Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - 1848, Empire, Imperialism

Frauen im langen 19. Jahrhundert

Wieso ist die Auflehnung der Frau, in Bezug auf eine Gleichberechtigung innerhalb der Gesellschaft, notwendig?

Title: Frauen im langen 19. Jahrhundert

Seminar Paper , 2015 , 9 Pages

Autor:in: J AC (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wieso ist die Auflehnung der Frau, in Bezug auf eine Gleichberechtigung innerhalb der Gesellschaft, notwendig?

Mit dieser Aussage appellierte und ermutigte Hedwig Dohm die bürgerlichen Frauen im 19. Jahrhundert sich für die Gleichberechtigung und somit für ein Frauen Wahlrecht einzusetzen. Warum dieses im langen 19. Jahrhundert eine zentrale Rolle spielte und eine Notwendigkeit für die Frauen in der Gesellschaft darstellte, soll im Folgenden verständlich erläutert werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang zunächst, dass man in Hinblick auf die Geschichte erkennen kann, dass die herkömmliche Geschichtsschreibung sich auf das beschränkte und stützte, was die Männer machten, was Männer litten und was Männer schrieben. Blickt man in herkömmliche Geschichte wird deutlich und wird die Frage aufgeworfen, inwieweit Frauen eine Rolle in der Geschichte spielten und in welchen Beziehungen sie zu den Männern und auch zueinander standen. Bei genauerer Betrachtung wirft dies einen ganz anderen Blick auf die Geschichte. „Frauen sind hauptsächlich deshalb unsichtbar geblieben, weil sie, Erfahrungen, Aktivitäten und Räume des historischen Interesses nicht würdig schienen.“ Wichtig ist, dass man versteht, dass verschiedene Menschen, bis heute, verschiedene Situationen anders wahrnahmen oder empfanden als wiederum andere, die das Gleiche erlebten. Aus diesem Grund soll, wenn die Rede des Frauenwahlrechts aufkommt, speziell die Frau und ihre Bedürfnisse untersucht werden und somit keine Reflexion der Männer übermittelt werden oder von einem Wertesystem, das von Männern definiert und geprägt wurde ausgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauen = Staatsbürger?

3. Die Notwendigkeit der Auflehnung am Beispiel der Hedwig Dohm

4. Die politische Partizipation der Frau und ihre Folgen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Notwendigkeit der Auflehnung von Frauen im 19. Jahrhundert, um die gesellschaftliche Gleichberechtigung und insbesondere das Frauenwahlrecht zu erlangen.

  • Analyse des Staatsbürgerbegriffs im 19. Jahrhundert
  • Die Rolle von Hedwig Dohm als Vorkämpferin für Frauenrechte
  • Argumentationsmuster für die Notwendigkeit des Frauenwahlrechts
  • Politische Partizipation und Rollenveränderung der Frau während des Ersten Weltkriegs

Auszug aus dem Buch

3. Die Notwendigkeit der Auflehnung am Beispiel der Hedwig Dohm

Das Auflehnen der Frauen im langen 19. Jahrhundert. beziehungsweise die einhergehende Notwendigkeit sich gegen die „Männerwelt“ aufzulehnen und für das Wahlrecht einzustehen, lässt sich am Beispiel der Hedwig Dohm nachvollziehen.

Hedwig Dohm war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine derjenigen, die zum „radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung“ zählte. Sie trat bereits in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, mit der Forderung eines Wahlrechts, für Frauen ein. Sie wurde, nicht zuletzt durch ihr Engagement, zur „ersten und unermüdlichen Vorkämpferin für die volle private und staatsbürgerliche Gleichberechtigung der Frau“ und ist somit ein wichtiges und starkes Beispiel für das Verständnis und die Beweggründe eines Frauenwahlrechts. Sie benannte zahlreiche und prägnante Gründe für ein Wahlrecht der Frauen und versuchte diese, nicht nur zu überzeugen und zu verlocken, sondern argumentierte nachvollziehbar und bisweilen spitz. Sie benannte das Stimmrecht der Frauen als ein Menschenrecht, welches den Frauen, wie den Männern natürlich zu kommen sollte. Das Frauenwahlrecht war nicht nur ein Mittel zur Teilnahme am politischen Leben, sondern vordergründig die entscheidende Voraussetzung für die Gleichstellung der Geschlechter im rechtlichen, ökonomischen und sozialen Bereich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, warum das Frauenwahlrecht im 19. Jahrhundert eine zentrale Notwendigkeit darstellte und wie die herkömmliche Geschichtsschreibung diese Debatte lange Zeit ignorierte.

