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Unternehmungsbewertung auf Basis des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie

Titel: Unternehmungsbewertung auf Basis des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie

Seminararbeit , 2001 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nikolaus Prenz (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Investitionsvorhaben werden heutzutage nicht mehr ausschließlich vom Gefühl her beurteilt, sondern mit Hilfe von verschiedenen Bewertungs-verfahren berechnet. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass sich der oder die Bewerter/in auf das ermittelte Zahlenwerk verlassen kann, um möglicherweise schwerwiegende Fehlentscheidungen zu vermeiden. In der Vergangenheit sind diesbezüglich vor allem die Möglichkeiten des Managements unterschätzt und außer acht gelassen worden, so dass häufig Investitionsvorhaben abgelehnt worden sind, obwohl diese den Wert der Unternehmung gesteigert hätten.
Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit Unternehmungs-bewertungsverfahren, die insbesondere Flexibilität und Unsicherheit berücksichtigen. Dazu werden im Kapitel 2 zunächst die Grenzen der weit verbreiteten kapitalwertbasierten Verfahren aufgezeigt. Im Kapitel 3 werden Verfahren vorgestellt, die bei der Kritik an den kapitalwertbasierten Verfahren ansetzen, aber dennoch nicht der Weisheit letzter Schluss sind, da auch diese Verfahren nicht frei von Nachteilen sind. Abschließend soll im Kapitel 4 ein kurzer Überblick über das Entscheidungsbaumverfahren und die Realoptionstheorie sowie ein Ausblick in die Zukunft geliefert werden.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KAPITALWERTBASIERTE VERFAHREN UND IHRE NACHTEILE

3. BEWERTUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON FLEXIBILITÄT UND UNSICHERHEIT

3.1. Flexible Planung auf der Basis des Entscheidungsbaums

3.2. Realoptionsbasierte Unternehmungsbewertung

3.2.1. Von der Finanzoption zur Realoption

3.2.2. Typisierung von Realoptionen

3.2.3. Intuitive Bewertung

3.2.4. Binomialmethode

3.2.5. Black/Scholes-Modell

3.3. Vergleich des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie

4. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht moderne Verfahren zur Unternehmungsbewertung, die Flexibilität und Unsicherheit explizit berücksichtigen, um die systematische Unterbewertung durch klassische kapitalwertbasierte Ansätze zu korrigieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Eignung und Anwendung des Entscheidungsbaumverfahrens sowie der Realoptionstheorie zur verbesserten Abbildung unternehmerischer Handlungsspielräume.

  • Kritische Analyse traditioneller kapitalwertbasierter Bewertungsverfahren
  • Einsatzmöglichkeiten des Entscheidungsbaumverfahrens bei Investitionen unter Unsicherheit
  • Methodische Grundlagen der Realoptionstheorie und deren Ähnlichkeit zu Finanzoptionen
  • Vergleichende Betrachtung verschiedener Realoptionsmodelle (Binomialmethode, Black/Scholes)
  • Zukunftsperspektiven für die Standardisierung von Realoptionsansätzen in der Unternehmensberatung

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Von der Finanzoption zur Realoption

Finanzoptionen zeichnen sich durch Flexibilität, Unsicherheit und Irreversibilität aus. Der Inhaber einer Finanzoption besitzt das Recht, während (amerikanische Option) oder am Ende (europäische Option) der Laufzeit eine vorher vereinbarte Menge eines Finanzwerts zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call Option) oder zu verkaufen (Put Option). Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass der Besitzer der Option zwar das Recht, nicht aber die Pflicht zum Kauf oder Verkauf hat. Der optimale Zeitpunkt der Ausübung ist unsicher und kann nicht genau vorhergesagt werden. Übt der Inhaber die Option aus, so entstehen versunkene Kosten, wodurch die Ausübung irreversibel wird. Die Auszahlungsstruktur einer Option ist asymmetrisch, da Verluste begrenzt werden, Gewinne allerdings theoretisch ins Unendliche steigen können. Resultierend aus dieser Asymmetrie der Auszahlungsbeziehungsweise Risikostruktur ergibt sich der Wert einer Option.

Häufig besitzen reale Investitionsvorhaben, insbesondere Innovationsprojekte, die oben erwähnten Merkmale, so dass sie als Realoption bezeichnet werden können. Dabei entspricht der Wert des Underlying, der bei der Finanzoption der aktuelle Aktienkurs ist, bei einer Realoption dem Barwert der zukünftigen free Cash-flows. Volatilität ist bei einer Realoption durch die Unsicherheit des Barwerts des Underlying gekennzeichnet. Die Investitionsauszahlung der Realoptionen ist der Basispreis für die Finanzoption, und die Optionslaufzeit ist der Zeitraum, bis zu dessen Ende mit der Investitions- (Call) oder Desinvestitionsentscheidung (Put) gewartet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Investitionsbewertung und Darlegung der Notwendigkeit, Flexibilität und Unsicherheit bei Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

2. KAPITALWERTBASIERTE VERFAHREN UND IHRE NACHTEILE: Erläuterung der Grenzen klassischer Verfahren wie der DCF-Methode, insbesondere im Hinblick auf deren Unfähigkeit, strategische Handlungsspielräume und dynamische Informationsstände abzubilden.

3. BEWERTUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG VON FLEXIBILITÄT UND UNSICHERHEIT: Vorstellung des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie als alternative Methoden für Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit.

3.1. Flexible Planung auf der Basis des Entscheidungsbaums: Beschreibung der Struktur und Anwendung des Entscheidungsbaumverfahrens zur Einbeziehung zustandsabhängiger Folgeentscheidungen.

3.2. Realoptionsbasierte Unternehmungsbewertung: Einführung in die Bewertung von Handlungsspielräumen durch die Analogie zu Finanzoptionen.

3.2.1. Von der Finanzoption zur Realoption: Herleitung der Realoption durch Übertragung der Merkmale und Bewertungskriterien von Finanzoptionen auf Investitionsprojekte.

3.2.2. Typisierung von Realoptionen: Klassifizierung verschiedener Optionsarten wie Wachstums-, Abbruch-, Aufschubs- und Umstellungsoptionen.

3.2.3. Intuitive Bewertung: Diskussion des intuitiven Bewertungsansatzes für Fälle, in denen eine präzise quantitative Datenbasis fehlt.

3.2.4. Binomialmethode: Erläuterung des numerischen Verfahrens zur Optionsbewertung auf Basis arbitragefreier Kapitalmärkte und Sicherheitsäquivalenten.

3.2.5. Black/Scholes-Modell: Analyse des analytischen Optionspreismodells und dessen Anwendung sowie Grenzen bei der Bewertung von Realoptionen.

3.3. Vergleich des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie: Gegenüberstellung beider Verfahren hinsichtlich ihrer Komplexität, Anwendbarkeit und Modellierungsgenauigkeit.

4. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der vorgestellten Verfahren und Prognose zur künftigen Etablierung realoptionsbasierter Methoden als Standardwerkzeug der Unternehmensführung.

Schlüsselwörter

Unternehmungsbewertung, Realoptionstheorie, Entscheidungsbaumverfahren, Investitionsvorhaben, Kapitalwertmethode, Flexibilität, Unsicherheit, Finanzoptionen, Binomialmethode, Black/Scholes-Modell, Investitionsentscheidung, Strategische Planung, Handlungsspielraum, Volatilität, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit modernen Methoden zur Bewertung von Investitionsvorhaben unter Unsicherheit, die über klassische, oftmals zu kurz greifende kapitalwertbasierte Verfahren hinausgehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Kritik an statischen Bewertungsansätzen, die Anwendung von Entscheidungsbäumen sowie die Theorie und Praxis der Realoptionsbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Flexibilität und strategische Handlungsspielräume des Managements bei der Unternehmungsbewertung explizit berücksichtigt werden können, um Fehlentscheidungen zu minimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse und ein Vergleich quantitativer Bewertungsmodelle, darunter das Roll-Back-Verfahren bei Entscheidungsbäumen sowie die Binomialmethode und das Black/Scholes-Modell zur Optionsbewertung.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die Grenzen der Kapitalwertmethode aufgezeigt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der Realoptions-Logik, der Typisierung von Optionen und der mathematischen Modellierungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Realoptionstheorie, Entscheidungsbaumverfahren, Flexibilität, Unsicherheit und Unternehmungsbewertung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Realoptionstheorie vom Entscheidungsbaumverfahren?

Während Entscheidungsbäume vor allem zur Strukturierung komplexer Folgeentscheidungen dienen, bietet die Realoptionstheorie Ansätze zur marktorientierten Bewertung dieser Handlungsspielräume unter Berücksichtigung dynamischer Risiken.

Warum wird das Black/Scholes-Modell für Realoptionen kritisch betrachtet?

Das Modell basiert auf restriktiven Annahmen (z.B. vollkommener Kapitalmarkt, keine Transaktionskosten), die in realwirtschaftlichen Kontexten nur selten vollständig erfüllt sind, was seine Anwendbarkeit einschränkt.

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Details

Titel
Unternehmungsbewertung auf Basis des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Betriebswirtschaftslehre)
Veranstaltung
Strategisches Management
Note
1,7
Autor
Nikolaus Prenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V2865
ISBN (eBook)
9783638117364
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Realoptionstheorie Entscheidungsbaumverfahren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nikolaus Prenz (Autor:in), 2001, Unternehmungsbewertung auf Basis des Entscheidungsbaumverfahrens und der Realoptionstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2865
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