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Segregative und integrative Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz

Herausforderungen für Pflegende in der stationären Altenhilfe

Titel: Segregative und integrative Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz

Masterarbeit , 2013 , 116 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.Sc. in Public Health Pajam Rais Parsi (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Pflegende in der stationären Altenhilfe sind mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, welche häufig auch physisch und psychisch belastend wirken. Dies spiegelt sich unter anderen in einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand sowie einer stark verkürzten Verweildauer im Pflegeberuf wieder. Bedingt durch den demografischen Wandel ist in Zukunft nicht mit einer Verbesserung dieser Situation zu rechnen. Aufgrund der fortschreitenden Überalterung der Gesellschaft ist zudem von einer Veränderung des Krankheitspanoramas auszugehen. Die Zunahme von demenziellen Erkrankungen stellt hierbei eine der zentralen Herausforderungen dar, insbesondere wenn diese mit herausfordernden Verhaltensweisen einhergehen. Bei der Konzeption von Altenhilfeeinrichtungen wurde dieser Umstand in den vergangenen Jahren bereits berücksichtigt. Dies zeigt sich unter anderem in der Implementierung verschiedener, insbesondere segregativer und integrativer, Versorgungskonzepte für demenziell erkrankte Menschen. Die Wirkung dieser Versorgungskonzepte auf die Verhaltensauffälligkeiten der BewohnerInnen bleibt jedoch umstritten.

Da die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden die Versorgungsqualität der BewohnerInnen maßgeblich beeinflussen kann, soll im Rahmen dieser Ausarbeitung die Situation der Pflegenden in den Vordergrund gestellt werden. Das Ziel ist es, die Herausforderungen der Pflegenden in Abhängigkeit vom jeweiligen Versorgungskonzept zu untersuchen und darüber hinaus die positiven Aspekte, die die Pflegenden im Rahmen ihrer Arbeit erfahren, zu erheben. Hierfür wurden jeweils fünf Experteninterviews mit Pflegenden aus dem segregativen bzw. integrativen Setting durchgeführt (siehe hierzu auch Kapitel 5). Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse werden in Kapitel 6 vorgestellt und interpretiert und in Kapitel 7 vor dem Hintergrund bereits bestehender Forschungsergebnisse diskutiert. Letztlich finden sich in Kapitel 8 unter anderem Implikationen für einen weiteren wissenschaftlichen Untersuchungsbedarf sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Demenzielle Erkrankungen in der stationären Altenhilfe

3 Forschungsbefunde zu den Herausforderungen und Ressourcen von Pflegenden in der stationären Altenhilfe

3.1 Effekte des Versorgungskonzeptes auf die BewohnerInnen

3.2 Herausforderungen für Pflegende in der stationären Altenhilfe

3.2.1 Herausforderungen bei der Pflege von Menschen mit Demenz

3.2.2 Weitere Herausforderungen aus der Arbeitsaufgabe

3.2.3 Physische Herausforderungen

3.2.4 Herausforderungen durch die zeitliche Gestaltung

3.2.5 Organisationsbedingte Herausforderungen

3.2.6 Weitere Herausforderungen

3.2.7 Vergleich der Herausforderungen im integrativen und segregativen Setting

3.3 Ressourcen der Pflegenden in der stationären Altenhilfe

3.3.1 Ressourcen allgemein

3.3.2 Vergleich der Ressourcen im segregativen und integrativen Setting

4 Theoretischer Begründungsrahmen

4.1 Das Anforderungs-Kontroll-Modell

4.2 Das transaktionale Stressmodell

4.3 Das Modell der beruflichen Gratifikationskrisen

5 Darstellung des methodischen Vorgehens

6 Ergebnisdarstellung: Herausforderungen durch BewohnerInnen und das erweiterte soziale System

6.1 Herausforderungen durch die BewohnerInnen

6.2 Herausforderungen aus dem erweiterten sozialen System

6.3 Herausforderungen durch den Personalmangel

6.4 Positive Aspekte

7 Diskussion der Erkenntnisse

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen und physischen Herausforderungen sowie Ressourcen von Pflegekräften in der stationären Altenhilfe unter Berücksichtigung segregativer und integrativer Versorgungskonzepte. Ziel der Forschungsarbeit ist es, das subjektive Erleben der Pflegenden im Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern zu analysieren und dabei positive Aspekte der Arbeit zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

  • Vergleich von integrativen und segregativen Versorgungskonzepten in der Altenhilfe.
  • Analyse der Herausforderungen im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen bei Demenz.
  • Untersuchung von Ressourcen und Belastungsfaktoren im Arbeitsalltag von Pflegenden.
  • Qualitative Experteninterviews zur Erfassung des subjektiven Erlebens.
  • Ableitung von Ansätzen zur Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und Versorgungsqualität.

