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Unterrichtsstörung. Stören Lehrer ihren eigenen Unterricht?

Titel: Unterrichtsstörung. Stören Lehrer ihren eigenen Unterricht?

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Nicolai Zimmermann (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Störungsfreier Unterricht ist eine didaktische Fiktion.“
Dieser Satz ist die erste von vielen Thesen, die Gert Lohmann in seinem Werk „Mit Schülern klarkommen. Professioneller Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinarkonflikten“ zum Thema Unterrichtsstörung nennt. Dieses Zitat ist bezeichnend für die Allgegenwärtigkeit von Störungen und Konflikten in der Klasse und im Unterricht. Die totale Abwesenheit von Störungen ist zwar ein wünschenswerter, aber utopischer Zustand. Da es keinen störungsfreien Unterricht gibt, es aber immer unterrichtet wird, ist das Thema Unterrichtsstörung also immer aktuell und einer näheren Betrachtung wert.
Der vorliegende Text ist wie folgt gegliedert: Zunächst wird der Begriff Unterrichtsstörung definiert und klassifiziert. Im Anschluss wird ein ausgewähltes Unterrichtstranskript (im Anhang komplett einzusehen) mit den Methoden der Objektiven Hermeneutik analysiert. Dabei werden möglichst präzise die Momente oder Handlungen herausgefiltert, bei denen eine Unterrichtsstörung vorliegt oder die zu einer Störung führen. Als theoretische Grundlage dient die Klassifikation nach Seitz von 1991, wird aber zweckmäßig erweitert. Ziel ist es, den kombinierten vorgestellten theoretischen Ansatz von Unterrichtstörungen am Fallbeispiel zu überprüfen. Der letzte Teil widmet sich der Prävention und Vermeidung von Unterrichtsstörungen und nimmt direkten Bezug auf die im Transskript aufgefundenen und analysierten Störungen. Praktische Vermeidungsstrategien für jede Art und Klasse von Unterrichtsstörungen aufzulisten und zu erläutern würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterrichtsstörung

2.1. Definition

2.2. Klassifikation

3. Sequenzanalytisches Verfahren

4. Analyse

5. Auswertung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen von Unterrichtsstörungen, indem sie theoretische Definitionen und Klassifikationsmodelle mit einer praxisnahen sequenzanalytischen Untersuchung eines Unterrichtstranskripts verknüpft, um die Interaktionsdynamik zwischen Lehrkraft und Schülern kritisch zu hinterfragen.

  • Theoretische Grundlagen von Unterrichtsstörungen nach Winkel und Seitz
  • Klassifizierung von Störungsarten und deren Ursachenbereichen
  • Anwendung der Methode der Objektiven Hermeneutik auf ein Unterrichtsbeispiel
  • Analyse der Rolle der Lehrperson bei der Entstehung und Eskalation von Störungen

Auszug aus dem Buch

4. Analyse

Begonnen wird zunächst Kontextfrei: Eine Person, bezeichnet mit Lw, stellt die abgebildete Frage. Ein Adressat ist zunächst noch nicht festzustellen. Auch ist nicht erkennbar, was mit gleich viele angesprochen wird. Betrachtet man die Frage als Ganzes und überlegt, wann im Alltag eine so formulierte Frage gestellt werden kann, dann Fallen drei Punkte auf. Zunächst das dem Satz vorgelagerte Mhmm: Es kann als eine zustimmende oder überlegende Lautäußerung verstanden werden. Beides aber würde nicht zu einer Frage passen, bei der der Fragesteller ein wirkliches Erkenntnissinteresse hat. Als zweites die Satzstellung. Die Wörter sollte das können aus der Frage gestrichen werden, ohne dass die syntaktische Funktion der Frage zerstört wird. Die Phrase sollte das stellt also eine Art Einschub da, welcher die semantische Funktion der Frage erweitert, nämlich um ein suggestives Element, welches eine bestimmte Antwort provoziert.

