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Das Spiel mit der Realität in Martin Scorseses "Shutter Island"

Title: Das Spiel mit der Realität in Martin Scorseses "Shutter Island"

Term Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lisa Demmel (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Satellite Awards, Teen Choice Awards, San Diego Film Critics Society Award und noch viele weitere Auszeichnungen hat Scorseses Film „Shutter Island“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane, abgeräumt. Der Streifen polarisiert: Die Filmzeitschrift „Schnitt“ bezeichnet ihn als „das heimliche Meisterwerk unter [seinen] Zwischenwerken“, Carsten Baumgardt von der Filmstarts.de-
Redaktion meint im Gegensatz dazu, Shutter Island sei „zwar durchaus ein guter Psycho-Thriller, aber kein Meisterwerk mit Preispotential“.

So gehen die Meinungen bei den Kritikern auseinander, doch dass der Film im Gedächtnis bleibt, ist unumstritten. Zu verwirrend, zu komplex, zu überraschend ist das Ende. Nach
Vorführungen brechen im Internet Diskussionen aus, ob Leonardo Di Caprio in seiner Rolle als US-Marshal Edward „Teddy“ Daniels nun geisteskrank ist oder ob er
schlicht resigniert.
Scorsese schafft es, mit der Wahrnehmung zu spielen: Ist Teddy ein Mörder? Ist er schizophren? Alles ein abgekatertes Spiel oder in Wirklichkeit gut gemeinte Hilfe?
Der Zuschauer ist fast gezwungen, sich ein zweites Mal hinzusetzen und den Film noch einmal anzuschauen – mit 120 Prozent Aufmerksamkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Definition von „Realität“ und „Wirklichkeit“

2.2. Definition von „Traum“ und „Illusion“

3. Scheinbare Realität in „Shutter Island“

3.1. Der Plot

3.2. Die Örtlichkeiten

3.3. Die Perspektive

3.4. Die Flashbacks

3.5. Die Vorzeichen des Geisteszustandes von Daniels

3.5.1. Die fehlende Kooperationsbereitschaft

3.5.2. Verschiedene Aussagen

3.5.3. Die Patientin „Rachel Solando“

4. Die Auflösung

5. Zusammenfassung und abschließender Gedanke

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie der Regisseur Martin Scorsese in seinem Film „Shutter Island“ die Wahrnehmung des Publikums gezielt manipuliert, um eine „falsche Realität“ als wahr erscheinen zu lassen. Dabei wird analysiert, durch welche filmischen Mittel und erzählerischen Strategien der Zuschauer dazu gebracht wird, die Perspektive eines psychisch kranken Protagonisten unhinterfragt als gegeben zu akzeptieren.

  • Philosophische Begriffsdefinitionen von Realität, Wirklichkeit, Traum und Illusion.
  • Analyse der narrativen Perspektive und der Identifikation des Zuschauers mit der Hauptfigur.
  • Untersuchung von Inszenierungselementen wie Örtlichkeiten und Flashbacks als Mittel zur Irreführung.
  • Dekonstruktion der „falschen Realität“ anhand konkreter Filmsequenzen und inhaltlicher Hinweise.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Örtlichkeiten

