Feministische Ethik


Hausarbeit, 2000

15 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung: feministische Ethik

3. feministische Positionen
3.1. Liberaler Feminismus
3.2. Gynozentrischer Feminismus
3.3. Dekonstruktivistischer Feminismus

4. Geschlechterdifferenz

5. Die Genderperspektive

6. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Obwohl heute in allen modernen Demokratien Gleichheit und Würde aller Menschen formalrechtlich verankert sind, besteht dennoch ein Widerspruch zwischen den demokratischen Idealen und den konkreten Strukturen der Gesellschaft. Patriarchale Strukturen und Denkensweisen haben sich- zwar in abgeschwächter Form- im Laufe der Geschichte konserviert und sind erhalten geblieben. Der feministische Verständigungsbegriff 'Patriarchat', der Benachteiligung, Fremdbestimmung und Marginalisierung von Frauen als gesellschaftliches Problem mit sozialgeschichtlicher Ursache aufzeigt, kristallisierte sich Ende der sechziger Jahre als gängige Chiffre feministischen Denkens heraus. (vgl. Schneider, 1997: 33ff)

Der Forschungs- und Diskussionsstand der feministischen Ethik hat mittlerweile einen so großen Umfang angenommen, so dass diese Hausarbeit nur einen kleinen Auszug darstellen kann. Dabei möchte ich die wesentlichen feministischen Positionen erläutern und danach auf die Geschlechterdifferenz und die Genderperspektive eingehen.

2. Begriffsklärung: feministische Ethik

Die Bezeichnung 'feministische Ethik' hat sich für einen Diskurs über Moral eingebürgert, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten vorwiegend von Frauen geführt wurde, dessen Adressaten aber Männer und Frauen als gleichermaßen Betroffene waren. Außerdem impliziert sie die Kritik an den heute noch gut funktionierenden Mechanismen einer patriarchalischen Gesellschaftsordnung. Die feministische Ethik ist zwar ein neuer Denkansatz, aber keine neue ethische Theorie. (vgl. Pieper, 1998: 24) Sie bezeichnet den Versuch, "die Perspektive der Geschlechterdifferenz auf moralphilosophische Fragen - theoretische Problemstellungen wie auch die philosophische Analyse konkreter moralischer Konfliktsituationen - anzuwenden." (ebd.: 31f)

Der Schwerpunkt der feministischen Moraldiskussion liegt hauptsächlich in der Analyse von Forschungssituation und Forschungsstand des normativen Diskurses, wobei sich der theoretische Ansatz größtenteils aus der Zugangsweise des liberalen und des dekonstruktivistischen Feminismus speist. (siehe Kapitel 3) Was bislang im feministischen Diskurs erst ganz am Rande zur Sprache gekommen ist, ist die Frage nach einem feministischen Menschenbild sowie die Frage nach einer Letzbegründungsbedürftigkeit von Werten. (vgl. Pahnke, 1991: 179)

Der Feminismus ist nicht nur eine deskriptive Kategorie, sondern ein konstitutiver und evaluativer Begriff, der die Praktiken, die er zu beschreiben versucht, zugleich prägen und definieren hilft. Als Kategorie der Gegenwart entwirft die feministische Ethik Denkmodelle der Zukunft und Bewertungen der Vergangenheit. (vgl. Benhabib/ Butler/ Cornell/ Fraser, 1993: 9f)

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Feministische Ethik
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Kanon Macht Kultur
Note
2
Autor
Jahr
2000
Seiten
15
Katalognummer
V28099
ISBN (eBook)
9783638299824
ISBN (Buch)
9783656208587
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feministische, Ethik, Kanon, Macht, Kultur
Arbeit zitieren
M.A. Petra Kunzendorf (Autor), 2000, Feministische Ethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28099

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