Diese Arbeit legt die Komplexität des Implementierungsprozesses dar und geht hierbei zunächst auf die besondere Rolle des Expertenstandards als Innovation in der Pflege ein. Zur effektiven Sicherung und kommunikativen Verbreitung des Instrumentes werden Möglichkeiten zur einrichtungsinternen Vermarktung des Instrumentes diskutiert. Es werden des Weiteren Bezüge zum Veränderungsmanagement bei Implementierung hergestellt und Bewältigungsstrategien im Umgang mit Veränderungsprozessen vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt in dieser Arbeit wird aufgrund der hohen Relevanz für die Einführung und Sicherung des Expertenstandards auf das Projektmanagement gelegt. Dabei wird nach einer theoretischen Einordnung und Diskussion beispielhaft ein literaturbasierter Projektplan zur Umsetzung des Expertenstandards dargelegt.
Aus dem Inhalt:
- Einführung des Expertenstandards als Innovation in der Pflege,
- Die Inhouse - Vermarktung von Expertenstandards als ein Innovationsprodukt,
- Theoretische Einordnung des Projektmanagements und Lösungsansätze zur Implementierung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Einführung des Expertenstandards als Innovation in der Pflege
3. Die Inhouse - Vermarktung von Expertenstandards als ein Innovationsprodukt
4. Veränderungsmanagement im Zuge der Implementierung
4.1 Der Expertenstandard als Veränderung im pflegerischen Kontext
4.2 Der Umgang mit Veränderungen und Bewältigungsstrategien bei Implementierung
5. Theoretische Einordnung des Projektmanagements und Lösungsansätze zur Implementierung
5.1 Theoretische Grundlagen
5.2 Beispielhafter Projektplan zur Umsetzung des Expertenstandards
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis (inkl. weiterführender Literatur)
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der komplexen Implementierung von Expertenstandards in die pflegerische Praxis, indem sie diese als Innovationsprozess begreift und durch geeignete Projektmanagement-Strategien sowie Veränderungsmanagement strukturiert. Das Ziel besteht darin, theoretische Konzepte in einen anwendbaren, literaturbasierten Musterprojektplan zu überführen, um die Qualitätssicherung und Praxisanpassung in Gesundheitseinrichtungen zu optimieren.
- Expertenstandards als Innovationsprodukt in der Pflege
- Interne Vermarktung und Kommunikationspolitik bei Implementierungsprozessen
- Veränderungsmanagement und Umgang mit Widerständen
- Theoretische Fundierung und Anwendung von Projektmanagement
- Entwicklung eines Musterprojektplans zur Umsetzung in der Praxis
Auszug aus dem Buch
4.2 Der Umgang mit Veränderungen und Bewältigungsstrategien bei Implementierung
Der Begriff des „Change-Managements“ wird in der einschlägigen Literatur erst seit einigen Jahren verwendet und deckt sich inhaltlich weitgehend mit dem Management von Veränderungen in Organisationen (vgl. Rischar 2005, 1). Spezielle Primär-, wie auch Sekundärliteratur zum Change-Management in der Pflege ist nach unseren literarischen Nachforschungen nur in geringer Menge vorhanden. Aus diesem Grunde haben wir uns vor allem an der entsprechenden Literatur innerhalb der Betriebswirtschaftslehre beziehungsweise konkret an organisationstheoretischen Werken orientiert.
Die Anforderungen an das Management in Bezug auf die Handhabung von Veränderungen sind hoch. Veränderungsprozesse sind im Allgemeinen komplex und schwer durchschaubar. Die Steuerung dieser Prozesse wird dadurch für das Management erschwert und ebenso das Verstehen und Mitdenken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Komplexe Situationen sind dadurch gekennzeichnet, dass eine große Zahl von verschiedenen Faktoren voneinander abhängig beziehungsweise vernetzt sind. Diese Situationen ändern sich hierbei dynamisch und haben Informationsüberlastung, Intransparenz und Unkalkulierbarkeit zur Folge (vgl. Rischar 2005, 22). Veränderungsmanagement gilt als bewusste Gestaltung der Entwicklung von Organisationen und soll dabei helfen, auch unter unsicheren Bedingungen und Turbulenzen die Entwicklung der Organisation zu gestalten (vgl. Michel 2003, 468). Vahs/Leiser (2003) stellen vier Handlungsfelder des Change Managements dar, welche bestmöglich aufeinander abgestimmt werden sollten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Expertenstandards als Innovation in der Pflege und führt in die Notwendigkeit einer professionellen Projektmanagement-Methodik zur Implementierung ein.
