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Governance. Eine Einführung

Titel: Governance. Eine Einführung

Zusammenfassung , 2011 , 54 Seiten

Autor:in: Michaela Sankowsky (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dem Modul wird ein Überblick über den Themenbereich Governance gegeben. Ziel ist es, die Studierenden mit den Problemstellungen, die Governance impliziert, sowie mit den unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Definitionen vertraut zu machen. Ferner sollen erste Einblicke in Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Governance-Diskussion in unterschiedlichen Disziplinen und Praxisfeldern dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Begriffsdefinition „Governance“

Drei Entwicklungen führen zur Bildung von Governance

1. Denationalisierung

2. Mehrebenenverflechtung

3. Aufhebung der Trennung von Staat und Gesellschaft

Governance-Begriffe

Good Governance

Global Governance

Goverment-Perspektive

Governance-Prozesse

Governance-Konzept

Governance in Organisationen

Corporate Governance

Governance im modernen Staat

Entwicklung in 60er/70er Jahren

Governance-Formen

Staatliche Bürokratie

Kooperationen privater und öffentlicher Akteure

Selbstregulierung

Fundamentaler gesellschaftlicher Strukturwandel

Governance in Politikfeldern

Ebenen

Sektorale Governance

Regional Governance

Raumbezogene Governance

Funktionsbezogene Governance

Entstehung und Entwicklung

Vorteile für

Entstehung von Governance-Prozessen

Begünstigende politische strukturelle Veränderungen

Phasen

Initialphasen

Planungsphase

Umsetzungsphase

Unterschied von Regional Governance zur EU-Ebene

Governance in der EU

Lissaboner Vertrag

Normativer Stellenwert und funktional notwendig

Institutionelle Akteure

Governance beschreibt

Weißbuch der Europäischen Kommission zu „European Governance“ („Europäisches Regieren“)

Institutionelle Reformen

Gemeinschaftsmethode

Formen der EU-Governance

Komitologie

Gegenseitige Anerkennung

Standardisierungsgremien

Regulierungsagenturen

Die offene Methode der Koordinierung (OMK)

Reformprozess durch Weißbuch zum europäischen Regieren

Einschätzung

Effektivität

Demokratische Legitimität

Demokratische Partizipation

Global Governance

Nationalstaat

Internationales System

Regime

Global Governance und Globalisierung

Wandel von Staatlichkeit

Koordinationsformen von Global Governance

Governance without Governments

Governance with Governments

Governance by Governments

Fazit

Verrechtlichung

Vergesellschaftung

Multilevel Governance – Governance im Mehrebenensystem

Merkmale

Föderalismusforschung

Entwicklung in Deutschland

Intergovernmental relations (Ebenenverflechtungen)

Implementationsforschung (1970er Jahre)

Multilevel Governance in der Europaforschung

Internationale Politik

Rolle von privaten Akteuren

Grundlegende Fragestellungen

Grundproblem der Mehrebenenpolitik

Bewertung von Politikergebnissen (Analyse von Governance im Mehrebenensystem)

Akteure

Intragouvernementale Regeln

Intergouvernementale Regeln

Zusammenwirken von Governance-Formen

Politikverflechtung im deutschen Bundesstaat (Beispiel Gesetzgebung im Bund)

Regionale Strukturpolitik der EU (Musterbeispiel Multilevel Governance)

Multilevel Governance durch Leistungswettbewerb

Ausblick

Governance in der politischen Ökonomie – Makro- und Mesoperspektive

Bausteine institutioneller Steuerung der Wirtschaft

Märkte

Firmenorganisation

Netzwerke

Verbände

Korporatistische Verbände

Staat

Makroperspektiven

Mesoperspektive

Vorläufer/Entwicklung

Aktuelle Debatte

Konvergenzthese

Divergenzthese

Inkohärenzthese

Governance in der politischen Ökonomie – Corporate Governance

Aktiengesellschaft (AG)

