"Viele Gaben - ein Geist". Individuelle Gaben des Menschen und Predigtarbeit zu 1.Kor. 12,4-11


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

31 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Persönliche Begegnung mit dem Text
1.1. Erste Eindrücke und Assoziationen
1.2. Textbesprechung mit „Laien“
1.3. Offene Fragen

2. Exegetischer Kommentar
2.1. Eigene Übersetzung
2.2. Syntaktische und semantische Analyse
2.3. Sitz im Leben

3. Systematisch-theologischer Kommentar

4. Situationsanalyse
4.1. Beschreibung der Ortsgemeinde
4.2. Beschreibung der homiletischen Situation

5. Homiletischer Kommentar
5.1. Predigtziel
5.2. Gestaltung und Aufbau der Predigt

6. Liturgischer Kommentar

7. Predigt

8. Literaturverzeichnis
8.1. Abkürzungsverzeichnis
8.2. Textausgaben und Quellen
8.3. Hilfsmittel
8.4. Einleitungen, Theologien, Kommentare
8.5. Monographien und Aufsätze
8.6. Sonstige Medien

1. Persönliche Begegnung mit dem Text

1.1. Erste Eindrücke und Assoziationen

Verschiedene Gnadengaben, aber ein und derselbe Geist

Jeder Mensch ist einzigartig und ganz individuell begabt. Der Einzelne fühlt, denkt und handelt auf seine ganz eigene Art und kann etwas, was andere nicht in der gleichen Weise können. Das macht ihn wichtig und unersetzbar für die Gemeinschaft. Doch obwohl kein Mensch einem anderen gleicht, stehen doch alle Menschen in derselben Art und Weise vor ihrem Schöpfer und sind von ihm geliebt und wertgeachtet. Vor Gott zählt jeder Mensch gleich viel. Die Summe der Fähigkeiten und Gaben, die ein Mensch besitzt, sind Ausdruck der Liebe und Gnade Gottes. Gott ist derjenige, der den Menschen durch seinen Heiligen Geist begabt. Durch den Geist Gottes sind die verschiedenen Menschen zu einer Gemeinschaft verbunden, in der jeder Einzelne dazu aufgerufen ist, seine ganz individuellen Fähigkeiten und Gaben für Gott und zum Nutzen der Menschen einzusetzen. Dabei ergänzen und helfen sich die Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen gegenseitig.

Doch wie finde ich heraus, welches meine persönliche Gabe ist? Wozu befähigen die einzelnen Gaben genau? Und was ist der Unterschied zwischen eigenen Fähigkeiten und Geistesgaben?

Verschiedene Ämter, aber ein und derselbe Herr

Die unterschiedlichen Gaben, die ein Mensch geschenkt bekommt, befähigen zum Dienst als Werkzeug Gottes. Seine Gaben kann der Mensch an ganz verschiedenen Stellen und in ganz unterschiedlichen Professionen einsetzen. Gott hat für jeden Menschen einen ganz individuellen Auftrag, ein ganz individuelles Amt. Der Auftraggeber, Jesus Christus, ist aber derselbe. Und auch das Ziel des Auftrags ist dasselbe. Die Gaben sollen zum „Nutzen aller“ (1. Kor. 12,7) dienen. Im Matthäus-Evangelium wird dieser Auftrag so formuliert: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt. 28,19f.).

Doch welches ist der richtige Gebrauch meiner Gabe? Wie und wo kann ich die Gaben so einsetzen, dass sie zum Nutzen aller dienen? Was ist Gottes Auftrag für mich und wie erkenne ich ihn?

Verschiedene Kräfte, aber ein und derselbe Gott

Gott zeigt sich und wirkt in dieser Welt auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Manchmal gebraucht er Menschen als sein Werkzeug und befähigt und begabt sie für ihren jeweiligen Dienst ganz individuell. Doch auch wenn Gott auf unterschiedlichen Wegen wirkt, so ist es doch der eine, lebendige Gott, der Menschen begegnet und in seiner Hand hält.

Aber wie erkenne ich Gottes Wirken in dieser Welt? Woher weiß ich, dass Gott es ist, der in einer konkreten Situation durch mich oder durch andere wirkt?

