Der Franquismus und seine Zugehörigkeit zum Faschismus


Seminararbeit, 2014

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Faschismus – Herkunft, Definitionen und Merkmale

3 Ein Überblick über das Franco-Regime

4 Faschistische Merkmale im Franquismus
4.1 Ideologische Bezugspunkte
4.2 Soziale Basis
4.3 Organisatorische Ausrichtung
4.4 Soziale Funktion
4.5 Politische Praxis

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Wenn vom europäischen Faschismus die Rede ist, dann werden in der Regel das Mussolini-Regime in Italien und das NS-Regime in Deutschland genannt. Der italienische Faschismus nimmt dabei noch mal eine ganz besondere Stellung ein, da in Italien der Faschismus als Bewegung und Regime entstand (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 61). Doch auch das Franco-Regime in Spanien, dessen Epoche (1936-1975) fast vier Jahrzehnte andauerte und auch als „Franquismus“ (Span. Franquismo) betitelt wird, bezeichnen viele als faschistisches Regime. So auch Wippermann, der dieses als „fundamentalistisch-faschistisch“ einschätzt (Wippermann 2009, S. 284). In der Tat gab es zahlreiche Gemeinsamkeiten und Verbindungen zu faschistischen Bewegungen in Europa zu jener Zeit. So unterhielt die Falange, die von Franco im April 1937 zur alleinigen Staatspartei erklärt wurde (Wippermann 1983, S. 119), eine uniformierte und teilweise bewaffnete Parteimiliz, die sich am ideologischen Vorbild des faschistischen Italien orientierte (Wippermann 1983, S. 115). Das Franco-Regime zeichnete sich, wie auch anderen faschistischen Bewegungen jener Zeit, durch eine antikommunistische Haltung aus (Arin 2012, S. 9), die sich in einem gnadenlosen Kreuzzug gegen den „gottlosen Bolschewismus“ (Wippermann 2009, S. 84) und im Beitritt Spaniens zum Antikominternpakt 1939 äußerte (Wippermann 1983, S 120). Der gnadenlose Feldzug der Falange gegen die Mitglieder kommunistischer, sozialistischer und demokratischer Parteien, sowie gegen die nationalen Minderheiten von Basken und Katalanen, schien eine Bestätigung für den faschistischen Charakter der Franco-Diktatur zu sein (Wippermann 1983, S. 119). Darüber hinaus galt auch in Spanien das Führerprinzip, da Franco als Caudillo (Führer) die Staatspartei leitete und Oberbefehlshaber über das Militär war (Wippermann 1983, S. 120), und zudem Minister ernennen und entlassen, sowie Gesetze nach Belieben erlassen konnte (Arin 2012, S. 32). Von einem charismatischen Führer wie Hitler konnte jedoch nie die Rede sein. Unter dem Franco-Regime wurde zudem eine nationalistische Politik verfolgt, unter der die nationalen Minderheiten (vor allem Basken und Katalanen) zu leiden hatten (Wippermann 1983, S. 123). Der Generalísimo hegte darüber hinaus bis zuletzt ideologische Sympathien für das Dritte Reich (Prutsch 2012, S. 132).

Trotz dieser zahlreichen „faschistisch anmutenden“ Merkmale im Franquismus, scheinen sich in der Literatur die Stimmen durchgesetzt zu haben, die dieses Regime nicht dem Faschismus zuordnen (Brinkmann 2003, S. 40). So ist Brinkmann der Ansicht, dass das Franco-Regime eher zu den autoritären Staatstypen gehört (Brinkmann 2003, S. 34-42). Speckmann und Wiegel verweisen auf die wissenschaftlich umstrittene Etikettierung des Franquismus als Faschismus-Regime (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 104). Bauerkämper schlägt hingegen vor, die Franco-Diktatur zumindest bis 1943/45 als semifaschistisch einzustufen (Bauerkämper 2006, S. 133). Aus diesen unterschiedlichen Auffassungen über die Zuordnung des Franco-Regimes ergibt sich die zentrale Frage meiner Hausarbeit: Ist der Franquismus dem Faschismus zuzuordnen? Zur Beantwortung dieser Fragestellung werde ich zunächst auf den Faschismus und seine verschiedenen Begriffsverständnisse eingehen, um dann die wesentlichen Merkmale zu präzisieren (Kapitel 2). Im darauf folgenden Kapitel werde ich kurz das Franco-Regime darstellen (Kapitel 3), um dann die im zweiten Kapitel erarbeiteten Merkmale auf den Franquismus anzuwenden und zu überprüfen (Kapitel 4). Im Fazit werde ich dann die abschließende Bewertung des Franco-Regimes als faschistisch/nicht-faschistisch durchführen (Kapitel 5).

