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Frühwarnsysteme im Tourismus

Title: Frühwarnsysteme im Tourismus

Seminar Paper , 2004 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Merkel (Author)

Tourism - Miscellaneous
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Einleitung

Da früher das Umfeld der Unternehmen eher berechenbar war und die Positionierung im Wettbewerb auf Basis eigener Stärken und Schwächen stattfand, ergab sich eine eher innenorientierte Strategieentwicklung der Unternehmen. Mittlerweile zeigen Absatz- und Beschaffungsmärkte, Technik, Gesetzgebung, Wettbewerb, Werte u. a. m. eine Dynamik, die zu vielen relevanten und überraschenden Veränderungen im Umfeld einer Unternehmung führen. Die Steigerung der Sensibilisierungsqualität des Managements auf Umfeldentwicklungen ist durch die zunehmende Koevolution von Umwelt und Unternehmen zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Mit dem Ziel einer möglichst überraschungsfreien Unternehmensentwicklung wird nach konzeptionellen Möglichkeiten gesucht, die auf künftige Ereignisse oder Entwicklungen hinweisen. Da Überraschungen für ein Unternehmen meist mit Spitzenbelastungen, eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten, vorübergehenden Qualitätsverlusten, hohem Konfliktpotential und negativen Auswirkungen auf die Ertragssituation verbunden sind, erscheint es vollkommen einleuchtend, möglichst früh relevante Zustände und Vorgänge in der Umwelt zu erkennen, um bezüglich der Aktionen/Reaktionen noch über ausreichend Optionen zu verfügen (Manövrierfähigkeit) und diese schrittweise durchführen zu können. Diese Arbeit soll einen Überblick über die möglichen Frühwarnsysteme im Bereich des Tourismus geben und aufzeigen wie die Tourismusunternehmen mit diesen Systemen ihr Umfeld besser vorhersehen können und somit auf eventuelle Veränderungen und Trends besser reagieren zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Grundlagen – Definitionen

1.1 Früherkennung, Frühwarnung und Frühaufklärung

1.2 Definition im Sinne dieser Arbeit

2 Geschichtliche Entwicklung der Frühwarnung

3 Entwicklung und Arten von Frühwarnsystemen

3.1 Erste Generation von Frühwarnsystemen

3.1.1 Kennzahlenorientierte Frühwarnsysteme

3.1.2 Hochrechnungsorientierte Frühwarnsysteme

3.2 Zweite Generation von Frühwarnsystemen

3.2.1 Prinzip und Ausgestaltung bei Systemen der zweiten Generation

3.3 Dritte Generation von Frühwarnsystemen

3.3.1 Das Ansoff’sche Konzept

3.3.2 Scanning – Monitoring

3.3.3 Prinzip der Frühwarnung der dritten Generation

3.4 Operative vs. Strategische Frühwarnsysteme

4 Frühwarnsysteme im Tourismus

4.1 Bedeutung der Frühwarnung im Tourismus

4.2 Das touristische Umfeld

4.3 Einordnung der Frühwarnsysteme in das touristische Marketing

4.4 Kennzahlen im Tourismus

4.5 Indikatoren im Tourismus

4.5.1 Indikatoren des politischen Umfeldes

4.5.2 Indikatoren des ökologischen Umfeldes

4.5.3 Indikatoren des ökonomischen Umfeldes

4.5.4 Indikatoren aus dem Mikroumfeld

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über Frühwarnsysteme im Tourismus zu geben. Dabei wird untersucht, wie touristische Unternehmen diese Instrumente nutzen können, um ihr komplexes Umfeld besser vorherzusehen, auf Veränderungen und Trends zu reagieren und somit Wettbewerbsvorteile zu sichern.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen (Frühwarnung, Früherkennung, Frühaufklärung)
  • Entwicklungsstufen und Arten von Frühwarnsystemen (1. bis 3. Generation)
  • Methoden der Umfeldbeobachtung (Scanning und Monitoring)
  • Anwendung von Frühwarnindikatoren und Kennzahlen in der Tourismuswirtschaft
  • Differenzierung zwischen operativem und strategischem Krisenmanagement

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Scanning – Monitoring

Im Rahmen von Frühwarnsystem der dritten Generation erfolgt die Beobachtung relevanter Unternehmens- und Umweltbereiche, umso möglichst früh auf Signale für neue Ereignisse oder Entwicklungen zu stoßen. Dabei geht es hauptsächlich um die Beschaffung von Informationen. Bei den Aktivitäten im Hinblick auf Intensität und Konzentration der Suche nach schwachen Signalen wird unterschieden in zwei Basisaktivitäten, das Scanning und das Monitoring.