Nationale Corporate Governance-Systeme

Interne Corporate Governance

Externe Corporate Governance

Marktorientierte Outsider-Systeme

Netzwerkorientierte „Insider“-Systeme

Prinzipal-Agent-Beziehung

Ursachen nationaler Unterschiede

Unterschiedliche Koalitionen zwischen Eigentümern, Managern und Arbeitnehmern

Varieties of Capitalism

Finanzmarkt-Kapitalismus

Vermarktlichung und Transnationalisierung der Corporate Governance-Regulierung

Wachsende Bedeutung privater (Selbst-) Regulierung

Rolle der EU

Reformprozesse auf nationaler Ebene

Charakteristika des traditionellen deutschen Corporate Governance-Regimes

Regulative Reformen

Hybridisierung des deutschen Corporate Governance-Regimes

Forschungsperspektiven

Öffnung für neue Themen und Akteure

Stärkere Berücksichtigung von Entwicklungs- und Schwellenländern

Governance und Verwaltungspolitik

Wandel verwaltungspolitischer Leitbilder

Demokratischer Rechtsstaat

Aktiver Staat

Schlanker Staat

Aktivierender Staat

Governance als Reformkonzept

Management und Governance als Reformkonzepte

Von Management zu Governance

Eckpunkte von Governance als Reformkonzept der Verwaltungspolitik

Netzwerke statt Markt und Hierarchie (Enthierarchisierung der Verwaltungsstrukturen)

Kombination von Steuerungsformen (mix of modes)

Verwaltungspolitik unter Governance

Theorien

Governance-Ansatz

Kritik an Governance-Konzept

Gewinn

Korrekturfunktion von Governance

Good Governance als Leitkonzept für Regierungshandeln

Praktische Herausforderung

Theoretischer Rahmen

Kriterien guten Regierens

Good Governance – Übersicht über internationale Indexkonstruktionen

OECD-Prinzipien guter Regierungspraxis

Deutsche Kriterien „guter Regierungsführung“

Kritikpunkte

Praxistaugliches Konzept?

Fragwürdige Übertragung westlicher Vorbilder

Zusammenhang von politischen und gesellschaftlichen Faktoren

Grund für Fehleinschätzungen der Governance-Qualität eines Landes

Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft

Bedeutung der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft

Fazit

Governance und Demokratie

Merkmale des Konzepts zwischen Governance und repräsentativen Regierungssystemen

Kooperative Interaktionen in öffentlichen Politiknetzwerken

Politik außerhalb demokratischer Institutionen

Erklärung für die Entstehung von Governance

Herausforderung an staatliche Steuerung

Horizontale Beziehungen sind nicht gleichbedeutend mit Demokratie

Grundsätze demokratischer Legitimation

Problem der Selektivität

Repräsentation als trust

Interessenausgleich durch Deliberation

Problem der Kontrolle

Schwächung der Parlamente

Mehr Gemeinwohl durch Governance aber weniger Demokratie?

Kriterien „guter“ Politik

Realitätsnähe und Nachhaltigkeit

Solidarität

Vergleich zu Mehrheitsentscheidungen

Ambivalenz durch Governance

Governance und Demokratie jenseits des Nationalstaats

Transnationale Governance

NGOs

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das Konzept der "Governance" in seiner theoretischen Fundierung sowie in seiner Anwendung in unterschiedlichen politischen und ökonomischen Kontexten. Ziel ist es, die veränderten Steuerungs- und Koordinationsmechanismen in modernen Gesellschaften zu untersuchen, in denen der Staat nicht mehr als alleiniger Akteur fungiert, sondern in komplexe Netzwerke mit privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren eingebunden ist.

  • Theoretische Herleitung und Definition verschiedener Governance-Formen (Nationalstaat, EU, Global Governance).
  • Analyse des Wandels staatlicher Steuerung hin zu kooperativen Netzwerken und Mehrebenensystemen.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Governance-Modellen und demokratischer Legitimation.
  • Beleuchtung der Corporate Governance im Kontext von Finanzmärkten und Unternehmensverantwortung.

Auszug aus dem Buch

Governance-Formen

Staatliche Bürokratie

Umfasst mehrere Ebenen, in bestimmten Bereiche hoheitlichen Handelns tätig  auch hier sind Kooperationen vorhanden z.B. zwischen Ministerien (nicht perfekt hierarchisch organisiert)

Kooperationen privater und öffentlicher Akteure

Vielzahl von netzwerkartigen Strukturen und Verhandlungssystemen (staatliche und nicht-staatliche Akteure)

Beispiel Deutschland: Verhandlungen zwischen Staat und Dachverbänden über Fragen der Wirtschaftspolitik

Enge Verzahnung von Ministerien und Wirtschaft besonders in Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiepolitik (Politiknetzwerke)

Zusammenfassung der Kapitel

Begriffsdefinition „Governance“: Definiert Governance als komplexe Form politischer Koordination in institutionellen Strukturen und grenzt den Begriff von rein staatlichen Steuerungsstrukturen (Government) ab.

