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Der Stellenwert der Dinge. Zur Bedeutung des Archivs als Ort der Bildung

Title: Der Stellenwert der Dinge. Zur Bedeutung des Archivs als Ort der Bildung

Bachelor Thesis , 2014 , 42 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christiane Müller (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Die vorliegende Bachelorarbeit befass sich mit der Bedeutung von Archivarbeit für die (Selbst-)Bildung. Neben einem allgemeinen Überblick über das Archiv als Bildungsort und verschiedenen Archivarten wird im ersten Abschnitt darauf eingegangen, welche Bildungsprozesse in Archiven aktiviert werden und welche Ansätze in der archivpädagogischen Arbeit verfolgt werden können. Weiterhin wird anhand eines konkreten Besipiels, eines Archivs für Schulwandbilder, untersucht, welche Bildungspotentiale hier entfaltet werden können.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Das Archiv als Bildungsort

2.1 Bedeutung der Archivarbeit

2.1.1 Begriffserklärung

2.1.2 Archivarten

2.1.3 Archivarbeit

2.2 Bildungspotentiale

2.2.1 Zum Stellenwert der Dinge

2.2.2 Kulturelle Bildungsprozesse im Archiv

2.3 Ansätze einer archivpädagogischer Arbeit

2.3.1 Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

2.3.2 Arbeit mit Erwachsenen

3 Die Forschungsstelle Historische Bildmedien der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

3.1 Relevanz der Bildquellen

3.2 Das Bilderarchiv als Bildungsort

3.3 Ansätze der Erschließung

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Archiven als Orte der kulturellen Bildung und analysiert, wie historische Objekte – insbesondere Schulwandbilder – Selbstbildungsprozesse bei Besuchern anregen können. Das Hauptziel besteht darin, das Archiv als einen lebendigen Bildungsraum zu erschließen, der weit über die bloße Aufbewahrung von Dokumenten hinausgeht und durch die Auseinandersetzung mit authentischen Quellen einen besonderen Lernort darstellt.

  • Das Archiv als Bildungsort und Bedeutung der Archivarbeit
  • Bildungspotentiale durch den "redlichen Umgang mit Dingen"
  • Archivpädagogische Ansätze für unterschiedliche Zielgruppen
  • Die Bedeutung von Bildquellen in der zeitgeistlichen Forschung
  • Konkrete Erschließungsprojekte am Beispiel der Forschungsstelle Historische Bildmedien

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Bilderarchiv als Bildungsort

Visuelle Veranschaulichungen wie Schulwandbilder waren vor allem daher so populär als schulisches Lehrmittel, da durch die bildliche Darstellung in Verbindung mit verbaler (mündlich oder schriftlich) Unterstützung Informationen besonders gut im Gedächtnis haften bleiben (vgl. Müller/Stach 1988, S. 24). Diese Eigenschaft kommt nun auch den Möglichkeiten, die ein Archiv zur eigenen Bildung bietet, zugute. Neben der Besonderheit der visuellen Einprägsamkeit verspricht ein Besuch auch viele weitere Bildungspotentiale, die das Schulwandbilderarchiv als besonderen Lehr- und Lernort qualifizieren. Die Sammlung historischer Bildmedien der Universität in Würzburg bietet mit ihrer umfassenden Menge an Schulwandbildern eine große, vielschichtige Basis für pädagogische Archivtätigkeit. Aufgrund der vielgestatigen Auswahl an authentischen Quellen und den neuen, ausgedehnten Räumlichkeiten (über 400m2) bestehen gute Voraussetzungen für Bildungsangebote für Besucher aller Art.

Zunächst kann man beim Besuch der Forschungsstelle Historische Bildmedien das Arbeitsgebiet des Archivierens und Inventarisierens kennenlernen und etwas über die Methoden der Bildwissenschaft erfahren. Man erhält einen Einblick in den Tätigkeitsbereich eines Archivars und kann ergründen, welche Aufgaben dieser Beruf einschließt: neben der bloßen Instandhaltung des Archivs und deren Sammlungsobjekten zählen Arbeitsschritte wie die Bestandsverzeichung, Konservierung und Restaurierung zur Erhaltung der Dokumente und die Aufnahme in die digitale Datenbank dazu (vgl. Franz 72007, S. 73-110). Der Besucher lernt durch die Beschäftigung mit den Originalen den angemessenen Umgang mit solchen wertvollen historischen Bilddokumenten.