2 Der Faschismus – Herkunft, Definitionen und Merkmale

Der zentrale Begriff, der zur Beantwortung meiner Fragestellung zu klären ist, heißt Faschismus. „Das von dem lateinischen fascis […] stammende italienische Wort für Bund, fascio, war im 19. Jahrhundert von republikanischen, syndikalistischen und sozialistischen Gruppen verwandt worden […]“ (Wippermann 1983, S. 12). Der ursprünglichen Bedeutung nach wären Faschisten Bündler und der Faschismus wäre also „Bündlertum“ (vgl. Schotthöfer, zitiert nach Wippermann 1983, S. 12). Im Unterschied zu den Begriffen Konservativismus, Liberalismus, Sozialismus und Kommunismus scheint der Faschismusbegriff inhaltsleer zu sein (Wippermann 1983, S. 12). Anfang des 20. Jahrhunderts bediente sich die italienische Rechte des Begriffs, was 1919 zur Gründung des fascio di combattimento und schließlich 1921 zur Gründung der faschistischen Partei Italiens unter Mussolini führte (Wippermann 1983, S. 12). Schieder datiert den Gründungstag des Faschismus sogar genau auf den Gründungstag des fascio di combattimento, nämlich auf den 23.03.1919 (Schieder 2010, S. 18). Da der Faschismus in Italien seinen Ursprung als Ideologie und Bewegung hat, schlägt Wippermann vor, solche Bewegungen und Regime als faschistisch zu titulieren, die grundlegende Gemeinsamkeiten mit dem stilbildenden italienischen Faschismus vorweisen (Wippermann 2009, S. 11). „So gut wie alle faschistischen Bewegungen in Europa, […] orientierten sich bei ihrer Entstehung am italienischen Faschismus, nur dieser hatte kein Vorbild, sondern stellte ein historisches Novum dar“ (Schieder 2010, S. 7).

Was den Faschismusbegriff in seiner heutigen Form angeht, so lässt sich konstatieren, dass es sich hierbei um einen eher „schwammigen“ und umstrittenen Begriff handelt, denn Historiker streiten darüber, „[…] ob man an einem allgemeinen Faschismusbegriff festhalten kann“ (Wippermann 1983, S.9). Es gibt daher unzählige Definitionsversuche und unterschiedliche Begriffsverständnisse, und zwar von rechts wie links. Eine auf die soziale Funktion des Faschismus beschränkte Definition brachte der V. Weltkongreß der Komintern 1924 hervor, der durch die Abstempelung aller „kapitalismusfreundlichen“ und „kommunismusfeindlichen“ Parteien und Regime als faschistisch, zugleich eine inflationäre Verwendung des Begriffs erzeugte (Wippermann 1983, S. 13). Die circa zehn Jahre später von der Komintern entwickelte sogenannte „Dimitroff-Definition“ bezeichnete den Faschismus an der Macht als „[…] Diktatur ››der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals‹‹ […]“ (Dimitroff, zitiert nach Speckmann u. Wiegel 2012, S. 7). Eine solche Definition ist natürlich sehr stark vereinfachend und verwirft zahlreiche wichtige und konstituierende Elemente des Faschismus. Mussolini selbst schrieb im Jahr 1931: „Für den Faschisten befindet sich alles innerhalb des Staates und nichts kann oder darf sich außerhalb des Staates befinden. In diesem Sinne ist der Faschismus totalitär“ (Saage, zitiert nach Speckmann u. Wiegel 2012, S. 38). Karl Heinz Roth betont in seiner Faschismusdefinition, dass es sich bei dieser Ideologie um eine gegenrevolutionäre Bewegung gehandelt habe, die nach dem ersten Weltkrieg eine radikale Erneuerung der jeweiligen Nation vorantrieb und diese zu einer imperialistischen Herrschaftsmacht machen wollte (vgl. Roth, zitiert nach Speckmann u. Wiegel 2012, S. 55). Für Richard Thurlow war der Faschismus schlicht die dritte Kraft zwischen Kapitalismus und Kommunismus (vgl. Thurlow, zitiert nach Bauerkämper 2006, S. 24).

