Diese Seminararbeit gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse zum Thema Vorurteile in der Schule bzw. im Zusammenhang mit der Schule. Dabei wird im ersten Teil der Arbeit eine in diesem Themenbereich zentrale Theorie sowie darauf aufbauende Modelle vorgestellt. Anschließend werden mehrere Studien präsentiert, die sich mit den Prädiktoren und Konsequenzen von Vorurteilen (sowohl unter Schulkindern wie auch unter den Lehrpersonen) befassten. Anschließend werden zwei Projekte zur Reduktion von Vorurteilen beschrieben, welche in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts von zwei Lehrpersonen durchgeführt worden sind und weitreichende Bekanntheit erlangten. Schließlich wird eine Metaanalyse, die mehrere Studien über neuere Interventionen untersuchte, vorgestellt und die wichtigsten Erkenntnisse aus der ganzen Arbeit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- Theorie
- Die Kontakthypothese von Allport
- Das Modell der Dekategorisierung
- Das Modell der gemeinsamen Eigengruppenidentität
- Das Modell der wechselseitigen Distinktheit
- Studien
- Überprüfung der Kontakthypothese von Allport
- Vorurteile von Lehrpersonen
- Intergruppenkontakt und Vorurteile der Lehrperson
- Interventionen
- Die Dritte Welle
- Blue-Eyed
- Review verschiedener Interventionen
- Diskussion
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema Vorurteile im Schulkontext und analysiert die Forschungsergebnisse zu diesem Thema. Die Arbeit stellt zunächst eine zentrale Theorie und darauf aufbauende Modelle vor, die das Phänomen der Vorurteile im schulischen Kontext erklären. Anschließend werden Studien präsentiert, die sich mit den Prädiktoren und Konsequenzen von Vorurteilen sowohl bei Schülern als auch bei Lehrpersonen befassen. Des Weiteren werden zwei Projekte zur Reduktion von Vorurteilen vorgestellt, die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts durchgeführt wurden und weitreichende Bekanntheit erlangten. Abschließend wird eine Metaanalyse vorgestellt, die mehrere Studien über neuere Interventionen untersucht, und die wichtigsten Erkenntnisse aus der gesamten Arbeit zusammengefasst.
- Theorie der Kontakthypothese und ihre Anwendung im Schulkontext
- Prädiktoren und Konsequenzen von Vorurteilen in der Schule
- Interventionen zur Reduktion von Vorurteilen im Schulkontext
- Analyse von Studien und Metaanalysen zum Thema Vorurteile in der Schule
- Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse und Implikationen für die Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil der Arbeit präsentiert die theoretischen Grundlagen, die als Basis für die weiteren Teile der Arbeit dienen. Die Kontakthypothese von Allport wird vorgestellt, die besagt, dass Kontakt zwischen unterschiedlichen Gruppen zu verbesserten Beziehungen und einem Abbau von Vorurteilen führt, vorausgesetzt, die Kontaktsituation ist günstig. Die Arbeit stellt außerdem drei Modelle vor, die Wege zur Generalisierung positiver Intergruppenkontakte postulieren: das Modell der Dekategorisierung, das Modell der gemeinsamen Eigengruppenidentität und das Modell der wechselseitigen Distinktheit.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit Studien, die sich mit unterschiedlichen Facetten von Diskriminierung in der Schule befassen. Es werden Studien vorgestellt, die die Kontakthypothese von Allport überprüfen, sich mit Vorurteilen von Lehrpersonen auseinandersetzen und den Einfluss von Intergruppenkontakt auf die Vorurteile von Lehrpersonen untersuchen.
Der dritte Teil der Arbeit beschreibt zwei Projekte zur Reduktion von Vorurteilen, die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts von zwei Lehrpersonen durchgeführt wurden und weitreichende Bekanntheit erlangten: Die Dritte Welle und Blue-Eyed. Außerdem wird eine Metaanalyse vorgestellt, die mehrere Studien über neuere Interventionen untersucht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Vorurteile, Diskriminierung, Schule, Intergruppenkontakt, Kontakthypothese, Dekategorisierung, gemeinsame Eigengruppenidentität, wechselseitige Distinktheit, Interventionen, Prädiktoren, Konsequenzen, Lehrpersonen, Schüler, Metaanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Kontakthypothese von Allport?
Sie besagt, dass Kontakt zwischen unterschiedlichen Gruppen Vorurteile abbauen kann, wenn bestimmte Bedingungen (wie gleicher Status) erfüllt sind.
Welche Rolle spielen Lehrpersonen bei Vorurteilen in der Schule?
Die Arbeit untersucht, wie Vorurteile von Lehrkräften die Interaktion mit Schülern beeinflussen und welche Auswirkungen Intergruppenkontakt auf die Lehrpersonen hat.
Was sind die Projekte "Die Dritte Welle" und "Blue-Eyed"?
Dies sind klassische Experimente/Interventionen, die Schülern die Mechanismen von Diskriminierung und Gruppendruck am eigenen Leib verdeutlichen sollten.
Welche Modelle zur Reduktion von Vorurteilen werden vorgestellt?
Vorgestellt werden das Modell der Dekategorisierung, der gemeinsamen Eigengruppenidentität und der wechselseitigen Distinktheit.
Was ist das Ziel der Metaanalyse in dieser Arbeit?
Die Metaanalyse fasst neuere Studien zusammen, um die Wirksamkeit moderner Interventionen gegen Vorurteile im Schulkontext zu bewerten.
- Quote paper
- Nadja Ott (Author), 2013, Vorurteile im Schulkontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280048