Theodor W. Adornos Meinung zum Fernsehen


Ausarbeitung, 2013

8 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die kritische Theorie, die Theorie der Frankfurter Schule

3. Adorno zur Kulturindustrie

4. Adornos Meinung zum Medium Fernsehen

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Arbeit soll die Stellung Adornos, bezüglich der Kulturindustrie und des Mediums Fernsehen, herausgearbeitet werden. Um die Denkweise Adornos zu verstehen wird zu Beginn der Arbeit die Theorie der Frankfurter Schule, die kritische Theorie vorgestellt. Die kritische Theorie wurde unter anderen von Adorno entwickelt, und verdeutlicht sein durchaus kritisches Gesellschaftsbild. Im weiteren Verlauf der Arbeit wir die Stellung Adornos zu der Kulturindustrie im allgemeinen Sinne erarbeitet, um dann zu guter Letzt speziell auf das Medium Fernsehen einzugehen. Adorno hat sich bereits in der Zeit der 40er Jahre, als er im amerikanischen Exil war, mit der Kulturindustrie ausgiebig beschäftigt. Als er dann zurück nach Deutschland kommt, bringt er sein erlangtes Wissen mit und entwickelte zusammen mit Horkheimer und Marcuse das Werk ‚Dialektik der Aufklärung‘, in dem er sich ausführlich mit den Auswirkungen der Kulturindustrie auf die Gesellschaft beschäftigt. Er wendet sich bewusst dem Begriff der Kulturindustrie zu und dem der Massenkultur ab, da nach ihm die Massenmedien von der Masse selbst erzeugt werden. Mit der Analyse der Kulturindustrie will er allerdings verdeutlichen, dass den Individuen eine Scheinrealität geboten, und ihre Individualität somit eingeschränkt wird.

Durch seine Erfahrungen in Amerika, bezüglich der Fernsehen- und Publikumsanalyse, gelingt es ihm, den ersten deutschen theoretischen Beitrag zum Fernsehen darzustellen. Sei. ne Meinung zum Fernsehen ist durchaus kritisch, allerdings ist er kein fundamentalistischer Gegner zum Medium Fernsehen, sondern sieht auch die positive Seite und den Vorteil vom Fernsehen. Diese zwei Seiten, zu denen Adorno Stellung nimmt, werden zum Schluss dieser Arbeit herausgearbeitet.

2. Die kritische Theorie, die Theorie der Frankfurter Schule

„Der Mensch hat zwar die Gesellschaft erzeugt, jedoch ohne, daß er Herr über sie ist“ (Apel 1980: 10). Dieses Zitat soll verdeutlichen, dass die Gesellschaft den einzelnen Menschen beeinflusst und ihn in seiner Individualität einschränkt. Die kritische Theorie, die in diesem Abschnitt kurz dargestellt wird, beschäftigt sich mit dem Phänomen der Gesellschaft und des Individuums, da die Freiheit und Vernunft des Individuums immer mehr der Nivellierung der Massen entgegensteht (vgl. Apel 1990: 10-11).

„Die Bezeichnung „kritische Theorie“ ist von den Mitgliedern der Frankfurter Schule als Deckbegriff für ihren Marxismus gewählt worden. Der Begriff der Kritik erfreut sich als Prinzip der Veränderung, der Verbesserung und der Selbstbegrenzung spätestens seit Immanuel Kant seiner ganz eigentümlicheren Geltung und Wertschätzung“ (Reese-Schäfer 2006:75).

Die kritische Theorie ist daran interessiert, den widerspruchsvollen Gesamtzusammenhang der Gesellschaft zu enthüllen. In der kritischen Theorie gibt man sich nicht mit der Feststellung von Tatsachen zufrieden, ohne diese in Frage zu stellen, so wie es der Positivismus meint, in deren Auseinandersetzung die kritische Theorie formuliert wurde. In der Methode der Frankfurter Schule werden die Tatsachen der Gesellschaft auf ihre vermittelte Struktur hin untersucht und somit versucht, die Wiedersprüche der Gesellschaft aufzudecken. Weiterhin hat die kritische Theorie von dem Leitbild einer menschenwürdigen Gesellschaft geleitet und unterscheidet sich somit vom Positivismus. Die kritische Theorie bemüht sich, die gegebenen sozialen Verhältnisse zu überwinden und Wiedersprüche zwischen den Menschen und deren Umwelten aufzuheben. Nach Adorno und seinen Kollegen der Frankfurter Schule, Horkheimer und Marcuse, wäre die Gesellschaft erst dann vernünftig, wenn diese nicht mehr im Wiederspruch mit den Fähigkeiten und Bedürfnissen des einzelnen Menschen steht. Der Mensch kann sich erst verwirklichen, wenn die Klassengesellschaft vernichtet ist. (vgl. Apel 1980: 10).

3. Adorno zur Kulturindustrie

„Kulturindustrie löscht das Individuelle aus und ersetzt es durch Stereotypen. Sie produziert und manipuliert die Bedürfnisse der Konsumenten, deren Fähigkeiten zu kritischem Denken verkümmern“ (Apel 1980: 53). In bürgerlichen, vormodernen Zeiten ist es die Aufgabe der Intellektuellen, die Massen zu repräsentieren und zu führen. Allerdings hat sich dies bereits geändert und den Intellektuellen wurde diese Position abgenommen. „Die mächtige Kulturindustrie habe gegenüber den Gebildeten gesiegt“ (Steinert 1992: 26). Die Menschen haben früher, in vorindustriellen Zeiten vorbehaltlos alles angenommen, was die Intellektuellen ihnen präsentierten. Nun wird die Informationsvermittlung von der Kulturindustrie getätigt, die aus der liberalen Sphäre hervorgeht. Ein Klassiker, der bei der Behandlung des Themas immer wieder genannt wird, ist der Aufsatz ‚Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug‘, den Adorno im amerikanischen Exil, in den 40er Jahren verfasste. Da Adorno selbst die Übertreibung als eine seiner Maximen nannte, wird klar, warum sein Aufsatz bis heute die stärksten Einwände bezüglich der Übertreibung der Sachlage der Kulturindustrie erhält (vgl. Hesse in: http://www.rote-ruhr-uni.com).

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Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Theodor W. Adornos Meinung zum Fernsehen
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Veranstaltung
Erziehung zur Mündigkeit
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
8
Katalognummer
V282663
ISBN (eBook)
9783656817888
ISBN (Buch)
9783656817895
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theodor, adornos, meinung, fernsehen
Arbeit zitieren
Jennifer Hein (Autor), 2013, Theodor W. Adornos Meinung zum Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282663

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