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Wirtschaftspolitik. Sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen?

Titel: Wirtschaftspolitik. Sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen?

Facharbeit (Schule) , 2014 , 39 Seiten , Note: 15

Autor:in: Johnny Bonk (Autor:in)

VWL - Makroökonomie, allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Rolle des Staates in der Wirtschaft ist in den verschiedenen Wirtschaftssystemen in unterschiedlicher Intensität ausgeprägt. Bestimmt in der Zentralverwaltungswirtschaft der Staat über seine Planungsrichtlinien in der idealen Form den gesamten Wirtschaftskomplex, so verlässt sich die reine Marktwirtschaft auf die von dem Ökonomen Adam Smith sogenannte „unsichtbare Hand“, in welcher der Markt durch das individuelle Profitinteresse zu einer bestmöglichen Güterversorgung der Gesellschaft führt.

Das marktwirtschaftliche System hat sich weitgehend gegen die Planauflagen und das Planerfüllungsprinzip der Zentralverwaltungswirtschaft wie z. B. bei der Wiedervereinigung Deutschlands durchgesetzt. Dennoch ist auch ein reines marktwirtschaftliches System nicht als optimal zu betrachten, da es nicht im Stande ist, die für viele Volkswirtschaften geltenden Ziele des magischen Vierecks Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsstand, stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht zu erreichen.

Der Staat sichert deshalb nicht nur wie von der Marktwirtschaft gefordert die innere und äußere Sicherheit, sondern versucht durch aktive Wirtschaftspolitik in das Marktgeschehen zu intervenieren. Er verfolgt das Ziel von wirtschaftlicher Stabilität und Wachstum sowie einer Verbesserung der Struktur und der Verteilung, um den ökonomischen Wohlstand zu maximieren. Damit sollen die gesellschaftlichen Werte Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Fortschritt gesichert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Vorüberlegung und Grundlagen für das Redemanuskript

1.1 Einleitung

1.1.1 Definition, Erläuterung und Abgrenzung der Fragestellung

1.1.2 Wirtschaftliche Grundkonzepte der Wirtschaftspolitik

1.1.2.1 Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik

1.1.2.2 Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

1.1.3 Persönliche Motivation

1.2 Pro- und Contra- Argumentation

1.2.1 Der Staat sollte in die Wirtschaft eingreifen.

1.2.1.1 Der Staat kann durch umfangreiche Direktinvestitionen und andere Maßnahmen kurzfristig bei der Bewältigung von Krisen helfen.

1.2.1.2 Durch eine permanente nachfrageorientierte Politik kann der Staat negative Folgen einer Rezession abschwächen sowie die verschiedenen Teilnehmer am Wirtschaftskreislauf und die Gesellschaft schützen und stabilisieren.

1.2.1.3 Durch Steuererleichterungen und Subventionen kann der Staat gezielt einzelne Wirtschaftsbereiche unterstützen und dadurch auch längerfristige Wirkungen erzielen.

1.2.1.4 Die konjunkturpolitische schubweise Erhöhung der Geldmenge unterstützt das Wirtschaftswachstum.

1.2.1.5 Der Staat versucht durch Steuer- und Einkommenspolitik eine gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen zu erreichen, um die Nachfrage zu erhöhen.

1.2.2 Der Staat sollte nicht in die Wirtschaft eingreifen.

1.2.2.1 Die Maßnahmen wirken verzögert, weil zwischen der Verabschiedung einer Maßnahme und deren Wirkung längere Zeiträume liegen können.

1.2.2.2 Es kann nur eine kurzfristige Wirkung erzielt werden.

1.2.2.3 Die Wirkung der Nachfragepolitik ist unsicher, denn im realen wirtschaftlichen Leben kann sie durch bestimmte Verhältnisse abgeschwächt und behindert werden.

1.2.2.4 Der Zeitpunkt des staatlichen Eingreifens und die Wahl der Mittel ist unsicher, da die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung nicht vorherzusehen ist und zugleich die Marktakteure bestrebt sind Einfluss zu nehmen.

1.2.2.5 Wenn die entstandenen Defizite zur Finanzierung von staatlichen Maßnahmen im Aufschwung nicht abgebaut werden, fördern staatliche Investitionen eine langfristig steigende Staatsverschuldung.

2. Eigene Stellungnahme (exklusive Redemanuskript)

3. Reflexion über die verwendeten Quellen und Arbeitsmethoden

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Frage, ob und inwieweit staatliche Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen sinnvoll sind, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen nachfrageorientierten und angebotsorientierten Strategien liegt.

