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Plastisches Gestalten mit Ton. Die Wulsttechnik

Title: Plastisches Gestalten mit Ton. Die Wulsttechnik

Term Paper , 2014 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sandra Kraft (Author)

Pedagogy - Art education
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Summary Excerpt Details

Töpferwaren sind im Alltag der Menschen kaum wegzudenken. Blumentöpfe, Geschirr, Dachziegeln, Vasen oder Skulpturen sind praktische Dinge, die wir Tag für Tag nutzen oder schöne Dinge, an denen wir uns einfach nur erfreuen. Keramik entsteht aus dem natürlich vorkommenden Material Ton. Dieses Rohmaterial ist sehr vielseitig, im feuchten Zustand lässt es sich hervorragend formen und im trockenen Zustand behält er diese Form bei. Wird er anschließend großer Hitze ausgesetzt, entsteht eine stabile unwiderrufliche Veränderung. Erst nach diesem Verfahren des Verformens und Erhitzens, spricht man von Keramik (vgl. BIRKS 2005, S. 8). Bei der plastischen Gestaltung mit Ton wird eine Vielzahl von strukturierenden Techniken angewandt. Die sogenannte Wulsttechnik hat mich sehr inspiriert, so dass ich diese im Folgenden näher erläutern werde. Beginnend mit dem Aufbau eines Gefäßes mit Tonwülsten über das Glasieren bis hin zu dem endgültigen Brennvorgang. Meine eigenen Erfahrungen des praktischen Gestaltens mit dieser Technik werden anschließend reflektiert. Des Weiteren ist es interessant zu erfahren, welche Fähigkeiten durch den Gestaltungsprozess gefördert bzw. gefordert werden. Die Einsatzmöglichkeiten der Wulsttechnik in der sozialen Arbeit, mit deren Grenzen und Eignungen, werden abschließend beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wulsttechnik

2.1 Das Aufbauen eines Gefäßes mit Tonwülsten

2.2 Der Schrühbrand

2.3 Die Glasur

2.4 Der Glasurbrand

3. Persönliche Reflexion über das Gestalten mit der Wulsttechnik

4. Anwendungsbereiche in der sozialen Arbeit

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wulsttechnik als Methode des plastischen Gestaltens mit Ton, reflektiert den praktischen Herstellungsprozess eines Gefäßes und analysiert dessen Potenzial als therapeutisches Mittel in der sozialen Arbeit.

  • Grundlagen und Durchführung der Wulsttechnik
  • Prozessschritte: Aufbau, Schrühbrand, Glasieren und Glasurbrand
  • Selbstreflexion über den Gestaltungsprozess und die Materialerfahrung
  • Therapeutische Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Zielgruppen
  • Förderung von Feinmotorik, Konzentration und Strukturierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Aufbauen eines Gefäßes mit Tonwülsten

Diese Technik des plastischen Gestaltens mit Ton wird sehr oft für das Anfertigen von großen und schweren Gefäßen verwendet. Rundformen lassen sich ebenfalls mit der Wulsttechnik sehr gut verwirklichen (vgl. BIRKS 1983, S. 103). Die Vorbereitung beinhaltet vor allem das Aufbereiten des zu verarbeitenden Rohmaterials. Eine gleichmäßige Konsistenz ohne Luftbläschen oder Verunreinigungen sowie die erforderliche Plastizität sind unerlässlich für eine optimale Weiterverarbeitung (vgl. COSENTINO 1991, S. 59). Vorhandene Luftblasen würden das Gebilde beim Brennen sprengen, denn Luft dehnt sich stärker aus als Ton (vgl. KEßLER/WIELAND 2005, S. 126). Für das Anwenden der Wulsttechnik eignet sich am besten ein weicher und elastischer Ton, um ihn gut rollen und formen zu können.

Diesen erhält man beispielsweise mithilfe eines Tonschneiders. Dazu wird der Ton in eine Trommel gedrückt, in der er durch drehende Messer zerschnitten wird und durch das Mundstück gepresst heraustritt. Schließlich kann man die gewünschte Menge mit dem daran befestigten Draht abtrennen. Tonschneider sind hauptsächlich im Inventar von größeren Keramikwerkstätten oder Tonherstellern zu finden. Die erforderliche Plastizität erlangt man aber ebenso durch kräftiges durchkneten und schlagen des Tonmaterials (vgl. COSENTINO 1991, S. 59). Im Vorfeld sollte man sich eine klare Vorstellung der gewünschten Größe machen und darauf achten, dass der Ton beim Trocknen und Brennen noch einmal schrumpft, so dass die Gesamtschwindung am Ende etwa 10 bis 15 Prozent beträgt (vgl. BIRKS 1983, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Keramik und die Motivation zur Wahl der Wulsttechnik als gestalterisches Verfahren.