1.2. Textbesprechung mit „Laien“

Im Rahmen der Predigtvorbereitung wurde der Predigttext mit drei Personen aus verschiedenen Altersgruppen besprochen, mit einer siebzehnjährigen Schülerin, mit einem siebenundzwanzigjährigen Studenten und einer fünfundfünfzigjährigen Erwachsenen. Alle drei Personen entstammen unterschiedlicher kirchlicher Sozialisation. Während die Schülerin in Anlehnung an Robert Wuthnows und Charles Taylors Differenzierung zwischen einer spirituality of dwelling und einer spirituality of seeking1 eher zu den religiös suchenden Menschen gezählt werden kann, sind der Student in einem vornehmlich freikirchlichen und die Erwachsene in einem landeskirchlichen Kontext sozialisiert. Dennoch sind die Beobachtungen und Fragen, die die drei Gesprächspartner zum Text entwickelten, bis auf die Beurteilung der Gaben der Heilung und der Zungenrede, ähnlich. Als besonders positiv wurde die Beobachtung hervorgehoben, dass Gott auf vielfältige Art und Weise in dieser Welt wirkt und dazu Menschen benutzt, die besonders und ganz einzigartig begabt werden. Unklar war teilweise, ob mit diesen Gaben, die Gott schenkt, auch Fähigkeiten, die der Mensch sich aneignen kann, gemeint sein können (musikalisches Talent, sportliche Begabungen, rhetorische Fähigkeit, etc.). Auch die Frage nach dem Entdecken der eigenen Gaben spielte eine Rolle. Während der Student aus dem freikirchlichen Kontext Gottes Größe und Macht besonders betonte, warnten die anderen beiden Personen aber auch vor dem Missbrauch von Gaben (Selbstverherrlichung oder Manipulation). Die Schülerin fragte zudem an, wie man sich in einer konkreten Situation sicher sein könne, dass Gott durch den Menschen bzw. durch dessen Gabe handelt. Zudem interpretierte diese die Gabe der Heilung, im Gegensatz zu dem Studenten, nicht ausschließlich als Kraft zur körperlichen Heilung, sondern vielmehr als Begabung zum Helfen und Trostspenden. Für die Erwachsene war besonders der Aspekt wichtig, dass sich Christen in einer Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Begabungen gegenseitig ergänzen und durch den Geist auf ein Ziel ausgerichtet sind.

1.3. Offene Fragen

Aus den oben geschilderten Annährungen an den Predigttext ergeben sich folgende Fragen, die im Rahmen der exegetisch-theologischen und der systematisch-theologischen Arbeit geklärt werden müssten: Neben der Grundfrage nach dem Entdecken der eigenen Gabe, dem Ort, wo diese Gabe am besten eingesetzt werden kann und dem Auftrag, der ggf. damit verbunden sein könnte, müssten die einzelnen Geistesgaben analysiert werden und der Unterschied zu angeeigneten oder angeborenen Fähigkeiten herausgearbeitet werden. Auch die Frage, wie bzw. wann Gott einem eine bestimmte Gabe schenkt, müsste geklärt werden. Neben dem richtigen Gebrauch der Gaben zum Nutzen aller wären auch kontrovers diskutierte Gnadengaben, wie die Heilungskraft und die Zungenrede, zu untersuchen. Auch die Frage nach einem möglichen Missbrauch von Gaben (Manipulation, Selbstverherrlichung, etc.) und wie sich dies verhindern lässt, könnte in den Blick kommen.

