Einführung von Grammatik und Erarbeitung der "Comparison of Adjectives"

Mit Hilfe der konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Lehrwerk "Green Line New 2"


Seminararbeit, 2009
19 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

1. Einleitung
1. Einführung von Grammatik und Erarbeitung derComparison of Adjectivesmit Hilfe der konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Lehrwerk Green Line New 2
1.1 Theoretische Grundlagen
1.1.1 Ziele des Englischunterrichts?
1.1.2 Was ist Grammatik?
1.1.3 Unterricht am Gymnasium
1.1.4 Sekundarstufe I
1.1.5 Lerntypen
1.1.6 Lehrtypen
1.1.7 Methoden
1.2 Grammatikvermittlung

2.2.1 Aufgeklärte Einsprachigkeit
2.2.2 Modelle zur Neueinführung von grammatischen Sachverhalten
2.2.3 Grammar in Context
2.3 Umsetzungsmöglichkeiten im Lehrwerk Green Line New 2Comparison of Adjectives, Lektion 2A
2.3.1 Einstieg
2.3.2 Vorentlastung
2.3.3 Textpräsentation
2.3.4 Arbeit mit dem Text
2.3.5 Demonstration
2.3.6 Kognitivieren
2.3.7 Verstehen und Reagieren
2.3.8 Reproduzieren
2.3.9 Produzieren
2.3.10 Lernzielkontrolle

2. Schlussbemerkung

3. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Waren Englischkenntnisse früher ein zusätzlicher Bonus, so sind sie heute selbstverständliche Voraussetzung für die berufliche Tätigkeit und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“[1]

In der heutigen Zeit ist die englische Sprache im Deutschen allgegenwärtig, seien estalkshowsodersoapsim Fernsehen, zum Frühstück diecornflakesundtoastoder zur tägliche Haarpflege dasshampoo. Durch diese enorme Präsenz ist es kaum mehr möglich. der Weltsprache Englisch auszuweichen, ob man sich nun gegen die Anglisierung wehrt oder sie begrüßt und Anglizismen vermeidet oder nicht. Die globalen Perspektiven von Englischunterricht sind nicht von der Hand zu weisen. Sicherlich ist die Ubiquität des Englischen in der Jugendkultur (Internet, Essen, Trinken, Musik) auch ein motivierender Faktor für Sprachenerlerner.

Umso wichtiger ist es, als Lehrer den durch die Medienwelt und die Popkultur vorgeprägten Schülern ein Sprachgefühl zu vermitteln, sie für die Fremdsprache zu interessieren und zu sensibilisieren, Lernprozesse in Gang zu setzen, die richtige Methodik zu wählen und inhaltlich korrekte Entscheidungen zu treffen. Gerade zu Beginn des Gymnasiums werden die Weichen für weiteres erfolgreiches Erlernen der Sprache gestellt, und speziell in der Sekundarstufe I wird das dafür benötigte Handwerkszeug vermittelt: Grammatik. Doch wie erreicht man als Lehrer seine Ziele? Wie kann es gelingen, guten Unterricht abzuhalten und neben Methodenvielfalt, Abwechslungsreichtum und fachlicher Kompetenz den Schülern die wichtigen Strukturen zu vermitteln?

Ziel dieser Arbeit ist es, die Grammatikvermittlung in der 6. Klasse zu untersuchen und die entscheidenden fachdidaktischen Elemente zu identifizieren. Anschließend erfolgt eine Anwendung auf das grammatische Thema„Comparison of Adjectives“mittels des Lehrwerks Green Line New 2 Bayern. Hier sollen die Umsetzungsmöglichkeiten analysiert und an Hand konkreter Beispiele veranschaulicht werden.