Wie bereits erwähnt gibt es keine allgemeingültige „Lehrbuchdefinition“ für das Wort Faschismus. Wippermann beantwortet die Frage nach einem allgemeinen Faschismusbegriff mit einem eingeschränkten Ja, denn es gibt sehr wohl einige Merkmale, die alle faschistischen Bewegungen in mehr oder weniger starker Ausprägung gemeinsam haben, und in denen es große Übereinstimmungen gibt (Wippermann 1983, S. 197). Für ihn zählen dazu die hierarchische Organisation nach dem Führerprinzip, eine uniformierte und gewaltbereite Miliz, die kompromisslose Praktizierung von Gewalt gegenüber politischen Gegnern, antisozialistische, -kommunistische und –modernistische Züge der Ideologie, sowie ein extrem nationalistisches Gebaren (Wippermann 1983, S. 197) und damit oftmals einhergehend die Orientierung an bestimmten glorreichen Perioden der Nationalgeschichte (Wippermann 1983, S. 198). Diese Vorstellung einer „nationalen Wiedergeburt“ findet sich in fast allen Faschismen wieder (Wippermann 2009, S. 34). Die Begleiterscheinung der Gewaltbereitschaft faschistischer Parteien war die Entwicklung einer Art „Vernichtungswillens“ gegenüber ihren politischen Gegner oder bestimmten Minderheiten (Wippermann 1983, S. 199). Als Rechtfertigung für ein gewaltsames Vorgehen gegen bestimmte Gruppen diente ein völkisch begründeter Nationalismus, der sich gegen alle richtete, „[…] die als Feinde oder Angehörige vermeintlich minderwertiger ››Rassen‹‹ begriffen […] [wurden; der Verf.]“ (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 58). Zu verfolgten Minderheiten zählten sehr oft die Juden, die sich einem intensiven Antisemitismus ausgesetzt sahen, der jedoch in einigen faschistischen Regimen nur eine marginale Bedeutung hatte, so z.B. im franquistischen Spanien (Wippermann 1983, S. 199). Wichtig zu erwähnen ist bei allen Gemeinsamkeiten allerdings auch die unterschiedlich starke Ausprägung dieser Merkmale in den einzelnen Faschismen (Wippermann 1983, S. 197).

Linz zählt zu den faschistischen Merkmalen ebenfalls einen verstärkten Nationalismus, aber auch eine antiinternationalistische und antipazifistische Haltung, sowie die Hervorhebung militärischer Werte (Linz 2009, S. 31). Er macht zudem darauf aufmerksam, dass sich der Faschismus über „Anti-Begriffe“ definiere, wie Antiliberalismus oder Antikommunismus (Linz 2009, S. 87). Äußerst konkret bei der Formulierung von Kriterien, die den Faschismus ausmachen, ist der marxistische Faschismusforscher Reinhard Kühnl geworden, der folgende dazu zählt:

„[…] (1.) Gemeinschaft als ideologische, nationalistische Überformung der gesellschaftlichen und klassenmäßigen Gegensätze […]; (2.) das Führerprinzip, verknüpft mit Autoritarismus, Elitentheorie […]; (3.) das Festhalten am Privateigentum, ideologisch verbunden […] mit den […] Mittelschichten; (4.) gleichzeitig Antikapitalismus […]; (5.) eine ››Sündenbockphilosophie‹‹, in der mit Hilfe von Rassismus und Antisemitismus Schuldige für […] Krisen angeboten […] werden; (6.) Militarismus und Imperialismus, verwoben mit Elementen des Sozialdarwinismus, die die Grundlage für die Aggressions- und Kriegspolitik des Faschismus bilden“ (Kühnl, zitiert nach Speckmann u. Wiegel 2012, S. 15 f.).