Unter Scanning versteht man das permanente und ungerichtete Abtasten und Suchen im Umfeld des Unternehmens nach schwachen Signalen bzw. trendartigen Entwicklungen. Dies lässt sich mit dem Prinzip eines 360-Grad-Radars vergleichen. Daher werden Frühwarnsysteme der dritten Generation oft in der Literatur auch als strategisches Radar bezeichnet. Wurden mittels eines schwachen Signals Hinweise auf ein relevantes Ereignis im Umfeld gefunden, geht es in einem weiteren Schritt darum, konkretere Informationen darüber zu erhalten. Diese Aufgabe erfüllt das Monitoring. Unter Monitoring versteht man somit das gerichtete, vertiefende und dauerhafte Beobachten des Ereignisses, welches vorher durch Scanning entdeckt wurde. Quellen für die Identifikation von schwachen Signalen, mittels Scanning und Monitoring, sind dabei Zeitungen, (Fach)Zeitschriften, Datenbanken, Berichte von Zukunftsforschungsinstituten, Expertengespräche, Seminare, Messen etc..

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit von Frühwarnsystemen aufgrund eines dynamischeren und schwerer berechenbaren Marktumfelds und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

1 Grundlagen – Definitionen: Hier werden die Begriffe Früherkennung, Frühwarnung und Frühaufklärung erläutert und im Sinne der Arbeit für den weiteren Verlauf als synonyme Konzepte festgelegt.

2 Geschichtliche Entwicklung der Frühwarnung: Das Kapitel beschreibt den historischen Kontext, in dem sich die Notwendigkeit von Frühwarnsystemen von der einfachen Trendextrapolation hin zu komplexeren Methoden entwickelte.

3 Entwicklung und Arten von Frühwarnsystemen: Dieser Abschnitt klassifiziert Frühwarnsysteme in drei Generationen, von kennzahlenbasierten Systemen bis hin zu Ansätzen der strategischen Frühaufklärung.

4 Frühwarnsysteme im Tourismus: Hier wird der Transfer der theoretischen Frühwarnkonzepte auf die Besonderheiten der Tourismusbranche, ihre Umfeldstruktur und ihre spezifischen Indikatoren vollzogen.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine Kombination verschiedener Generationen und Instrumente für touristische Unternehmen am wirkungsvollsten ist, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Schlüsselwörter

Frühwarnsysteme, Früherkennung, Tourismusmanagement, strategische Planung, Indikatoren, Scanning, Monitoring, Krisenmanagement, Unternehmensumfeld, Wettbewerbsvorteil, Tourismusmarketing, Kennzahlen, Umfeldanalyse, schwache Signale, Unternehmenssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Frühwarnsystemen in der Tourismusbranche, um Unternehmen dabei zu helfen, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen von Frühwarnkonzepten, deren historische Entwicklung, verschiedene Generationen dieser Systeme und deren praktische Übertragbarkeit auf den Tourismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über mögliche Frühwarnsysteme zu geben und aufzuzeigen, wie Tourismusunternehmen diese nutzen können, um ihr Umfeld besser vorherzusehen und auf Veränderungen zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und Systematisierung bestehender betriebswirtschaftlicher Konzepte zur Früherkennung, die für den touristischen Kontext adaptiert wurden.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Im Hauptteil werden die Entwicklungsstufen von Frühwarnsystemen detailliert analysiert und anschließend auf die spezifische Marktstruktur des Tourismus angewandt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frühwarnsysteme, strategisches Management, Krisenmanagement, Umfeldanalyse und Tourismusmarketing charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Scanning und Monitoring wichtig?

Die Differenzierung ist essentiell, da Scanning dem permanenten, ungerichteten Auffinden schwacher Signale dient (360-Grad-Radar), während Monitoring die darauf folgende, fokussierte und dauerhafte Beobachtung eines identifizierten Ereignisses bezeichnet.

Warum gibt es keine pauschale Lösung für alle Unternehmen?

Da jedes Tourismusunternehmen in einem individuell geprägten Umfeld agiert, müssen die Indikatoren und Systeme stets unternehmensspezifisch entwickelt werden; einfache Patentlösungen existieren daher nicht.

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Details

Title
Frühwarnsysteme im Tourismus
College
Dresden Technical University
Course
Projektseminar
Grade
1,7
Author
Thomas Merkel (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V27994
ISBN (eBook)
9783638298926
Language
German
Tags
Frühwarnsysteme Tourismus Projektseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Merkel (Author), 2004, Frühwarnsysteme im Tourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27994
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