Wieder vereinigt? Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall


Fachbuch, 2014
161 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Forschungsprojekt zu 20 Jahren deutscher Einheit
1. Einleitung
2. Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand
3. Operationalisierung/ Hypothesen
4. Zugang
5. Erhebung
6. Auswertung
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
9. Anhang

Die Einkommensverteilung in West- und Ostdeutschland
1. Einleitung
2. Die Entwicklung des Einkommensniveaus seit dem Mauerfall bis heute
3. Die Analyse der Einkommensverteilung
4. Fazit und Ausblick
5. Literaturverzeichnis

Jugend im Wandel. Eine Frage der Generation
1. Einleitung
2. Jugend, Jugendkulturen und deren Beziehung zur Gesellschaft
3. Wertorientierungen im Wandel
4. Von der Generationenlagerung zur Generationengestalt
5. Die Jugend der Wendezeit
6. Die Jugend der 1990er
7. Die pragmatische Jugend
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis

Einzelbände

Christof Kaczmarkiewicz/Robert Barth

Forschungsprojekt zu 20 Jahren deutscher Einheit

Vom Konzept der nachhaltigen Entwicklung zum lebensstilspezifischen Konsum

2010

1. Einleitung

Die offizielle Wiedervereinigung beider deutscher Staaten erfolgte am 09.10.1990. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit blicken die Bundesbürger auf rund 20 Jahre deutscher Einheit zurück. Eine in den Medien präsente Frage ist dennoch, ob sich eine Wiedervereinigung nicht nur auf staatlicher, sondern auch auf der persönlichen Ebene für jeden Bundesbürger vollzogen hat. Zur Illustration seien hierzu Auszüge aus Äußerungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses zu dieser Thematik aufgeführt.

Der ehemalige Regierende Bürgermeister Berlins, Eberhard Diepgen, ist der Ansicht, dass es in der Tat „eine Schere bei einer bestimmten Generation gibt, die zu den Verlierern der Vereinigung gehört“ (I1), die innerdeutschen Unterschiede seien jedoch nicht mit denen anderer Länder, wie Spanien und Italien zu vergleichen (vgl. I1). Allerdings könne die „Sozialisation in einem totalitären System über Jahrzehnte nicht […] wie […] [ein] Regenmantel“ (I1) abgelegt werden. Für die nicht näher beschriebene „jüngere Generation“ (ebd.) hingegen sieht Diepgen den Prozess des Zusammenwachsens als abgeschlossen an (vgl. I1). Der Politiker Gregor Gysi meint ebenso bei einigen Mitbürgern eine „gewisse Anti-Haltung, in Bezug auf Ostdeutsche beziehungsweise in Bezug auf Westdeutsche“ (I1) feststellen zu können. Zusammenfassend sehen sowohl Diepgen, als auch Gysi auch nach 20 Jahren deutscher Einheit noch Unterschiede, zumindest auf der Ebene des einzelnen Bürgers, als gegeben an. Bereits im Jahr 1998 äußerte der damalige Bundespräsident Roman Herzog hingegen, dass der „viel benutzte Satz von den Mauern in den Köpfen […] eine Erfindung von Professoren und Journalisten“ (Thüringische Landeszeitung vom 19.10.1998 zitiert nach Freis/ Jopp 2001, S.213) sei.

Es wird offenkundig, dass der Disput über die Vereinigung der Deutschen 20 Jahre nach der staatlichen Vereinigung durchaus nicht beendet ist. Vielmehr lassen sich grob zwei Denkrichtungen unterscheiden. Während die Anhänger der ersten subjektive Unterscheidungen und Vorurteile gegenüber der Bevölkerung der neuen, beziehungsweise alten Bundesländer, zumindest bei einem Teil der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland, als gegeben und dort reproduziert ansehen, sind die Vertreter der zweiten Denkrichtung der Ansicht, dass es sich vielmehr um einen „kalten Bürgerkrieg [handelt], für den die Feindbilder von medialen und professoralen Akteuren mittels subtiler Indoktrination geschaffen und gefestigt worden sind“ (I2). Anders formuliert handelt es sich demnach um eine künstlich starke und aufgezwungene Unterscheidung, mit „Feindbildern“ (ebd.) welche durch die Medien und andere Akteure produziert und reproduziert werden. Anders formuliert steht die Mauer in den Köpfen bei beiden Ansätzen demnach für „die Angst vor Veränderung, die Unsicherheit einer ungewissen Zukunft, den möglichen Verlust gewohnter Sicherheit, im Westen vor allem des vertrauten Wohlstandes“ (Lay/ Potting 1995, S.9).

Thema dieser Arbeit ist es, anhand der durch das Autorenteam erhobenen Daten, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Beleuchtung der herrschenden Diskussion zu leisten. Leitend wird hierbei die Fragestellung sein:

Inwieweit gibt es noch eine bewusste Unterscheidung zwischen Ost- und Westdeutschen auf der Subjektebene, beziehungsweise eine Mauer in den Köpfen?

Hierbei wird die vorliegende Arbeit neben der Auswertung eigener Daten auf bereits in diesem Themengebiet durchgeführte wissenschaftliche Arbeiten Bezug nehmend vorgehen. Im nächsten Abschnitt dieser Arbeit wird daher ein verkürzter Überblick über das beforschte Feld anhand vorangegangener Arbeiten verschiedener Autoren gewährt. Von Interesse sind dabei insbesondere Erklärungsansätze im Zusammenhang mit der bewussten Abgrenzung von Ost-, beziehungsweise Westdeutschen von der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe, sowie deren Ursachen. Nachfolgend erfolgt die Erläuterung des Vorgehens durch das Autorenteam in den Abschnitten drei und vier. Neben der Darstellung der Forschungshypothesen und deren kurzer Erläuterung werden die Autoren in Abschnitt fünf die Genese des Forschungsinstruments überblicksartig darstellen. Abschnitt sechs dient der Beschreibung der erhobenen Daten und der entsprechenden Stichprobe. Anschließend erfolgt eine Auswertung der Daten unter Bezugnahme auf die angeführte Forschungsfrage. Abschließend erfolgt eine kritische Diskussion der vorangegangenen Inhalte.

2. Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand

Ziel dieses Abschnittes ist es einen stark verkürzten Überblick über die bisher zu dem Thema dieser Arbeit vorliegende Forschungsliteratur zu geben. Hierzu werden zunächst drei Hypothesen vorgestellt, welche Erklärungsansätze für vermeintlich vorherrschende Differenzen der Bundesbürger auf der Einstellungsebene bieten.