Auf die Frage wird scheinbar geantwortet: Auch hier wird die sprechende Person nur mit Sw18 bezeichnet. Das bezeichnete Objekt Zellkern lässt vermuten, dass es sich um ein Thema im Bereich der Biologie handelt. Wieder lässt sich eine Lautäußerung vor dem eigentlichen Satz feststellen (Ähh). Diese Äußerung alleine betrachtet vor einer Antwort auf eine Frage stehend lässt zwei Schlüsse zu, entweder ist derjenige, der antwortet mit der Frage überfordert oder (was wahrscheinlicher ist, da ja eine Antwort folgt) muss der Antwortende erst noch überlegen oder seinen Satz formulieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die These, dass Unterrichtsstörungen unvermeidlich sind, und stellt den Plan vor, diese durch Definition, Klassifikation und eine Fallstudie genauer zu untersuchen.

2. Unterrichtsstörung: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Definitionen von Winkel sowie das medizinisch geprägte Ursachenmodell von Seitz.

3. Sequenzanalytisches Verfahren: Es werden die fünf methodischen Prinzipien der sequenziellen Analyse (Wörtlichkeit, Kontextfreiheit, Sequentialität, Extensivität, Sparsamkeit) kurz erläutert.

4. Analyse: Die Analyse untersucht ein konkretes Unterrichtstranskript einer 9. Klasse unter Anwendung der objektiven Hermeneutik und legt den Fokus auf die Interaktion bei Störungen.

5. Auswertung: Die Auswertung vergleicht die Theorie mit der Praxis und verdeutlicht, dass Lehrkräfte durch ihr Verhalten maßgeblich zur Eskalation von Unterrichtsstörungen beitragen können.

6. Fazit: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, angehende Lehrkräfte für ihr eigenes Verhalten zu sensibilisieren, da Störungen oft ein komplexes Zusammenspiel aus Lehrer- und Schülerhandeln sind.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörung, Unterricht, Didaktik, Pädagogik, Objektive Hermeneutik, Sequenzanalyse, Lehrer-Schüler-Interaktion, Disziplinarkonflikt, Lernsituation, Klassifikation, Lehrverhalten, Unterrichtstranskript, Störungsprävention, Unterrichtsqualität, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den professionellen Umgang mit Unterrichtsstörungen und analysiert deren Ursachen sowie die Interaktionsmuster zwischen Lehrkräften und Schülern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition von Störungen, deren Klassifikation nach Seitz und der praktischen Analyse von Unterrichtsinteraktionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den theoretischen Ansatz zu Unterrichtsstörungen anhand eines konkreten Fallbeispiels zu überprüfen und auf die Rolle der Lehrperson zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt die Methode der sequenziellen Analyse (Objektive Hermeneutik) zum Einsatz, um das Unterrichtsgeschehen detailliert zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Einführung und die konkrete Analyse sowie Auswertung eines Unterrichtstranskripts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Unterrichtsstörung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Sequenzanalyse, Didaktik und Klassifikation von Störungsursachen.

Wie trägt die Lehrperson zur Entstehung von Unterrichtsstörungen bei?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Lehrkräfte durch inkonsequentes Verhalten, mangelnde Professionalität oder durch das Eingehen auf fachfremde Diskussionen ihren eigenen Unterricht stören können.

Welche Bedeutung hat das "Unterrichtstranskript" für die Analyse?

Das Transkript dient als empirische Grundlage, um mittels sequenzieller Analyse "künstlich naiv" und ohne Vorannahmen aufzudecken, wie Kommunikationsbrüche und Störungen im Unterrichtsverlauf entstehen.

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Details

Titel
Unterrichtsstörung. Stören Lehrer ihren eigenen Unterricht?
Hochschule
Johannes-Gutenberg-Gymnasium, Waldkirchen  (AG Schulpädagogik)
Veranstaltung
Unterricht beobachten, rekonstruieren, initiieren
Note
2,7
Autor
Nicolai Zimmermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V278870
ISBN (eBook)
9783656716624
ISBN (Buch)
9783656856788
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterricht Störung Unterrichtsstörung Analyse objektive Hermeneutik Unterrichtsbeobachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Zimmermann (Autor:in), 2013, Unterrichtsstörung. Stören Lehrer ihren eigenen Unterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278870
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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