Die Bedeutung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, kurz BilMoG, eine Aktivierungsmöglichkeit für diese Güter geschaffen. Da die bilanzielle Erfassung aufgrund der fehlenden Körperlichkeit und der damit verbundenen Unsicherheit schwierig ist, gibt es bei der Nutzung des Aktivierungswahlrechtes viele gesetzliche Vorgaben und somit für die Unternehmen einen erhöhten Verwaltungsaufwand. Durch die Möglichkeit der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen können Unternehmen ihr Potenzial in der Bilanz aufzeigen. Diese Möglichkeit blieb ihnen vor BilMoG verwehrt, denn da galt ein generelles Aktivierungsverbot für selbst geschaffene immaterielle Güter. Ein Unternehmen muss durch das Aktivierungswahlrecht abwägen, ob sich die Aktivierung lohnt, denn den Vorteilen stehen auch einige Nachteile gegenüber. Ziel dieser Seminararbeit ist es, den Leser mit der Thematik der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen vertraut zu machen und die handelsrechtlichen Bestimmungen darzustellen. Im Ergebnis sollen die Vor- als auch Nachteile aufgezeigt und somit schlüssig dargestellt werden, was für oder gegen die bilanzpolitische Entscheidung der Bilanzierung spricht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen im Anlagevermögen
- Definition selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände im Anlagevermögen
- Aktivierungsmöglichkeiten
- Die Bewertung selbst geschaffener Vermögensgegenstände im Anlagevermögen
- Umfang aktivierungsfähiger Herstellungskosten
- Besonderheiten bei der Bewertung
- Der Zeitpunkt der Aktivierung
- Folgebewertung
- Latente Steuern
- Ausschüttungssperre
- Ausweisvorschriften
- Bilanz
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Anhang
- Lagebericht
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Seminararbeit ist es, den Leser mit der Thematik der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen vertraut zu machen und die handelsrechtlichen Bestimmungen darzustellen. Im Ergebnis sollen die Vor- als auch Nachteile aufgezeigt und somit schlüssig dargestellt werden, was für oder gegen die bilanzpolitische Entscheidung der Bilanzierung spricht.
- Definition und Charakteristika selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
- Aktivierungsmöglichkeiten und -grenzen im Rahmen des Bilanzrechts
- Bewertung und Folgebewertung immaterieller Vermögensgegenstände
- Auswirkungen der Bilanzierung auf die Unternehmensbilanz und -performance
- Regulierungslandschaft und rechtliche Rahmenbedingungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wachsende Bedeutung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen im Anlagevermögen und die Einführung der Aktivierungsmöglichkeit durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG).
- Die Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen im Anlagevermögen: Dieses Kapitel definiert den Begriff "selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen" und erläutert die Aktivierungsmöglichkeiten sowie die Bewertung und Folgebewertung dieser Vermögensgegenstände.
- Latente Steuern: Dieses Kapitel behandelt die latenten Steuern, die im Zusammenhang mit der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen entstehen können.
- Ausschüttungssperre: Dieses Kapitel beschreibt die Ausschüttungssperre, die sich aus der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen ergeben kann.
- Ausweisvorschriften: Dieses Kapitel geht auf die Ausweisvorschriften für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht ein.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Anlagevermögen, Bilanzierung, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), Aktivierung, Bewertung, Folgebewertung, Ausweisvorschriften, latente Steuern, Ausschüttungssperre.
Häufig gestellte Fragen
Was sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände?
Hierbei handelt es sich um nicht-körperliche Werte, die ein Unternehmen selbst entwickelt hat, wie zum Beispiel Patente, Software oder Lizenzen, im Gegensatz zu entgeltlich erworbenen Werten.
Was hat sich durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geändert?
Vor dem BilMoG galt ein Aktivierungsverbot für selbst geschaffene immaterielle Güter. Seit dem Gesetz besteht ein Aktivierungswahlrecht, das es Unternehmen erlaubt, diese Werte unter bestimmten Bedingungen in der Bilanz auszuweisen.
Welche Voraussetzungen müssen für die Aktivierung erfüllt sein?
Es muss eine klare Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten vorliegen, da nur Entwicklungskosten aktiviert werden dürfen. Zudem müssen die Herstellungskosten verlässlich bewertbar sein.
Was versteht man unter der Ausschüttungssperre in diesem Kontext?
Wenn ein Unternehmen von seinem Aktivierungswahlrecht Gebrauch macht, darf der entsprechende Betrag (abzüglich latenter Steuern) nicht als Gewinn ausgeschüttet werden, um das Eigenkapital zu schützen.
Welche Vor- und Nachteile bietet die Bilanzierung dieser Werte?
Vorteile sind die Darstellung des wahren Potenzials und eine verbesserte Eigenkapitalquote. Nachteile sind der hohe Verwaltungsaufwand, die Unsicherheit bei der Bewertung und die Ausschüttungssperre.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Jana Alschner (Author), 2014, Die Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen im Anlagevermögen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278971