2. Exegetischer Kommentar

2.1. Eigene Übersetzung

2.2. Syntaktische und semantische Analyse

Die Perikope 1. Kor. 12,4-11, die den Predigttext bildet, befindet sich im Briefkorpus des 1. Korintherbriefs und ist Teil des engeren Zusammenhangs der Kapitel 12 bis 14 über das Wirken des Heiligen Geistes in der korinthischen Gemeinde.2

Das zwölfte Kapitel lässt sich in drei Teile unterteilen. 1. Kor. 12,1-3 bildet eine Einleitung zu dem gesamten Abschnitt der Kapitel 12 bis 14 und markiert durch Vers 1 das Wirken des Geistes als dessen Thema. Während es dann in Vers 2 und 3 um das Bekenntnis zu Jesus als ku,rioj geht, das erst im Heiligen Geist möglich wird,3 beginnt mit Vers 4 eine Konkretion des Geisteswirken, von dem in Vers 1 gesprochen wurde. In den Versen 4 bis 11, die den zweiten Teil des zwölften Kapitels bilden, kommen speziell die vielfältigen Gnadengaben dieses Geistes in den Blick. Dass es sich hier um eine Fokussierung des Geistwirkens handelt, zeigt auch der Begriffswechsel von pneumatika, (Vers 1) zu carisma,ta, diakoni,ai, evnerghma,ta (Verse 4-6). Während innerhalb der korinthischen Gemeinde unter pneumatika, lediglich diejenigen Phänomene gefasst wurden, die das Wirken des Geistes auf besonders eindrückliche, offensichtliche und zumeist ekstatische Weise zeigten, will Paulus das Geistwirken nicht in dieser Engführung verstanden haben wissen.4 Schon gar nicht ist die Kraft des Heiligen Geistes für Paulus etwas, über das ein Christ nach freiem Belieben verfügen könnte.5 Gegen dieses besonders enge Verständnis der korinthischen Enthusiasten interpretiert Paulus mit den Begriffen carisma,ta, diakoni,ai, evnerghma,ta das Wirken des Geistes, welches zuvor mit pneumatika, beschrieben worden ist, „unter jeweils einem besonderen Aspekt. Der Begriff ca,risma dient Paulus dabei als kritisches Interpretament, um von seiner Grundbedeutung her den Geschenkcharakter aller pneumatischen Phänomene zu betonen, diakoni,a zeigt die Ausrichtung auf die Gemeinde an, und evnerghma verweist auf das Wirken Gottes, das allem zugrunde liegt.“6 Nach hinten abgrenzen lässt sich die Perikope durch Vers 11, der zum einem zusammen mit Vers 7 den Charismenkatalog umschließt,7 der zum anderen das to. avuto. pneu/ma aus Vers 4 aufgreift und mit diesem einen Rahmen um die Perikope 1. Kor. 12,4-11 bildet.8 Zudem verschiebt sich mit Vers 12 auch der thematische Schwerpunkt von dem Gebrauch der Charismen innerhalb der Gemeinde zur Gemeinde als Leib Christi, welcher aus vielen Gliedern besteht. Das Leib-Christi-Motiv bestimmt diesen dritten Teil des zwölften Kapitels, der die Verse 12 bis 31 umfasst.

Gliedern lässt sich der Predigttext in zwei Abschnitte. Die Verse 4-6, die den ersten Abschnitt bilden, betonen in drei parallel aufgebauten Sätzen die Vielfalt der unterschiedlichen Gnadengaben, Dienste und Wirkungen, zugleich aber auch deren Gleichursprünglichkeit und Gleichrangigkeit.9 Die dreimaligen Wiederholungen von diaire,seij eivsin im jeweils ersten Glied des Satzes und von o` auvto,j im zweiten Glied des Satzes unterstreichen die Spannung zwischen der Verschiedenheit der Zuteilungen und der Einheit des Ursprungs. Die Zuordnungen der drei Begriffe carisma,ta, diakoni,ai, evnerghma,ta zu pneu/ma, ku,rioj und qeo,j sind allerdings nicht trinitätstheologisch zu begründen, auch wenn Paulus hier das Offenbarungshandeln Gottes im Geist und in Christus betont.10 Vielmehr werden dadurch verschiedene Aspekte des Geistwirkens in der Gemeinde verdeutlicht (s.o.).11 Während Vers 4 besonders den Gnadencharakter der Geistesgaben betont, zielt Vers 5 auf den Gebrauch der Gaben zum Nutzen aller in einem konkreten Dienst innerhalb der Gemeinde, in der Jesus Christus ku,rioj ist (vgl. 1. Kor. 12,12-31). Vers 6 interpretiert den Gebrauch der Gnadengaben in verschiedenen Diensten nicht als menschliches, sondern als göttliches Wirken. Gott ist es, der „alles in allen wirkt“ (1. Kor. 12,6).12