In den Ausführungen anderer Autoren ist die Sichtweise zu finden, dass der „Vereinigung der Institutionen“ (Scheiner et al. 1999, S.5) nicht nur keine Vereinigung in den Köpfen folgte, vielmehr werde „von wachsenden Unterschieden, von immer stärkeren Abgrenzungen berichtet“ (ebd.). Eingedenk der euphorischen Szenen des Mauerfalls in Berlin, bei denen sich Ost- und Westdeutsche gleichermaßen fröhlich um die Hälse fielen, kann eine solche Entwicklung der Ereignisse, die von Rehberg als eine Blüte der „Abgrenzungsrethorik“ (Rehberg 2000, S.12) bezeichnet wurde, überraschen. Es besteht demnach Erklärungsbedarf hinsichtlich des Umstandes, wie vermeintlich zunehmende Unterschiede und sogar regelrechte Strategien der Abgrenzung sich Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ausprägen konnten und können.

Durch Scheiner wurden zur Klärung dieses Sachverhaltes drei Hypothesen zusammengetragen:

Vertreter der ersten Hypothese gehen davon aus, dass die unterschiedlichen Sozialisationen in den beiden deutschen Staaten eben dieses Phänomen hervorbrachten. Grob umrissen sind damit Bürger, welche eine Sozialisation in der ehemaligen DDR genossen haben „aufgrund der autoritären Prägung des DDR-Systems sozial und/ oder psychisch deformiert worden“ (Scheiner et al. 1999, S.7). In praktischer Konsequenz sieht diese Hypothese bei Ostdeutschen mit entsprechender Sozialisation eine obrigkeitskeitshörige und nicht demokratiefähige Grundhaltung als gegeben an (ebd.). Diesen Überlegungen folgend wäre eine Annäherung der Deutschen erst nach Jahrzehnten möglich, da erst die nachwachsenden Generationen in Ostdeutschland frei von der durch die DDR betriebenen Sozialisation sind. Scheiner selbst merkt an, das diese Hypothese erstens nicht in der Lage ist die raschen Einstellungsveränderungen bei den Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung zu erklären und zweitens die Tatsache übergeht, dass hauptsächlich von der Bevölkerung ausgehende Impulse das Ende der DDR einläuteten.

Der zweite Erklärungsversuch geht davon aus, dass sich bestimmte Normen und Wertvorstellungen quasi subkutan auch durch die Zeit der innerdeutschen Trennung erhalten haben und nicht durch wenige Jahrzehnte hätten geändert werden können (vgl. Scheiner et al. 1999, S.8 f.). Eine Beeinflussung/ Indoktrination der Bürger der ehemaligen DDR wäre demnach lediglich oberflächlich gewesen und aufgrund von fehlender innerer Überzeugung ohne Langzeitwirkung. In der Konsequenz gehen Vertreter dieser Hypothese somit davon aus, dass eine innere Einheit der Deutschen bereits besteht und eine Debatte demnach haltlos wäre (ebd.).

Die dritte durch Scheiner angeführte Hypothese bietet aus Sicht der Autoren das größte Erklärungspotenzial für das geschilderte Phänomen. Ihre Vertreter gehen davon aus, dass sich die anfängliche Akzeptanz der Werte der Bundesrepublik Deutschland durch Erfahrungen mit den Vertretern des akzeptierten Systems wandelte. Gleiches gilt im Umkehrschluss auch für die Bürger der alten Bundesländer. Darüber hinaus seien die Ostdeutschen von Westdeutschen mit dem Staatssystem der DDR und anderen negativ behafteten Elementen der DDR in direkte Verbindung gebracht worden. Dies wiederum führte dazu, dass sich die „Ostdeutschen […] als Gruppe abgewertet und abgelehnt“ (Scheiner et al. 1999, S.10) fühlten. In Konsequenz dieser Entwicklungen versuchten die Ostdeutschen die selbst erfahrene Abwertung ihrerseits durch die Abwertung des neuen, westdeutschen Systems auszugleichen [siehe auch Freis/ Jopp 2001, S.264 f.]. (vgl. Scheiner et al. 1999, S.9 ff.) Dieser These folgend ist eine Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschen lediglich an einen Prozess der Normalisierung gebunden, in welchem keine der beiden Seiten die Andersartigkeit der jeweils anderen betont und somit keine Abgrenzungsmechanismen erforderlich macht.

Implizit setzt die letztgenannte Hypothese das Vorhandensein differierender Sozialisationen voraus, da ansonsten eine Enttäuschung von Erwartungen an das neue Leben nicht in dem erforderlichen Maße möglich gewesen wäre. Scheiner moniert, dass bislang erfolgte Forschungsarbeiten sich bei Erklärungsversuchen auf die ostdeutsche Bevölkerung konzentrieren, obwohl auch im Westen entsprechende Abgrenzungsstrategien vorhanden seien (vgl. Scheiner et al. 1999, S.13). Als weiterer für diese Arbeit wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Medien zu sehen. Hierbei muss im Speziellen der These der mediengesteuerten Vorurteilsproduktion und -verbreitung Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dieses taten im Vorfeld bereits Freis und Jopp und kamen zu dem Schluss, dass Medien nicht nur Informationen transportieren, sondern auch Deutungen, Werte sowie entsprechende Sichtweisen der Welt (vgl. Freis/ Jopp 2001, S.215f.). Demnach verbreiten Medien nicht ausschließlich Informationen, sie liefern vielmehr „eine spezifische und vorinterpretierte Form […] von sozialen Wirklichkeiten“ (Freis/ Jopp 2001, S.215). So kamen Freis und Jopp zu dem Schluss, dass in der Tat die Möglichkeiten einer Beeinflussung im Besonderen der Einstellungsebene durch die Medien als gegeben anzusehen ist (vgl. Freis/ Jopp 2001, S.215f.).

Zusammenfassend ist festzustellen, dass nur zwei Hypothesen von einer Differenz der Deutschen in den neuen und alten Bundesländern auf der Subjektebene ausgehen. Wobei in der Hypothese der unterschiedlichen Sozialisationen die Rolle der Medien als zu vernachlässigender Faktor zu bewerten ist, da sie die Gründe für eventuell herrschende Differenzen, beziehungsweise deren Betonung nicht in aktuellen Ereignissen sucht. Als weitaus größer ist dagegen die potenzielle Rolle der Medien in der dritten Hypothese zu bewerten, da sie, wie ausgeführt, von einer Wechselwirkung der Abgrenzungsstrategien ausgeht. Scheiner kommt nach einer auf Berlin fokussierten wissenschaftlichen Arbeit zu dem Schluss, dass sich unterschiedliche Sozialisationen in der alltäglichen Kontaktaufnahme durchaus als hinderlich und blockierend auswirken können, jedoch spielen auch persönliche Erfahrungen eine wesentliche Rolle. Ferner stellen sich die Konflikte zwischen Ost- und Westdeutschen seiner Ansicht nach oft als Verteilungskonflikte dar. Als Schlüsselelement in der Überwindung der geistigen Trennung benennt er die Gruppe der „Grenzüberschreiter… [, denen] eine Pionierfunktion bei der sozialräumlichen Integration“ (Scheiner et al. 1999, S.248) zukomme. (vgl. Scheiner et al. 1999, S.245ff.)

