Wozu sollte man eigentlich Kaiser sein?

Die Bedeutung der Kaiserkrone in den letzten Jahren des Alten Reiches


Essay, 2012

6 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Österreich als Erbkaisertum

3. Niederlegung der deutschen Kaiserkrone

4. Gutachten Friedrich Stadions

5. Fazit

1.Vorwort

Diese kurze Untersuchung befasst sich mit der Bedeutung der Kaiserkrone in den letzten Jahren des Alten Reiches. Es werden kurz verschiedene Perspektiven und Argumentationen beleuchtet um die Bedeutung der Kaiserwürde besser zu verstehen. Dies soll zum einen an der Einführung des erblichen Kaisertitels in Österreich wie auch an der Niederlegung der Deutschen Kaiserkrone geschehen.

Als Textgrundlage dienen zwei Urkunden von Franz‘ II./I. aus den Jahren 1804[1] und 1806[2].Beide Urkunden sind als Überreste einzustufen, da sie als Hauptziel hatte, die beinhalteten Informationen an die damalige Öffentlichkeit und unter den politischen Eliten zu verbreiten. Des Weiteren wird im Folgenden ein Gutachten von Friedrich Graf von Stadion miteinbezogen, welches vom 24.05.1806 und so auch als zeitgenössische Quelle einzuordnen ist.[3]

Insgesamt soll dies zu einer Einschätzung führen, welche Bedeutung die Kaiserkrone gerade in diesen Jahren hat und welche Pflichten, moralischen Vorstellungen und wie Prestige trächtig sie zu diese Zeit war.

2.Österreich als Erbkaisertum 1804

In dieser Quelle wird die Annahme des erblichen österreichischen Kaisertums durch Franz II. beschrieben. Der Kaisertitel ist hier für Franz II. ein zentraler Begriff für Konstanz und Wehrhaftigkeit.[4] Zudem wird versucht hier einen europäischen Kontext herzustellen. Der russische Zar besitzt diese Privileg schon seit dem letzten Jahrhundert und der „neue Beherrscher Frankreichs“ also Napoleon hat sich dieses Recht auch erworben. Diesen Herrschern will Franz II. also auf keinen Fall nachstehen und verfügt so diese erbliche Tradition auch in Österreich einzuführen. Der Titel des erblichen Kaisers von Österreich wird somit in den Titel eingeschaltet und im ganzen Königreich Ungar verkündet wie auch in allen Staaten, welche damit verbunden sind.[5]

[...]


[1] Hoffmann: Das Patent des Römischen Kaiser Franz II. über die Annahme des erblichen österreichischen Kaisertums, aus: Hufeld, Ulrich (Hrsg.): Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803, Köln u.a. 2003, S.366-367. Im Weitern Zitiert als: Hoffmann, S. XY.

[2] Zeumer: Erklärung des Kaisers Franz II. über die Niederlegung der deutschen Kaiserkrone, aus: (…), S. 538-539.

Im Weitern Zitiert als : Zeumer, S. XY.

[3] Stadion, Friedrich von: Gutachten über die Frage, ob unter den gegenwärtigen Umständen die Beibehaltung der römisch-deutschen Kaiserkrone rätlich sei, aus:Aretin, Karl Otmar von (Hrsg.): Heiliges Römisches Reich 1776-1806. Reichesverfassung und Staatssouveränität, Teil II, Wiesbaden 1967, S.334-344. Im Weitern zitiert als: Stadion, S. XY.

[4] Vgl.: Hoffmann, S.126.

[5] Vgl.: Hofmann, S.127

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Wozu sollte man eigentlich Kaiser sein?
Untertitel
Die Bedeutung der Kaiserkrone in den letzten Jahren des Alten Reiches
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Proseminar Geschichte: Das Ende des Alten Reichs
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
6
Katalognummer
V280013
ISBN (eBook)
9783656738930
ISBN (Buch)
9783656738923
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wozu, kaiser, bedeutung, kaiserkrone, jahren, alten, reiches
Arbeit zitieren
Thorsten Kade (Autor), 2012, Wozu sollte man eigentlich Kaiser sein?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280013

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wozu sollte man eigentlich Kaiser sein?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden