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VCE + CA: Die Struktur von Stimmung?

Eine mehrebenenfaktorenanalytische Untersuchung

Title: VCE + CA: Die Struktur von Stimmung?

Term Paper , 2013 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)

Psychology - Personality Psychology
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In vielen psychologischen Studien stößt man auf die Untersuchung von Emotionen und Stimmungen, etwa wenn es um die Beeinflussung dieser durch andere Variablen oder Personenmerkmale geht. Solche analytischen Betrachtungen von Stimmungen können als gängig angesehen werden. Jedoch ist das Verständnis der Struktur von Stimmungen eine bedeutsame Voraussetzung, wenn man diese messen oder Veränderungen in diesen deuten möchte. In der Forschungsliteratur bestehen allerdings keine einheitlichen Ansichten zur Struktur von Stimmungen, sondern es existieren verschiedene Ansätze und Konzepte hierzu (vgl. Russell & Barett, 1999).
Eine Vielzahl der Studien nutzt zur Erhebung der Stimmung wiederholte Messungen dieser, etwa täglich oder sogar mehrfach am Tag. Um den Aufwand der Teilnehmer möglichst gering und deren Motivation möglichst hoch zu halten und somit Abbrüche zu vermeiden, sollten solche Messungen kurz gehalten werden, die Items also gut ausgewählt und erprobt sein, so dass diese ein gutes Abbild von der Stimmung der Personen liefern (vgl. Wilhelm & Schoebi, 2007). Die in Studien hierfür verwendeten Itemskalen reichen dabei von einem Item pro Stimmungsfacette, bis hin zu verschiedensten Skalen mit unterschiedlicher Itemanzahl. Die Faktorenstruktur solch eines Messinstruments zu analysieren, spielt eine bedeutsame Rolle für Aussagen zur Konstruktvalidität solcher Skalen, aber auch für die Interpretation der Skalenwerte der Personen.
Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieser Arbeit, solch eine Itemskala zur Stimmungsmessung, die acht Items zur Erfassung verschiedener Stimmungsfacetten beinhaltete, bezüglich ihrer latenten Faktorenstruktur zu untersuchen. Hierbei gilt es, die Fragestellung zu beantworten, ob sich die theoretisch erwartete vierdimensionale Faktorenstruktur zur Abbildung der Facetten von Stimmung anhand der Daten nachweisen lässt, oder die Skala eine eindimensionale Struktur von Stimmung abbildet. Um diese Fragen zu beantworten, wurden anhand eines Datensatzes von Studenten und Studentinnen der Erziehungswissenschaft an der Universität Potsdam, der mit der Skala gemessene Werte zu deren täglicher Stimmung enthielt, verschiedene Analysen durchgeführt. Dabei war zu berücksichtigen, dass solche Personendaten oft hierarchisch strukturiert sind. Im vorliegenden Fall waren die täglich erhobenen Stimmungsangaben innerhalb der Personen ‚genestet‘, also zusammengefasst und von den Merkmalen der Personen beeinflusst. Es handelte sich also um eine geschachtelte

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand

2.1. Warum Mehrebenenfaktorenanalysen?

2.2. Wie kann Stimmung konzeptualisiert und gemessen werden?

3. Methode

3.1 Teilnehmer

3.2 Durchführung

3.3 Messungen

3.4. Statistische Analysen

3.4.1. Modelle

3.4.2 Modellgüteindizes

4. Ergebnisse

4.1 Deskriptive Ergebnisse und Voranalysen

4.2 KMFA – 4-Dimensionales Modell

4.3 KMFA – 1-Dimensionales Modell

4.4 EFA

5. Diskussion und Grenzen der Ergebnisse

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die latente Faktorenstruktur einer achtteiligen Skala zur Stimmungsmessung innerhalb einer Diary Study. Ziel ist es, anhand eines Datensatzes von Studierenden zu prüfen, ob sich eine theoretisch erwartete vierdimensionale Faktorenstruktur (V, C, E, CA) nachweisen lässt oder ob eine eindimensionale Struktur vorliegt, wobei insbesondere die geschachtelte Datenstruktur (Messungen innerhalb von Personen) durch Mehrebenenanalysen berücksichtigt wird.