Andere Autoren kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass sich zwischen Ost- und Westdeutschen „habituelle und kognitive, eben kulturelle Differenzen“ (Rehberg 2000, S.18) feststellen lassen, jedoch stellt sich hier die Frage, warum und von wem diese Differenzen insbesondere betont werden. Als Konsequenz aus den hier dargestellten Untersuchungen wurde für die vorliegende Arbeit daher die Untersuchung der Einstellungen von Ost- und Westdeutschen als Kernaufgabe identifiziert. Hierbei wurde insbesondere das Element der Sozialisation fokussiert, welches, wie dargestellt, in vorangegangenen Theorien als eine der Hauptursachen der „Mauer in den Köpfen“ thematisiert wurde.

3. Operationalisierung/ Hypothesen

Im Folgenden werden neben den Forschungshypothesen die Begrifflichkeiten, welche für die Auswertung der Ergebnisse dieser Arbeit obligatorisch sind, in gebotener Kürze expliziert. Hierbei werden zunächst die Hypothesen und danach das weitere Vorgehen des Forscherteams erläutert.

3.1 Hypothesen

I.) Aufbauend auf der vorangegangenen Darstellung des bisherigen Forschungsstandes wurden im Vorfeld der Erhebung mehrere Forschungshypothesen aufgestellt, deren Verifizierung beziehungsweise Falsifizierung nach Auswertung der Daten geschehen wird. In Folge der Fokussierung der ostdeutschen Bevölkerung in einem Großteil der Erklärungsansätze ging das Forschungsteam von Unterschieden auf der Einstellungsebene zwischen ost- und westdeutschen Befragten aus.

II.) In Bezugnahme auf die herausgehobene Bedeutung der Sozialisation in mehreren Erklärungsansätzen für Differenzen wurde ferner eine Zunahme von Distanzierung zu der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe [hier bezogen auf Ost- beziehungsweise Westdeutsche] mit steigendem Lebensalter angenommen. Demnach wären beispielsweise die ostdeutschen Befragten, welche aufgrund ihres Lebensalters keine oder lediglich eine sehr kurze Sozialisation in der DDR erfahren konnten, auch weniger stark auf die Betonung ihrer ostdeutschen Herkunft und deren Hervorhebung bedacht. In ähnlicher Weise verhielte es sich mit den westdeutschen Befragten.

III.) Zu prüfen war ebenfalls, ob und wenn ja in welcher Weise ein Zusammenhang zwischen den individuellen Einstellungen und dem Einkommen der Probanden festzustellen ist. Hierbei wird das Einkommen als Grad des pekuniären Erfolgs innerhalb des wiedervereinigten Deutschlands betrachtet, welcher gegebenenfalls Rückschlüsse auf die Angepasstheit an die neuen/ alten Gegebenheiten zulässt.

3.2 Vorgehen

Um die angeführten Forschungsfragen beantworten zu können, waren im Vorfeld der Untersuchung begriffliche Bestimmungen erforderlich, welche im Folgenden erläutert werden. Unter dem Begriff „Einstellungen“ kumulieren wir in der vorliegenden Arbeit sämtliche Bewertungen der Befragten und ihres persönlichen Umfeldes [beispielsweise des Arbeitsumfeldes], in Bezug auf die neuen und alten Bundesländer sowie deren Bevölkerung.

Für die Einordnung in die Kategorie „Ostdeutscher“ beziehungsweise „Westdeutscher“ wurde in der Erhebung lediglich der Geburtsort herangezogen. So beinhaltet die Bezeichnung in dieser Arbeit lediglich eine Aussage über den Geburtsort der Person. Ferner wurde in diesem Zusammenhang erhoben, ob und wann sich ein Umzug des Befragten in den jeweils anderen Teil der Bundesrepublik ereignet hatte, um auf das jeweilige Wohnumfeld [hier im Sinne Ost- oder Westdeutschland] schließen zu können. Zur Prüfung der zweiten Hypothese war es notwendig, die Befragten in Altersgruppen einzuteilen. Dies geschah, bezogen auf die Gesamtheit der Befragten, in einer groben Dreiteilung. Hintergrund war es hierbei, die Befragten mit zeitlich geringem „Vorwiedervereinigungsleben“ von denjenigen mit mittlerem, beziehungsweise langfristigem, zu trennen. Die erste Altersgruppe umfasste die Geburtenjahrgänge von 1950 bis 1964, die zweite von 1965 bis 1980 und die dritte die Geburtenjahrgänge ab 1981. Ferner wurde bei der Auswahl der Befragten erwogen, dass keine Personen mit Sozialisationserfahrungen vor 1945 und ohne aktive Arbeitserfahrung im wiedervereinigten Deutschland befragt werden sollten, so kam es zum Ausschluss der Geburtenjahrgänge bis einschließlich 1945 und von Befragten ohne sozialversicherungspflichtige berufliche Tätigkeit im wiedervereinigten Deutschland von der Befragung. Sozialisation wird in diesem Zusammenhang als eine „‘Entwicklung im Kontext‘“ (Hervorh. i. Orig.) (Nestvogel 2008, S.161) betrachtet, welche sowohl gesellschaftliche, als auch individuelle Prozesse impliziert (vgl. Nestvogel 2008, S.161f.). Somit geht das Forscherteam weder von einer beherrschenden Rolle des Individuums, noch der Gesellschaft im Zuge dieser Anpassung an Gegebenheiten aus. Folglich ist die vollständige Überprägung der individuellen Persönlichkeit, beispielsweise durch staatliche Institutionen in der Zeit der DDR, nicht als durchführbar vorausgesetzt. Vielmehr handelt es sich bei Sozialisation in diesem Sinne um ein Konglomerat von durch die soziale Umwelt erwünschten sowie den individuell gebilligten und durchgeführten Anpassungsprozessen. Allerdings geht das Forschungsteam entsprechend der zweiten Hypothese davon aus, dass der dauerhafte Aufenthalt in einem, auf bestimmte Weise geprägten, sozialen Umfeld eine mit der Zeit zunehmende Prägung von Einstellungen und Wertvorstellungen bewirkt.

Um die dritte Forschungshypothese beantworten zu können, wurden die Befragten nach dem Nettoeinkommen ihres Haushaltes befragt. Basierend auf der Zuordnung der Befragten gemäß der Angabe ihres Geburtsortes und gegebenenfalls des Umzugsjahres sowie den Daten des Statistischen Bundesamtes für durchschnittliche Nettohaushaltseinkommen wurden die Haushaltseinkommen nach über- und unterdurchschnittlichen Werten geordnet. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen betrug für das erste Halbjahr 2003 für die neuen Bundesländer 2233 Euro und für die alten Bundesländer 2895 Euro (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, S.9).

Abbildung 1: Nettoeinkommen privater Haushalte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Bundesamt 2004, S.9

Nach der Darstellung der Hypothesen und des Vorgehens, welches erforderlich war, um diese nachprüfbar zu machen war es erforderlich, einen passenden Forschungsansatz und ein entsprechendes Erhebungsinstrument zu kreieren. Daher wird der nächste Abschnitt sich mit eben diesen Arbeitsschritten des Forscherteams auseinandersetzen.