2. Einführung von Grammatik und Erarbeitung der „Comparison of Adjectives“ mit Hilfe der konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Lehrwerk Green Line 2 New

2.1 Theoretische Grundlagen

2.1.1 Ziele des Englischunterrichts

Die Ziele aus der Sicht des Lehrenden, respektive der Lehrkraft im Englischunterricht, sind die sog. Lehrziele. Doyé identifiziert in Anlehnung an das Berliner Didaktikmodell drei Dimensionen, in denen Lehrziele im Fremdsprachenunterricht aufgefächert werden. In der „pragmatischen Dimension geht es um die Vermittlung von Kompetenzen, in der kognitiven um Kenntnisse und Erkenntnisse und in der emotionalen um Haltungen und Einstellungen.“[2]Hilfreiche Aspekte von Edmonsons Sprachbegriffen finden sich im Einsatz der Sprache als Kommunikationsmittel im Fremdsprachenunterricht.[3]

Pragmatische Dimension:Fremdsprachenunterricht soll Wissen über bloße Theorie- kenntnisse hinaus vermitteln und beinhaltet deshalb in der Praxis die Vermittlung von Fähigkeiten zum Gebrauch und zum Verstehen der Sprache, die unter Kommunikationsfähigkeit zusammengefasst werden. Diese Fertigkeiten sind Sprechen, Hörverstehen, Schreiben und Leseverstehen. Erreicht werden soll hier „die Befähigung zum Vollzug sprachlicher Akte in möglichst realistischer Form.“[4]Edmondson konkretisiert dies und schließt, dass didaktische Handlungen möglichst authentisch und an den„learner needs“orientiert sein müssten, er spricht von externen Lehrzielen.[5]

Kognitive Dimension: Doyé verbindet mit der kognitiven Dimension vor allem Kenntnisse über die Kultur anderer Länder, zusammengefasst unter dem Terminus Landeskunde. Die Notwendigkeit einer Verschränkung von Sprachkenntnissen und Kulturkunde erläutert er semiotisch („Niemand kann eine Sprache losgelöst von den Inhalten, die sie bezeichnet, lehren, [...] Fremdsprachenunterricht gelangt deshalb zwangsläufig dahin, mit der Sprache auch eine andere Kultur zu vermitteln) und pädagogisch („Als Aufgabe der Schule wird heute generell die Erweiterung des Horizontes der Schüler über nationale Grenzen hinaus angesehen“).[6]Ein anderes Verständnis der kognitiven Dimension hat Edmonson, der seinen Kenntniserwerb auf explizite grammatische Regelsysteme bezieht („Learn the Rules“).[7]So sollen nach einem „didaktischen Konzept grammatische Regeln auswendig gelernt, internalisiert und in der Sprachproduktion verwendet“ werden.[8]Die Sprache wird im Unterricht als Mittel zum Zweck, als Unterrichtssprache benutzt, um die internen Lernziele zu erreichen. Eine Verbindung der beiden Wissensvermittlungsideen scheint die beste Lösung zu sein.

Emotionale Dimension:Doyé verknüpft die kognitive Dimension eng mit der dritten Dimension, denn er geht davon aus, dass Haltungen über Kenntnisse vermittelt werden müssen, die über reines Fachstudium hinausgehen. Diese affektiven Lernziele sollen neben Werten wie Toleranz und Offenheit, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein auch einen Beitrag für die Erziehung zur Völkerverständigung leisten. Edmonsons dritter Ansatz, der prozessorientierte, dagegen basiert auf der Annahme, dass nicht die Natur einer Aufgabe für den Lernprozess entscheidend ist, sondern die Tiefe der kognitiven Verarbeitung(„it´s the way you do it“).[9]

Kippling beschreibt die Ziele des Englischunterrichts als Erwerb von Wissen, Einüben von Können und dem Wecken von Einstellungen, was sich stark mit den pragmatischen und kognitiven Dimensionen von Doyé überschneidet.[10]Viele Elemente von Edmonsons Ansätzen sind mit Kipplings Domänen eng verbunden, was daran liegen mag, dass das Fach Englisch selbstverständlich den allgemeinen Bildungszielen der Institution Schule folgt und eine kognitive, pädagogische, soziale, affektive und emanzipatorische Ausbildung und Erziehung gewährleisten soll.

