Der Kunst- und Materialbegriff wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert, transformiert und erweitert.
In der Kunst kommt dem Material heutzutage mehr als nur eine technische Bedeutung zu. Die gesamte Erscheinung eines Kunstwerkes ist durch das Material und dessen Bearbeitung bedingt und bestimmt seine ästhetische Wirkung. Zudem haben verschiedene Materialien eine unterschiedliche Wirkung auf uns und lassen sich in unterschiedlicher Weise herstellen und bearbeiten, denn die verschiedenen Stoffe (oder Materialien) besitzen bestimmte Eigenschaften und aus diesen Eigenschaften erwachsen bestimmte Assoziationen.
Lange Zeit sah man das Material der Form als untergeordnet an. Heutzutage leben wir in einer Fülle an unterschiedlichem Material, das zugleich auch in der Kunst seine Anwendung findet. Es lassen sich viele Werke nicht einmal beschreiben, geschweige denn verstehen, ohne die Bedeutung eines Materials zu hinterfragen. Es gibt wohl kein Material, das in der Kunst mittlerweile nicht verwendet werden darf oder wird. Kein Material sorgt mehr für sonderliche Aufregung – sicherlich begünstigt durch die Verbreitung des Bildes über Massenmedien.
In meiner Arbeit möchte ich versuchen, die wichtigsten Schritte deutlich zu machen, die für den Wandel des Stellenwerts des Materials in der Kunst bedeutend sind.
Zu Beginn soll der Materialbegriff geklärt werden. Ihm folgt ein Überblick über den Wandel des Stellenwerts des Materials. Dieser hat sich, wie sich zeigen wird, erst im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert. Der Hauptteil der Arbeit, die Geschichte des Materials in der bildenden Kunst, widmet sich den Themen: Farbe als Material, Materialien der Plastik und Alltagsgegenstände in der Kunst. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Materialbegriff
- Der Wandel des Stellenwerts des Materials
- Die Geschichte des Materials in der bildenden Kunst
- Farbe als Material
- Pablo Picasso und Georges Braque
- László Moholy-Nagy
- Emil Schumacher, Jean Fautrier und Jean Dubuffet
- Lynda Benglis und Claes Oldenburg
- Materialien der Plastik
- Pablo Picasso
- László Moholy-Nagy
- Dan Flavin
- Alltagsgegenstände in der Kunst
- Marcel Duchamp
- Meret Oppenheim
- Peter Greenaway und Raffael Rheinsberg
- Farbe als Material
- Fachdidaktische Übung
- Zur praktischen Aufgabe
- Didaktische Überlegung
- Kompetenzen
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Materialbegriffs in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, die wichtigsten Schritte aufzuzeigen, die für den Wandel des Stellenwerts des Materials in der Kunst bedeutend waren. Dabei werden verschiedene Künstler und Kunstströmungen beleuchtet, die den Materialbegriff in ihren Werken neu interpretiert und erweitert haben.
- Die Veränderung des Materialbegriffs im Laufe der Geschichte
- Die Bedeutung des Materials in der Kunst des 20. Jahrhunderts
- Die Rolle von Farbe, Plastik und Alltagsgegenständen in der Kunst
- Die Verbindung von Kunst und Industrie im Kontext des Materialbegriffs
- Die Bedeutung des Materials für die ästhetische Wirkung von Kunstwerken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beleuchtet die grundlegende Veränderung des Kunst- und Materialbegriffs im 20. Jahrhundert. Das zweite Kapitel widmet sich der Klärung des Materialbegriffs selbst, wobei verschiedene Definitionen und Interpretationen beleuchtet werden. Das dritte Kapitel analysiert den Wandel des Stellenwerts des Materials im Laufe der Geschichte, wobei insbesondere die Entwicklung vom 19. zum 20. Jahrhundert im Fokus steht.
Der Hauptteil der Arbeit, die Geschichte des Materials in der bildenden Kunst, widmet sich in verschiedenen Kapiteln der Verwendung von Farbe, Plastik und Alltagsgegenständen in der Kunst. Anhand von Beispielen verschiedener Künstler wie Pablo Picasso und László Moholy-Nagy wird der Wandel des Stellenwerts des Materials im 20. Jahrhundert veranschaulicht.
Schlüsselwörter
Materialbegriff, Kunstgeschichte, 20. Jahrhundert, Farbe, Plastik, Alltagsgegenstände, Materialästhetik, Form, Industrie, Kunst und Alltag, Künstler, Kunstströmungen, ästhetische Wirkung.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich der Materialbegriff in der Kunst des 20. Jahrhunderts gewandelt?
Das Material wandelte sich von einem rein technischen Mittel zur Formgebung hin zu einem eigenständigen Bedeutungsträger und ästhetischen Element.
Welche Bedeutung haben Alltagsgegenstände in der modernen Kunst?
Durch Künstler wie Marcel Duchamp wurden gewöhnliche Objekte (Readymades) zu Kunstwerken erhoben, was die Grenzen zwischen Kunst und Alltag auflöste.
Welche Künstler nutzten Farbe als eigenständiges Material?
Künstler wie Emil Schumacher, Jean Dubuffet und die Kubisten Picasso und Braque experimentierten mit der Materialität von Farbe und Oberflächenstrukturen.
Wie beeinflusst das Material die ästhetische Wirkung eines Werkes?
Materialien besitzen spezifische Eigenschaften, die beim Betrachter bestimmte Assoziationen wecken und die gesamte Erscheinung des Kunstwerks bestimmen.
Was war die Rolle von László Moholy-Nagy in diesem Wandel?
Er verband Kunst mit industriellen Materialien und neuen Techniken, was den Stellenwert des Materials in der Plastik und im Design nachhaltig prägte.
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- Claudia Kaak (Author), 2013, Geschichte und Stellenwert des Materials in der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285310