4. Zugang

Im Zuge der Betrachtung des Sachverhaltes musste entschieden werden, ob die Erforschung der Hypothesen besser nach einem qualitativen oder einem quantitativen Ansatz erfolgen sollte. Die Vorteile eines qualitativen Ansatzes bei dieser Fragestellung liegen in der Möglichkeit auf die einzelnen Befragten einzugehen und deren Einstellungen und Gedanken nachvollziehbar zu dokumentieren. Diese Methode ermöglicht es, bei Unklarheiten den Befragten tiefgründiger zu interviewen, sowie subjektive Beweggründe für eine bestimmte Einstellung oder eine Veränderung der Einstellung festzustellen. Die Vorteile eines quantitativen Vorgehens liegen hingegen bei einer höheren Anzahl an Befragten und einer viel schichtigen Erhebung von Daten. Die Absicht des Autorenteams war es, Einstellungen auf der Subjektebene festzustellen. Bezug nehmend auf die Hypothesen, ging es darum, diese subjektiven Einstellungen in verschiedensten Altersklassen, Geburtsorten, sowie Einkommensgruppen zu untersuchen. Aus der Tatsache heraus, dass für die Erforschung dieser Hypothesen kein Expertenwissen benötigt wurde, entschieden sich die Autoren für einen quantitativen Zugang.

4.1 Fragebogenkonstruktion

Nach der Entscheidung für einen quantitativen Ansatz wurde beschlossen, dass die Erhebung der Daten anhand eines Fragebogens geschehen sollte. Aufgrund der Fragestellung war es nicht zweckmäßig, zu zählen, zu testen oder zu beobachten. Nur durch eine Befragung war es möglich, die Einstellungen der Befragten zu erfassen. Da keinerlei finanzielle Mittel für das Forschungsprojekt zur Verfügung standen, wurde von einer telefonischen, sowie einer postalischen Befragung abgesehen. Eine computervermittelte Befragung wurde ebenfalls ausgeschlossen, da man über dieses Medium wahrscheinlich keine älteren Personen erreichen hätte können. Um die Vielzahl von Daten auswerten zu können, entschied sich das Autorenteam für einen standardisierten Fragebogen.

Dieser Fragebogen wurde in drei Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt diente der Erfassung der persönlichen Daten. Vom Fragenkomplex eins bis einschließlich Fragenkomplex drei, sollte der Befragte sein Geburtsjahr, sein Geschlecht, den Familienstand, seine höchsten Bildungsabschluss, seinen Geburtsort sowie verschiedene Verwandtschaftsbeziehungen angeben. Dabei wurde das Geburtsjahr offen erhoben, um nach abgeschlossener Datenerhebung Altersgruppen für die Beantwortung von Hypothese II, einer Zunahme von Distanzierung zu der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe [hier bezogen auf Ost- beziehungsweise Westdeutsche] mit steigendem Lebensalter, zu ermöglichen und dabei die Altersgruppen flexibel anpassen zu können. Geschlecht und Geburtsort wurden geschlossen erhoben, da nur ein Geburtsort in der Bundesrepublik Deutschland, beziehungsweise der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, von Relevanz war. Dies bedeutete, dass jeder, der nicht in einem der beiden Staaten geboren wurde, nicht an der Erhebung teilnehmen konnte, um eine Sozialisation aus einem anderen Land auszuschließen. Im ersten Abschnitt des Fragebogens wurden alle anderen Fragen hybrid erhoben, so dass sich jeder Befragte, zum Beispiel bei der Frage nach dem Bildungsabschluss, einer Antwortmöglichkeit zuordnen, beziehungsweise diese in ein offenes Feld eintragen, konnte.

Der zweite Abschnitt diente der Erfassung des Nettoeinkommens des gesamten Haushalts des Befragten pro Monat, sowie einer Feststellung des Wissens über die Zeit vor der Wiedervereinigung anhand von zwei Fragen. Dieser Abschnitt beinhaltet Fragenkomplex fünf bis einschließlich Fragenkomplex sieben. Das Nettoeinkommen wurde offen erhoben. Dieses wurde zur Auswertung gemäß über- und unterdurchschnittlichen Werten geordnet (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, S.9) und diente der Bearbeitung der Hypothese III, welche danach fragt, ob ein Zusammenhang zwischen den individuellen Einstellungen und dem Einkommen der Befragten besteht.

Der dritte Abschnitt erhebt die Einstellung der einzelnen Befragten auf der Subjektebene gegenüber Ost-, beziehungsweise Westdeutschen. Er beinhaltete Fragenkomplex vier und acht. Fragenkomplex vier diente hierbei zur Selbstreflexion, ob sich der Befragte beispielsweise eher als Deutscher oder Europäer ansieht. Fragenkomplex acht beinhaltete 37 Items, welche in einer Likert-Skala (vgl. Bortz/ Döring 2006, S. 224) mit eins bis sechs beantwortet werden mussten. Die Zahlen sollten in ein Kästchen rechts neben der Frage stehend eingesetzt werden, um somit die Konzentration des Befragten aufrecht zu halten, sowie ein einfaches „Durchkreuzen“ einer bestimmten Kategorie zu vermeiden. Hinzu kam, dass die Antwortfelder jeweils versetzt waren, was die Aufmerksamkeit ebenfalls steigern sollte. Betitelte ein Befragter eine Frage mit „1“, so gab er dieser keine Zustimmung. Betitelte er eine Frage mit „6“, so gab er dieser Frage eine sehr starke Zustimmung. Durch eine gerade Anzahl von Abstufungen und somit keinen Mittelwert, erhoffte sich das Autorenteam die Schwierigkeit einer neutralen Mittelkategorie, welche auch als „weiß nicht“ interpretiert werden kann, (vgl. Bortz/ Döring 2006, S. 224) zu umgehen. Innerhalb dieser 37 Items wurden zwei Infrequenzfragen eingefügt. Diese beiden Items waren verteilt auf Frage 8.13 und 8.32, womit das Autorenteam die Konzentration des Befragten bis zum Ende des Fragebogens fördern wollte. Hätte ein Befragter beide Fragen nicht mit „1“ beantwortet oder diese gestrichen, so wäre sein Fragebogen ungültig gewesen und wäre durch das Autorenteam nicht für die Auswertung bearbeitet worden, da das Autorenteam davon hätte ausgehen müssen, dass der Befragte den Fragebogen durchgekreuzt hat oder seine Konzentration für ein gewissenhaftes Antworten zu niedrig sei. Diese beiden Infrequenzfragen, „Letzes Jahr war ich im Urlaub in Samoa“ und „Ich begegnete im letzten Jahr dem Dalai Lama und er scheint nett zu sein“, waren so gestellt, dass es auch keine anderen Antwortmöglichkeiten gab. Dem Erachten des Autorenteams nach, waren beide Ereignisse für die Befragten nahezu unmöglich.

