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"Eine unbequeme Wahrheit". Al Gores Klima-Apokalypse ist stark übertrieben

Titel: "Eine unbequeme Wahrheit". Al Gores Klima-Apokalypse ist stark übertrieben

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Holger Köhler-Kaeß (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Weltklimabericht: Uno schlägt Alarm - Klima-Apokalypse naht“, „Bericht des UN-Weltklimarats - Apokalypse auf Akademisch“, „Apokalypse im Trend“, „Apokalyptische Prognosen - Vor UN-Klimakonferenz in Doha hagelt es Warnungen vor Klima-GAU“ und „Alarmierende Szenarien: Forscher warnen vor Öl- und Klima-Apokalypse“ sind einige der Überschriften, die in den letzten Jahren bei Spiegel Online, taz.de, Süddeutsche.de und FOCUS Online zu lesen waren.
Einen Anteil daran, dass die globale Erwärmung und der damit einhergehende Klimawandel, in den Medien immer wieder mit einer drohenden Apokalypse in Verbindung gebracht wird, hat mit Sicherheit Al Gore.
Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat ging vor einigen Jahren mit einem Diavortrag zum Thema Klimawandel weltweit auf Tour, mit dem er über tausendmal auftrat.
2006 kam sein Vortrag unter dem Titel "An Inconvenient Truth" (2006) als Dokumentation in die Kinos. Der Film wurde zu einem großen Publikumserfolg und wird bis heute weltweit in Schulen gezeigt, wodurch er die Klimadebatte in einzigartiger Weise geprägt hat. 2007 bekam Al Gore für sein Engagement zusammen mit dem IPCC (Klimarat der UN) den Friedensnobelpreis verliehen, während sein Film mit dem Oscar für die beste Dokumentation 2006 prämiert wurde.
Doch Al Gores Vortrag entspricht bei genauerem Hinsehen kaum einer sachlichen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der globalen Erwärmung und ihren Folgen, sondern erweist sich an mehreren Stellen als alarmistische Übertreibung. Der ehemalige Vizepräsident will in erster Linie sich selbst als besonders bedeutsamen, wichtigen Menschen inszenieren und mit seiner konstruierten, modernen Apokalypse dem Zuschauer Angst machen.

Zum Beweis dieser These werden sowohl das theatrale Schauspiel von Al Gore als auch die filmische Dramaturgie der Dokumentation anhand einiger ausgewählter Szenen analysiert und darüber hinaus im Anschluss einige der wissenschaftlichen „Fakten“ des Films widerlegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die moderne Apokalypse des Al Gore - Eine Einführung

2.1. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Beschreibung

2.2. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Analyse

2.3. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Weitere Beobachtungen

3. An Inconvenient Truth - Die Erschaffung einer modernen Klima-Apokalypse

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die filmische und theatrale Inszenierung von Al Gore in der Dokumentation "An Inconvenient Truth". Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gore durch den gezielten Einsatz von Körpersprache, Mimik und theatralen Mitteln sein Publikum beeinflusst, während gleichzeitig kritisch hinterfragt wird, inwiefern seine alarmistischen Darstellungen der Klimakrise wissenschaftlich fundiert sind.

  • Theatrale Inszenierungsstrategien von Al Gore
  • Filmdramaturgie und Manipulationstechniken
  • Analyse der "modernen Apokalypse" nach Klaus Vondung
  • Kritische Gegenüberstellung von Filminhalten und wissenschaftlichen Fakten

Auszug aus dem Buch

2.1. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Beschreibung

Es folgt nun eine Beschreibung der ersten knapp vier Minuten von An Inconvenient Truth. Auf diese Weise soll eine Einführung in den Aufbau des Films ermöglicht werden, der im Anschluss analysiert wird. Bei der Analyse kommen theater- als auch filmwissenschaftliche Parameter zum Einsatz. Stimme, Gestik und Mimik Al Gores werden in Hinsicht auf ihre Theatralität analysiert, besonders wichtige Einstellungsgrößen, Perspektiven und Lichtsetzung auf ihre filmdramaturgische Wirkung. Die Beschreibung der ersten vier Minuten berücksichtigt diese Herangehensweise und beschreibt besonders wichtige Teile des Films ausführlicher, während weniger wichtige nur kurz ausformuliert werden.

An Inconvenient Truth beginnt mit mehreren Aufnahmen eines Flusses in freier Natur. Das Tageslicht ist hell, die Umgebung wirkt unberührt und natürlich. Unterlegt werden die Bilder mit einer dezenten, etwas traurig klingenden Filmmusik und einem Off-Kommentar von Al Gore. Der ehemalige Vizepräsident spricht den Filmzuschauer direkt an. Hier ein Auszug:

You look at that river, gently flowing by. You notice the leaves rustling with the wind. You hear the birds... you feel the gras...It´s quiet. It´s peaceful. And all of a sudden it´s a gear shift inside you. And it´s like taking a deep breath and going, “Oh, yeah, I forgot about this.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Präsenz des Klimawandels als "Apokalypse" und führt in Al Gores Dokumentation ein, die als einflussreicher, aber teils alarmistischer Beitrag zur Klimadebatte kritisch hinterfragt wird.