2. Die Einführung des Expertenstandards als Innovation in der Pflege: Dieses Kapitel definiert Expertenstandards theoretisch als Innovation und stellt die Herausforderungen sowie die Bedeutung einer ganzheitlichen Organisationsentwicklung dar.
3. Die Inhouse - Vermarktung von Expertenstandards als ein Innovationsprodukt: Es wird diskutiert, wie durch internes Marketing und offene Kommunikationspolitik die Akzeptanz und Verstetigung von Expertenstandards in der Praxis gesichert werden können.
4. Veränderungsmanagement im Zuge der Implementierung: Der Fokus liegt auf der professionellen Begleitung von Veränderungsprozessen, dem Umgang mit Widerständen und der Bedeutung von Führungskräften bei der Bewältigung komplexer Neuerungen.
5. Theoretische Einordnung des Projektmanagements und Lösungsansätze zur Implementierung: Dieses Kapitel fundiert das Projektmanagement theoretisch und mündet in die Erstellung eines Musterprojektplans zur strukturierten Umsetzung des Expertenstandards.
6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, theoretische Konzepte einrichtungsindividuell zu adaptieren.
7. Literaturverzeichnis (inkl. weiterführender Literatur): Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Quellen zur pflegerischen Praxis, zum Projektmanagement und zum Change-Management auf.
Schlüsselwörter
Expertenstandards, Pflegerisches Innovationsmanagement, Veränderungsmanagement, Projektmanagement, Implementierung, Qualitätssicherung, Dekubitusprophylaxe, Organisationsentwicklung, interne Vermarktung, Change Management, Pflegepraxis, Projektplan, Führung, Prozessgestaltung, Praxisanpassung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Management von Innovations- und Veränderungsprozessen bei der Implementierung von Expertenstandards im pflegerischen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind das Innovationsmanagement, Veränderungsmanagement (Change Management), Projektmanagement sowie die spezifische interne Vermarktung von Expertenstandards.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die theoretische Einordnung und die praktische Herleitung eines literaturbasierten Musterprojektplans zur effektiven Umsetzung des Expertenstandards "Dekubitusprophylaxe in der Pflege".
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine umfangreiche Literaturrecherche und einen systemtheoretischen Ansatz, um Modelle aus der Betriebswirtschaftslehre auf die pflegerische Praxis zu übertragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Komplexität des Wandels in der Pflege, diskutiert Kommunikationsstrategien, beleuchtet Ansätze der Konfliktbewältigung und entwickelt einen konkreten Projektplan in vier Phasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Expertenstandards, Innovationsmanagement, Projektmanagement, Veränderungskultur und Qualitätssicherung charakterisiert.
Warum wird Projektarbeit als bevorzugte Arbeitsform empfohlen?
Projektarbeit eignet sich aufgrund der hohen Komplexität, des Ressourcenbedarfs und der zeitlichen Befristung bei der Implementierung von Expertenstandards als strukturgebendes Instrument am besten.
Welche Rolle spielen "weiche Faktoren" wie Kommunikation?
Kommunikation fungiert als entscheidender Erfolgsfaktor, um Wissenslücken zu schließen, Akzeptanz bei den Mitarbeitern zu fördern und das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Veränderung zu schärfen.
- Quote paper
- Carmen Wolfsteiner (Author), Michelangelo Ferrentino (Author), 2006, Dekubitusprophylaxe in der Pflege. Pflegerisches Innovations-, Veränderungs- und Projektmanagement bei Implementierung des Expertenstandards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280451