Man wird gewissermaßen selbst für einen Tag zum Forscher, kann suchen, sammeln und experimentieren. Somit wird der Gast im Archiv an Objekte, in diesem Fall Schulwandbilder, und verschiedene Themenbereiche herangeführt, die ihm eventuell vorher noch nicht bekannt waren bzw. zu denen er kaum Vorwissen mitbringt. Jeder Gast kann für sich eine andere Erkenntnis aus den dargebotenen Dokumenten vergangenen Schulalltags ziehen. Die Inhalte des ausgestellten Wissensgebietes - in diesem Fall der Schulwandbilder – in Verknüpfung mit verwandten Erlebnissen aus dem eigenen Alltag können Bildungsprozesse in Gang setzen. Es handelt sich hierbei also eindeutig um einen Prozess der Selbstbildung, die reflexiv und intransitiv ist (vgl. Uphoff, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung umreißt die Rolle des Archivs als Bildungsort und stellt die Forschungsfrage nach den Bildungschancen durch die Auseinandersetzung mit historischen Dingen.

2 Das Archiv als Bildungsort: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Archivarbeit, definiert Begriffe wie "Dinge" und "Musealität" und beleuchtet die Bildungspotentiale durch den stummen Dialog mit Objekten.

3 Die Forschungsstelle Historische Bildmedien der Julius-Maximilians-Universität Würzburg: Das Kapitel präsentiert die Würzburger Sammlung, analysiert die Relevanz von Bildquellen und zeigt praktische archivpädagogische Ansätze auf.

4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Archive durch Entschleunigung und authentische Begegnungen wesentliche Impulse für Bildungsprozesse geben können.

Schlüsselwörter

Archivpädagogik, Kulturelle Bildung, Schulwandbilder, Selbstbildung, Forschungsstelle Historische Bildmedien, Archivarbeit, Objekterfahrung, Bildungspotential, Zeitgeistforschung, Bildwissenschaft, Erinnerungskultur, Lernort Archiv, Authentizität, Vermittlung, Identitätsstiftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Archiv nicht nur als Ort der Dokumentenaufbewahrung, sondern vor allem als einen bedeutsamen Ort für kulturelle Bildungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Archivs als Bildungsort, die Rolle von Objekten in Bildungsprozessen sowie die praktische Umsetzung archivpädagogischer Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den "Stellenwert der Dinge" zu analysieren und aufzuzeigen, wie Besucher durch die Begegnung mit Archivalien zu eigenen Bildungsbewegungen angeregt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Reflexion bildungswissenschaftlicher Konzepte sowie auf eine fallorientierte Analyse der Bestände und Vermittlungskonzepte der Forschungsstelle Historische Bildmedien in Würzburg.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Archivs als Bildungsort und die konkrete Vorstellung der Würzburger Forschungsstelle, inklusive ihrer Bestände und pädagogischen Erschließungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Archivpädagogik, kulturelle Bildung, Schulwandbilder und die Selbstbildung durch die Auseinandersetzung mit historischen Objekten.

Welche Rolle spielen Schulwandbilder für die pädagogische Forschung?

Schulwandbilder dienen als wichtige historische Quellen, die Auskunft über vergangene Unterrichtspraxis, erzieherische Normen und gesellschaftliche Denkmuster ihrer Zeit geben.

Wie lässt sich ein Archiv als "Ort der Langsamkeit" beschreiben?

Das Archiv bietet einen Rückzugsort, der das "Entschleunigen" ermöglicht; anders als im schnelllebigen Alltag lädt die Ruhe des Archivs zur intensiven, fokussierten Auseinandersetzung mit den Objekten ein.

Was ist das Besondere an dem Projekt "Aktiv im Archiv"?

Es handelt sich um ein praxisorientiertes Vermittlungsprogramm für Grundschulkinder, das spielerische Stationen nutzt, um den Kindern wissenschaftliches Arbeiten und den Umgang mit Archivgut näherzubringen.

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Details

Title
Der Stellenwert der Dinge. Zur Bedeutung des Archivs als Ort der Bildung
College
University of Würzburg
Grade
2,0
Author
Christiane Müller (Author)
Publication Year
2014
Pages
42
Catalog Number
V282366
ISBN (eBook)
9783668325746
ISBN (Book)
9783668325753
Language
German
Tags
stellenwert dinge bedeutung archivs bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Müller (Author), 2014, Der Stellenwert der Dinge. Zur Bedeutung des Archivs als Ort der Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282366
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