  • Analyse der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik und ihrer Instrumente
  • Darstellung der angebotsorientierten Wirtschaftstheorie
  • Pro- und Contra-Argumentation bezüglich staatlicher Interventionen
  • Untersuchung der Auswirkungen von Konjunkturpaketen und Staatsverschuldung
  • Reflexion über die Grenzen staatlicher Steuerungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

1.2.1.1 Der Staat kann durch umfangreiche Direktinvestitionen und andere Maßnahmen kurzfristig bei der Bewältigung von Krisen helfen.

Als Beispiel für dieses Argument soll die staatliche Intervention in der größten Finanzkrise 2008/2009 seit 60 Jahren analysiert werden. In dieser hat der Staat mit den Konjunkturpaketen I und II Investitionsmittel in Höhe von ca. 60 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, von denen etwa ein Drittel direkt in Bildungseinrichtungen und Infrastruktur investiert wurden.

Zusätzlich sollte die Nachfrage der privaten Haushalte durch eine Senkung der Einkommenssteuer und des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung gestärkt werden, [vgl. Bauer, S. 143]. Das Kurzarbeitergeld wurde verlängert und es ist die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge vom Staat übernommen worden. Diese Maßnahme verhinderte zum einen eine Minderung der privaten Nachfrage und zum anderen sollte den Unternehmen in der wirtschaftlichen Erholungsphase eine qualifizierte Belegschaft zur Verfügung stehen.

Eine nicht unbedeutende Rolle für die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft spielte auch die Empfehlung der Europäischen Union an ihre Mitgliedsstaaten 1,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Konjunktur fördernde Maßnahmen zu investieren, [vgl. Fuest], an der sich z. B. Frankreich (26 Mrd. Euro), Großbritannien (23,6 Mrd. Euro), Spanien (38 Mrd. Euro), Italien (80 Mrd. Euro) und die EU selber (30 Mrd. Euro) orientierten, [vgl. Tellmann].

Darüber hinaus wurden auch in nicht europäischen Staaten wie z. B. der USA Konjunkturprogramme und die Wirtschaft fördernde Maßnahmen aufgelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Vorüberlegung und Grundlagen für das Redemanuskript: Dieses Kapitel führt in die verschiedenen Wirtschaftssysteme ein und definiert die zentralen Begriffe der Ordnungs- und Prozesspolitik.

1.1 Einleitung: Hier wird die Rolle des Staates im Spannungsfeld zwischen Zentralverwaltungswirtschaft und Marktwirtschaft sowie die Zielsetzung der Arbeit erläutert.

1.1.1 Definition, Erläuterung und Abgrenzung der Fragestellung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand Wirtschaftspolitik und grenzt die betrachteten Akteure sowie Institutionen ein.

1.1.2 Wirtschaftliche Grundkonzepte der Wirtschaftspolitik: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Nachfrage- und Angebotsorientierung einander gegenübergestellt.

1.1.2.1 Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik: Erläuterung der keynesianischen Theorie, die Krisenbewältigung durch staatliche Nachfrageimpulse und Fiskalpolitik favorisiert.

1.1.2.2 Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik: Vorstellung der monetaristischen Perspektive, die auf Wettbewerb und staatliche Zurückhaltung bei Prozessinterventionen setzt.

1.1.3 Persönliche Motivation: Der Verfasser begründet seine Themenwahl mit der Aktualität wirtschaftlicher Krisen und der Relevanz für seine persönliche berufliche Zukunft.

1.2 Pro- und Contra- Argumentation: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte dialektische Erörterung zum Eingriff des Staates in die Wirtschaft.

1.2.1 Der Staat sollte in die Wirtschaft eingreifen.: Untersuchung der Argumente, die für staatliche Interventionen zur Stützung der Wirtschaft und sozialen Absicherung sprechen.

1.2.1.1 Der Staat kann durch umfangreiche Direktinvestitionen und andere Maßnahmen kurzfristig bei der Bewältigung von Krisen helfen.: Analyse anhand der Finanzkrise 2008/2009 und der Wirksamkeit von Konjunkturpaketen.

1.2.1.2 Durch eine permanente nachfrageorientierte Politik kann der Staat negative Folgen einer Rezession abschwächen sowie die verschiedenen Teilnehmer am Wirtschaftskreislauf und die Gesellschaft schützen und stabilisieren.: Betrachtung der Möglichkeiten zur Glättung konjunktureller Schwankungen am Beispiel der Rezession von 1967.

1.2.1.3 Durch Steuererleichterungen und Subventionen kann der Staat gezielt einzelne Wirtschaftsbereiche unterstützen und dadurch auch längerfristige Wirkungen erzielen.: Bewertung staatlicher Instrumente wie Steuerpolitik und Standortförderung.

