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Pausen mit Bewegungseinheiten im Unterricht. Fördern sie die kognitive Leistung von Schülern?

Title: Pausen mit Bewegungseinheiten im Unterricht. Fördern sie die kognitive Leistung von Schülern?

Examination Thesis , 2012 , 39 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Artiom Chernyak (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Unkonzentrierte Schülerinnen und Schüler im Unterricht sind für viele Lehrerinnen und Lehrer ein bekanntes Problem. Über 87% der Lehrer klagen über wachsende Konzentrationsschwächen, vermehrte Unruhe und Nervosität unter den Schülern.
Auch die Erfahrungen des Verfassers haben gezeigt, dass Unaufmerksamkeit, Unruhe und Lustlosigkeit zu verminderten Leistungen und einer Verschlechterung des Lernklimas führen. Dies stellt für Lehrer, Schüler und Eltern eine relevante Problematik dar. Die
Konfrontation mit dieser Thematik hat zur Auseinandersetzung mit folgender
Fragestellung geführt. Kann Bewegung das Lernen von Schülern im Schulalltag positiv
beeinflussen? Zahlreiche Studien legen diesen Schluss nahe.
Bewegung ist ein wesentlicher Bestandteil eines Menschenlebens und vor allem bei Kindern und
Jugendlichen bedeutsam für die motorische, kognitive und soziale Entwicklung. Das
traditionelle Schulverständnis grenzt die notwendige Bewegung der Kinder jedoch ein und
versucht diese zu unterdrücken. „Bewegung ist etwas, was nicht sein soll, was den
Unterricht stört“. Somit wird die Institution Schule zumeist dem Drang der Schüler nach
Bewegung und Selbsterfahrung des Körpers nicht gerecht.
Bereits seit Anfang der 90er Jahre erfährt diese Thematik eine zunehmend breite
schulpädagogische und bildungspolitische Aufmerksamkeit im Rahmen des Begriffs
„Bewegte Schule“.
Zunehmend wird dieser Begriff in die Tat umgesetzt,
indem immer mehr Schulen versuchen, mehr Bewegung in den Schulalltag zu integrieren
und somit den körperlichen und emotionalen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Teilaspekt des Konzepts „Bewegte Schule“,
der Bewegungspause im Unterricht. Da die Konzentration der Schüler im Verlauf eines
Schultages Schwankungen unterliegt, entstand die Motivation die Bewegungspause im
„Nicht-Sport“-Unterricht zur Anwendung zu bringen und im Rahmen der vorliegenden
Arbeit zu evaluieren und auszuwerten. Anhand einer Versuchsreihe soll untersucht
werden, ob und inwieweit eine Bewegungspause während der Unterrichtszeit die
kognitive Leistungsfähigkeit der Schüler verbessern kann. Zur Anwendung kommen zwei
unterschiedliche Arten der Bewegungspause, welche entweder den Schwerpunkt auf die Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems oder die Koordination legen und miteinander verglichen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Didaktische Analyse

2.1. Begründung der Arbeit

2.2. Zielsetzung

3. Theoretische Grundlagen

3.1. „Bewegte Schule“

3.2. Die Bewegungspause als Baustein der „Bewegten Schule“

2.2. Zusammenhang zwischen motorischer Aktivität und kognitiver Leistungssteigerung

4. Versuchsgruppenanalyse

5. Konkretisierte Darstellung der Versuchsreihe

5.1. Angewendete Bewegungspausen

5.1.1. Bewegungsgeschichte „Riese, Mensch, Zwerg“

5.1.2. Bewegungspause „Spiegelbild“

5.2. Methodik

5.3. Durchführung der d2-Tests

6. Auswertung

6.1. Reflexion der Bewegungspausen

6.1.1. Bewegungsgeschichte „Riese, Mensch, Zwerg“

6.1.2. Bewegungspause „Spiegelbild“

6.2. Testergebnisse

6.2.1. Bewegungsgeschichte „Riese, Mensch, Zwerg“

6.2.2. Bewegungspause „Spiegelbild“

6.3. Interpretation der Testergebnisse

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob kurze Bewegungspausen im Unterricht die kognitive Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern positiv beeinflussen können, um somit der abnehmenden Konzentration im Schulalltag entgegenzuwirken.

  • Bedeutung der „Bewegten Schule“ für den modernen Unterricht
  • Einfluss motorischer Aktivität auf kognitive Prozesse und Konzentration
  • Praktische Erprobung verschiedener Bewegungspausen
  • Messung der Leistungsfähigkeit mittels d2-Test
  • Evaluation der Akzeptanz und Wirksamkeit bei unterschiedlichen Schülergruppen

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Bewegungspause als Bestandteil der „Bewegten Schule“

Die Konzentration der Schüler über einen 45 bzw. 90 minütigen Zeitraum auf einem gleichmäßig hohen arbeitsadäquaten Level zu halten, erscheint heute zunehmend schwieriger. Die Veränderung der Lebensumwelt der Kinder durch Medialisierung und zunehmenden Bewegungsmangel macht Konzentrationsschwäche zu einem hervorstechenden Charakteristikum der heutigen Schüler, was den Schulalltag für Schüler, Lehrer und indirekt auch für die Eltern zunehmend beschwerlich macht. Durch Unaufmerksamkeit, Unruhe oder Lustlosigkeit zeigen Schüler an, dass eine Unterbrechung des Unterrichts angebracht ist. In solchen Momenten ist die Durchführung einer Bewegungspause sinnvoll. Diese ist ein Baustein des Konzepts „Bewegte Schule“ und steigert die Konzentration und Leistungsbereitschaft der Schüler.

