Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Romance Studies - Spanish Studies

Die Motivik des Hausmädchens in der Literatur – Lucía Punezos „El Niño Pez“ und Sergio Bizzios „Rabia“

Title: Die Motivik des Hausmädchens in der Literatur – Lucía Punezos „El Niño Pez“ und Sergio Bizzios „Rabia“

Seminar Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Weber (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In diesem Werk geht es um die Motivik der Hausmädchenfigur in der Literatur, v.a. in lateinnamerikanischen Werken.
Analysiert wird die Motivik hier an Hand von Lucía Puenzos Erfolgsroman "El Niño Pez" und Sergio Bizzios "Rabia", wobei auch die Verfilmung der beiden Werke im Blickpunkt der Untersuchung steht.
Als primärer Referenztext dient dabei Eva Eßlingers "Das Dienstmädchen, die Familie und der Sex. Zur Geschichte einer irregulären Beziehung in der europäischen Literatur", wobei ein Vergleich zwischen lateinamerikanischer und europäischer Literatur gezogen wird. Zu beachten ist, dass sich die Arbeit nicht nur mit der literarischen Hausmädchen-Lage, sondern auch mit der aktuellen politischen Lage vieler Dienstmädchen (in Lateinamerika) auseinandersetzt und deren "Verarbeitung" als literarisches "Dauermotiv" eines eigenen Genres untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die momentane Dienstmädchensituation und die Hausmädchenmotivik in der Literatur

III. Lucía Puenzos „El Niño Pez“

IV. Sergio Bizzios „Rabia“

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Figur des Hausmädchens in den Romanen El Niño Pez von Lucía Puenzo und Rabia von Sergio Bizzio. Ziel ist es, die literarische Darstellung dieser Dienstmädchenfiguren vor dem Hintergrund realer Arbeitsbedingungen in Lateinamerika sowie existierender literarischer Traditionen zu analysieren und ihre jeweilige Beziehung zu den Arbeitgeber-Familien kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der Hausmädchen-Figur als literarisches Motiv
  • Untersuchung der Arbeitsbedingungen und der realen sozialen Lage
  • Vergleich mit dem Referenztext von Eva Eßlinger
  • Dynamiken in den Beziehungen zwischen Dienstmädchen und Arbeitgeber-Familien
  • Transformation klassischer Genremotive in zeitgenössischer Literatur

Auszug aus dem Buch

III. Lucía Puenzos „El Niño Pez“

Im 2004 erschienen Roman El Niño Pez wird aus der Perspektiven des Hundes Srafín die Liebesgeschichte von Lala und Guayi erzählt. Lala ist die Tochter des selbstmordgefährdeten Schriftstellers Brontë und lebt mit ihm, ihrer Mutter und ihrem drogensüchtigen Bruder in Buenos Aires, wo sie die aus Paraguay stammende Guayi als Hausmädchen bei sich aufnehmen. Schnell verlieben sich Lala und Guayi in einander, doch zeitgleich beginnt auch Brontë Interesse an Guayi zu zeigen, zumal seine Frau die Familie verlässt und nach Indien durchbrennt. Als Lala ihn dabei attrappiert, wie er sich an Guayi vergeht, vergiftet sie ihn mit einem Glas Milch. Kurz darauf flieht sie nach Paraguay in Guayis Herkunftsort, wo sie und Guayi schon lange planen ein gemeinsames Haus an dem See zu bauen, wo Guayi zuvor lebte. Zu diesem Zweck haben die beiden Mädchen im Laufe der Zeit verschiedene Haushaltsgegenstände mit Hilfe eines befreundeten Drogendealers verkauft, um genügend Geld für den Bau des Hauses sparen zu können. In Paraguay angekommen trifft Lala auf Guayis Großvater und bleibt zunächst bei diesem. Dort erfährt sie, dass Guayi schwanger war, bevor sie nach Buenos Aires kam, das Kind jedoch nicht überlebt hat und seither als das berühmte Fischkind, als Mytay Pyra, im See lebt und dort Ertrunkene auf den Grund des Selbigen führt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein und erläutert den Fokus auf die Dienstmädchen-Figur in den gewählten Primärtexten unter Einbeziehung soziologischer und literaturwissenschaftlicher Perspektiven.