Mit Kippling ist festzustellen, dass das Augenmerk der Bundesländer neben einem möglichst hohen Grad an Sprachbeherrschung vor allem auf einem übergeordneten Bildungsziel liegt.[11]Lehrpläne nennen explizit die interkulturelle kommunikative Kompetenz, die im Allgemeinen als „„die Befähigung der Schüler zum fremdsprachlichen Handeln“, zur „Verwendung des Englischen im privaten und beruflichen Alltag“ o.Ä.“ umschrieben wird.[12]Wie im Common European Framework beschrieben ist, soll ein Schüler mehrsprachig und interkulturell gebildet werden und somit eine Artcultural awarenessentwickeln:

„The linguistic and cultural competences in respect of each language are modified by knowledge of the other and contribute to intercultural awareness, skills and know-how. They enable the individual to develop an enriched, more complex personality and an enhanced capacity for further language learning and greater openness to new cultural experiences.”[13]

Mit dieser umfassenden Definition lässt sich das Ausmaß der Pflichten einer Institution Schule und die Problematik dieses Lehrziels sicher gut begreifen, die nicht immer ganz einfache Umsetzung in die Tat obliegt dann den Lehrkräften.

2.1.2 Was ist Grammatik?

Harmer definiert in Anlehnung an das LDCE[14]Grammatik als „The study and practice of […] the rules by which words change their forms and are combined into sentences“.[15]Es handelt sich hierbei also um das Erlernen von Morphologie und Syntax-Regeln.[16]Mit Harmer lassen sich zwei Formen der Grammatik identifizieren: einerseits die Regeln der Grammatik, andererseits deren Studium und Anwendung. Um das Lehrziel hoher Sprachbeherrschung zu erreichen, ist es erforderlich, Grammatik zu studieren und so den Wörtern Bedeutung in Form von Sätzen und Strukturen beimessen zu können, auch wenn sich der Fokus des Lehrens in den vergangenen Jahren weg vom reinen Grammatikstudium hin zumcommunicative approachgerichtet hat.[17]Eine Unterscheidung ist auch zu treffen zwischenlanguage acquisitionundlearning. Die Theorie, dass Lernende, wenn sie einer großen Menge an Sprache ausgesetzt werden und die ungefähre Bedeutung verstehen, obwohl das Sprachniveau nicht ihren Kenntnissen entspricht, automatisch Sprache akquirieren, kann in der Schule wohl oftmals nicht in die Praxis umgesetzt werden. Lernende haben nicht die Zeit, sich die Sprache über Akquisition schrittweise anzueignen. Eine Lehrkraft „may organise activities and material to help them acquire the language, [he] will also teach them language so that theylearnit consciously“.[18]

[...]


[1]Doff/Kippel, S.13 – im Folgenden Kippel

[2]Doyé, in: Bausch, S.126 f.

[3]Edmondson, in: Timm, S.32 f.

[4]Edmondson, in: Timm, S.33

[5]Doyé, in: Bausch, S.127

[6]Doyé, in: Bausch, S.128 f.

[7]Edmondson, in: Timm, S.34

[8]Edmondson, in: Timm, S.34

[9]Edmondson, in: Timm, S.34

[10]Kippling, S.35

[11]Kippling, S.23

[12]Timm, S.8

[13]Für eine ausführliche Untersuchungs der intercultural communicative competence (ICC) und zum Inhalt des CEF siehe Miller-Hartmann, S.18 ff.; oder auch S.51

[14]Longman Disctionary of Contemporary English

[15]Harmer, S.1

[16]Klippel, S.58

[17]Harmer, S.4

[18]Harmer, S.6

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Einführung von Grammatik und Erarbeitung der "Comparison of Adjectives"
Untertitel
Mit Hilfe der konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Lehrwerk "Green Line New 2"
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Anglistik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V277503
ISBN (eBook)
9783656704997
ISBN (Buch)
9783656712190
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung, grammatik, erarbeitung, comparison, adjectives, hilfe, umsetzungsmöglichkeiten, lehrwerk, green, line
Arbeit zitieren
Bernhard Weidner (Autor), 2009, Einführung von Grammatik und Erarbeitung der "Comparison of Adjectives", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277503

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