Beschwerdemanagement als Instrument der Kundenbindung


Hausarbeit, 2004

14 Seiten, Note: bestanden - gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen

3. Verhaltensformen unzufriedener Kunden

4. Aufgaben des Beschwerdemanagements
4.1 Stimulation der Beschwerde
4.2 Annahme der Beschwerde
4.3 Bearbeitung der Reklamation
4.4 Beschwerdereaktion
4.5 Auswertung der Beschwerde

5. Ziele des Beschwerdemanagements

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Verhaltensoptionen bei Unzufriedenheit

Abb.2: Aufgaben des Beschwerdemanagements

1. Einleitung

Während noch vor wenigen Jahren das Hauptaugenmerk auf die Gewinnung neuer Kunden gerichtet war, kommt heutzutage der Pflege und Intensivierung der bestehenden Kundenbeziehung eine besondere Bedeutung zu. Nicht zuletzt ist diese Entwicklung eine Folge der hohen Wettbewerbsintensität, verbunden mit schwach wachsenden bis stagnierenden Märkten. Einen sicheren Schutz vor Verdrängungsmaßnahmen der Mitbewerber bietet heute nur noch eine enge Bindung der Kunden an das eigene Unternehmen[1]. Sollte diese Beziehung auf­grund von Unzufriedenheit einmal gestört sein, ist die Beschwerde, in Ver­bindung mit einem organisierten Beschwerdemanagement, eine der kosten­günstigsten und effektivsten Formen der Informationsgewinnung und Auswer­tung. So kann es einem Unternehmen gelingen diese Beziehung wieder zu re­parieren und damit zu festigen oder schlimmstenfalls für immer zu zerstören[2].

Im Verlauf dieser Arbeit werden zuerst einige Begriffe definiert, bevor in den weiteren Ausführungen auf die Verhaltensweisen unzufriedener Kunden einge­gangen wird. Der Schwerpunkt dieser Arbeit bezieht sich auf die Aufgaben eines Beschwerdemanagements die dort näher erläutert werden, bevor man auf die Ziele eines organisierten Beschwerdemanagements eingeht. Im letzten Ab­schnitt wird die Arbeit kurz zusammengefasst und ein Fazit gezogen.

2. Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen

Kundenzufriedenheit: Werden die Erwartungen eines Kunden an eine Leis­tung erfüllt oder sogar übertroffen, ist er zufrieden. Weicht die Erwartung je­doch ab, ist er unzufrieden. Leider ist es aber nicht so einfach die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit zu messen, da sie von der Leistungserwartung des Ein­zelnen, die aber von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich ist, abhängt und auf bereits gemachte Erfahrungen sowie Erziehung oder Charaktereigenschaften zurückzuführen ist[3].

Beschwerde: Als Beschwerde bezeichnet man auch die Unmutsäußerung von Verbrauchern aufgrund von Missständen. Der Kunde macht auf diese Miss­stände aufmerksam um deren Behebung zu erwirken (oft im Bereich Freund- lichkeit und Service anzufinden)[4].

Reklamation: Für die Reklamation ist charakteristisch, dass der Verkäufer z.B. für Sachmängel haften muss (§ 459ff BGB, jetzt § 434ff BGB), wenn die Ware bei Übergabe mit Fehlern behaftet ist[5], sie bilden damit den Sonderfall der Beschwerde[6]. Wege der Konfliktlösung sind in solchen Fällen u.a. die Wandlung, Minderung, Um-tausch oder Nachbesserung[7]. Beschwerdemangement: Ein aktives Beschwerdemanagement schafft es die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen um aus unzufriedenen und abwan­derungsgefährdeten Käufern loyale Kunden zu machen[8], sie zur Aktivität zu ermutigen und somit das Beschwerdemanagement zu einer Kundenbindungs­strategie werden zu lassen. Denn je länger der Kunde mit seiner Beschwerde zögert, desto unzufriedener wird er. Durch ein Beschwerdemanagement können Schwachstellen in fachlichen, organisatorischen und technischen Unterneh-mensprozessen aufgedeckt und Verbesserungen eingeleitet werden[9]. Das Kundenproblem wird in eine direkte und eine indirekte Phase aufgeteilt. Direkte: bezieht sich unmittelbar auf den direkten Beschwerdefall (Stimu­lierung, Annahme, Bearbeitung und die Reaktion auf die Beschwerde), während bei der indirekten Phase eher auf die Form der Beschwerde­auswertung ohne direkten Kundenkontakt eingegangen wird[10].

