Der pädagogische Nutzen des Verhaltens von Jugendlichen in sozialen Netzwerken für den Schulalltag


Seminararbeit, 2012

19 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Social Media

Facebook - ein soziales Netzwerk mit Erfolg

Möglichkeiten und Gefahren

Conclusio

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

Die aktuelle Entwickelung des Internets in Form des Web 2.0 ist ein Siegeszug in verschiedenen Belangen. Der Nutzer des 21. Jahrhunderts kann sich den Alltag ohne die Verfügbarkeit des Internets kaum vorstellen. Dies betrifft maßgeblich die Generationen, die das Internet nicht als ein sich rasch entwickelndes und aufsteigendes Medium erlebt haben, sondern die, die ihre Welt nur mit der alltäglichen Präsenz des Webs 2.0 erleben. Das sind diejenigen bis 35, sowie der kommenden Generationen, für welche die Entwickelung des Internets ein Teil der Weltgeschichte sein wird. Im Folgenden wird speziell ein Hauptaspekt einem Emporkömmling dieser Zeit gewidmet, den sozialen Netzwerken. Insbesondere wird sich die Hausarbeit mit dem Verhalten von Jugendlichen in sozialen Netzwerken auseinandersetzen und die Möglichkeit der Beratung und Unterstützung durch Pädagogen und Therapeuten aufzeigen. Zum einen soll deutlich werden, was soziale Netzwerke für Jugendliche bedeuten und wie das Nutzungsverhalten von 14-25 jährigen aussieht. Diese Ergebnisse sollen aufzuzeigen, inwieweit es möglich sein kann, den Heranwachsenden durch gezielte Beratung und Unterstützung in sozialen Netzwerken Hilfestellung in ihrer persönlichen Entwickelung zu geben um damit ein Medium der pädagogischen Arbeit in Schulen darstellen zu können. Als Grundlage der Auseinandersetzung bediene ich mich hierbei einer eigens durchgeführten Befragung von Jugendlichen im Alter von 14-25 jährigen über ihr Nutzungsverhalten in sozialen Netzwerken und der Arbeit von Prof. Dr. Michael Borges- Lauf, insbesondere wird hierbei Bezug zu seinem Vortrag, vom 27.01.2012 (Bonn) „Soziale Online-Netzwerke in der Beratung und Therapie mit Jugendlichen“ genommen. Die Inhalte dieses Vortrages befinden sich ebenfalls in der Zeitschrift: Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen vom DGVT Verlag, Ausgabe 1/2012.

Social Media

Zunächst handelt es sich bei „socialmedia“, wie bereits erwähnt, um eine Entwickelung im Web 2.0. Das Web 2.0 definiert dabei die Ausprägung des World Wide Web (=Internet), die sich darauf bezieht, dass der Nutzer nicht nur noch einen Konsument der Inhalte darstellt, sondern, als sogenannter Prosument, eigens Inhalte zur Verfügung stellt und gleichzeitig die Inhalte anderer konsumiert. Dargestellt wird somit eine interaktive, digitale Welt, in der die Nutzer untereinander mit Hilfe der Inhalte kollaborieren. Ein Wandel, der vom World Wide Web als eine reine Informationsquelle und Kommunikationsart zwischen zwei Nutzern zu einer Interaktion in Gruppen geführt hat und als Web 2.01 bezeichnet wird.

