Stellenwert der Familie. Eine Gegenüberstellung von Spanien und Deutschland


Seminararbeit, 2014

16 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen
2.1 Länderportrait Spanien
2.2 Personenportrait Arantza Puyol
2.3 Definition Familie

3 Familienleben im Vergleich
3.1 Aktuelle Familienstruktur
3.2 Mehrgenerationenhaushalte
3.3 Auszug aus dem Elternhaus.
3.4 Innerfamiliäre Rollenverteilung
3.5 Bedeutung gemeinsamer Aktivitäten

4 Das Modell Familie in der Zukunft

5 Schlusswort

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Landkarte Spanien

Abb. 2: Geburtenentwicklung in Deutschl and

Abb. 3: Anzahl der Scheidungen 2011 in Deutschland und Spanien

1 Einführung

„Wenn alle Bande sich auflösen, wird man zu den häuslichen zurückgewiesen“.1 Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte, wie wichtig eine Familie für Men- schen ist. Doch dieses Konstrukt „Familie“ befindet sich im Wandel - immer öfter trifft man auf Paare ohne oder mit nur wenigen Kindern; früher waren Großfamilien mit mehr als 5 Kindern keine Seltenheit. Die Wichtigkeit einer intakten Familie bleibt jedoch trotz allem bestehen. In Spanien hat die Familie einen sehr hohen Stellenwert; sie stellt in gewisser Weise heute auch eine zentrale Institution der dortigen Gesellschaft dar, welche die Versäumnisse und Defizite des Sozialstaa- tes auffangen muss.2 In Deutschland nimmt die Familie in der heutigen Zeit eben- falls einen anhaltend hohen Stellenwert ein - auch für junge Menschen, wie eine Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt: Rund 80% der befragten Bürger gaben an, eine Familie sei ein wesentlicher Faktor, um ein glückliches Leben zu führen.3

Ist das Konzept „Familie“ länderübergreifend weitestgehend ähnlich, ebenso wie die Auffassung über die Wichtigkeit beziehungsweise den Stellenwert der Familie oder gibt es länderspezifische Unterschiede? Dieser Fragestellung möchte ich im Rahmen dieser Seminararbeit, mit Schwerpunkt auf die Betrachtung Spaniens und Deutschlands, nachgehen - mit Hilfe meiner spanischen Tandempartnerin Arantza Puyol, die seit gut einem Jahr in Deutschland lebt.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werde ich zunächst das betrachtete Land Spani- en sowie meine Tandempartnerin Arantza Puyol vorstellen und den Begriff der Familie klären. Danach werde ich einige Aspekte des Familienlebens näher be- trachten und die beiden EU-Länder Deutschland und Spanien jeweils in dessen Ansichten vergleichen. Außerdem werde ich den Trend der ansteigenden Anzahl an Scheidungen als kritische Zukunft des Familienkonzepts ansprechen. Ab- schließen möchte ich diese Seminararbeit mit einem zusammenfassenden Schlusswort.

2 Grundlagen

Im Folgenden wird das multikulturelle Land Spanien bezüglich der dortigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die staatlich geleisteten monetären Unterstützungen beleuchtet. Danach folgen eine kurze Vorstellung meiner Tandempartnerin Arantza Puyol sowie die Klärung des Begriffs „Familie“.

2.1 Länderportrait Spanien

Spanien ist und bleibt eines der kulturellen Zentren in Europa. Das im Südwesten Europas liegende Land mit der Hauptstadt Madrid hat rund 47 Millionen Einwoh- ner.

Abb. 1: Landkarte Spanien4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die vorherrschende Multikulturalität zeigt sich zum Beispiel gut in der sprachlichen Vielfalt: Es gibt keineswegs eine „einheitliche“ Sprache, sondern regionale Unterscheidungen wie zum Beispiel Katalanisch, Baskisch und Galicisch.5 Spanien ist bekannt für ein einen beeindruckenden Kultur- und Landschaftsmix sowie eine lockere und genießende Lebensweise. Stress ist für Spanier anscheinend ein Fremdwort, die „Siesta“ hingehen heilig.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in Spanien mittlerweile genauso gut wie in Deutschland, es gibt viele Kindergärten und Tageseinrichtungen. Das einzige Problem stellen die steigende Arbeitslosigkeit und der damit einhergehende Geldmangel dar:

Kindergärten sind sehr teuer und nicht jede Familie verfügt über die hierfür nötigen finanziellen Mittel. Oftmals werden die Großeltern zum Kindergartenersatz und betreuen tagsüber die Enkelkinder auf, während die Eltern arbeiten.