2. Die moderne Apokalypse des Al Gore - Eine Einführung: Das Kapitel definiert den theoretischen Rahmen der "modernen Apokalypse" nach Klaus Vondung und begründet die theaterwissenschaftliche Herangehensweise zur Analyse von Gores Auftreten.

2.1. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Beschreibung: Es erfolgt eine detaillierte deskriptive Analyse der ersten vier Filmminuten unter besonderer Berücksichtigung film- und theaterwissenschaftlicher Parameter.

2.2. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Analyse: Dieser Teil wertet die vorangegangene Beschreibung aus und legt dar, wie Gore durch Stimme, Inszenierung und Kameraführung gezielt eine spezifische Wirkung beim Zuschauer erzielt.

2.3. An Inconvenient Truth - Der inszenierte Al Gore - Weitere Beobachtungen: Der Autor untersucht weitere Rollen, die Al Gore innerhalb des Films einnimmt, wie beispielsweise den Erzähler, Komiker oder Apokalyptiker.

3. An Inconvenient Truth - Die Erschaffung einer modernen Klima-Apokalypse: Das Kapitel analysiert die bildgewaltige Inszenierung des Schreckens und konfrontiert die im Film präsentierten "Fakten" mit wissenschaftlichen Gegenargumenten.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Al Gore den Film als theatrale Bühne nutzt, um sich zu inszenieren, wobei der kritische Blick auf die teils unwissenschaftliche Übertreibung der Klimakatastrophe den Kern der Untersuchung bildet.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Al Gore, An Inconvenient Truth, Klimawandel, Apokalypse, Theaterwissenschaft, Theatralität, Inszenierung, Klimapolitik, Filmanalyse, Globale Erwärmung, Dokumentation, Rhetorik, Wissenschaftskritik, Medienwirkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Dokumentation "An Inconvenient Truth" unter theater- und filmwissenschaftlichen Gesichtspunkten, insbesondere die Inszenierungsstrategien von Al Gore.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theatrale Selbstdarstellung Gores, die mediale Konstruktion einer "modernen Apokalypse" und die kritische Überprüfung der wissenschaftlichen Fakten im Film.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Al Gore den Film als Bühne für seine Person nutzt und inwiefern die im Film präsentierten alarmistischen Szenarien durch wissenschaftliche Erkenntnisse relativiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine film- und theaterwissenschaftliche Analyse angewandt, die sich auf die Untersuchung von Inszenierung, Körpersprache, Dramaturgie sowie den Vergleich mit externen wissenschaftlichen Fakten stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Szenenanalyse, die Untersuchung von Gores verschiedenen Rollen (z.B. Komiker, Apokalyptiker) sowie eine kritische Faktencheck-Analyse zu Themen wie Hurrikan Katrina und den Eisbären.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Theatralität, Inszenierung, Klimawandel, Apokalypse-Rhetorik und Medienkritik.

Wie bewertet der Autor Al Gores Auftreten?

Der Autor sieht in Gore einen meisterhaften Inszenator, der Stimme, Mimik und Gestik gezielt einsetzt, um eine emotionale und teils manipulative Wirkung beim Publikum zu erzeugen.

Warum wird der Film mit einem Theaterstück verglichen?

Da der Film primär auf Gores Dia-Vorträgen basiert und die räumliche Trennung zwischen Redner (Licht) und Publikum (Dunkelheit) einer klassischen Theatersituation entspricht.

Wird die Existenz des Klimawandels in der Arbeit geleugnet?

Nein, die Arbeit stellt ausdrücklich klar, dass sie nicht die Existenz des Klimawandels bestreitet, sondern lediglich die Art der medialen Darstellung und Übertreibung durch Al Gore kritisch hinterfragt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Eine unbequeme Wahrheit". Al Gores Klima-Apokalypse ist stark übertrieben
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Theaterwissenschaft)
Veranstaltung
Basismodul Theaterhistoriographie (PS 17 515)
Note
1,7
Autor
Holger Köhler-Kaeß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V292800
ISBN (eBook)
9783656899778
ISBN (Buch)
9783656899785
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine wahrheit gores klima-apokalypse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Holger Köhler-Kaeß (Autor:in), 2013, "Eine unbequeme Wahrheit". Al Gores Klima-Apokalypse ist stark übertrieben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292800
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Leseprobe aus  20  Seiten
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