In dieser Arbeit soll die Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, Gründe dafür sowie seine Ziele dargestellt werden. Dabei wird der eher klassische Ansatz des Arbeitsschutzes nicht so stark behandelt, sondern bereits als Grundlage für das Betriebliche Gesundheitsmanagement gesehen.
Widerstände gegen ein Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es in vielen Unternehmen. Argumente sind dann die Kosten und Ressourcen oder auch die Zeit, die für ein solches System aufgewendet werden müssen. Viele Unternehmen sehen die Gesunderhaltung in der alleinigen Pflicht ihrer Mitarbeiter und des Gesundheitssystems der Bundesrepublik. Dabei ist die Gesundheit, gemeinsam mit Bildung und Qualifikation, zentrale Voraussetzung für hohe Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Diese Arbeit zeigt auf, warum ein Betriebliches Gesundheitsmanagement in einer, sich veränderten, Arbeitswelt sinnvoll und notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Gründe für ein BGM
1.1 Der demografische Wandel
1.2 Veränderungen in der Gesellschaft
1.3 Veränderungen in der Arbeitswelt
1.4 BGM zahlt sich aus
2 Ziele des BGM
2.1 Senkung von Krankheitskosten
2.2 Verbesserung der Mitarbeitermotivation
2.3 Verbesserung des Unternehmensimages
2.4 Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Relevanz und Notwendigkeit eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in modernen Unternehmen herauszuarbeiten. Dabei wird untersucht, wie sich gesellschaftliche und arbeitsweltliche Veränderungen auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirken und welche strategischen Vorteile – von der Kostenoptimierung bis hin zur Imagepflege – durch die Implementierung eines strukturierten Gesundheitsmanagements erzielt werden können.
- Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Erwerbsbevölkerung
- Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf den Gesundheitszustand
- Psychische und physische Belastungsfaktoren in der modernen Arbeitswelt
- Wirtschaftliche Rentabilität und Wettbewerbsvorteile durch BGM
- Steigerung der Mitarbeitermotivation und Arbeitgeberattraktivität
Auszug aus dem Buch
1.2 Veränderungen in der Gesellschaft
Neben der älter werdenden Bevölkerung lassen sich auch Veränderungen in der Gesellschaft feststellen, die sich nachteilig auf den Gesundheitszustand auswirken. Immer stärker verändert sich das Familienbild. Single- und Zwei Personen-Haushalte sowie Patchwork-Familien sind keine Seltenheit mehr. Des Weiteren steigt die Anzahl der berufstätigen Frauen stetig. Diese Aspekte des Privatlebens haben sicherlich Auswirkungen auf die psychischen Belastungen von Arbeitnehmern und tragen so zu einem veränderten Umgang mit Ernährung, Bewegung und Suchtverhalten bei.
Gerade das Thema Ernährung ist immer wieder in den Medien präsent und eigentlich für nahezu jeden Menschen relevant, da die Folgen von falscher Ernährung schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder Krebs sein können. Ungeachtet dessen hat sich das Essverhalten von vielen Deutschen verändert – mit gravierenden Folgen: so sind bereits über 50 Prozent der Deutschen übergewichtig. Fast-Food Ketten stampfen immer wieder neue Filialen aus dem Boden und die Fertigprodukteindustrie freut sich über hervorragenden Absatz. Resultat dieses Verhaltens ist die Zunahme von Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane und vieles mehr. Diese Krankheitsbilder machen einen großen Anteil der Erkrankungen der in Deutschland Beschäftigten aus.