  • Strukturanalyse von Stimmungsskalen
  • Anwendung der Mehrebenenfaktorenanalyse (KMFA & EMFA)
  • Konzeptualisierung von Stimmung (Core Affect, VCE-Modell)
  • Vergleich von Modellen mit unterschiedlicher Dimensionalität
  • Methodische Herausforderungen bei hierarchisch strukturierten Daten

Auszug aus dem Buch

2.2. Wie kann Stimmung konzeptualisiert und gemessen werden?

Stimmungen sind relativ unscharfe affektive Zustände, die subtil Einfluss auf unser Erleben, Denken und Verhalten nehmen. Sie wirken kontinuierlich und liefern den affektiven Hintergrund für alle unsere Handlungen (vgl. Davidson 1944, S.52 zit. nach Wilhelm & Schoebi, 2007, S. 259). Stimmungen können bewusst wahr genommen werden, sobald sie im Fokus unserer Aufmerksamkeit stehen und sind dann charakterisiert durch die Prädominanz von bestimmten subjektiven Gefühlen. Dabei muss ihnen kein offensichtlicher Grund oder Auslöser zugrunde liegen. Ebenso erfordern sie keine unmittelbaren Reaktionen oder das Unterbrechen des laufenden Verhaltens. Für gewöhnlich sind Stimmungen von geringer bis mittlerer Intensität und können über Stunden und Tage andauern (vgl. ebd.).

Wie bereits erwähnt herrscht hinsichtlich der Struktur von Stimmung kein Konsens. In der Forschungsliteratur der letzten Jahre finden sich verschiedene konkurrierende Ansätze mit unterschiedlich vielen Dimensionen. Aufgrund des begrenzten Umfangs, kann im Rahmen dieser Arbeit nur auf die, den verwendeten Messungen zugrunde liegenden, Ansätze eingegangen werden.

Ein solcher relativ weit verbreiteter und gut untersuchter Ansatz zur Konzeptualisierung und Strukturierung von Stimmung ist der des Core Affects (CA). Dieser bezieht sich auf die elementarsten bewusst messbaren affektiven Gefühle. Der Core Affect muss sich nicht zwangläufig direkt auf etwas beziehen. Man befindet sich immer in einem Zustand des Core Affects, auch wenn dieser neutral ist. Er kann in der Intensität variieren, von gering, wenn er in den Hintergrund der bewussten Wahrnehmung tritt, bis überwältigend intensiv (vgl. Russell & Barrett, 1999 S. 806). Zumeist wird die Ansicht geteilt, dass zwei Dimensionen nötig sind, um den Core Affect zu beschreiben, wenn es hierzu auch unterschiedliche Untersuchungsergebnisse gibt. Russell & Barrett (1999) definieren den Core Affect als zweidimensional, wobei dieser immer durch die beiden Dimensionen Pleasentness und Activation beschrieben werden kann. Die beiden Dimensionen vermischen sich, so dass die Person subjektiv eher ein Gefühl empfindet. Des Weiteren weisen die Autoren darauf hin, dass ihr Ansatz von Core Affect verschiedene Parallelen zu anderen Ansätzen aufweist, in denen die gleichen theoretischen Gegenstände lediglich anders betitelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Stimmungsmessung und Formulierung der Forschungsfrage bezüglich der Faktorenstruktur einer 8-Item-Skala.

2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Erläuterung der Relevanz von Mehrebenenfaktorenanalysen bei hierarchischen Daten und Vorstellung theoretischer Konzepte zur Stimmung (VCE, Core Affect).

3. Methode: Detaillierte Beschreibung der Stichprobe, der Diary Study Durchführung, der Instrumente und der statistischen Vorgehensweise (KMFA, EMFA, Goodness-of-Fit).

4. Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Kennwerte, der Modellauswertungen (KMFA 4-dimensional vs. 1-dimensional) sowie der explorativen Mehrebenenfaktorenanalysen.

5. Diskussion und Grenzen der Ergebnisse: Interpretation der Befunde, Reflexion über die Stichprobenqualität und die methodische Eignung der Mehrebenenfaktorenanalyse.

6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Stimmung, Mehrebenenfaktorenanalyse, Diary Study, Core Affect, Faktorenstruktur, Konstruktvalidität, Mplus, Strukturgleichungsmodell, Within-Level, Between-Level, Intraklassenkorrelation, Psychometrie, Stimmungsskala, Modellgüte, Mehrebenenmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die zugrunde liegende Struktur einer Stimmungsskala. Es wird analysiert, ob diese Skala verschiedene Stimmungsfacetten wie die im VCE-Ansatz oder Core Affect abbildet oder ob die Items lediglich einen einzigen Stimmungsfaktor erfassen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Konzeptualisierung von Stimmung, der Erhebung von Stimmungsdaten mittels Diary Studies und der statistischen Auswertung geschachtelter Daten mittels konfirmatorischer und explorativer Mehrebenenfaktorenanalysen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der latenten Faktorenstruktur eines 8-Item-Stimmungsinstruments. Die zentrale Frage ist, ob die Daten eine theoretisch angenommene vierdimensionale Struktur stützen oder ob eine eindimensionale Modellierung der Stimmung angemessener ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet konfirmatorische (KMFA) sowie explorative Mehrebenenfaktorenanalysen (EMFA). Da die Daten hierarchisch strukturiert sind (Messungen innerhalb von Personen), werden die Analysen simultan für die Within- und Between-Ebene durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen und die methodischen Grundlagen (Modelle und Fit-Indizes) dargelegt. Anschließend werden die Ergebnisse der verschiedenen Faktorenanalysen präsentiert und auf Basis von Gütekriterien bewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Mehrebenenfaktorenanalyse, Stimmungsmessung, Core Affect, Diary Study und Strukturgleichungsmodellierung charakterisieren.

Was bedeutet "geschachtelte Datenstruktur" in diesem Kontext?

Die Daten weisen zwei Ebenen auf: Die täglichen Stimmungsangaben der Personen bilden die untere Ebene (Within-Level), während die Personen selbst die übergeordnete Ebene (Between-Level) bilden. Die Messungen einer Person sind somit in der jeweiligen Person 'genestet'.

Warum wird eine Mehrebenenanalyse anstelle klassischer Verfahren bevorzugt?

Klassische Verfahren setzen die Unabhängigkeit der Beobachtungen voraus. Da bei Stimmungsdaten innerhalb einer Person Abhängigkeiten bestehen, führt die Anwendung klassischer Methoden zu verzerrten Ergebnissen, wie etwa einer fehlerhaften Unterschätzung von Standardfehlern.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Eignung der untersuchten Skala?

Die Autorin stellt fest, dass sich die theoretisch erwartete vierdimensionale Struktur in den erhobenen Daten nicht eindeutig nachweisen lässt. Explorative Analysen deuten eher auf eine dreidimensionale Lösung hin, wobei sich der "Core Affect" auf andere Faktoren aufteilt.

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Details

Title
VCE + CA: Die Struktur von Stimmung?
Subtitle
Eine mehrebenenfaktorenanalytische Untersuchung
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Methoden und Konzepte empirischer Bildungsforschung
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author)
Publication Year
2013
Pages
27
Catalog Number
V275789
ISBN (eBook)
9783656682844
ISBN (Book)
9783656682837
Language
German
Tags
struktur stimmung eine untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Erziehungswissenschaft/Soziologie Ricarda Albrecht (Author), 2013, VCE + CA: Die Struktur von Stimmung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/275789
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