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Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft. Eine Analyse des Überwachungsstaates des 21. Jahrhunderts

Título: Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft. Eine Analyse des Überwachungsstaates des 21. Jahrhunderts

Trabajo Escrito , 2013 , 21 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Elias Kühnel (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
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Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Phänomen der sozialen Kontrolle, sowie den ihr zugrunde liegenden Mechanismen und Wirkungsweisen am Beispiel gegenwärtiger Sicherheitsgesellschaften bzw. des Überwachungsstaates als besondere Form. Zu Beginn der Arbeit wird ein Bezugsrahmen zu den gängigen soziologischen Theorieansätzen aufgebaut. Dabei wird insbesonders auf die Rational-Choice-Theorie, die Konflikttheorie und den Poststrukturalismus (Michel Foucault) eingegangen. Im Anschluss folgt eine Analyse der Sicherheitsgesellschaft im 21. Jahrhundert unter Berücksichtigung des sozialen Wandels als Ursprung von Transformationsprozessen der sozialen Kontrolle. Schwerpunkt ist dabei die Darlegung der Ursprünge für eine Entwicklung hin zu einem Überwachungsstaat, sowie der Mechanismen und Techniken sozialer Kontrolle in modernen Gesellschaften.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung der Begrifflichkeiten

2.1 Soziale Normen, Sanktionen und Devianz

2.2 Soziale Kontrolle

3. Theoretische Grundlagen

3.1 Konflikttheoretischer Ansatz

3.2 Soziale Kontrolle in der Rational-Choice-Theorie

3.3 Michel Foucault: Gouvernementalität, Disziplinargesellschaft und der

Panoptismus

3.3.1 Ausgangspunkt: Jeremy Bentham's Panopticon

3.3.2 Panoptismus und die Disziplinargesellschaft

3.3.3 Die Gouvernementalität

4. Sozialer Wandel als Ursprung von Transformationsprozessen sozialer

Kontrolle

5. Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft im 21. Jahrhundert

5.1 Die Sicherheitsgesellschaft als Ausdruck von Unsicherheit und Angst

5.2 Die Popularisierung von Kriminalität und Terrorismus in den Medien

5.3 Die Mechanismen der Sozialkontrolle in der Gegenwart

5.4 Der Überwachungsstaat in der modernen Sicherheitsgesellschaft

5.4.1 Methoden und Technologien der Überwachung

5.4.2 Der „Krieg gegen den Terror“ und die Verschärfung von Kontrollmechanismen

5.5 Ausblick: Der „gläserne Mensch“ und das neue Zeitalter der totalitären

Kontrolle?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sozialen Kontrolle im 21. Jahrhundert, wobei insbesondere der Wandel hin zur sogenannten Sicherheitsgesellschaft analysiert wird. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie sich soziale Kontrolle unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen manifestiert, welche neuen Techniken und Mechanismen (insbesondere Überwachungstechnologien) dabei zum Einsatz kommen und wie der „Krieg gegen den Terror“ den Ausbau eines Überwachungsstaates vorangetrieben hat.

  • Transformation sozialer Kontrolle durch ökonomischen und soziokulturellen Wandel.
  • Foucaults Machtanalyse: Disziplinargesellschaft und Gouvernementalität.
  • Die Sicherheitsgesellschaft als Antwort auf Unsicherheit und mediale Angstmache.
  • Methoden und Technologien der staatlichen Überwachung und Risikovorsorge.
  • Einfluss des „Krieges gegen den Terror“ auf Grundrechte und Überwachungspraktiken.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Panoptismus und die Disziplinargesellschaft

Das Konzept des Panopticons übernahm Foucault in seinem Werk „Überwachen und Strafen“ aus dem Jahr 1975, in dem er vordergründig die Geschichte und Praxis des Strafens analysierte und übertrug es auf eine Form gesellschaftlicher Machtausübung. Foucault beschreibt das das Panopticon wiefolgt: „Das [Panopticon] ist ein Bauvorhaben mit einem zentralen Turm, der eine ganze Reihe von kreisförmig gegen das Licht angeordneten Zellen überwacht in die man die Individuen einsperrt. Vom Zentrum aus kontrolliert man jedes Ding und jede Bewegung, ohne je gesehen zu werden. Die Macht verschwindet, sie stellt sich nicht mehr dar, aber sie existiert; sie verflüchtigt sich in die unendliche Mannigfaltigkeit ihres einzigen Blicks“.