1.2.1.4 Die konjunkturpolitische schubweise Erhöhung der Geldmenge unterstützt das Wirtschaftswachstum.: Analyse der Rolle der Geldpolitik bei der Begleitung fiskalpolitischer Maßnahmen.

1.2.1.5 Der Staat versucht durch Steuer- und Einkommenspolitik eine gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen zu erreichen, um die Nachfrage zu erhöhen.: Diskussion der Rolle von Umverteilungsmaßnahmen als konjunktureller Stimulus.

1.2.2 Der Staat sollte nicht in die Wirtschaft eingreifen.: Zusammenstellung kritischer Gegenpositionen, die staatliche Eingriffe ablehnen.

1.2.2.1 Die Maßnahmen wirken verzögert, weil zwischen der Verabschiedung einer Maßnahme und deren Wirkung längere Zeiträume liegen können.: Erörterung der Problematik politischer Entscheidungsprozesse und zeitlicher Verzögerungen.

1.2.2.2 Es kann nur eine kurzfristige Wirkung erzielt werden.: Kritik an der kurzfristigen Ausrichtung keynesianischer Politik und den Risiken von Stop-and-Go-Maßnahmen.

1.2.2.3 Die Wirkung der Nachfragepolitik ist unsicher, denn im realen wirtschaftlichen Leben kann sie durch bestimmte Verhältnisse abgeschwächt und behindert werden.: Analyse von psychologischen Effekten und Crowding-out-Phänomenen.

1.2.2.4 Der Zeitpunkt des staatlichen Eingreifens und die Wahl der Mittel ist unsicher, da die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung nicht vorherzusehen ist und zugleich die Marktakteure bestrebt sind Einfluss zu nehmen.: Diskussion über Prognoseunsicherheiten und die Anfälligkeit für Lobbyismus.

1.2.2.5 Wenn die entstandenen Defizite zur Finanzierung von staatlichen Maßnahmen im Aufschwung nicht abgebaut werden, fördern staatliche Investitionen eine langfristig steigende Staatsverschuldung.: Kritische Betrachtung der langfristigen Finanzierbarkeit staatlicher Defizitpolitik.

2. Eigene Stellungnahme (exklusive Redemanuskript): Der Verfasser bewertet die theoretischen Ansätze und kommt zu dem Schluss, dass angebotsorientierte Politik langfristig überlegen ist.

3. Reflexion über die verwendeten Quellen und Arbeitsmethoden: Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit Fachquellen.

Schlüsselwörter

Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Keynesianismus, Angebotsorientierung, Monetarismus, Konjunkturzyklus, Rezession, Staatsverschuldung, Interventionismus, Wirtschaftswachstum, soziale Marktwirtschaft, Subventionen, Crowding-out-Effekt, Beschäftigungspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Legitimation und Wirksamkeit staatlicher Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen, insbesondere in Krisenzeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik (Keynesianismus), die angebotsorientierte Theorie (Monetarismus), die Staatsverschuldung sowie die Instrumente der Konjunkturpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet: „Wirtschaftspolitik - Sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen?“.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse von Fachbüchern und Publikationen sowie eine dialektische Argumentation durch Gegenüberstellung konträrer ökonomischer Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Pro- und Contra-Analyse der staatlichen Wirtschaftspolitik anhand theoretischer Konzepte und historischer Beispiele, wie etwa der Finanzkrise 2008/2009.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wirtschaftspolitik, Fiskalpolitik, Konjunkturzyklus, Rezession und Staatsverschuldung.

Warum wird die Rezession von 1967 als Beispiel herangezogen?

Sie dient als historisches Fallbeispiel für eine erfolgreiche Anwendung keynesianischer Instrumente zur Stabilisierung einer stagnierenden Wirtschaft in der frühen Bundesrepublik.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Staatsverschuldung?

Der Autor kritisiert, dass staatliche Defizite im Aufschwung selten abgebaut werden, was langfristig zu einer ungesunden Anstieg der Staatsverschuldung führt.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftspolitik. Sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen?
Note
15
Autor
Johnny Bonk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
39
Katalognummer
V286355
ISBN (eBook)
9783656866251
ISBN (Buch)
9783656866268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsordnungen Soziale Marktwirtschaft Freie Marktwirtschaft Zentralverwaltungswirtschaft Wirtschaftswachstum Konjunktur EZB Inflation angebotsorientierte Wirtschaftspolitik Keynes nachfrageorientierte Wirtschaftspoltik Rolle des Staates Wirtschaftspolitische Ziele Staatliche Wirtschaftspolitik Ordnungspolitik Prozesspolitik Konjunkturpolitik Strukturpolitik Subventionen Konjunkturpaket
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johnny Bonk (Autor:in), 2014, Wirtschaftspolitik. Sollte der Staat in die Wirtschaft eingreifen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286355
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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