Auszug aus dem Buch

6.1 Herausforderungen durch die BewohnerInnen

Die Herausforderung, äh die erste Herausforderung ist die psychische Belastung. Weil, ähm die Menschen, ja, es wird in der Regel recht wenig Wert auf die psychische Verfassung gelegt. Der Mensch besteht ja aus drei Teilen: Körper, Seele, Geist, also Körper, Verstand und Gefühl. Und die gefühlsmäßige Ebene ist die, die in der Regel am belastendsten ist weil man sich aus dem Gefühl nicht 100% heraushalten kann (..) Äh, die körperliche Belastung ist eigentlich zweitrangig, weil äh da gibt es Hilfsgeräte die man einsetzen kann und wo man die körperliche Belastung reduzieren kann. Aber die psychische Belastung, die ist permanent vorhanden. (Int-3, Z: 5-12)

Diese Aussage beinhaltet verschiedene relevante Aspekte. So werden die Herausforderungen zunächst in körperliche und psychische Herausforderungen klassifiziert. Darüber hinaus werden diese auch mit dem Ergebnis bewertet, dass psychische Herausforderungen, im Vergleich zu den körperlichen Herausforderungen, als bedeutsamer eingestuft werden. Maßgeblich hierfür ist die Annahme, dass körperliche Herausforderungen durch die Inanspruchnahme von entsprechenden Hilfsmitteln gut bewältigt werden können. Im Gegensatz hierzu stehen Pflegende bei den psychischen Herausforderungen zwei wesentlichen Problemen gegenüber: Zum einen ist die Arbeit in der stationären Altenhilfe immer mit Emotionen verbunden. Zum anderen wird der psychischen Verfassung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, woraus gefolgert werden kann, dass weniger Hilfen für die Bewältigung der entsprechenden Herausforderungen zur Verfügung stehen oder dass diese nicht im notwendigen Umfang in Anspruch genommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt das Problem des Fachkräftemangels und der Zunahme demenzieller Erkrankungen dar und definiert das Ziel, die Herausforderungen der Pflegenden je nach Versorgungskonzept zu untersuchen.

2 Demenzielle Erkrankungen in der stationären Altenhilfe: Beschreibt die Belastungssituation des Pflegepersonals durch veränderte Krankheitsbilder, demografischen Wandel und Fachkräftemangel.

3 Forschungsbefunde zu den Herausforderungen und Ressourcen von Pflegenden in der stationären Altenhilfe: Analysiert den Stand der Forschung zu Belastungen, Ressourcen und den Effekten verschiedener Versorgungskonzepte für Pflegende und Bewohner.

4 Theoretischer Begründungsrahmen: Erläutert zentrale Modelle wie das Anforderungs-Kontroll-Modell, das transaktionale Stressmodell und das Modell der beruflichen Gratifikationskrisen als Basis der Analyse.

5 Darstellung des methodischen Vorgehens: Legt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews sowie die Vorgehensweise bei der Datenerhebung und Auswertung offen.

6 Ergebnisdarstellung: Herausforderungen durch BewohnerInnen und das erweiterte soziale System: Präsentiert die empirischen Befunde zu Herausforderungen im Arbeitsalltag, unterteilt in Bewohnerinteraktion, soziales System, Personalmangel und positive Aspekte.

7 Diskussion der Erkenntnisse: Reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Modelle und bisheriger Studien unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen den Settings.

8 Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Methodik und gibt Handlungsempfehlungen für Wissenschaft und Praxis.

Schlüsselwörter

Stationäre Altenhilfe, Demenz, Pflege, Versorgungskonzepte, Herausforderungen, Ressourcen, Pflegende, Experteninterviews, Arbeitsbelastung, Gratifikationskrise, Stressmodell, Bewohnerinteraktion, Pflegewissenschaft, Arbeitszufriedenheit, Fachkräftemangel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der Situation von Pflegekräften in der stationären Altenhilfe, insbesondere im Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern in verschiedenen Versorgungskonzepten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Belastungsfaktoren der Pflegenden, der Rolle des Versorgungskonzeptes (integrativ vs. segregativ), dem Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz sowie den verfügbaren Ressourcen im Arbeitsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Herausforderungen und Belastungen von Pflegenden in Abhängigkeit vom gewählten Versorgungskonzept zu untersuchen sowie positive Aspekte der Tätigkeit zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Pflegenden aus integrativen und segregativen Settings.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Rahmung (Stressmodelle) und eine detaillierte Auswertung der geführten Experteninterviews hinsichtlich der Herausforderungen durch Bewohner, soziales Umfeld und Organisationsstruktur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Altenpflege, Demenz, segregative und integrative Versorgung, Herausforderungen, Bewältigungsressourcen und psychische Belastung.

Welche Unterschiede zwischen integrativen und segregativen Settings werden hervorgehoben?

Die Studie zeigt, dass Herausforderungen je nach Setting unterschiedlich wahrgenommen werden; während im segregativen Bereich der Umgang mit herausforderndem Verhalten dominiert, spielen im integrativen Bereich soziale Konflikte und die Erwartungshaltung von Angehörigen eine größere Rolle.

Warum ist das Thema "Positive Aspekte" für die Studie relevant?

Die Studie zeigt, dass positive Rückmeldungen und Vertrauen der Bewohner eine wichtige Ressource darstellen, die Pflegende bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben unterstützen und die Arbeitszufriedenheit maßgeblich beeinflussen können.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Segregative und integrative Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz
Untertitel
Herausforderungen für Pflegende in der stationären Altenhilfe
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Gesundheitswissenschaften)
Veranstaltung
Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft
Note
1,7
Autor
M.Sc. in Public Health Pajam Rais Parsi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
116
Katalognummer
V286557
ISBN (eBook)
9783656868521
ISBN (Buch)
9783656868538
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Altenpflege Altenhilfe stationär segregativ integrativ Segregation Integration Demenz Verhaltensauffälligkeiten Altenpfleger Altenpflegerin Pflegende Pflegekraft Pflegekräfte Herausforderungen Belastungen Arbeitsbedingungen Untersuchung empirisch Interview Grounded Theory demenzielle Erkrankung Versorgungsform Pflegeheim Altenheim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Sc. in Public Health Pajam Rais Parsi (Autor:in), 2013, Segregative und integrative Versorgungskonzepte für Menschen mit Demenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286557
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