Drei Entwicklungen führen zur Bildung von Governance: Analysiert Denationalisierung, Mehrebenenverflechtung sowie die Aufhebung der Trennung von Staat und Gesellschaft als treibende Kräfte für neue Regierungsformen.

Governance in der EU: Beleuchtet die Verschiebung von klassischen Gemeinschaftsmethoden hin zu neuen Formen wie der offenen Methode der Koordinierung und die Einbindung von "Stakeholdern".

Global Governance: Untersucht Koordinationsleistungen jenseits des Nationalstaats, etwa durch Regime oder privat-öffentliche Partnerschaften wie den "Global Compact".

Multilevel Governance – Governance im Mehrebenensystem: Beschreibt die vertikale und horizontale Verflechtung politischer Ebenen und die daraus resultierenden Herausforderungen an die Steuerung.

Governance in der politischen Ökonomie – Makro- und Mesoperspektive: Diskutiert institutionelle Steuerungsformen der Wirtschaft, von Märkten über Netzwerke bis hin zu staatlichen Interventionen.

Governance und Verwaltungspolitik: Analysiert den Wandel von verwaltungspolitischen Leitbildern und den Übergang von bürokratischer Hierarchie zu aktivierenden, netzwerkbasierten Steuerungsmodellen.

Good Governance als Leitkonzept für Regierungshandeln: Erläutert das normativ-praxeologische Konzept der Weltbank und die Diskussion über Kriterien für "gutes Regieren".

Governance und Demokratie: Kritische Reflexion über das Spannungsfeld zwischen der Effektivität von Governance-Netzwerken und den Anforderungen demokratischer Legitimation und Kontrolle.

Schlüsselwörter

Governance, Staatlichkeit, Netzwerke, Mehrebenensystem, Politikverflechtung, Globalisierung, Corporate Governance, Demokratische Legitimation, Institutionenökonomie, Aktivierender Staat, Good Governance, Deliberation, Kooperation, Transnationalisierung, Politikformulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der "Governance" als veränderte Steuerungsform politischer und ökonomischer Systeme, in denen staatliche und nicht-staatliche Akteure kooperieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung von Governance, regionale und europäische Strukturpolitik, Corporate Governance, Global Governance sowie die Modernisierung öffentlicher Verwaltungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Mechanismen und Auswirkungen des Wandels von klassischen hierarchischen Regierungsformen hin zu netzwerkbasierten und kooperativen Steuerungsprozessen zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von institutionellen Strukturen und Prozessen unter Verwendung politikwissenschaftlicher Theorien wie dem Neoinstitutionalismus und der Föderalismusforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu unterschiedlichen Ebenen (EU, Regionen, Internationales System), die ökonomische Perspektive auf Governance sowie die Debatte um gute Regierungsführung und deren Demokratieverträglichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Governance, Netzwerksteuerung, Mehrebenensystem, Legitimität, Effektivität und institutioneller Wandel.

Wie unterscheidet sich "Management" von "Governance" im Kontext von Reformen?

Während Management primär auf Effizienz und interne Organisation abzielt, fokussiert Governance auf die horizontale Integration verschiedener Akteure und die Wirksamkeit politischer Resultate (Outcome).

Was sind die wesentlichen Demokratiedefizite bei Governance-Arenen?

Governance findet oft in geschlossenen Netzwerken statt, die von der parlamentarischen Arena abgekoppelt sind, wodurch Transparenz, Kontrolle und die Zurechenbarkeit von Entscheidungen erschwert werden.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Governance. Eine Einführung
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Michaela Sankowsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
54
Katalognummer
V279181
ISBN (eBook)
9783656727163
ISBN (Buch)
9783656753605
Sprache
Deutsch
Schlagworte
governance eine einführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Sankowsky (Autor:in), 2011, Governance. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279181
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Leseprobe aus  54  Seiten
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