Im Laufe des Lebens kann es bei jedem Mensch in irgendeiner Form zu einer psychischen Krise kommen. Dies können besonders einschneidende oder unvorhersehbare äußere oder innere Ereignisse sein, welche bei der betroffenen Person Reaktionen wie Panik, das Gefühl ständiger Bedrohung oder Perspektivlosigkeit auslösen können. Die Ursachen einer Krise und deren Folgen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und vielfältig. Spitzen sich die Situation oder die Auswirkungen zu und kommt es nicht zeitnah zu einer langfristigen Entlastung, kann sich eine suizidale Krise entwickeln, welche eine akute Bedrohung für das Leben darstellt.
Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb: „Der Selbstmord ist ein Ereignis der menschlichen Natur, welches, mag auch darüber schon soviel gesprochen und gehandelt worden sein als da will, doch einen jeden Menschen zur Teilnahme fordert, in jeder Zeitepoche wieder einmal verhandelt werden muss“.
Der Suizid stellt damit seit Menschengedenken ein Thema mit enormen Diskussions- und Handlungsbedarf dar, dem besonders Einrichtungen der Psychiatrie, Psychologie und Medizin, aber auch der Sozialpädagogik stets gut vorbereitet und entschieden entgegentreten müssen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung und Relevanz
- Zielsetzung
- Fallbeispiel
- Substanzkonsum und Abhängigkeit
- Definition
- Illegale Drogen, Alkohol und Medikamenten in Deutschland
- Sucht und Gender
- Sucht und Suizid
- Suizidalität
- Daten und Definitionen über Suizidalität
- Die Einschätzung der Suizidalität
- Maßnahmen zur Gefahrenabwendung
- Maßnahmen während der passiven suizidalen Phase
- Maßnahmen während der akuten suizidalen Phase
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Suizidalität suchtmittelabhängiger Frauen und die Notwendigkeit einer speziell auf diese Zielgruppe ausgerichteten Suizidprävention. Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Suizidrisikos bei Frauen, die illegale Drogen konsumieren oder konsumiert haben und sich in einer akuten suizidalen Krise befinden. Die Arbeit zielt darauf ab, die wichtigsten Aspekte der Suizidprävention in diesem Kontext zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit dieser vulnerablen Gruppe zu liefern.
- Definition von Sucht und Suizid
- Die Wechselwirkungen zwischen Sucht und Gender
- Die Wechselwirkungen zwischen Sucht und Suizid
- Die Einschätzung der Suizidalität
- Maßnahmen zur Verhinderung von Suiziden
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problemstellung und Relevanz des Themas Suizidalität suchtmittelabhängiger Frauen vor. Sie beleuchtet die hohen Suizidraten in dieser Gruppe und die Notwendigkeit einer effektiven Suizidprävention. Die Arbeit wird anhand eines Fallbeispiels aus dem Praktikum der Autorin bei Lilith e. V. veranschaulicht.
Kapitel 3 widmet sich der Definition von Sucht und der Relevanz von illegalen Drogen, Alkohol und Medikamenten in Deutschland. Kapitel 4 thematisiert den Zusammenhang von Sucht und Gender. Die Kapitel 5 und 6 befassen sich mit den Wechselwirkungen zwischen Sucht und Suizid sowie mit der Einschätzung der Suizidalität.
Kapitel 7 präsentiert Maßnahmen zur Gefahrenabwendung, die in der passiven und akuten suizidalen Phase zum Einsatz kommen können.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schlüsselwörter Suizidalität, Sucht, Drogenabhängigkeit, Frauen, Suizidprävention, Krisenintervention, Handlungsleitfaden und Fallbeispiel. Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen der Suizidprävention bei suchtmittelabhängigen Frauen und bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit dieser Zielgruppe.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind drogenabhängige Frauen besonders suizidgefährdet?
Die Kombination aus Suchterkrankung, psychischen Krisen und oft traumatischen Lebenserfahrungen erhöht das Risiko für eine suizidale Krise massiv.
Was ist der Unterschied zwischen einer passiven und einer akuten suizidalen Phase?
In der passiven Phase bestehen Todeswünsche ohne konkrete Pläne, während in der akuten Phase eine unmittelbare Gefahr für das Leben durch geplante Handlungen besteht.
Welche Rolle spielt Gender in der Suchtprävention?
Frauen haben oft andere Suchtmotive und benötigen spezifische Unterstützungsangebote, die soziale Rollen und geschlechtsspezifische Belastungen berücksichtigen.
Wie kann man Suizidalität bei Abhängigen einschätzen?
Durch professionelle Gesprächsführung, Beobachtung von Verhaltensänderungen und die Analyse von Risikofaktoren wie Perspektivlosigkeit oder sozialer Isolation.
Welche Sofortmaßnahmen helfen in einer akuten Krise?
Krisenintervention durch Fachpersonal, die Sicherstellung einer stabilen Umgebung und gegebenenfalls die Einweisung in eine medizinische Einrichtung zur Gefahrenabwendung.
- Quote paper
- Ariana Seefeld (Author), 2014, Selbstmordgefahr und Selbstmordverhütung bei drogenabhängigen Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281277