2. Frauen = Staatsbürger?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Staatsbürgerbegriff und zeigt auf, warum Frauen aufgrund ihrer vermeintlichen „Weiblichkeit“ und mangelnden Selbstständigkeit von politischer Teilhabe ausgeschlossen waren.

3. Die Notwendigkeit der Auflehnung am Beispiel der Hedwig Dohm: Anhand von Hedwig Dohms Schriften werden die zentralen Argumente für das Wahlrecht, wie die Gleichstellung als Mensch und die sittliche Veredelung des Menschengeschlechts, dargelegt.

4. Die politische Partizipation der Frau und ihre Folgen: Hier wird der Prozess der zunehmenden gesellschaftlichen Sichtbarkeit von Frauen und deren veränderte Rolle im Ersten Weltkrieg untersucht.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Auflehnung der Frau historisch notwendig war, um die untergeordnete Rolle und die fehlende politische Rechtsgrundlage aufzubrechen.

Schlüsselwörter

Frauenwahlrecht, Hedwig Dohm, Gleichberechtigung, Staatsbürgerschaft, politische Partizipation, 19. Jahrhundert, Geschlechtergeschichte, bürgerliche Frauenbewegung, Emanzipation, Menschenrechte, Unterdrückung, Erster Weltkrieg, Frauengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung und das Wahlrecht im langen 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den Ausschluss der Frau aus dem Staatsbürgerstatus, die radikale Frauenbewegung am Beispiel von Hedwig Dohm und die veränderten Lebensbedingungen durch den Ersten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, warum die Auflehnung der Frau für eine gesellschaftliche Gleichberechtigung notwendig war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Quellen und philosophischer Ansätze basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Begriff des Staatsbürgers, die Argumentation von Hedwig Dohm und die politische Partizipation im Kontext des Krieges analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Frauenwahlrecht, Staatsbürgerschaft, Hedwig Dohm, Emanzipation und Geschlechtergeschichte.

Wie bewertete Hedwig Dohm den Ausschluss der Frau vom Wahlrecht?

Sie sah darin eine Verletzung der Menschenrechte und eine Form der inneren sowie äußeren Knechtung, die nur durch eine aktive Auflehnung beendet werden konnte.

Welche Rolle spielte der Erste Weltkrieg für die politische Teilhabe der Frau?

Der Krieg zwang Frauen in neue Rollen und Arbeitsbereiche, was ihr gesellschaftliches Ansehen steigerte und die Gleichberechtigung faktisch vorantrieb.

Warum wurden Frauen laut Kant als passive Staatsbürgerinnen betrachtet?

Weil ihnen aufgrund ihrer Geschlechtsrolle die bürgerliche Selbstständigkeit abgesprochen wurde, wodurch sie rechtlich Unmündigen gleichgestellt waren.

Ist das Thema der Arbeit heute noch relevant?

Ja, laut Autorin bleiben viele Fragen zur tatsächlichen Gleichberechtigung in verschiedenen Gesellschaftsschichten auch heute noch zeitlos aktuell.

Excerpt out of 9 pages  - scroll top

Details

Title
Frauen im langen 19. Jahrhundert
Subtitle
Wieso ist die Auflehnung der Frau, in Bezug auf eine Gleichberechtigung innerhalb der Gesellschaft, notwendig?
College
Ruhr-University of Bochum  (Geschichte)
Course
IPS Geschlecht und Gesellschaft
Author
J AC (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V293133
ISBN (eBook)
9783656913566
ISBN (Book)
9783656913573
Language
German
Tags
Neuzeit Geschichte Frauen langes 19. Jahrhundert 19.Jahrhundert Gleichberechtigung Emanzipation Frauenwahlrecht Frauenbewegung Frauenvereine Gleichstellung Geschlecht und Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
J AC (Author), 2015, Frauen im langen 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293133
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint