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Französische Schallverben. Psychophonologische Aspekte der Onomatopöie

Title: Französische Schallverben. Psychophonologische Aspekte der Onomatopöie

Bachelor Thesis , 2013 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Caroline Strauss (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll Onomatopoetika sowohl in ihrer Rolle innerhalb des theoretischen Sprachsystems erfassen, als auch ihre Bedeutung für den Charakter einer einzelnen Sprache am Beispiel des Französischen zeigen. Hierzu soll als nüchternes Gegengewicht zur Sprachtheorie die kognitionswissenschaftliche und psychoakustische Seite der Sprache beleuchtet werden.
Innerhalb des Wortgebiets der Onomatopoetika sollen onomatopoetische Verben, also schallbezeichnende, einer genaueren Untersuchung unterzogen werden, weil sie bezüglich der zu betrachtenden Grenzfallbeziehung zwischen Sprach- und Wahrnehmungssystem durch die hier maximale Parallelisierbarkeit von Phonem- und Schallkategorisierung der menschlichen Kognition besonders geeignet sind.
1. Zu diesem Zweck soll zunächst die Zeichentheorie von Charles Sanders Peirce als Grundstock für das Verhältnis des Onomatopoetikums zu allem weiteren Sprachmaterial herangezogen werden. Insbesondere der Gegensatz von ikonischer und symbolischer Zeichenübertragung dieser Zeichentheorie soll als Orientierungspunkt dienen für eine anschließende kritische Auseinandersetzung mit Saussures Arbitraritätshypothese des sprachlichen Zeichens, die das Onomatopoetikum ernsthaft in Frage stellt.
2. Im Hinblick auf die naturwissenschaftliche Gegebenheiten einbeziehende Vergleichsstudie deutscher und französischer Schallverben soll die kognitionslinguistische Perspektive auf sprachliche Formgebung mentaler Inhalte der streng formalistischen strukturalistischen Sicht auf die Wortgenese gegenübergestellt werden. Die neurowissenschaftlichen Einflüsse dieser jungen Disziplin, die zerebrale Verarbeitungsmechanismen perzeptueller und konzeptueller Elemente gegeneinanderstellt und darin ihre Forschungshypothese der phonematischen Rasterbildung einbettet, soll auf die Untersuchung französischer Schallverben hinführen, die sowohl naturwissenschaftliche, als auch sprachtheoretische Seiten in sich aufnehmen soll, sowie konkrete phonoartikulatorische Unterschiede zwischen Deutsch und Französisch.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

3. Semiotik und Strukturalismus: Arbitraritätsgrade des sprachlichen Zeichens → Peirce und Saussure

3.1. Semiotik – Ch. S. Peirces Zeichenlehre

3.2. Strukturalismus – Onomatopoetika als Herausforderer von Saussures Arbitraritätsprinzip

4. Kognitive Linguistik und Psychoakustik

4.1. Kognitionswissenschaftliche Grundlagen

4.2. Psychoakustik – Kognitive Reizverarbeitung von Schällen

5. Genese und morphologische Eigenheiten von Onomatopoetika – Verhältnis zwischen Ikonizität und Symbolik/ Konzeptualität und Formgebung

6. Schallverben

6.1. deutsche (Kategorisierungsparameter nach C. Lehmann)

6.2. französische

6.3. Zusammenfassung

7. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Onomatopoetika im theoretischen Sprachsystem und deren Bedeutung für den Charakter des Französischen im Vergleich zum Deutschen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie schallbezeichnende Verben die Schnittstelle zwischen Sprach- und Wahrnehmungssystem bilden, wobei kognitionswissenschaftliche und psychoakustische Perspektiven als Gegengewicht zu traditionellen sprachtheoretischen Ansätzen dienen.

  • Analyse der Zeichentheorie von Charles Sanders Peirce und ihrer Relevanz für das Verständnis von Onomatopoetika.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Ferdinand de Saussures Arbitraritätshypothese des sprachlichen Zeichens.
  • Untersuchung der kognitionslinguistischen Grundlagen der Konzeptbildung und Lautkategorisierung.
  • Kontrastiver Vergleich deutscher und französischer Schallverben anhand von Kategorisierungsparametern.

Auszug aus dem Buch

3. Semiotik

Die in der Linguistik uneinheitlichen terminologischen Bezeichnungen für sprachliche Formgestaltung und mentale Vorstellung zeigt, wie komplex die Herausforderung ist, die Tiefen dieses Verhältnisses zu erforschen und wie viele Herangehensweisen dafür möglich sind. In der strukturalistischen Tradition existiert natürlich das Begriffspaar de Saussures, signifiant und signifié, wofür die Bezeichnungen Ausdruck und Inhalt nach Louis Hjelmslev als deutsches Pendant angesehen werden. Dieser abstrakten und isolierenden Vorstellung des sprachlichen Zeichens stehen Modelle gegenüber, die die außersprachliche Realität einbeziehen, so zum Beispiel das semiotische Dreieck von Ogden und Richards.

