Zoonosen: Pest, Malaria, Flecktyphus, Cholera und Amobenruhr


Exzerpt, 2002
8 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Zoonosen

1 Allgemeiner Teil
1.1 Zoonosen

2 Spezieller Teil:
2.1 Die Pest
2.1.1 Geschichte der Pest:
2.1.2 Formen der Pest
2.2 Malaria
2.2.1 Geschichte von Malaria
2.3 Flecktyphu
2.3.1 Geschichte des Flecktyphu
2.4 Cholera
2.4.1 Geschichte der Cholera
2.5 Amobenruhr

3 Tabellenverzeichni

4 Abbildungsverzeichni

5 Literaturverzeichni

Zoonosen

1 Allgemeiner Teil

1.1 Zoonosen

sind Erkrankungen oder Infektionen, die auf natürlichem Wege zwischen Tier und Mensch übertragen werden. Moderne Mediziner gehen davon aus, dass als Krankheiten ausschließlich Zoonosen in Frage kommen.

Durch enges Zusammenleben von Mensch und Tier kann vertikaler Gentransfer auftreten, dies Bedeutet, dass über Bakterien oder Viren andere pathologische Stämme der gleichen Art auftreten können, die dann auch den Menschen befallen können.

Nur wenige Krankheiten sollen im Menschen entstanden sein:

- Ruhr, hervorgerufen durch Shigella
- Keuchhusten, hervorgerufen durch Bordetella
- Cholera, hervorgerufen durch Vibrio cholorae

Vom Affen kommen wahrscheinlich:

- Syphillis
- Herpes simplex

Die untenstehende Tabelle zeigt die Anzahl der bis heute bekannten Krankheiten, welche wir mit den Tieren Gemeinsam haben:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 – Gemeinsame Krankheiten mit Tieren

Einige Beispiele sollen die Bedeutung der Zoonosen für den Menschen verdeutlichen.

Bei den unten angeführten Beispielen entstand die Krankheit des Menschen durch die Krankheit der Tiere:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 – typische Zoonosen

2 Spezieller Teil:

Im speziellen Teil werde ich auf die „Großen 5“ der Seuchen eingehen, die eine besondere Beeinträchtigung des Menschen bedeutete.

2.1 Die Pest

Krankheitserreger: Yersinnia pestis

Vektorkompetenz: wenige Flöhe (Menschenfloh, Pestfloh)

Reservoir: In Europa die schwarze Hausratte (Rattus rattus)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Pest war ursprünglich mit Nagetieren verbunden. Bei diesen Nagern rief sie aber keine Komplikationen hervor. Potenzielle Ausbruchländer sind USA, Russland und China. Pest ist heute nicht mehr tödlich, da es verschiedene Antibiotika gibt, mit denen Yersinnia pestis getötet werden kann.

Abbildung 1 – Yersinnia pestis, Erreger der Pest

2.1.1 Geschichte der Pest:

Die Pest ist über Handelsstraßen vom kaspischen Meer zu uns nach Europa mit Rattus rattus gekommen. Die Größte Epidemie mit dem einschneidensten Demographischen Übergang (à Pandemie) erfolgte im 14. Jahrhundert. ¼ der Europäer starben von 1347 bis 1352 im wesentlichen an Lungenpest. 99% der Bevölkerung der Stadt Lübeck wurden schlichtweg ausgerottet, dabei nur 10000 in China.

Die Schuldigen hat man bei Juden gesucht, so kam es in dieser Zeit zu Judenverbrennungen. Weitere anormalen Verhaltensweisen schlichen sich bei der Bevölkerung ein: Kannibalismus, Bauernaufstände, Brandschatzungen, usw. gingen mit der Pest einher.

Zur Zeit der Pest entstand der Begriff der Quarantäne in Venedig. Dortmals bedeutete Quarantäne für Schiffe mit Pest an Bord 40 Tage lang nicht in den Hafen einfahren zu dürfen, nach diesen 40 Tagen war die Besatzung tot, aber nicht die Ratten.

Es wurde die 1. staatliche Gesundheitsorganisation gegründet, wieder in Venedig, von der wir das Erbe des Impfpasses noch heute haben. Der Klerus lebte nach der Miasmentheorie, welche die Pest als Strafe Gottes ansah, dadurch wurde die Findung von Impfstoffen vielfach erschwert. Phänomene wie das Carpe diem-Gefühl stellten sich bei der Bevölkerung ein. Lebe das Heute, denn morgen kannst du schon tot sein.

Im 17. Jahrhundert wurde Rattus rattus von einem Einwanderer aus Norwegen, die norwegische Wanderratte (Rattus norvegicus) verdrängt, daraufhin verschwand auch die Pest von mal zu mal.

Erst 1949 entstand ein Internationales Pestübereinkommen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Zoonosen: Pest, Malaria, Flecktyphus, Cholera und Amobenruhr
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Fakultät für Biologie)
Veranstaltung
Ringvorlesung Ökologie
Autor
Jahr
2002
Seiten
8
Katalognummer
V2815
ISBN (eBook)
9783638116978
ISBN (Buch)
9783668211261
Dateigröße
837 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Begriff Zoonosen wird an den großen fünf Seuchen erklärt.
Schlagworte
Zoonosen, Ringvorlesung
Arbeit zitieren
Marcus Kuntze (Autor), 2002, Zoonosen: Pest, Malaria, Flecktyphus, Cholera und Amobenruhr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2815

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