2. Die Wulsttechnik: Detaillierte Beschreibung der praktischen Schritte von der Tonvorbereitung über das Aufbauen des Gefäßes bis hin zu den Brennvorgängen und dem Glasieren.

2.1 Das Aufbauen eines Gefäßes mit Tonwülsten: Erläuterung der notwendigen Materialbeschaffenheit und der manuellen Technik zum Formen der Tonwülste.

2.2 Der Schrühbrand: Darstellung des ersten Brennvorgangs zur Verfestigung des Tons.

2.3 Die Glasur: Beschreibung der verschiedenen Auftragetechniken für Glasuren und der notwendigen Sorgfalt beim Trocknen.

2.4 Der Glasurbrand: Erläuterung des zweiten Brennprozesses, bei dem die Verschmelzung von Glasur und Gefäß stattfindet.

3. Persönliche Reflexion über das Gestalten mit der Wulsttechnik: Subjektive Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernprozess, aufgetretenen Schwierigkeiten und der emotionalen Wirkung des Arbeitens mit Ton.

4. Anwendungsbereiche in der sozialen Arbeit: Analyse der therapeutischen Potenziale der Wulsttechnik für verschiedene Zielgruppen wie Kinder oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

5. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der vielseitigen Eigenschaften von Ton und der gewonnenen Erkenntnisse über den Gestaltungsprozess.

Schlüsselwörter

Wulsttechnik, Ton, Keramik, Plastisches Gestalten, Schrühbrand, Glasur, Glattbrand, Soziale Arbeit, Ergotherapie, Feinmotorik, Kreativität, therapeutischer Nutzen, Materialerfahrung, Tonaufbau, Konzentration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wulsttechnik als einem handwerklichen Verfahren zur plastischen Gestaltung von Tonobjekten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Neben der technischen Anleitung zum Gefäßbau stehen die Reflexion des eigenen Gestaltungsprozesses und die therapeutische Anwendung in der sozialen Arbeit im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Wulsttechnik methodisch zu erläutern, die eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem Material zu reflektieren und den Nutzen für die soziale Arbeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf Fachliteratur zur Keramikgestaltung sowie auf eine prozessorientierte Selbstreflexion der Autorin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Anleitung (Aufbau, Brand, Glasur) und eine persönliche Reflexion des Herstellungsprozesses sowie deren Transfer in soziale Berufsfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wulsttechnik, Keramik, Ton, soziale Arbeit, Ergotherapie, Feinmotorik und Selbsterfahrung.

Warum ist das langsame Aufheizen beim Schrühbrand so wichtig?

Da der getrocknete Ton noch einen Restwasseranteil enthält, muss dieses beim Brennen verdampfen können, da der Ton sonst beim zu schnellen Aufheizen zerspringen könnte.

Inwiefern eignet sich die Wulsttechnik für Menschen mit ADHS?

Die Arbeit beschreibt, dass die Technik durch das gezielte Aufbauen Halt und Struktur vermittelt und die Konzentrationsfähigkeit fördern kann.

Was passiert, wenn die Waren im Brennofen beim Glasurbrand einander berühren?

Es besteht das Risiko, dass die Glasuren der Stücke aufgrund der hohen Temperaturen miteinander verschmelzen und die Objekte somit dauerhaft beschädigt werden.

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Details

Title
Plastisches Gestalten mit Ton. Die Wulsttechnik
College
University of Applied Sciences Fulda
Course
Modul 1.8 - Keramik - Plastisches Gestalten
Grade
1,3
Author
Sandra Kraft (Author)
Publication Year
2014
Pages
8
Catalog Number
V279620
ISBN (eBook)
9783656727071
ISBN (Book)
9783656727064
Language
German
Tags
plastisches gestalten wulsttechnik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Kraft (Author), 2014, Plastisches Gestalten mit Ton. Die Wulsttechnik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279620
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