Markt inne. Maßgeblich für eine neoliberale Wirtschaftsordnung ist die Individualisierung der Interessen, welche nach effizienter privater Interessenvertretung verlangt, die den Staat kaum mehr tangiert. Der Staat wird zwar nicht abgeschafft, erhält aber eine neue Rolle als Moderator zwischen partikularen Interessen, die weitgehend selbständig versuchen, unter oft sehr ungleichen Bedingungen auf gesellschaft-liche Ressourcen zurückzugreifen. (Brown 2001: 7)

Insofern kann "Governance als Markt" durchaus dem neoliberalen Paradigma unter-geordnet werden, was in den Abschnitten 3.7.1 und 3.7.2 dieser Arbeit noch deutlicher wird.

3.4.3 Netzwerke

(Politik-)Netzwerke als weitere Form von "Governance als Struktur" ist das gebräuchlichste und bekannteste Governance-Konzept. Politiknetzwerke umfassen eine große Anzahl an ver-schiedenen Akteuren, seien es staatliche Institutionen oder organisierte Interessen aus Wirtschaft und Gesellschaft, privaten oder freiwilligen Bereichen. (Pierre/Peters 2000: 19f. und Rhodes 1997: 51f.) Konstituierend für diese Netzwerke sind sowohl die Verbindungen der involvierten Akteure, z.B. durch institutionalisierte Kommunikationsmechanismen, als auch die Interdependenz der Akteure, die Erstellung des entsprechenden Gutes oder der entsprechenden Dienstleistung betreffend. Dies hat zur Folge, daß Phänomene wie Vertrauen, Reputation und Reziprozität hergestellt bzw. besonders hervorgehoben werden. Somit schluß-folgert Rhodes, daß das Konzept Governance, wenn man es unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, eine wirkliche Alternative zu (und nicht lediglich eine Hybridform von) Gover-nance als Hierarchie und als Markt darstellt, da es in der Lage ist, die Grenzen zwischen öffentlichem, privatem und freiwilligem Sektor zu überbrücken. (Rhodes 1997: 52) Pierre/ Peters und Mayntz gehen an diesem Punkt noch weiter und weisen Netzwerken die Fähigkeit zur Selbstorganisation oder Selbstregulierung zu, was entscheidende Auswirkungen auf die staatlichen Institutionen hat. Deren politische Programme stehen nun im Wettbewerb mit den Interessen der Netzwerkakteure. Diese Interessen sind sind jetzt also in der Lage, staatliche Politik (z.B. Gesetzesentwürfe der Regierung) zu ihrem Nutzen zu formen und zu verändern, also Steuerungsarbeit zu leisten. Andererseits ist der Staat auch auf die Netzwerke angewiesen, schließlich muß er ein (wie auch immer geartetes) kollektives Interesse verfolgen und bedient sich dafür in den Netzwerken den umfangreichen fachlichen Expertisen und den kumulierten Interessenartikulationen der Bevölkerung. (Pierre/Peters 2000: 20) Nicht umsonst nennt sich eine viel diskutierte Form dieser Netzwerke public-privat-partnerships.

[...]


[1] übernommen aus der oft sarkastisch geführten Debatte um die „Bindestrich“-Soziologien

[2] Desweiteren taucht in der Debatte auch der Begriff governing capability auf, der jedoch im Gegensatz zu dem komplexeren governability eher wie das governing capacity für die einseitig-passive Fähigkeit von gesell-schaftlichen Institutionen und Sphären, steuerbar zu sein, steht. (vgl. van Kersbergen/van Waarden 2004: Internet)

[3] Hier sollte hinzugefügt werden, daß sich die Möglichkeit von Governance als hierarchische Steuerung mit zunehmender Supranationalisierung erheblich verringert. (Bsp. Nationalstaat > Europäische Union > "Welt-gesellschaft")

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Governance, Bedeutungszusammenhänge und Anwendungsbereiche. Der Versuch einer Annäherung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Staatstätigkeit im Wandel
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
28
Katalognummer
V27528
ISBN (eBook)
9783638295581
ISBN (Buch)
9783668153998
Dateigröße
852 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Governance, Versuch, Annäherung, Staatstätigkeit, Wandel
Arbeit zitieren
Philipp Kaufmann (Autor), 2004, Governance, Bedeutungszusammenhänge und Anwendungsbereiche. Der Versuch einer Annäherung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27528

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