3. Verhaltensformen unzufriedener Kunden

Unzufriedene Kunden können in zwei Gruppen aufgeteilt werden, die aktiven und die inaktiven Kunden. Zusätzlich kann man sie noch nach ihrer Möglich­keit zu handeln unterscheiden.

Die für den unzufriedenen Kunden typischen Erscheinungsformen sind:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[11]

Abb. 1: Verhaltensoptionen bei Unzufriedenheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sollte es einmal während einer Geschäftsbeziehung zu Problemen gekommen sein, erwartet der Kunde im Beschwerdefall eine gute Erreichbarkeit, eine umgehende Reaktion auf seine Beschwerde, Zwischeninformationen, Freund­lichkeit, Fachkompetenz, schnelle Hilfe und Problemlösungen, Interesse, Auf­merksamkeit und Verständnis, Ehrlichkeit und kulantes Verhalten. Er will sich auch in dieser unangenehmen Situation willkommen fühlen[12].

Die wohl größte Gefahr für ein Unternehmen stellt die plötzliche Abwanderung eines Kunden dar, dem in den meisten Fällen noch eine negative Mundpropa-ganda voran gegangen ist: Diese Verhaltensform findet man oft bei den sog. inaktiven Kunden, die meistens stillschweigend zur Konkurenz abwandern. Im Gegensatz dazu bieten einem die aktiven Kunden, die eine Beschwerde offen ansprechen, eine Chance auf Verbesserung der Situation[13]. Beanstandungen und Beschwerden sind Ausdruck von Unzufriedenheit und können sehr schwerwiegend in ihrer Folgeerscheinung für ein Unternehmen sein. Dies gilt auch bei Reklamationen, bei der der Kunde seine Unzufriedenheit mit einer zusätzlichen kaufrechtlichen Forderung Ausdruck verleiht[14]. Doch auch wenn diese Beschwerden als unangenehm empfunden werden, beinhalten sie immer noch eine zweite Chance; im Gegensatz zu den Kunden die:

-stillhalten und Unzufriedenheit aufstauen
-unbemerkt wechseln und
-imageschädigende Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben

[...]


[1] Vgl. Meffert, H. (2000), S. 366

[2] Vgl. Brückner, M. (1997), S. 113

[3] Vgl. Bankmagazin 03/2001

[4] Vgl. Nieschlag, R./Dichtel, E. (2002), S. 1179

[5] Vgl. Becktexte (2002), S- 143

[6] Vgl. Nieschlag, R./Dichtel, E (2002), S. 1179

[7] Vgl. Brückner, M. (1997), S.30

[8] Vgl. Bankmagazin 03/2001

[9] Vgl. Bankmagazin 03/2001

[10] Vgl. Bankmagazin 10/2003 und Simon, H./Homburg, C. (1995), S. 284

[11] Vgl. Bankmagazin 03/2001

[12] Vgl. Dietze, U. (2001), S. 16

[13] Vgl. Bankmagazin 03/2001

[14] Vgl. Winkelmann, P. (2002), S. 348

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Beschwerdemanagement als Instrument der Kundenbindung
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
bestanden - gut
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V28326
ISBN (eBook)
9783638301411
Dateigröße
573 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beschwerdemanagement, Instrument, Kundenbindung
Arbeit zitieren
Tanja Kisters (Autor), 2004, Beschwerdemanagement als Instrument der Kundenbindung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28326

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