II. Die momentane Dienstmädchensituation und die Hausmädchenmotivik in der Literatur: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle reale Arbeitssituation von Hausangestellten, insbesondere in Lateinamerika, und ordnet die literarische Motivik historisch sowie systematisch ein.

III. Lucía Puenzos „El Niño Pez“: Die Analyse konzentriert sich auf die Figur der Guayi, ihre Beziehung zur Familie und insbesondere zur Tochter Lala, sowie die Subversion klassischer Genrestrukturen durch die Autorin.

IV. Sergio Bizzios „Rabia“: Es wird die Figur der Rosa analysiert, wobei der Fokus auf ihrer ungewöhnlichen Position innerhalb des Hauses, dem Verhältnis zu den Bewohnern und den Genre-übergreifenden Erzählelementen liegt.

V. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, in der die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der analysierten Romanfiguren im Kontext der literarischen Tradition des Dienstmädchenromans zusammengeführt werden.

Schlüsselwörter

Hausmädchen, Literatur, Lateinamerika, El Niño Pez, Rabia, Lucía Puenzo, Sergio Bizzio, Dienstmädchenmotivik, soziale Ungleichheit, Gender, Machtmissbrauch, Eßlinger, Ständegesellschaft, Identität, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarische Figur des Hausmädchens in zwei lateinamerikanischen Romanen und setzt diese in Beziehung zu realen soziologischen Gegebenheiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen Machtverhältnisse, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, sexuelle Ausbeutung und die Aufweichung gesellschaftlicher Ständegrenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Analyse darüber, wie Puenzo und Bizzio das klassische Motiv des Dienstmädchens transformieren, um gesellschaftskritische Themen und komplexe zwischenmenschliche Dynamiken abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die durch soziologische Studien zur realen Lebenswelt von Dienstmädchen kontextualisiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich in zwei getrennten Kapiteln den spezifischen Protagonistinnen Guayi und Rosa, ihrer jeweiligen Rolle in den Arbeitgeberfamilien und dem Umgang mit ihrem prekären Status.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hausmädchen, Machtmissbrauch, Ständegrenzen, soziale Ungleichheit und literarische Motivik.

Wie unterscheidet sich Guayi in "El Niño Pez" von einer klassischen Dienstmädchenfigur?

Guayi bricht mit dem Muster, indem sie eine intensive, gleichberechtigte Liebesbeziehung zur Arbeitgebertochter eingeht, anstatt nur nach sozialem Aufstieg durch Heirat zu streben.

Welche Rolle spielt der "unsichtbare" Protagonist in "Rabia"?

José María beobachtet als „Geist“ das Geschehen im Haus und fungiert als Zeuge der Ungerechtigkeiten, die seiner Geliebten widerfahren, was zur eskalierenden Handlung führt.

Warum ist das Thema "Dienstmädchen" laut der Arbeit literarisch so ergiebig?

Das Thema erlaubt es, das „Unbewusste des Familiendiskurses“ aufzudecken, da das Dienstmädchen gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Familienordnung existiert.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Darstellung dieser Frauen?

Die Arbeit schlussfolgert, dass die Romane die Dienstmädchen nicht nur als Opfer zeigen, sondern durch ihre komplexe Charakterisierung auch die Grenzen des traditionellen Dienstmädchenromans erweitern und neu verhandeln.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Die Motivik des Hausmädchens in der Literatur – Lucía Punezos „El Niño Pez“ und Sergio Bizzios „Rabia“
College
Ruhr-University of Bochum  (Romanisches Seminar)
Grade
1,3
Author
Stefanie Weber (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V292919
ISBN (eBook)
9783656901273
ISBN (Book)
9783656901280
Language
German
Tags
Fischkind Rabia El Niño Pez Lucía Puenzo Sergio Bizzio Hausmädchen Dienstmädchen Lateinamerikanische Literatur Literaturverfilmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Weber (Author), 2015, Die Motivik des Hausmädchens in der Literatur – Lucía Punezos „El Niño Pez“ und Sergio Bizzios „Rabia“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292919
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint