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Die Wortartenklassifikation des Deutschen

Problematiken und Varianten innerhalb der Klassifizierung von Adjektiven

Titel: Die Wortartenklassifikation des Deutschen

Hausarbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thorsten Kade (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Adjektive haben innerhalb des deutschen Sprachgebrauches eine sehr wichtige Stellung inne. Diese Wortgruppe wird durch individuelle Eigenschaften und Charakteristika von anderen Wortgruppen abgegrenzt. Eine Vielzahl von Autoren versucht auf unterschiedlichsten Wegen eine Abgrenzung von Worten und Wortarten herzuleiten und diese mit Hilfe von allgemeingültigen Regelungen festzusetzen. Doch ist die Klassifizierung und die Kategorisierung von Worten und Wortarten in der deutschen Sprache schwierig und eindeutige Theorien und Möglichkeiten wurden nur selten gefunden, wobei die vorhandenen oftmals durch Ausnahmen und eine gewisse nicht Eindeutigkeit ihre Schwächen früh offenlegen.
Diese Arbeit soll sich aus diesem Grund in einem Dreischritt dem zentralen Untersuchungsgegenstand nähern, um diesen bestmöglich bearbeiten zu können. Deshalb wird sich der erste Teil, welcher zur Einführung wie auch zur Hinführung dienen soll, vornehmlich mit den Wortarten als solches auseinandersetzen. Somit werden die Theorien und Ansätze skizziert, welche die Wortarten voneinander abtrennen und die Kriterien dargestellt, auf deren Basis diese Differenzierung vollzogen wird. Hierbei werden bei jedem Ansatz ebenfalls die Kriterien untersucht, da diese auf morphologischer, syntaktischer, semantischer oder auf weiteren Ebenen liegen können und somit ein direkter Vergleich nicht immer möglich oder sinnvoll ist. Zusätzlich werden nicht nur die Unterschiede der Adjektive im Kontrast eine Rolle spielen, sondern auch Ihre typischen Charakteristika, welche alle Vertreter dieser Wortart aufweisen. Mit Hilfe dieses ersten Schrittes soll vor allem der Blick auf den zentralen Untersuchungsgegenstand geschärft werden und die individuellen Vorteile und Nachteile der einzelnen Theorien offengelegt werden, auf welchen die weitere Arbeit fußen wird.
Im zweiten Schritt sollen nun die als Adjektive benannten Worte in den Fokus gerückt werden. Denn nun soll diese Klassifizierung der Worte innerhalb dieser Wortart behandelt werden. Innerhalb dieses Schrittes wird der zentrale Punkt der vorliegenden Arbeit behandelt, denn hier soll auch meine eigene Idee in den wissenschaftlichen Diskurs miteinfließen. Diesen Ansatz werde ich bestmöglich erklären und an Beispielen verdeutlichen. Zu allen Ansätzen werden, wie im ersten Arbeitsschritt auch, die Vorteile und Nachteile diskutiert, welche die einzelnen Ansätze mit sich bringen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wortarten

2.1 Die Wortarten des Deutschen

2.2 Kategorisierungsansätze

3. Adjektive im Deutschen Sprachgebrauch

3.1 Eine Definition des Adjektivs

3.3 Gliederungsansätze

3.3.1 Grundlegende Gliederung

3.3.2 Semantisch definierte Adjektivklassen

3.3.3 Syntaktisch definierte Adjektivklassen

3.4 Eigener Gliederungsansatz von Adjektiven

4. Adjektive im politischen Kontext

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematiken und Varianten der Wortartenklassifikation, wobei der Fokus gezielt auf der Subklassifikation von Adjektiven liegt. Ziel ist es, bestehende linguistische Theorien, wie die traditionelle Wortartenlehre und das Modell von Hans Glinz, kritisch zu beleuchten und einen eigenen, auf semantischen Kriterien basierenden Gliederungsansatz zu entwickeln, um Adjektive präziser und konstanter zu kategorisieren.

  • Kritische Analyse traditioneller Wortartenklassifikationen
  • Gegenüberstellung der Zehn-Wortarten-Lehre und der Fünf-Wortarten-Lehre nach Hans Glinz
  • Erarbeitung eines eigenen, dreigliedrigen Subklassifikationsansatzes (situativ, prozedural, existenziell)
  • Untersuchung der Rolle von Adjektiven im politischen Sprachgebrauch
  • Methodische Reflexion zur Konsistenz linguistischer Kriterien

Auszug aus dem Buch

3.4 Eigener Gliederungsansatz von Adjektiven

Die semantische Gruppierung zwischen absoluten und relativen Adjektiven scheint mir begrenzt und schafft nur zwei Gruppen, wobei die Adjektive innerhalb der einzelnen Gruppen sich noch immens unterscheiden können. Aus diesem Grund wäre auch eine Anlage von drei Gruppen auf semantischen Kriterien möglich. Hierbei könnten die Adjektive nach „situativen“, „prozeduralen“ und „existenziellen“ Eigenschafen differenziert werden, wobei dies aus dem direkten Kontext des jeweiligen Auftretens entnommen werden muss.

Bei dieser Anlage sind situative Adjektive beispielweise: „Der schön Junge“, „Die traurige Mutter“ oder „Der lustige Clown“. Diese Adjektive beschreiben einen situativen Kontext näher, wobei kein Vergleich zu anderen Dingen direkt stattfinden muss und kein Prozess zu erkennen ist. Zudem wird die Existenz der jeweilig näher beschriebenen Objekte nicht durch das Adjektiv bestimmt, sodass ein Satz mit dem gleichen Objekt auch ohne das Adjektiv möglich wäre. Diese Feststellungen lassen sich im Kontrast zu den anderen Gruppen und deren Gliederungskriterien besser erkennen.

Legt man weiterhin semantische Kriterien dieses Differierungsansatzes zugrunde, so wären existenzielle Adjektive bespielweise: „Das nasse Meer“, „Das versteinerte Fossil“ oder „Der weiße Schimmel“. Innerhalb dieser Beispielsätze übernimmt das Adjektiv nicht nur die Funktion einer genaueren Beschreibung des Bezugswortes, sondern gibt eine existenzielle Voraussetzung an. Das Meer wäre ohne nass zu sein nicht vorhanden. Dies gilt ebenso für ein nicht versteinertes Fossil und einen Schimmel, denn wenn er nicht weiß wäre, wäre er ein normales Pferd und würde somit eine andere Bezeichnung erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik der Wortartenklassifikation und stellt das dreistufige Vorgehen der Arbeit vor, das von theoretischen Grundlagen zu einem eigenen Klassifikationsansatz führt.

2. Die Wortarten: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Begriffs Wortart und kontrastiert die traditionelle Zehn-Wortarten-Lehre mit der Fünf-Wortarten-Lehre nach Hans Glinz.

3. Adjektive im Deutschen Sprachgebrauch: Hier werden Definitionen und Subklassifikationsansätze für Adjektive diskutiert, unterteilt in semantische und syntaktische Kriterien, sowie ein eigener Ansatz vorgestellt.

4. Adjektive im politischen Kontext: Das Kapitel reflektiert die Bedeutung von Adjektiven in politischen Reden und stellt die Hypothese auf, dass politische Ideologien die Nutzung bestimmter Adjektivtypen beeinflussen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit transparenter und konstanter Kriterien bei der Wortartenklassifikation zusammen und bewertet den eigenen Ansatz als funktional, aber optimierungsbedürftig.

Schlüsselwörter

Wortartenklassifikation, Adjektive, Subklassifikation, Hans Glinz, Linguistik, Semantik, Syntax, Flektierbarkeit, politischer Sprachgebrauch, Wortartenlehre, Sprachanalyse, Grammatik, Klassifizierungsansätze, Adjektivklassen, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Komplexität der Wortartenklassifikation im Deutschen, wobei der Schwerpunkt auf der theoretischen und praktischen Einteilung von Adjektiven liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Wortarten, die Kritik an traditionellen Modellen sowie die Entwicklung differenzierter semantischer Kategorien für Adjektive.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schwachstellen bestehender Klassifikationen aufzuzeigen und einen eigenen, methodisch konsistenteren Ansatz zur Unterteilung von Adjektiven in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine literaturbasierte Analyse linguistischer Theorien, kombiniert mit einer eigenständigen Systematisierung von Adjektiven anhand semantischer Merkmale.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Fundierung durch Glinz, die syntaktische sowie semantische Analyse von Adjektivklassen und die Einführung eines eigenen Gliederungsschemas.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Wortartenklassifikation, Adjektive, Semantik, Syntax, Glinz-Lehre und linguistische Kategorisierung.

Wie unterscheidet der Autor situative, prozedurale und existenzielle Adjektive?

Die Unterscheidung basiert auf dem semantischen Kontext: Situative Adjektive beschreiben einen Zustand, prozedurale Adjektive setzen einen Prozess voraus und existenzielle Adjektive definieren eine notwendige Eigenschaft des Bezugsobjekts.

Welche Rolle spielen Adjektive in der politischen Sprache laut dem Autor?

Der Autor vermutet, dass Adjektive in politischen Reden je nach ideologischem Kontext variieren, wobei insbesondere existenzielle Adjektive in autoritären Regimen häufiger vorkommen könnten.

Warum wird die traditionelle Zehn-Wortarten-Lehre kritisiert?

Sie wird kritisiert, da die Klassifizierungskriterien nicht einheitlich sind, was zu Widersprüchen, mangelnder Trennschärfe und zahlreichen Ausnahmen führt.

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Details

Titel
Die Wortartenklassifikation des Deutschen
Untertitel
Problematiken und Varianten innerhalb der Klassifizierung von Adjektiven
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft Lehr- und Forschungsgebiet der Germanistischen Sprachwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Thorsten Kade (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V280007
ISBN (eBook)
9783656738657
ISBN (Buch)
9783656741503
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wortartenklassifikation deutschen problematiken varianten klassifizierung adjektiven
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Kade (Autor:in), 2013, Die Wortartenklassifikation des Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280007
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Leseprobe aus  21  Seiten
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