Der Aspekt der Kommunikation wird in besonderer Weise vom Begriff der „socialmedia“ aufgegriffen. Bei „socialmedia“ (dt.: soziale Medien) tritt die Kommunikation in den Vordergrund. Hierbei wird dem Nutzer auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht mit anderen Nutzern zu interagieren und Informationen, Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen austauschen. Die Veröffentlichung von Inhalten obliegt dabei in den Händen der jeweiligen Nutzer. Oftmals werden deshalb die erschaffenen Inhalte als User Generated Content (UGC) oder Consumer Generated Content (CGM) bezeichnet (dt.: vom Nutzer/Konsument generierte Inhalte). Außerdem hat Social Media einige weitere Merkmale. Neben der Mitwirkung und der Interaktion geht es u.a. auch um Offenheit. Jeder Nutzer kann teilnehmen und offen in einen Informationsaustausch treten, da keine generellen Zugangsbeschränkungen existieren. Des Weiteren fördern soziale Medien beispielsweise die Gemeinschaftlichkeit, da sie Gleichgesinnten ermöglichen, sich schnell zusammenzufinden. Nach Brian Solis, einem bekannten Marketingexperten im Bereich der Social Media, können insgesamt 25 Social Media-Kategorien unterschieden werden, auf die hier aber nicht im gesamten Umfang eingegangen werden kann. Angefangenen von Blogs/Mikroblogs, hierbei werden kurze Posts oder auch Artikel veröffentlicht, die vom Usern gelesen und kommentiert werden können (als bekanntes Beispiel ist hier Twitter© zu nennen), über soziale Netzwerke. Bei diesen treten Nutzer untereinander „Freundschaften“ an, um automatisch gegenseitig informiert zu werden (als Paradebeispiel ist hier Facebook© zu nennen, auf welches später noch näher eingegangen wird.). Die sozialen Netzwerke „SocialNetworks“ stellen einen Hauptteil der von Solis genannten Formen dar. In Bezug zu meiner Überlegung möchte ich an dieser Stelle aber genauer auf die Erscheinungsform Facebook eingehen und den Rest, als Erscheinungen stehen lassen. „SocialNetworks“ kann man noch weiter aufgliedern und „BuisnessSocial Network“ erwähnen, welche auf dem gleichen Prinzip der „Social Networks“ basieren, nur dass sie dem betrieblichen Zweck dienen und beispielsweise Mitarbeiter eines Unternehmens verknüpfen sollen. „Mediasharing Sites“, als eine andere erwähnenswerte Kategorie (als Beispiel YouTube©), verknüpfen auf ihre Weise in Form von medialen Inhalten die Nutzer untereinander. Die an dieser Stelle genannten Formen von „Social Media“ oder „Mediasharing Sites“ sind einige der bekanntesten Beispiele. Eine detaillierte Aufführungen aller von Solis benannten Formen würde an dieser Stelle den Rahmen der Arbeit sprengen, sodass der Fokus auf dem relevanten Beispiel Facebook© beruht.

Erfolg

Das 2004 von Mark Elliot Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk kann in zwei Aufgabenbereiche unterteilt werden. Zum einen in die Bereitstellung eines „soziales Werkzeugs“, das Menschen dabei hilft, effizienter mit ihren Freunden, Familienmitgliedern und Arbeitskollegen zu kommunizieren. Zum anderen in die Entwicklung neuer Technologien für das „soziale Werkzeug“. Eine Aufstellung der Nutzerzahlen 20112 zeigt die weltweite Präsenz des Netzwerks mit über 750.000.000 angemeldeten Nutzen zu diesem Zeitpunkt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Deutschland spiegelt sich die demographische Verteilung3 der Nutzer hauptsächlich im Bereich der 14-35 jährigen wieder, wobei der größte Anteil bei den 14-24 jährigen liegt. Dies zeigt, dass im Zusammenhang mit der in der Einleitung bereits erwähnten Feststellung, die Bereitschaft zur Nutzung eher bei den Generationen liegt, die die Entwicklungsexplosion des Internets als dauerpräsent erfahren und nicht den Weg der gesamten Entwicklung verfolgt haben. Das könnte bedeuteten, dass Nutzerzahlen sich in Zukunft vergrößern und auch demographisch in die Breite gehen.

Eine von Theresa Niemann und mir durchgeführte Umfrage zum Verhalten von Jugendlichen in sozialen Netzwerken, bei der insgesamt 168 Personen im Alter von 10-25 Jahren teilgenommen haben, hat einen interessanten Aspekt besonders hervorgehoben. Zunächst jedoch wird an dieser Stelle angefügt, dass die Umfrage zwar keine repräsentative Umfrage darstellt, jedoch das Verhalten der Nutzer deutlich wiederspiegelt. Wir haben den Fragebogen in drei Altersklassen geteilt (10-14, 15-20 und 21-25) und grundsätzliche Fragen über Aktivität, Privatsphäre und Nutzung gestellt.

[...]


1 Quelle: Unterschiede Web 1.0 zu 2.0 : Barefoot, D.; Szabo, J. (2010), S. 4

2 Quelle: Huller Consult GmbH(Hrsg.)(2011)

3 Quelle:http://www.wollmilchsau.de/facebook-altersgruppen-abdeckung-in-deutschland-2011/ (02.02.2013)

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Der pädagogische Nutzen des Verhaltens von Jugendlichen in sozialen Netzwerken für den Schulalltag
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V288846
ISBN (eBook)
9783656890775
ISBN (Buch)
9783656890782
Dateigröße
948 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facebook, Jugendliche, Verhalte, Schulalltag
Arbeit zitieren
Sebastian Kleffner (Autor), 2012, Der pädagogische Nutzen des Verhaltens von Jugendlichen in sozialen Netzwerken für den Schulalltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288846

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