Der Schamane wird auf Hawaii kahuna genannt. Früher hatte er unter anderem auch die Funktion eines Priesters und wurde oft mit schwarzer Magie, dem Verzaubern und Verfluchen, in Verbindung gebracht. Es gibt verschiedene schamanische Richtungen, wie zum Beispiel den Meister der heiligen Musik und des Tanzes, den Meister der Pflanzen, der mentalen Kräfte sowie des Heilens. Ein kahuna lapa ´au zum Beispiel ist der medizinische Experte, kahuna lomilomi ist der Experte der Massagekunst, eine weitere Form des Heilens.
Inhaltsverzeichnis
1. Hawaii
2. Kahuna lomilomi
3. Auntie Margaret Kalehuamakanoelu 'ulu' uonapali Ahaulakaealii Machado (1916 - 2009)
4. Pule (Gebet) und die Götterwelt
5. Alo-ha
6. Lomilomi
7. Die Behandlung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der traditionellen hawaiianischen Heilkunst, insbesondere der Lomilomi-Massage, und untersucht deren spirituelle sowie kulturelle Hintergründe im Kontext der hawaiianischen Gesellschaft.
- Kulturelle Bedeutung von Hawaii und der hawaiianischen Gesellschaft
- Die Rolle und Funktion der Kahuna
- Spirituelle Grundlagen: Pule (Gebet) und Götterwelt
- Philosophische Konzepte wie Alo-ha
- Technik und Durchführung der Lomilomi-Behandlung
Auszug aus dem Buch
3. Auntie Margaret Kalehuamakanoelu 'ulu' uonapali Ahaulakaealii Machado (1916 - 2009)
Margaret Machado wuchs nach dem Tod ihrer Mutter in einem Waisenhaus in O'ahu auf. Trotzdem blieb der Kontakt zu ihren Großeltern in Napoopoo aufrecht, somit auch der Kontakt zu ihren Wurzeln. Ihr Großvater auf Big Island lehrte sie die traditionellen Gesänge und gab ihr einen besonderen Namen: "Kalehuamakanoelu'ulu'uonapali Aha'ula Keali'i.". Sein Name war John Au ebenso bekannt als Ko'o aus Napoopoo. Sein Spitzname Ko'o bedeutet "sehr stark", und bezog sich auf seine Fähigkeit in der Ausübung der Kunst des ho'oponopono, der Kunst der seelischen Reinigung durch den Einsatz von Gesprächen, Prüfungen und Gebeten. Sinngemäß übersetzt bedeutet der Name von Auntie Margaret´s hawaiianischen Namen "Stärke und die Fähigkeit, unendlich von sich selbst zu geben". Dieser Name hatte eine enorme Bedeutung für Margaret, denn sie wusste, dass er von ihrem Großvater erwählt wurde, da er ihre spezielle Gabe schon in sehr jungen Jahren erkannte.
Das Wort lomilomi bedeutet laut Auntie Margaret "going to and from". Sie war die einzige authentische hawaiianische kupuna (Älteste), die vom Staat Hawaii lizenziert war, lomilomi zu unterrichten. Nach ihr ist der "loving touch" das wichtigste an lomilomi. Es geht nicht nur um eine Massage des Körpers, sondern um eine Berührung der Seele, und dies funktioniert über die Gefühle, die man selbst im Herzen trägt - "a heart-to-heart massage".
"If your hands are gentle and loving, your patient will feel the sincerity of your heart. His soul will reach out to yours. She´ll know you love her and she´ll just let go of herself." (Margaret Machado zit. in Harden 1999:48)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hawaii: Dieses Kapitel erläutert die geografischen und soziokulturellen Besonderheiten Hawaiis sowie die Bedeutung des Landes als Basis des Heilens.
2. Kahuna lomilomi: Hier wird der Begriff des Kahuna als Schamane und Experte verschiedener Heilkünste, insbesondere der Massage, definiert.
3. Auntie Margaret Kalehuamakanoelu 'ulu' uonapali Ahaulakaealii Machado (1916 - 2009): Dieses Kapitel porträtiert die bedeutende Lomilomi-Lehrerin Auntie Margaret und ihre lebenslange Verbindung zur hawaiianischen Tradition.
4. Pule (Gebet) und die Götterwelt: Das Kapitel behandelt die Bedeutung des Gebets sowie die Rolle der Göttin Pele und anderer Gottheiten in der hawaiianischen Heilkunst.
5. Alo-ha: Hier wird die tiefere philosophische Bedeutung des Begriffs Aloha als Begrüßung und Lebenshaltung aufgeschlüsselt.
6. Lomilomi: Das Kapitel beschreibt Lomilomi als ganzheitliche traditionelle Massageform, die Körper, Geist und Seele anspricht.
7. Die Behandlung: Dieser Abschnitt beschreibt den praktischen Ablauf einer Lomilomi-Sitzung, inklusive der Bedeutung von Atemtechnik und emotionaler Reinigung.
Schlüsselwörter
Hawaii, Lomilomi, Kahuna, Auntie Margaret, Aloha, Pule, Pele, Heilkunst, Schamanismus, Ohana, Massage, Ganzheitlichkeit, Körperarbeit, Lebensenergie, Mana
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der traditionellen hawaiianischen Massageform Lomilomi und deren Einbettung in die hawaiianische Kultur und Spiritualität.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die hawaiianische Kultur, das schamanische Wirken der Kahunas, spirituelle Praktiken sowie die gesundheitliche und ganzheitliche Bedeutung der Massage.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen der körperlichen Massage, spirituellen Gebeten und der hawaiianischen Lebensphilosophie verständlich aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von Seminarunterlagen sowie ethnologischen Grundlagenwerken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Rolle der Götterwelt, die Bedeutung der Ahnen, die Philosophie hinter Aloha und die spezifischen Techniken der Lomilomi-Behandlung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Lomilomi, Kahuna, Aloha, Mana, Ganzheitlichkeit und hawaiianische Heiltradition.
Wer war Auntie Margaret für die Entwicklung der Lomilomi-Tradition?
Sie war eine anerkannte Kupuna und die wichtigste lizenzierte Lehrerin, die den "loving touch" und die spirituellen Aspekte der Massage maßgeblich bewahrte.
Warum spielt die Atmung eine so zentrale Rolle bei der Lomilomi-Massage?
Das bewusste, geräuschvolle Ausatmen unterstützt den Prozess des Loslassens, hilft bei der emotionalen Reinigung und dient als Werkzeug, um Verspannungen physisch wie psychisch zu lösen.
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- BA Brigitte Winklbauer (Author), 2010, Kahuna lomilomi. Massage als Heilpraktik auf Hawaii, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283540