Die steigende Zahl der oben genannten beobachteten Erkrankungen wird sicherlich auch durch ein verändertes Bewegungsverhalten begünstigt. So bewegen sich, insbesondere jüngere Menschen, immer weniger, was ihrer natürlichen Beschaffenheit widerspricht. Der Mensch war noch vor wenigen tausend Jahren ein Langstreckenläufer, welcher seine Beute über große Distanzen verfolgte. Dementsprechend besitzt er auch heute noch einen ausgeprägten Bewegungsdrang. In der modernen, mobilisierten Welt wird dieser Drang unterdrückt, Distanzen werden mit Auto, Bus oder Bahn zurückgelegt und Sport als Freizeitprogramm wird häufig durch Fernsehen, Internet oder Konsolenspiele verdrängt. Paradoxerweise steigt die Zahl der Mitglieder von Fitnesscentern und Sportvereinen dauerhaft, dies ist ein Resultat der „Fit und Schön“ Gesellschaft. Jedoch wird oft falsch, nicht ausreichend oder gar übermäßig trainiert und damit auch der Körper geschädigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Gründe für ein BGM: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von BGM angesichts von demografischem Wandel, gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Belastungen in der Arbeitswelt.
1.1 Der demografische Wandel: Der Autor beschreibt die Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung und sinkenden Geburtenraten, die zu einer alternden Erwerbsbevölkerung führen.
1.2 Veränderungen in der Gesellschaft: Dieses Kapitel analysiert, wie moderne Lebensstile wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Suchtverhalten die Gesundheit der Arbeitnehmer beeinträchtigen.
1.3 Veränderungen in der Arbeitswelt: Hier wird thematisiert, wie Globalisierung und Termindruck zu einer Zunahme psychischer Belastungen und arbeitsbedingter Erkrankungen führen.
1.4 BGM zahlt sich aus: Das Kapitel belegt die wirtschaftliche Rentabilität eines BGM-Systems und zeigt den Nutzen für Unternehmen und die Volkswirtschaft auf.
2 Ziele des BGM: Hier werden die strategischen Zielsetzungen eines erfolgreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements definiert und deren Zusammenhänge erläutert.
2.1 Senkung von Krankheitskosten: Der Fokus liegt auf der Reduktion direkter und indirekter Kosten durch die Vermeidung von krankheitsbedingten Fehlzeiten.
2.2 Verbesserung der Mitarbeitermotivation: Dieses Kapitel zeigt den Zusammenhang zwischen dem Gesundheitszustand, der Motivation und der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auf.
2.3 Verbesserung des Unternehmensimages: Es wird erörtert, wie ein BGM die Arbeitgebermarke stärkt und dabei hilft, Fachkräfte zu gewinnen und zu binden.
2.4 Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit: Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass das nachhaltige Wohlbefinden der Mitarbeiter das oberste Ziel eines zielgerichteten BGM ist.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Krankheitskosten, Demografischer Wandel, Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur, Prävention, Fehlzeiten, Arbeitswelt, psychische Belastung, Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitgeberattraktivität, Ernährung, Bewegung, Suchtprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz und die strategischen Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) als Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen für Unternehmen in der heutigen Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen den demografischen Wandel, die gesundheitlichen Auswirkungen gesellschaftlicher Trends sowie die ökonomischen und sozialen Vorteile eines aktiven Gesundheitsmanagements.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum ein systematisches BGM für Unternehmen notwendig ist und welchen finanziellen sowie immateriellen Mehrwert es durch eine gesündere und motiviertere Belegschaft schafft.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien und Fachpublikationen genutzt werden, um die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Unternehmenserfolg zu beleuchten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung des BGM durch externe und interne Veränderungen sowie die detaillierte Ausarbeitung der Zielsetzungen wie Kostenreduktion, Motivationssteigerung und Imageoptimierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, Krankheitskosten, demografischer Wandel, Mitarbeitermotivation, psychische Belastung und Arbeitgeberattraktivität.
Inwiefern beeinflusst der demografische Wandel die Personalpolitik?
Der Autor führt aus, dass Unternehmen aufgrund einer alternden Belegschaft und eines zunehmenden Fachkräftemangels gezwungen sind, in die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu investieren, statt diese vorzeitig auszugliedern.
Warum ist die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Krankheitskosten wichtig?
Die Unterscheidung verdeutlicht, dass neben den direkten Entgeltfortzahlungskosten vor allem indirekte Kosten durch Personalersatz, Produktivitätsverluste und Verwaltungsaufwand entstehen, die durch BGM effektiv gemindert werden können.
- Arbeit zitieren
- Benjamin Vaupel (Autor:in), 2010, Argumente für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und seine Ziele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293229