Weiter schreibt er: „Das Panopticon ist eine Maschine zur Scheidung des Paares Sehen/Gesehenwerden: im Außenring wird man vollständig gesehen, ohne jemals zu sehen; im Zentralturm sieht man alles, ohne je gesehen zu werden.“

Der eigentliche Effekt des Panopticons ist, dass die permanente Sichtbarkeit und die automatische Übernahme zweier Rollen, nämlich die des Überwachten und gleichzeitig des Überwachenden, zur Selbstregulierung der Insassen führt. Das heißt, es findet eine Art Selbstkontrolle statt, bei der das eigene Verhalten an die vorgeschriebenen Normen angepasst wird. Durch diese Selbstbeobachtung und -regulierung wird die Fremdaufsicht im Endeffekt überflüssig, die Machtwirkung funktioniert gleichermaßen ohne äußere Kontrolle. Unter diesem Aspekt fragte Foucault in seinem Werk insbesonders nach der Herstellung der idealen Disziplinierung innerhalb einer Disziplinargesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Enthüllungen von Edward Snowden zu PRISM als Anlass, um den Wandel staatlicher Überwachung und die Frage nach der Legitimität von Sicherheit versus Bürgerrechten zu diskutieren.

2. Klärung der Begrifflichkeiten: Hier werden soziologische Grundbegriffe wie soziale Normen, Sanktionen, Devianz und die Definition sozialer Kontrolle (als Mikro- und Makrophänomen) eingeführt.

3. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert konflikttheoretische Ansätze, die Rational-Choice-Theorie sowie Michel Foucaults Konzepte zur Disziplinargesellschaft, zum Panoptismus und zur Gouvernementalität.

4. Sozialer Wandel als Ursprung von Transformationsprozessen sozialer Kontrolle: Es wird analysiert, wie ökonomische und soziokulturelle Veränderungen seit dem späten 20. Jahrhundert die Bedingungen sozialer Kontrolle transformiert und neue Formen der Risikovorsorge hervorgebracht haben.

5. Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft im 21. Jahrhundert: Dieses Hauptkapitel untersucht die moderne Sicherheitsgesellschaft, die Rolle der Medien bei der Popularisierung von Kriminalität sowie die Etablierung des modernen Überwachungsstaates und dessen Maßnahmen im Kontext des „Krieges gegen den Terror“.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Kontrolle ein universelles, im stetigen Wandel begriffenes Instrument von Machtstrukturen ist, dessen Ausbau durch die mediale Popularisierung von Unsicherheit legitimiert wird.

Schlüsselwörter

Soziale Kontrolle, Sicherheitsgesellschaft, Überwachungsstaat, Disziplinargesellschaft, Michel Foucault, Panoptismus, Gouvernementalität, Risikovorsorge, Krieg gegen den Terror, Datenspeicherung, Bürgerrechte, Überwachungstechnologie, Normen, Devianz, Mediale Berichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse sozialer Kontrolle und deren Transformation hin zu einem Überwachungsstaat im 21. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Machtanalyse (Foucault), der Einfluss von gesellschaftlichem Wandel auf Kontrollmechanismen und die spezifische Entwicklung zur Sicherheitsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die modernen Erscheinungsformen sozialer Kontrolle und deren Techniken zu identifizieren sowie zu untersuchen, wie der „Krieg gegen den Terror“ den Abbau von Bürgerrechten zugunsten präventiver Überwachung vorangetrieben hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte soziologische Theorieanalyse, um historische und aktuelle Entwicklungen sozialer Kontrolle interpretativ zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Ansätze, den gesellschaftlichen Wandel seit Ende des 20. Jahrhunderts und die detaillierte Analyse der Sicherheitsgesellschaft sowie die Methoden des Überwachungsstaates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Kontrolle, Sicherheitsgesellschaft, Überwachungsstaat, Disziplinargesellschaft und Foucaults Machtanalyse charakterisiert.

Wie beeinflussen Medien die heutige soziale Kontrolle?

Medien beeinflussen soziale Kontrolle durch die Popularisierung von Kriminalität und Terrorismus, was Angst in der Bevölkerung schürt und das Bedürfnis nach staatlicher Risikovorsorge und Überwachung erhöht.

Inwiefern hat der 11. September 2001 die Überwachung verändert?

Der 11. September 2001 fungierte als Katalysator, der den „Krieg gegen den Terror“ legitimierte und zu massiven Verschärfungen der Sicherheitsgesetze, vermehrter Datensammlung und einem allgemeinen Abbau von Privatsphäre weltweit führte.

Welche Rolle spielt das Panopticon-Prinzip in der modernen Überwachung?

Das Panopticon-Prinzip dient als Modell für die permanente Sichtbarkeit und die resultierende Selbstdisziplinierung der Bürger, die heute durch moderne Überwachungstechnologien wie Videokameras und Online-Tracking fortgeführt wird.

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Detalles

Título
Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft. Eine Analyse des Überwachungsstaates des 21. Jahrhunderts
Universidad
Technical University of Chemnitz  (Institute of Sociology)
Curso
Allgemeine Soziologie: Neuere Theorien
Calificación
2,0
Autor
Elias Kühnel (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
21
No. de catálogo
V276499
ISBN (Ebook)
9783656696612
ISBN (Libro)
9783656696971
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale kontrolle sicherheitsgesellschaft eine analyse überwachungsstaates jahrhunderts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elias Kühnel (Autor), 2013, Soziale Kontrolle und die Sicherheitsgesellschaft. Eine Analyse des Überwachungsstaates des 21. Jahrhunderts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276499
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