Die 35 Items des Fragenkomplexes acht zur Erhebung der Einstellung der Befragten gegenüber Ost-, beziehungsweise Westdeutschen, wurden im Wesentlichen aus verschiedener Literatur abgeleitet. Item neun wurde aus einer Studie des Institutes für Demoskopie Allensbach kreiert, welche West- und Ostdeutsche fragte, ob verschiedene geschichtliche Ereignisse in der Zeit von zwei geteilten deutschen Staaten, subjektiv die richtige Entscheidung waren. Diese Studie fragte, ob die Öffnung der deutsch-deutschen Grenzen richtig war (vgl. Deutz-Schroeder/ Schroeder 2008, S. 50). Aus dieser Studie konstruierte das Autorenteam die Frage „Die Mauer sollte wieder aufgebaut werden!“. Ebenfalls diente eine Studie aus dem Jahr 1990 als Basis für Items, die nach Rechtsradikalismus fragten (vgl. Deutz-Schroeder/ Schroeder 2008, S. 53). Ein Beispiel dazu ist Item zwei „Ostdeutsche haben eine Neigung zu Rechtsradikalismus“. Die Arbeitsplatzsituation, nach welcher beispielsweise Item 19 „Ich glaube nicht, dass Westdeutsche mehr arbeiten, als Ostdeutsche“ und Item 34 „Westdeutsche streben nur nach Karriere und interessieren sich nicht für ihre Kollegen“ fragten, wurde ebenfalls aus einer Vergleichsstudie abgeleitet (vgl. Deutz-Schroeder/ Schroeder 2008, S. 303). Die Items, welche nach der subjektiven Einstellung der Befragten gegenüber der Einstellung einer Person mit anderem Geburtsort fragten, wurden im Wesentlichen von einer vergleichenden Befragung von über 5000 Schülern in ganz Deutschland abgeleitet (vgl. Deutz- Schroeder/ Schroeder 2009, S. 35 – 69). Ein Beispiel hierfür ist das Item fünf, „Westdeutsche sind arrogant“. Ziel war es, die Summe der Mittelwerte der Items der jeweiligen Bevölkerungsgruppe miteinander zu vergleichen. Die Items waren so gestellt, dass eine höhere Einstufung (bei nicht gedrehten Items), eine radikalere Meinung zur anderen Bevölkerungsgruppe darstellt und man somit eine stärkere Abgrenzung und Unterscheidung von der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe, sowie eine positivere Bewertung der eigenen Herkunft feststellen kann. Dies war Grundlage, um nach abgeschlossener Erhebung die Hypothesen zu verifizieren, beziehungsweise zu falsifizieren.

4.2 Pre-Test

Zur Prüfung und Verbesserung des Fragebogens führte das Autorenteam im Juni 2009 einen Pre-Test durch. Dieser erste Fragebogen wurde 12 Personen vorgelegt, welche sich aufgrund von Erfahrungen mit empirischen Erhebungen als Tester empfahlen oder aus dem studentischen Umfeld der Helmut–Schmidt–Universität Hamburg kamen. Durch den Pre-Test wurden mögliche Mängel beim Fragenkomplex zwei bis vier aufgedeckt und durch das Hinzufügen weiterer Antwortmöglichkeiten beseitigt. Bei den Items zeigten sich hierbei keine Verständnisprobleme. Des Weiteren wurde nach dem Pre-Test das Layout des Fragebogens ansprechender gestaltet werden, sowie die Frage nach dem monatlichen Einkommen präzisiert.

5. Erhebung

Aufgrund des Anspruches, die Einstellung von Ost- und Westdeutschen zu erheben, mussten Teile der Stichprobe auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und Teile auf dem damaligen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erhoben werden. Ein Teil der Erhebung wurde in der Hansestadt Hamburg und ein weiterer Teil der Erhebung in Dresden, sowie in Stralsund durchgeführt. Die Erhebung in Hamburg wurde am 17.10.2009 auf der Mönckebergstraße durchgeführt. Dieser Ort wurde gewählt, weil er eine der Haupteinkaufsstraßen Hamburgs ist und sich das Autorenteam davon versprach, möglichst viele verschiedene Befragte für die Erhebung gewinnen zu können. Die Erhebung in Dresden wurde am 18.07.2009 durch Robert Barth auf dem Postplatz durchgeführt, sowie am 19.07.2009 auf dem Trachenberger Platz. Beide Orte stellen in Dresden zentrale Verkehrsknotenpunkte dar und waren somit für die Erhebung sehr gut geeignet. Die Erhebung in Stralsund wurde durch Christof Kaczmarkiewicz am 01.08.2009 auf dem Neuen Markt, einem speziell am Wochenende sehr belebten Punkt in Stralsund, durchgeführt. Daher ist die Stichprobe eine Add-hoc Stichprobe, da zwar die Befragten zufällig ausgewählt wurden, jedoch jene um Teilnahme gebeten wurden, die an den oben genannten Tagen und Orten zur Verfügung standen. Insgesamt wurden 116 Fragebögen verteilt von denen 83 gültig und vollständig ausgefüllt an das Autorenteam zurück kamen. Während die Befragten die Fragebögen ausfüllten, waren die Autoren stets in Rufweite, um eventuelle Unklarheiten zu klären.

Die Stichprobe besteht aus 33 Befragten, die auf dem ehemaligen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und aus 50 Befragten, die auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik geboren sind. Aus der Vorüberlegung zu Hypothese II, Zunahme von Distanzierung zu der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe [hier bezogen auf Ost- beziehungsweise Westdeutsche] mit steigendem Lebensalter heraus, stellte das Autorenteam drei Altersgruppen auf. Die Vorüberlegung, die Einstellung der Bevölkerungsgruppe mit steigendem Lebensalter zu erforschen, prägte die Einteilung in die Altersgruppen. Zunächst legte das Autorenteam fest, dass niemand an der Erhebung teilnehmen durfte, der vor Jahrgang 1949 und nach Jahrgang 1990 geboren ist. Die obere Grenze wurde festgelegt, da das Autorenteam jegliche Sozialisation aus dem Dritten Reich, sowie der Nachkriegszeit ausschließen und nur Befragte mit einer Sozialisation aus den zwei Deutschen Staaten erfassen wollte. Die untere Grenze ist der Wiedervereinigung geschuldet. Ziel war es, die Altersgruppen nach bestimmten Eigenschaften zu verteilen. So sollte nach der Vorüberlegung die Altersgruppe eins alle Befragte beinhalten, die Jahrgang 1969 und älter sind, wobei diese im jeweiligen System ein eventuelles Studium und den Arbeitsalltag als Sozialisationshintergrund hatten. Altersgruppe zwei sollte die Befragten, die zwischen 1970 und 1984 geboren sind, erfassen. Diese waren zur Zeit der Wiedervereinigung zwischen 6 und 20 Jahren alt und haben die Schulzeit, meist die Ausbildungszeit und eventuell die ersten Jahre in der Arbeitswelt im jeweiligen System miterlebt. Die Altersgruppe drei sollte Befragte beinhalten, die zwischen 1985 und 1990 geboren sind. Damit wäre Altersgruppe drei zur Zeit der Wiedervereinigung zwischen 0 und 5 Jahren gewesen und hätte maximal eine Kindergartenzeit in dem jeweiligen System erlebt. Diese Gruppen aus der Vorüberlegung wurden nach der Erhebung modifiziert. Es ergab sich eine Neuverteilung der Altersgruppen.