Sprachtheoretische Modelle sind in der Geschichte der Sprachwissenschaft viele vorgeschlagen worden, und jedem liegt mehr oder weniger bewusst ein bestimmtes Verständnis von Zeichenübertragung zugrunde. Um sich der sprachlichen Zeichenübertragung und deren Grenzfall Onomatopoetikum anzunähern, ist es demnach hilfreich, sich zunächst zeichentheoretische Grundlagen anzusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Onomatopöie innerhalb der Sprachwissenschaft und führt die Fragestellung ein, ob onomatopoetische Phänomene eher idealistisch sprachtheoretisch oder kognitionslinguistisch zu erfassen sind.

2. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, Onomatopoetika sowohl systemtheoretisch als auch kognitionswissenschaftlich zu untersuchen und dabei einen kontrastiven Vergleich zwischen dem Französischen und Deutschen durchzuführen.

3. Semiotik und Strukturalismus: Arbitraritätsgrade des sprachlichen Zeichens → Peirce und Saussure: Hier werden die zeichentheoretischen Grundlagen gelegt, indem Peirce’s Differenzierung der Zeichenarten und Saussures strukturalistische Sprachauffassung im Kontext der Onomatopoetika diskutiert werden.

4. Kognitive Linguistik und Psychoakustik: Das Kapitel erläutert, wie das menschliche Gehirn perzeptuelle Reize kategorisiert und welche Rolle die Psychoakustik bei der Interpretation von Schallereignissen spielt.

5. Genese und morphologische Eigenheiten von Onomatopoetika – Verhältnis zwischen Ikonizität und Symbolik/ Konzeptualität und Formgebung: Es werden die Formcharakteristika onomatopoetischer Wörter untersucht und deren Sonderstatus im Spannungsfeld zwischen Ikonizität und Symbolik beleuchtet.

6. Schallverben: Der empirische Hauptteil analysiert deutsche und französische Schallverben anhand physikalisch-auditorischer Parameter und ihrer morphologischen Korrelate.

7. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die Ergebnisse der kontrastiven Studie und regt weiterführende interdisziplinäre Forschung an, insbesondere im Hinblick auf kulturanthropologische Einflüsse.

Schlüsselwörter

Onomatopöie, Schallverben, Semiotik, Ikonizität, Arbitrarität, Kognitive Linguistik, Psychoakustik, Sprachvergleich, Strukturale Linguistik, Lautmalerei, Zeichenübertragung, Phonologie, Morphologie, Sprachgenese, Kontrastive Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Onomatopöie, speziell onomatopoetische Verben, aus einer linguistischen Perspektive, wobei ein besonderer Fokus auf dem kontrastiven Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Französischen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Semiotik, kognitive Linguistik, Psychoakustik sowie die strukturalistische Sprachbetrachtung im Hinblick auf Ikonizität und Symbolik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Onomatopoetika sowohl in ihrer Rolle innerhalb theoretischer Sprachsysteme zu erfassen als auch ihre Bedeutung für den Charakter einer spezifischen Sprache anhand kontrastiver Analysen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen methodischen Abgleich zwischen zeichen- und sprachtheoretischen Traditionen sowie kognitionswissenschaftlichen und psychoakustischen Forschungsansätzen, ergänzt durch eine empirische Untersuchung anhand von Kategorisierungsparametern nach Christian Lehmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Semiotik, Strukturalismus, kognitive Linguistik) erarbeitet, gefolgt von einer Analyse der Genese und morphologischen Funktionen von Onomatopoetika, bevor ein empirischer Vergleich deutscher und französischer Schallverben folgt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Onomatopöie, Schallverben, Ikonizität, Arbitrarität, Kognitive Linguistik und Kontrastive Linguistik.

Warum wird Saussures Arbitraritätsprinzip kritisch hinterfragt?

Das Arbitraritätsprinzip postuliert das völlige Fehlen einer natürlichen Verbindung zwischen Signifikat und Signifikant. Da Onomatopoetika jedoch eine (tendenziell) direkte, ikonische Verbindung aufweisen, stellen sie Saussures Theorie vor Erklärungsbedarf.

Welche Rolle spielt die Psychoakustik bei der Analyse?

Die Psychoakustik dient als neutrales Untersuchungsgebiet, um die physiologische Wirkung von Schall auf das interpretierende Subjekt zu beleuchten und so die ikonischen Wurzeln von Wortstrukturen freizulegen.

Wie unterscheidet sich die Iteration in deutschen und französischen Verben?

Das Deutsche nutzt hierfür oft qualitative Phonemveränderungen, während im Französischen eher eine quantitative Silbenerweiterung oder das Einsetzen spezifischer Formative zu beobachten ist.

Welchen Einfluss hat die Belebtheitsskala auf die Schallverben?

Die Belebtheitshierarchie beeinflusst die Semantik von Schallverben, da Schallverben für belebte (menschliche) Subjekte eher symbolisch und weniger rein ikonisch sind als solche für unbelebte Schallquellen.

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Details

Title
Französische Schallverben. Psychophonologische Aspekte der Onomatopöie
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Romanische Philologie)
Grade
1,3
Author
Caroline Strauss (Author)
Publication Year
2013
Pages
41
Catalog Number
V276226
ISBN (eBook)
9783656763437
ISBN (Book)
9783656763444
Language
German
Tags
Onomatopöie Onomatopoetika Psychoakustik Verben Schallverben Französisch Kontrastiver Vergleich Semiotik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caroline Strauss (Author), 2013, Französische Schallverben. Psychophonologische Aspekte der Onomatopöie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276226
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