Ernst Nolte entwickelte eine Art „faschistisches Minimum“, zu denen er Antimarxismus, Antiliberalismus, das Führerprinzip, die Existenz einer Parteiarmee, Antikonservativismus und den Totalitätsanspruch des Faschismus zählte (vgl. Nolte, zitiert nach Bauerkämper 2006, S. 28). Nicht verschwiegen werden sollte auch, dass die Massenbasis ebenfalls ein wichtiges Element faschistischer Bewegungen war, und dies den Faschismus zu einem lukrativen Partner für die herrschende Klasse machte (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 71). Oftmals wird der Faschismus auch in die Nähe des Kommunismus gerückt. So betont Sternhell die Übernahme kommunistischer bzw. linker Elemente im Faschismus und verweist dabei auf eine Ähnlichkeit zwischen beiden politischen Lagern:

„An die Stelle des Marxismus, insbesondere seines ökonomischen Gehalts, rückte laut Sternhell der Nationalismus, verbunden mit einer Ideologie der Gewalt […]. Die Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt der gesellschaftlichen Veränderung sei durch die Nation ersetzt worden, verknüpft mit einer nationalistischen Gemeinschaftsideologie und dem unbedingten Festhalten am Privateigentum. Im nationalistisch umgeformten, sich aber weiterhin revolutionär gebenden Syndikalismus sieht Sternhell einen Ursprung der faschistischen Ideologie, womit er deren auch linke, jedoch ihres ursprünglichen Inhalts beraubten Versatzstücke thematisiert“ (Sternhell, zitiert nach Speckmann u. Wiegel 2012, S. 14).

Eugen Weber rückte den Faschismus mit dem Begriff der „Konkurrenzrevolution“ ebenfalls in die Nähe des Kommunismus (vgl. Weber, zitiert nach Bauerkämper 2006, S. 26). Letztendlich unterscheidet sich die faschistische Ideologie jedoch merklich von der kommunistischen, z.B. durch die starke Betonung des Führerprinzips (vgl. Horn, zitiert nach Linz 2009, S. 60), damit verbunden durch einen ausgeprägten Elitismus (Linz 2009, S. 85), sowie durch die „Klassenideologie“ (Kommunismus: Veränderung der Klassenstruktur; Faschismus: Keine Beabsichtigung einer Veränderung der Klassenstruktur) (Linz 2009, S. 83). Aber auch vom Konservatismus hebt sich der Faschismus sehr stark ab, z.B. durch seine pseudo-revolutionäre Rhetorik (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 13).

Annähernd so vielfältig wie die Faschismusdefinitionen sind auch die Typologisierungsversuche dieses Begriffs.

„Insgesamt sind die europäischen Faschismen durch eine gewisse Varietät gekennzeichnet, wobei vor allen Dingen der deutsche ››Radikalfaschismus‹‹ vom ››Normalfaschismus‹‹ Italiens und den übrigen faschistischen Bewegungen unterschieden werden muß“ (Wippermann 1983, S. 206).