Altersgruppe eins beinhaltet 11 westdeutsche und 20 ostdeutsche Befragte, die zwischen 1950 und 1964 geboren sind. Altersgruppe zwei beinhaltet 13 westdeutsche und 11 ostdeutsche Befragte, welche zwischen 1965 und 1980 geboren sind. Altersgruppe drei beinhaltet 9 westdeutsche und 19 ostdeutsche Befragte, die zwischen 1981 und 1988 geboren sind. Diese Einteilung erschließt sich aus der Verteilung der gesamten Stichprobe. Verglichen mit der Vorüberlegung spielt dies jedoch im Vergleich der Altersgruppen eine geringe Rolle.

6. Auswertung

Bevor in diesem Kapitel die Auswertung der drei zuvor genannten Hypothesen erfolgen soll, ist vorerst festzuhalten, dass das Ergebnis aufgrund der Stichprobengröße nicht repräsentativ ist, da die Stichprobe nicht die Grundgesamtheit der Population wiederspiegelt und die Stichprobe eine Add-hoc Stichprobe darstellt und somit die Befragten nicht zufällig, sondern die gerade Verfügbaren, ausgewählt wurden.

Nachdem die Daten erhoben wurden, wurden diese in das Computerprogramm PASW eingegeben. Um alle drei Hypothesen bearbeiten zu können, war es von Nöten, die aussagekräftigen Items des Fragenkomplexes acht von den Items zu trennen, die eine zu geringe Spannweite im Antwortverhalten zwischen Minimum und Maximum der gesamten Stichprobe aufwiesen. Die Antworten von jedem Item wurden in vier Quartile aufgeteilt und deren Mittelwerte gebildet. Die Antworten, welche einen Unterschied zwischen Minimum und Maximum von 0,5 Punkten unterschritten, wurden für die Auswertung nicht weiter betrachtet. Einige Fragen waren in negierter Form gestellt und wurden in der Itemwertigkeit zur Auswertung gedreht. Dies betrifft Item 6, 8, 11, 14, 15, 19, 27, 31, 35, 36 und 37. Da alle Fragen allen Befragten gestellt wurden, wurde als nächstes eine Vorüberlegung angestellt, dass einige Fragen nur eine Aussage über die Einstellung eines in der Bundesrepublik Deutschland geborenen Befragten gegenüber eines Befragten, der in der Deutschen Demokratischen Republik geboren ist, wiederspiegeln und einige Fragen nur eine Einstellung eines in der Deutschen Demokratischen Republik geborenen Befragten gegenüber eines Befragten, der in der Bundesrepublik Deutschland geboren ist, wiederspiegeln, sowie einige Items von beiden Gruppen als Aussagekräftig gelten müssten. Des Weiteren wurde die Stichprobe bezüglich des Einkommens in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe eins besteht aus 20 Befragten die in West- und 26 Befragten die in Ostdeutschland geboren sind. Diese Gruppe beinhaltete alle Befragten, die in den alten Bundesländern geboren sind und nach eigenen Angaben ein durchschnittliches Haushaltseinkommen unter 2895 haben und alle Befragten, die in den neuen Bundesländern geboren sind und ein durchschnittliches Haushaltseinkommen unter 2233 Euro haben (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, S.9). Alle Befragten, die über den jeweiligen Werten liegen, wurden der Gruppe zwei zugeordnet. Somit beinhaltet Gruppe zwei 13 westdeutsche und 24 ostdeutsche Befragte.

Um im darauf folgenden Schritt einen Mittelwert für die jeweilige Gruppe und deren Einstellung ermitteln zu können, sowie eine Prüfung der Zuverlässigkeit der Ergebnisse zu erzielen, wurde eine Faktorenanalyse durchgeführt. In der rotierten Komponentenmatrix luden auf Faktor eins die Items 2, 3, 4, 18, 20, 25, 26, 33, sowie 27d, welche später die erklärenden Items für die Einstellung der westdeutschen Befragten darstellten. Auf Faktor drei luden die Items 1, 5, 12, 21 und 34, welche später die Einstellung der ostdeutschen Befragten darstellten. Kriterium war eine Ladung von mindestens 0,5 zu dem Faktor. Aus den jeweiligen Items wurde ein additiver, ungewichteter Index gebildet.

In den folgenden Unterkapiteln werden die einzelnen Hypothesen, sowie deren Verifizierung beziehungsweise Falsifizierung dargestellt.

6.1 Hypothese I

H1: Es gibt einen Unterschied zwischen Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen und Westdeutschen gegenüber Ostdeutschen auf der Einstellungsebene.

H0: Es gibt keinen Unterschied zwischen Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen und Westdeutschen gegenüber Ostdeutschen auf der Einstellungsebene.

Der Mittelwert der Einstellung der westdeutschen Befragten gegenüber den ostdeutschen Befragten liegt bei 3,06 (vgl. Abbildung 2). Der Mittelwert der Einstellung der ostdeutschen Befragten gegenüber den westdeutschen Befragten liegt bei 2,86 (vgl. Abbildung 3). Um Hypothese I beantworten zu können, wurde ein Einstichproben-t-Test durchgeführt. Dieser ergab, dass es keinen signifikanten Unterschied in der Einstellung von Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen und Westdeutschen gegenüber Ostdeutschen gibt (vgl. Abbildung 4). Somit wird H1 verworfen und H0 angenommen.

6.2 Hypothese II

H1: Es gibt einen Unterschied in der Einstellung von Westdeutschen, beziehungsweise Ostdeutschen, zur jeweils anderen Bevölkerungsgruppe mit steigendem Lebensalter.

H0: Es gibt keinen Unterschied in der Einstellung von Westdeutschen, beziehungsweise Ostdeutschen, zur jeweils anderen Bevölkerungsgruppe mit steigendem Lebensalter.

Die Einstellung der westdeutschen Befragten gegenüber der ostdeutschen Bevölkerung wurde eingeteilt nach den oben genannten Altersgruppen (vgl. Abbildung 5). Der Mittelwert von Altersgruppe eins liegt bei 3,23, sinkt bei Altersgruppe zwei auf 2,97 ab und bleibt bei Altersgruppe drei gleich. Ebenso wurde die Einstellung der ostdeutschen Befragten gegenüber den westdeutschen Befragten eingeteilt. Der Mittelwert von Altersgruppe eins liegt hier bei 3,19. Er sinkt bei Altersgruppe zwei auf 2,38 ab und steigt bei Altersgruppe drei auf 2,78 an (vgl. Abbildung 6). Um Hypothese II beantworten zu können, wurden Einstichproben-t-Tests durchgeführt (vgl. Abbildungen 7-12).