Schon die gegebenen Räumlichkeiten sind in „Shutter Island“ alles andere als gewöhnlich. Der Film beginnt auf einer Fähre, umgeben von nichts als Wasser und Nebel. Es wird ein Untertitel eingeblendet, der angibt, wo die Reise hinführen soll: Boston Harbour Island. Und das im Jahr 1954. Der Leser wird sofort in einen begrenzten Raum gebracht – dem Schiff. Aber selbst von dem Schiff wird nicht viel gezeigt. Schließlich ist dessen einzige Aufgabe Daniels und Aule nach Shutter Island zu bringen. Scorsese „lässt kein künstlerisches Element aus, um dem Zuschauer klarzumachen, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht auf dieser Insel. Gleich zu Beginn übertreibt es der Oscar-Preisträger mit dem Nebel und der dramatischen Orchestermusik“. Jedoch wird es auf der Insel selbst noch merkwürdiger: Beim Anlegen sollen sie sich beeilen, von Bord zu kommen, denn es werde ein schlimmer Sturm aufziehen. Mit der Fähre verschwindet auch die einzige Fluchtmöglichkeit. Kaum haben die beiden US-Marshals einen Fuß auf die Insel gesetzt, sind sie abgeschotten und isloliert – und mit ihnen der Zuschauer. Die „topologische Lage der Insel veranschaulicht die Abgeschiedenheit. Es gibt nur einen Fluchtweg und an der Rückseite der Insel zeichnen sich steile Felsklippen ab. Diese Umstände drücken etwas Beklemmendes aus und lassen die Insel in Folge dessen unheimlich wirken“. Starkstromzäune, Wachmänner und Tore tuen ihr übriges: Scorsese nimmt den Zuschauer mit auf die Insel und sperrt ihn mit dem Ermittler darauf ein – wie einen Insassen. Dem folgenden Geschehen kann man so nicht entfliehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die kontroversen Kritiken zu „Shutter Island“ und führt in die Fragestellung ein, wie Scorsese die Wahrnehmung des Zuschauers durch filmische Mittel gezielt beeinflusst.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert philosophische Definitionen der Begriffe Realität, Wirklichkeit, Traum und Illusion als Basis für die weitere Analyse.

3. Scheinbare Realität in „Shutter Island“: Hier wird detailliert analysiert, wie Plot, Setting, Perspektive und Flashbacks dazu dienen, eine subjektive Wahrnehmung der Realität als objektiv zu etablieren.

4. Die Auflösung: Das Kapitel behandelt den entscheidenden Wendepunkt im Film, an dem der Zuschauer mit der tatsächlichen Identität des Protagonisten konfrontiert wird.

5. Zusammenfassung und abschließender Gedanke: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Identifikation mit der Hauptfigur ein zentrales Element der Täuschung ist und stellt die Frage nach der Anerkennung eigener Identität.

Schlüsselwörter

Shutter Island, Martin Scorsese, Realität, Wirklichkeit, Wahrnehmung, Identität, Dissoziative Identitätsstörung, Filmpsychologie, Täuschung, Narration, Perspektive, Psychothriller, Flashbacks, Trauma, Scheinwelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von filmischen Mitteln und menschlicher Wahrnehmung in Martin Scorseses „Shutter Island“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die philosophische Differenzierung zwischen Realität und Illusion sowie die filmische Konstruktion einer falschen Erzählebene.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, mit welchen Mitteln Scorsese das Publikum dazu bringt, die Sichtweise eines psychisch kranken Protagonisten für wahr zu halten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer filmtheoretischen Analyse unter Einbeziehung philosophischer Definitionen und erzähltheoretischer Ansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Analyse filmischer Elemente wie den Örtlichkeiten, der Kameraperspektive, den Flashbacks und der fehlenden Kooperation im Umfeld des Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Wahrnehmung, Identität, Scheinwelt, Realitätskonstruktion und die Filmpsychologie des Thrillers.

Wie spielt die Inszenierung der Örtlichkeiten eine Rolle für die Irreführung?

Die Isolation der Insel, verstärkt durch Wetterereignisse und Sicherheitsmaßnahmen, schließt den Zuschauer gemeinsam mit dem Protagonisten psychologisch ein, wodurch die Perspektive des Helden unhinterfragt übernommen wird.

Welche Bedeutung haben die Flashbacks für die Darstellung der Krankheit?

Die Flashbacks dienen nicht nur der Erinnerung, sondern zeigen durch ihre Unzuverlässigkeit die fortschreitende psychische Fragmentierung und die Verdrängung der Tat durch den Protagonisten.

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Details

Title
Das Spiel mit der Realität in Martin Scorseses "Shutter Island"
College
LMU Munich
Course
Proseminar: Traum und Wirklichkeit in Film und Musik. Philosophische Grundlagen zur Analyse moderner Medien - oder zum Begriff der "Kontingenz"
Grade
2,0
Author
Lisa Demmel (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V292709
ISBN (eBook)
9783656898207
ISBN (Book)
9783656898214
Language
German
Tags
spiel realität martin scorseses shutter island
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Demmel (Author), 2014, Das Spiel mit der Realität in Martin Scorseses "Shutter Island", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292709
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