Durch die Übungen kommt es zu einer Aktivierung des Sympathikus, dadurch zur Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und damit verbunden zu einer besseren Energieversorgung des Körpers und Durchblutung des Gehirns. Ermüdungserscheinungen kann somit vorgebeugt werden und es werden energetische Voraussetzungen für die geistige Leistungsfähigkeit geschaffen.

Wichtig ist vor allem den richtigen Zeitpunkt für die Bewegungspause zu finden. Dieser liegt meist am Ende einer längeren Konzentrationsphase. Durch eine gezielte Beobachtung der Schüler und deren Tätigkeiten, die sie neben dem eigentlichen Unterrichtsgeschehen durchführen, lässt sich der richtige Moment schnell festlegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problematik sinkender Konzentration im Unterricht und leitet die Forschungsfrage zur Wirksamkeit von Bewegungspausen ab.

2. Didaktische Analyse: Begründet die Relevanz der Arbeit im Kontext des Sportunterrichts und der Lehrerausbildung unter Berücksichtigung des bewegungsarmen Schulalltags.

3. Theoretische Grundlagen: Erläutert das Konzept der „Bewegten Schule“ sowie den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kognitiver Leistungssteigerung.

4. Versuchsgruppenanalyse: Charakterisiert die am Experiment beteiligten Schulklassen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, ihres Lernklimas und ihres Arbeitsverhaltens.

5. Konkretisierte Darstellung der Versuchsreihe: Beschreibt die durchgeführten Bewegungsübungen sowie die Methodik der Datenerhebung mittels d2-Test.

6. Auswertung: Präsentiert die Reflexion der Schüler zum subjektiven Empfinden sowie die objektiven Testergebnisse zur Konzentrationssteigerung.

7. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die praktische Eignung sowie den positiven Einfluss der Bewegungspausen auf das Unterrichtsklima.

Schlüsselwörter

Bewegungspause, Bewegte Schule, Konzentration, Kognitive Leistungsfähigkeit, d2-Test, Sportunterricht, Motorik, Herz-Kreislauf-Aktivierung, Lernklima, Konzentrationsschwäche, Schulalltag, Schulentwicklung, Unterrichtsqualität, körperliche Aktivität, Pausengestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Bewegungspausen als pädagogisches Instrument, um die Konzentrationsfähigkeit und kognitive Leistung von Schülern im Unterricht zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Konzept der „Bewegten Schule“, dem Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Gehirnaktivität sowie der praktischen Erprobung und Evaluation spezifischer Übungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Kann die kognitive Leistungsfähigkeit von Schülern im Unterricht durch gezielte Bewegungspausen signifikant gesteigert werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine empirische Untersuchung in zwei Klassen durch und nutzt den „d2-Test“ (Aufmerksamkeits-Belastungs-Test) zur objektiven Messung der Konzentrationsleistung vor und nach den Bewegungspausen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Analyse der Versuchsgruppen, die Beschreibung der methodischen Durchführung der Testreihen sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Bewegungspause, Bewegte Schule, Konzentration, kognitive Leistungsfähigkeit und d2-Test.

Welche Rolle spielt die „Bewegungsgeschichte“ in der Untersuchung?

Sie dient als aktivierende Form der Bewegungspause, die darauf abzielt, das Herz-Kreislauf-System durch eine Geschichte anzuregen, bei der Schüler auf bestimmte Schlagworte mit körperlicher Bewegung reagieren.

Wie bewerten die Schüler die durchgeführten Bewegungspausen?

Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv; die Schüler fühlten sich nach den Pausen erfrischt, konzentrierter und das allgemeine Lernklima im Klassenraum verbesserte sich merklich.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Konzentrationsleistung?

In der Mehrheit der durchgeführten Tests konnte nach der Bewegungspause eine deutliche Steigerung des KL-Wertes (Konzentrationsleistungswert) gemessen werden.

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Details

Title
Pausen mit Bewegungseinheiten im Unterricht. Fördern sie die kognitive Leistung von Schülern?
Grade
2,0
Author
Artiom Chernyak (Author)
Publication Year
2012
Pages
39
Catalog Number
V287040
ISBN (eBook)
9783656873907
ISBN (Book)
9783656873914
Language
German
Tags
bewegungspausen unterricht maßnahme veränderung leistungsfähigkeit schülerinnen schüler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Artiom Chernyak (Author), 2012, Pausen mit Bewegungseinheiten im Unterricht. Fördern sie die kognitive Leistung von Schülern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287040
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