Bei keinem der in Abbildung 7, 8 und 9 durchgeführten T-Tests kam es zu einem signifikanten Unterschied. Dies bedeutet, dass es keinen Unterschied in der Einstellung von Westdeutschen zu Ostdeutschen mit steigendem Lebensalter gibt.

Bei der Einstellung von Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen stellte das Autorenteam hingegen einen signifikanten Unterschied zwischen Altersgruppe eins und zwei (vgl. Abbildung 10). Keine der Altersgruppen unterscheidet sich hingegen signifikant zur Altersgruppe drei. Dies bedeutet, dass die Ostdeutschen, die zwischen 1950 und 1964 geboren sind eine signifikant andere Einstellung zu Westdeutschen haben, als die Ostdeutschen, die zwischen 1965 und 1980 geboren sind. Die Ostdeutschen, die zwischen 1981 und 1988 geboren sind, zeigen hingegen keine signifikanten Unterschiede in ihrer Einstellung zur Altersgruppe eins und zwei. Dennoch kann man bezogen auf die Alternativhypothese nicht von einem signifikanten Unterschied ausgehen. H1 wird verworfen und H0 angenommen.

6.3 Hypothese III

H1: Es gibt einen Zusammenhang von durchschnittlichem Haushaltseinkommen und der Einstellung von Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen und Westdeutschen gegenüber Ostdeutschen.

H0: Es gibt keinen Zusammenhang von durchschnittlichem Haushaltseinkommen und der Einstellung von Ostdeutschen gegenüber Westdeutschen und Westdeutschen gegenüber Ostdeutschen.

Um diese Hypothese verifizieren, beziehungsweise falsifizieren, zu können, wurde eine Korrelationsanalyse durchgeführt. Weder die Daten der ostdeutschen, noch die Daten der westdeutschen Befragten zeigten einen Zusammenhang zwischen ihrer Einstellung gegenüber der jeweils anderen Bevölkerungsgruppe und dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen (vgl. Abbildung 13, 14). Dies wird noch deutlicher bei den Abbildungen 2 und 3, welche die Korrelationsanalysen grafisch darstellen.

Abbildung 2: Ergebnis der Korrelationsanalyse zum Zusammenhang von Einkommen und Einstellung der westdeutschen Befragten (grafisch)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Erhebung 2009

Abbildung 3: Ergebnis der Korrelationsanalyse zum Zusammenhang von Einkommen und Einstellung der ostdeutschen Befragten (grafisch)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Erhebung 2009

Da weder eine Korrelation, noch eine Normalverteilung, erkennbar ist, wird H1 verworfen und H0 angenommen.

7. Fazit

Das Autorenteam stellte im dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit das dieser Arbeit zugrunde liegende Forschungsfeld ausschnittartig dar und stellte heraus, dass die Ansichten über die Ursachen von subjektiven Unterscheidungen durch die Bundesbürger zwar differieren, dass jedoch eine solche selbst nur von Wenigen in Abrede gestellt wird (vgl. Scheiner et al. 1999, S.8 f.). Innerhalb des vierten Kapitels erfolgte die Darstellung der Forschungshypothesen, welche leitend für weitere Schritte im Forschungsprozess waren. Ferner wurde eine Klärung von Begrifflichkeiten für diese Arbeit vorgenommen, um Mehrdeutigkeiten auszuschließen. In Kapitel 5 wurde der Zugang des Projektes zum quantitativen Forschungsansatz beschrieben, sowie die Konstruktion des Fragebogens. Dabei stellte das Autorenteam die Gliederung des Erhebungsinstruments dar und gewährte Einblicke in die Itemkonstruktion. Anschließend wurden die Ergebnisse des Pre-Tests dargestellt. In Kapitel 6 erfolgte die Beschreibung der Stichprobe. Es wurde aufgezeigt, wo, wann und wie die Stichprobe erhoben wurde. Des Weiteren wurden der Umfang und die Einteilung der Stichprobe in Altersgruppen erläutert. In Kapitel 7 erfolgte die Betrachtung der Hypothesen anhand der erhobenen Daten durch das Autorenteam.

Das Autorenteam musste feststellen, dass alle drei Hypothesen nicht, beziehungsweise nicht in ihrer hier verwendeten Formulierung durch die erhobenen Daten der erfolgten Befragung gestützt wurden. Festzustellen war allerdings, dass in der verwendeten Stichprobe die ostdeutschen Befragten, welche zwischen 1950 und 1964 geboren sind, eine signifikant stärkere Unterscheidung gegenüber Westdeutschen durch ihre Einstellungswerte erkennen ließen, als die ostdeutschen Befragten, die zwischen 1965 und 1980 geboren sind (vgl. Abbildung 12). Ähnliche Befunde ergaben sich hinsichtlich der westdeutschen Befragten, deren Geburt zwischen 1950 und 1964 angegeben wurde, allerdings waren die Unterschiede zu den beiden weiteren westdeutschen Altersgruppen nicht signifikant (vgl. Abbildung 11).

Es konnte im Zuge der vorliegenden Arbeit kein Zusammenhang zwischen dem Einkommen der Befragten und deren Einstellung festgestellt werden. Da diese Aussage jedoch nur auf die hier verwendete Stichprobe zutrifft und nicht repräsentativ für die Gesamtpopulation ist, könnte dieser Ansatz weiterhin mit einer größeren Stichprobe untersucht werden. Die angenommenen Unterschiede zwischen den einzelnen Bevölkerungs-, Alters- und Einkommensgruppen, ließen sich somit in dieser Arbeit empirisch, mit Ausnahme der benannten Unterschiede im Bereich der ostdeutschen Befragten, nicht nachweisen. Die Fragestellung, inwieweit es noch eine bewusste Unterscheidung zwischen Ost- und Westdeutschen auf der Subjektebene, beziehungsweise eine „Mauer in den Köpfen“ gibt, ist somit dahingehend zu beantworten, dass in der Tat eine solche feststellbar war, denn die Antworten der Befragten entsprachen durchschnittlich einer schwachen Zustimmung zu auf Differenzen abzielenden Fragen (vgl. Abbildung 4/5). Fraglich ist in diesem Zusammenhang, ob eine Vereinigung der Gesellschaft zwangsläufig auch eine Negierung jeglicher Unterschiede bedeuten muss. Der Argumentation von Mummendey und Kessler folgend, ist die Betonung der eigenen Herkunft sowie Identität keinesfalls als konkurrierend zu übergeordneten Identitäten zu verstehen (vgl. Mummendey/ Kessler 2000, S.278f.) Die Ergebnisse der Auswertung der Befragungsergebnisse des Items 16 [Wir sind alle Deutsche] unterstützen diese These, da hierbei durchschnittlich eine starke Zustimmung geäußert wurde (vgl. Abbildung 17). Diesem Gedankengang folgend ist die Abgrenzung zwischen Ost- und Westdeutschen auf der Subjektebene keinesfalls als Verneinung der gemeinsamen Zusammengehörigkeit zu verstehen, sondern eher als eine dieser Zugehörigkeit untergeordnete Ebene. Den Zusammenhang dieser Identitäten weiterführend im Kontext des wiedervereinigten Deutschlands zu betrachten stellt sich aus Sicht der Autoren als verfolgenswerter Ansatz dar.