Linz macht darauf aufmerksam, dass etliche Faschismusvarianten weder rassistisch noch antisemitisch waren (Linz 2009, S. 84). Dies erscheint überraschend, verbindet man doch oftmals das Wort Faschismus mit Rassismus und Antisemitismus. Speckmann und Wiegel sehen Rassismus und Antisemitismus hingegen sogar als konstituierende Elemente eines allgemeinen Faschismusbegriffs an (Speck u. Wiegel 2012, S. 47). Ich teile ihre Ansicht, wobei ich Antisemitismus, ähnlich wie Antiziganismus, als eine besondere Form von Rassismus und ethnisch begründeter Diskriminierung ansehe. Was die unterschiedlichen Faschimus-Typen angeht, nimmt Linz beispielsweise eine Unterscheidung zwischen faschistischen und semifaschistisch-nationalistischen Regimen vor (Linz 2009, S. 145). Wippermann differenziert in seiner „Dreiecksdefinition“ zwischen „klassischem“ Faschismus, bonapartistisch-faschistischen Regimen, auch als „Faschismus von oben“ bezeichnet, und fundamentalistisch-faschistischen Regimen, die auf einer (pseudo-)religiösen Begründung basieren (Wippermann 2009, S. 13). Als „klassisch“ faschistisch sieht er Parteien an,

„[…] die sich durch ihr Erscheinungsbild […], ihren politischen Stil (Terror und Propaganda) und ihre Ideologie (Nationalismus, Rassismus, Antidemokratismus, Antikommunismus, Antisemitismus, Führerkult) von anderen rechten und linken Parteien sowohl unterscheiden wie ihnen gleichen […]“ (Wippermann 2009, S. 13).

Zur Verwendung des Faschismusbegriffes schlagen Speckmann und Wiegel Mindestbedingungen vor, an denen ich meine Bewertung des Franco-Regimes als faschistisch/nicht-faschistisch anlehnen möchte, da sie sich analytisch sehr gut als eine Art „Bewertungsliste“ verwenden lassen. Die Mindestbedingungen von Speckmann und Wiegel sind erstens „ideologische Bezugspunkte“ (übertriebener Nationalismus; Wiederaufstieg bzw. Erlösung der Nation; antikommunistische und antidemokratische Haltung; Rassismus und Antisemitismus; faschistische Symbolik), zweitens „soziale Basis“ (vorwiegend die Mittelschicht; politisches Bündnis mit monetären, militärischen und bürgerlichen Eliten), drittens „organisatorische Ausrichtung“ (basierend auf einer Massenbewegung; Führerprinzip; paramilitärische Gruppen bzw. Parteimiliz), viertens „soziale Funktion“ (Bewahrung des Privateigentums; Wirtschaftskorporatismus; Homogenisierung der Gesellschaft) und fünftens „politische Praxis“ (Gewaltsame Bekämpfung einer pluralistischen Gesellschaft und Demokratie; Gleichschaltung; Massenmanipulation und Indoktrination; Imperialismus) (Speckmann u. Wiegel 2012, S. 58 f.).

3 Ein Überblick über das Franco-Regime

Die Vorgeschichte der Franco-Herrschaft und der Falange beginnt im Prinzip im September 1923, als General Miguel Primo de Rivera als Diktator an die Macht kam und in Spanien unabhängig vom König mit uneingeschränkter Regierungsmacht die Geschicke lenkte (Arin 2012, S. 7). Der Diktator rief eine Regierungspartei ins Leben namens Unión Patriótica, die mit ihrem Führerkult und ihrer antiliberalen Haltung stark an die Partei Mussolinis erinnerte und deswegen auch von einigen Forschern als faschistisch bezeichnet wurde (Wippermann 2009, S. 89). Hier schien schon die Grundlage für faschistische Bewegungen und Ideologien in Spanien gesät worden zu sein. Miguel Primo de Rivera sollte prägende Wirkung für den späteren Machthaber Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo, kurz Franco, haben, denn „Der General [Primo de Rivera; der Verf.] war das einzige Vorbild Francos […]“ (Arin 2012, S. 7).

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der Franquismus und seine Zugehörigkeit zum Faschismus
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Geschichte und Biographie)
Veranstaltung
Master of Arts Governance
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V283714
ISBN (eBook)
9783656833314
ISBN (Buch)
9783656831235
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Faschismus, Franquismus, Franco, Spanischer Bürgerkrieg
Arbeit zitieren
B.Sc. Business Administration Kristof Benninger (Autor), 2014, Der Franquismus und seine Zugehörigkeit zum Faschismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283714

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