Mit diesem Schema lernte der Verfasser für die Semesterabschlussklausur im Schuldrecht AT erfolgreich.
Inhaltsverzeichnis
1. Schuldverhältnis
Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte
1. Leistungsnähe
2. Gläubigerinteresse
3. Erkennbarkeit
4. Schutzbedürftigkeit des Dritten
Die Haftung Dritter (§ 311 III 2 BGB)
2. Pflichtverletzung
3. Vertreten müssen
Inzidentprüfung des § 278 BGB (Haftung für Erfüllungsgehilfen)
1. Schuldverhältnis
2. Handeln eines Erfüllungsgehilfen
3. Pflichtverletzung in der Erfüllung der übertragenen Verbindlichkeit
4. Verschulden des Erfüllungsgehilfen
4. Schaden
Verschiedene Schäden
Drittschadensliquidation
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit erläutert systematisch die Voraussetzungen für Schadensersatzansprüche aus vorvertraglichen Schuldverhältnissen sowie die Einbeziehung Dritter in vertragliche Schutzbereiche. Ziel ist die methodisch korrekte juristische Prüfung von Haftungsfällen unter Anwendung des Bürgerlichen Gesetzbuches.
- Vorvertragliche Schuldverhältnisse (cic) gem. § 311 II BGB
- Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte
- Voraussetzungen der Haftung für Erfüllungsgehilfen (§ 278 BGB)
- Schadensersatzarten und deren Berechnungsgrundlagen
- Drittschadensliquidation bei zufälliger Schadensverlagerung
Auszug aus dem Buch
Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte
Vorliegend kommt weder ein vertragliches noch ein vorvertragliches Schuldverhältnis zwischen … und … in Betracht. Es könnte jedoch ein … Schuldverhältnis zwischen … und … bestanden haben, in das… möglicherweise wirksam einbezogen wurde. …Schuldverhältnis prüfen… (siehe oben)
Somit liegt ein Schuldverhältnis in Form eines … vor. In dieses müsste … auch wirksam einbezogen worden sein. Die Anspruchsgrundlage hierfür bildet § 311 III 1 BGB iVm. den allgemein anerkannten Grundsätzen über den Vertrag mit Schutzwirkung zu Gunsten Dritter.
Probl.: Vertrag/vorvertraglichen SV mit Schutzwirkung für Dritte
Anspruchsgrundlage: § 311 I, III bzw. § 311 II, III BGB
1. Leistungsnähe
Dritter kommt mit der Leistung des Schuldners in Berührung, genau wie der Gläubiger.
… müsste bestimmungsgemäß mit den Leistungen des Schuldners in Berührung gekommen sein und den Gefahren von Schutzpflichtverletzungen ebenso ausgesetzt sein wie der Gläubiger selbst. …Subsumtion… Somit….
Zusammenfassung der Kapitel
1. Schuldverhältnis: Erläutert die Entstehung vorvertraglicher Schuldverhältnisse durch Vertragsverhandlungen, Anbahnung oder ähnliche geschäftliche Kontakte.
Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte: Definiert die Voraussetzungen wie Leistungsnähe, Gläubigerinteresse, Erkennbarkeit und Schutzbedürftigkeit für die Einbeziehung Dritter.
Die Haftung Dritter (§ 311 III 2 BGB): Behandelt die Voraussetzungen, unter denen ein Dritter für das Vertrauen haftet, das er bei Vertragsschluss in Anspruch nimmt.
2. Pflichtverletzung: Definiert das Erfordernis einer Schutzpflichtverletzung nach § 241 II BGB im Rahmen des bestehenden Schuldverhältnisses.
3. Vertreten müssen: Erörtert die Zurechnung von Verschulden sowie die spezifische Haftung für Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB.
4. Schaden: Unterscheidet zwischen verschiedenen Schadensarten wie Vermögensschaden und Schmerzensgeld und erläutert die Grundsätze der Drittschadensliquidation.
Schlüsselwörter
Schadensersatz, Schuldverhältnis, vorvertragliche Schuldverhältnisse, cic, Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte, Leistungsnähe, Schutzpflichtverletzung, Vertreten müssen, Erfüllungsgehilfe, Verschulden, Vermögensschaden, Schmerzensgeld, Drittschadensliquidation, § 311 BGB, Haftung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine juristische Anleitung zur Prüfung von Schadensersatzansprüchen aus Schuldverhältnissen, insbesondere bei vorvertraglichen Kontakten und Konstellationen mit Drittbeteiligung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehung von Schuldverhältnissen, der Haftung für Dritte (Schutzwirkung und Erfüllungsgehilfen) sowie der Bestimmung des ersatzfähigen Schadens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Studierenden oder Anwendern eine klare, strukturierte Vorgehensweise zur juristischen Subsumtion bei der Prüfung von Haftungsansprüchen an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die klassische juristische Gutachtenmethode, bei der Anspruchsgrundlagen schrittweise anhand von Tatbestandsmerkmalen, Definitionen und Subsumtionen geprüft werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Anspruchsgrundlage, das Vorliegen einer Pflichtverletzung, die Zurechnung des Vertretenmüssens und die Bestimmung des entstandenen Schadens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören das vorvertragliche Schuldverhältnis (cic), der Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte, die Drittschadensliquidation und die Haftung für Erfüllungsgehilfen.
Wie unterscheidet sich die Schutzwirkung zu Gunsten Dritter von der Haftung nach § 311 III 2 BGB?
Während die Schutzwirkung Dritte in den Schutzbereich eines Vertrages einbezieht, adressiert § 311 III 2 BGB die eigene Haftung eines Dritten, der bei Vertragsschluss besonderes persönliches Vertrauen in Anspruch nimmt.
Wann ist eine Drittschadensliquidation durchzuführen?
Sie kommt zur Anwendung, wenn der Gläubiger keinen eigenen Schaden erleidet, der Dritte jedoch einen Schaden trägt und es zu einer zufälligen Schadensverlagerung zwischen diesen Parteien kommt.
- Arbeit zitieren
- Marc Daniels (Autor:in), 2014, Musterschema zum Schadensersatz aus vorvertraglicher Pflichtverletzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283181