Während des Praxisprojektes löste das Autorenteam verschiedene und zum Teil vielschichtige Probleme, auszugsweise werden im Anschluss daher einige überblicksartig dargestellt. Obwohl der Pre-Test keine Mängel in der Itemgestaltung erkennen ließ, kam es während der Erhebung zu heftiger Kritik einzelner Befragter, was in einigen Fällen zum Abbruch der Erhebung durch die entsprechenden Personen führte. Beispielsweise fühlten sich Befragte durch Fragestellungen, wie in Item 3 („Ostdeutsche sind eher faul“) persönlich angegriffen. Andere Personen monierten, dass verschieden Items nur mit 1 oder 6 zu beantworten wären oder waren nicht gewillt ihr Gehalt anzugeben. Weitere Probleme ergaben sich bei der Wahl der Erhebungsorte. Zunächst war von den Autoren für die in Hamburg durchzuführende Erhebung ein Einkaufszentrum vorgesehen, um dort eine möglichst große Zahl von potenziellen Teilnehmern für die Befragung in möglichst angenehmer Umgebung zu erreichen, jedoch erteilten mehrere Centermanagements diesem Unterfangen eine Absage. Infolgedessen war ein Ausweichen auf eine Straßenbefragung trotz widriger Witterungsverhältnisse unumgänglich, was wiederum zu einem erhöhten Zeitbedarf für die Erhebung führte. Anfangs unzureichende Kenntnisse im Umgang mit dem Statistikprogramm PASW führten zu einer verlängerten Anlaufphase für die Auswertung des Praxisprojektes.

8. Literaturverzeichnis

Bortz, J./ Döring N. (2006): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. Berlin, Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

Deutz-Schroeder, M./ Schroeder, K. (2008): Soziales Paradies oder Stasi-Staat?: Das DDR-Bild von Schülern – ein Ost-West-Vergleich. In: März, P./ Schroeder, K. (Hrsg.): Studien zu Politik und Geschichte. Band 6. Berlin und München: Verlag Ernst Vögel.

Deutz-Schroeder, M./ Schroeder, K. (2009): Oh, wie schön ist die DDR: Kommentare und Materialien zu den Ereignissen einer Studie. Schwalbach/ Ts.: Wochenschau Verlag.

Freis, B./ Jopp, M. (2001): Spuren der deutschen Einheit – Wanderungen zwischen Theorien und Schauplätzen der Transformation. Frankfurt am Main [u.a.]: Lang.

Häder, M. (Hrsg.) (1991): Denken und Handeln in der Krise: Die DDR nach der „Wende“: Ergebnisse einer empirisch-soziologischen Studie. Berlin: Akademie Verlag GmbH.

Lay, C./ Potting, C. (1995): Lernen von Mauerspechten – Innere Einheit und politische Bildung.

In: Lay, C./ Potting, C. (Hrsg.) Gemeinsam sind wir unterschiedlich. Deutsch- deutsche Annäherungen. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. S.9-12.

Mummendey, A./ Kessler T. (2000): Deutsch- deutsche Fusion und soziale Identität- Sozialpsychologische Perspektiven auf das Verhältnis von Ost- zu Westdeutschen. In: Esser, H. (Hrsg.) Der Wandel nach der Wende – Gesellschaft, Wirtschaft, Politik in Ostdeutschland. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Nestvogel, R. (2008): Sozialisationstheorien: Traditionslinien, Debatten und Perspektiven. In: Becker, R./ Kortendiek, B. (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: VS-Verlag. S.159-170.

Rehberg, K.-S. (2000): „Großexperiment“ und Erfahrungsschock. Zu einer Forschungsinitiative über das Zusammenwachsen der Deutschen. In: Esser, H. (Hrsg.): Der Wandel nach der Wende – Gesellschaft, Wirtschaft, Politik in Ostdeutschland. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Scheiner, J./ Illig, A.; Lichtenberg, Hartmut (1999): Die Mauer in den Köpfen - und in den Füßen?: Wahrnehmungs- und Aktionsraummuster im vereinten Berlin. Berlin: Freie Universität.

Statistisches Bundesamt (2004): Wirtschaftsrechungen - Einkommens- und Verbrauchsstichprobe Ausgewählte Ergebnisse zu den Einkommen und Ausgaben privater Haushalte. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.

Internetquellen

I1:

Sueddeutsche.de (2009): Die Montagsfrage – Steht die Mauer in den Köpfen noch? URL: http://www.sueddeutsche.de/politik/489/493832/text/, Stand: 08.12.2009.

I2:

Judt, Mathias (1999): Ein kalter Bürgerkrieg. [Leserbrief zu] Christoph Dieckmann: Böser Westen. In: Die Zeit, Nr. 23 (1999). URL: http://www.zeit.de/1999/23/Ein_kalter_Buergerkrieg, Stand: 09.12.2009.

9. Anhang

Abbildung 4: Einstellung Westdeutscher gegenüber Ostdeutschen (n=33; 1=keine Zustimmung, 6=sehr starke Zustimmung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Einstellung Ostdeutscher gegenüber Westdeutschen (n=50; 1=keine Zustimmung, 6=sehr starke Zustimmung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Ergebnis T-Test bei einer Stichprobe (Testwert war der Mittelwert der jeweils westdeutschen Probanden) (n=83)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Einstellung der westdeutschen Befragten nach Lebensalter (n=33; 1=keine Zustimmung, 6=sehr starke Zustimmung; Altersk1=Geburtsjahr 1950-1964, Altersk2=Geburtsjahr 1965-1980, Altersk3=Geburtsjahr 1981-1988)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Einstellung der ostdeutschen Befragten nach Lebensalter (n=50; 1=keine Zustimmung, 6=sehr starke Zustimmung; Altersk1=Geburtsjahr 1950-1964, Altersk2=Geburtsjahr 1965-1980, Altersk3=Geburtsjahr 1981-1988)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 161 Seiten

Details

Titel
Wieder vereinigt? Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall
Autoren
Jahr
2014
Seiten
161
Katalognummer
V280974
ISBN (eBook)
9783656743460
ISBN (Buch)
9783956871511
Dateigröße
2228 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wieder, deutschland, jahre, mauerfall
Arbeit zitieren
Christof Kaczmarkiewicz (Autor)Robert Barth (Autor)Daniel Auner (Autor)Andrea Beckert (Autor), 2014, Wieder vereinigt? Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280974

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