Wie in Deutschland werden auch in Spanien aus Steuermitteln Familienbeihilfen geleistet. Jedoch wird hier im Gegensatz zu Deutschland ein einheitlicher Kindergeldbeitrag geleistet, unabhängig von Kinderzahl und dem Alter der Kinder - jedoch handelt es sich nur um einen Betrag bis zu 50€ pro Monat. Zusätzlich gibt es noch, abhängig von der jeweiligen Krankenversicherung, Leistungen bei Mutterschaft, wie zum Beispiel kostenlose medizinische Versorgung bei und nach der Geburt. Außerdem wird ein Mutterschaftsgeld in der Zeit des Einkommensausfalls durch Mutterschutzfristen gewährleistet.6

2.2 Personenportrait Arantza Puyol

Meine Tandempartnerin ist Arantza Vidaurre Puyol. J Ich kenne sie durch das Fitnessstudio, in welchem ich arbeite, da sie regelmäßig dort trainiert. Sie ist 25 Jahre alt, kommt aus der im Norden Spaniens liegenden Stadt Olite und wohnt seit gut einem Jahr in Deutschland. Nachdem sie die Schule beendet hat, studierte sie in Spanien, mit einem Auslandssemester in Wales, Maschinen- bau und erneuerbare Energien. In Spanien ist es jedoch sehr schwer, in diesem Bereich einen Arbeitsplatz zu finden, weshalb sie schließlich nach Deutschland gezogen ist und hier jetzt in Waldenburg, in der Nähe von Schwäbisch Hall, als Ingenieurin tätig ist. Sie wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall in Deutschland bleiben, um Berufserfahrung sammeln und ihr Deutsch verbessern zu können. H In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport, geht Joggen oder Schwimmen. Des Weite- ren kocht sie sehr gerne und trifft oft Freunde, wie das auch in Spanien typisch ist.

2.3 Definition Familie

Unter einer Familie versteht man alle Arten von Eltern-Kind-Gemeinschaften. Sowohl früher als auch heute denkt man bei dem Wort „Familie“ primär an ein verheiratetes Ehepaar mit einer variierenden Anzahl an Kindern.

Jedoch hat sich dieses Familienverständnis in den letzten Jahren erweitert: Auch unverheiratete Paare oder alleinerziehende Eltern werden immer häufiger und auch immer besser als Familienart akzeptiert und in jeglicher Form unterstützt.

3 Familienleben im Vergleich

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden nun einige Aspekte des familiären Zu- sammenlebens angeführt und auf Basis dessen Spanien und Deutschland vergli- chen.

3.1 Aktuelle Familienstruktur

Im Laufe der letzten hundert Jahren konnte man in vielen Ländern einen starken Rückgang der Anzahl Kinder pro Haushalt beobachten. In Deutschland ist dies ganz klar der Fall, wie folgende Grafik zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Geburtenentwicklung in Deutschland7

Spanien zählt ohnehin neben Griechenland, Portugal und Italien zu den geburtenschwächsten Ländern. Dennoch waren früher viele Kinder in einer Familie keine Seltenheit: Arantzas Vater hatte 4 Brüder, ihre Tante hatte 7 Geschwister.

[...]


1 Goethe, J.W., 1806

2 Vgl. Valentino, R., 2010, S. 6

3 Vgl. Bmfsfj, 2012, S. 12

4 Internetquelle: http://www.fairunterwegs.org/laender/spanien/in-kuerze.html, Stand:18.04.2014

5 Vgl. Scheitza, A., 2011, in: Rupp, A., S. 7

6 Vgl. Schmid, J., 2012, S. 278

7 Vgl. Siems, D., 2013, Internetquelle, Stand: 18.04.2014

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Stellenwert der Familie. Eine Gegenüberstellung von Spanien und Deutschland
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn  (Campus Schwäbisch Hall)
Note
2.0
Autor
Jahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V292677
ISBN (eBook)
9783656897651
ISBN (Buch)
9783656897668
Dateigröße
643 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stellenwert, familie, eine, gegenüberstellung, spanien, deutschland
Arbeit zitieren
Larissa Schäffler (Autor), 2014, Stellenwert der Familie. Eine Gegenüberstellung von Spanien und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292677

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