Der zweite Abschnitt, der die Verse 7-11 umfasst, beinhaltet eine konkrete Aufzählung von verschiedenen Gnadengaben. Auch wenn sich die einzelnen Gaben des Charismenkatalogs nicht scharf voneinander abgrenzen lassen und eine weiterführende Bestimmung kaum möglich ist, setzen sie jeweils eigene Akzente.13 Die ersten beiden Charismen in Vers 8 sind jeweils mit lo,goj gebildet und zielen damit auf die Verkündigung.14 Hierbei handelt es sich allerdings nicht um menschliche Weisheit oder Erkenntnis, sondern um ein Wort von der Weisheit Gottes (vgl. 1. Kor. 2,7) und um Erkenntnis, die in Christus gegeben wird (vgl. 1. Kor. 1,4-5).15 Die nächsten drei Gaben, eingeleitet durch e`te,rw|, zielen auf das zeichenhafte Wunderwirken des Geistes in der Welt.16 Mit pi,stij ist daher nicht der rechtfertigende Glaube gemeint, der aus der Predigt durch das Wort Christi kommt (vgl. Röm. 10,10.17 und 1. Kor. 15,11), sondern ein festes Vertrauen in das Wirken des Heiligen Geistes, das Berge versetzen kann (Vgl. 1. Kor. 13,2).17 Nicht zu Unrecht übersetzen manche Exegeten pi,stij an dieser Stelle mit Wunderglaube.18 Die cari,smata ivama,twn und die envergh,mata duna,mewn wären solche Wunder, die im Heiligen Geist getan werden können. Beide Charismen stehen im Plural, insofern sind hier ganz vielfältige Heilungsmöglichkeiten und Kraftwirkungen des Geistes im Blick.19 An den Schluss des Gabenkatalogs stellt Paulus Charismen, die in der Gefahr stehen, missbraucht zu werden, und stellt ihnen deshalb jeweils eine Komplementärgabe an die Seite.20 Der Prophetie wird die Unterscheidungsfähigkeit von Geistern zugeordnet und der sogenannten Zungenrede, d.h. der Fähigkeit, Gott in verschiedenen Menschen- und Engelssprachen zu loben (vgl. 1. Kor. 13,1 u. 14,10.21),21 die Auslegung eben dieser Sprachen. In Kapitel 14 geht Paulus nochmal detaillierter auf diese Charismen ein und betont, dass sowohl die Prophetie als auch die Zungenrede zur Erbauung, Ermahnung und Tröstung geschehen sollen (vgl. 1. Kor. 14,3-4.26). Um dies sicherzustellen ist es wichtig, dass, wenn jemand prophetisch redet, ein anderer dabeisitzt, der die Fähigkeit hat, darüber zu urteilen, ob das Gesagte wirklich von Gott stammt oder aber menschlichen Wünschen entspricht (vgl. 1. Kor. 14,29).22 Entsprechendes gilt für das Lob Gottes in für die Gemeinde unbekannten Sprachen. Auch dies soll der Erbauung der Gemeinde dienen. Insofern ist es wichtig, dass auch hier jemand anwesend ist, der die fremden Sprachen übersetzen und auslegen kann (vgl. 1. Kor. 14,27f.).

Interessant ist, dass Paulus die Glossolalie an das Ende seiner Liste setzt, nach der Prophetie, welche er laut Kapitel 14 höherschätzt als die Zungenrede. Auch wenn Paulus, besonders durch Vers 4-6, die Gleichrangigkeit der Charismen betont (s.o.), scheint er einige Gaben gegenüber anderen zu favorisieren. Wenigstens aber sieht er den Gebrauch bestimmter Gaben mit Gefahren verbunden und ordnet ihnen aus diesem Grund andere Gaben zu, die sicherstellen sollen, dass sie zur Erbauung und zum Nutzen angewandt werden (s.o.). Auch wenn das e`te,rw| eine rhetorisch-stilistische Alternative zu a'llw| darstellt,23 wäre zu überlegen, ob Paulus durch e`te,rw| seinen Charismenkatalog freilich nicht nach inhaltlichen Bestimmungen ordnet (s.o.),24 aber dadurch seine persönliche Vorliebe andeutet und diejenigen Gaben, die mit lo,goj verbunden sind, bewusst an den Anfang setzt.25 Zumindest führt er den Korinthern, die der Zungenrede vermutlich eine hohe Bedeutung zumaßen, vor Augen, dass auch diejenigen Gaben, die nicht durch eine besonders ekstatische Wirkweise gekennzeichnet sind, prinzipiell gleichwertig und gleichen Ranges sind. Dies ist ein Grundanliegen für Paulus, das machen die Verse 4-6, aber auch die Verse 7 und 11 deutlich. Entscheidend ist für ihn der richtige Gebrauch.

Durch die Verse 7 und 11, die einen Rahmen um den Charismenkatalog bilden,26 macht Paulus daher nochmals die Gleichursprünglichkeit aller Gaben im Geist und die Zielgerichtetheit auf den Nutzen hin deutlich. Zum einen ist es der Geist, der Menschen verschiedene Gaben jeweils „auf besondere Weise zuteilt, wie er will.“ (1. Kor. 12,11). Die Gaben stehen daher weder im menschlichen Verfügbarkeitsbereich noch könnten sie „gegeneinander ausgespielt werden“27. Zum anderen sollen die verschiedenen Charismen weder dem Selbstzweck dienen noch für eigene Wünsche missbraucht werden, sondern auf den Nutzen und die Erbauung aller hin ausgerichtet sein.28 Dass hier die Erbauung der Gemeinde im Blick ist, wird besonders in Kapitel 14 deutlich.29 „Allerdings blickt 10,33 (su,mforon tw/n pollow/n) im Kontext der missionarischen Adaption zugleich eindeutig über die binnengemeindliche Grenze des Nutzens hinaus“30. Andere Aufzählungen von Charismen (Röm. 12,6-8; 1. Kor. 12,28-31; Eph. 4,7.11f.; 1. Petr. 4,9-11), die nicht deckungsgleich mit der Liste in 1. Kor. 12,8-10 sind, zeigen, dass es sich hier allenfalls um eine beispielhafte Zusammenstellung verschiedener Gaben handelt, die vielfältig ergänzt und aktualisiert werden kann.31 Dafür spricht auch, dass Paulus in 1. Kor. 13 die verschiedenen Charismen ein Stück weit relativiert und der Liebe unterordnet.32 Aus den bisherigen Ausführungen ergibt sich folgendes semiotisches Viereck:

2.3. Sitz im Leben

Die korinthische Gemeinde war besonders durch ihre sozial-religiöse Vielschichtigkeit gekennzeichnet. Neben einem bedeutenden Anteil von Heidenchristen fanden sich sowohl Judenchristen als auch Konvertiten. Sowohl arme Menschen aus der Unterschicht als auch reiche Christen, die eigene Häuser besaßen, gehörten zur Gemeinde.33 Zudem wurden die korinthischen Christen von sogenannten Mysterienreligionen, die in Korinth ihren Kult betrieben, beeinflusst.34 Vermutlich war die Gemeinde in vier Parteien gespalten, die sich neben Christi auf verschiedene Missionare beriefen und sich in ihrer Nachfolge sahen (vgl. 1. Kor. 1,10-17). Dadurch lassen sich die zahlreichen Spannungen zwischen den Parteien und die ethischen und theologischen Missstände, die Paulus im 1. Korintherbrief kritisiert, erklären. Neben Unzucht innerhalb der Gemeinde und Konflikten im Zusammenhang mit Götzenopferfleisch, waren es gottesdienstliche Probleme und ein zu einseitiges Glaubensverständnis, durch das die Liebe Gottes, die durch Christi Hingabe am Kreuz deutlich wurde, in den Hintergrund geriet.35 Das durch die Mysterienkulte beeinflusste Selbstverständnis der korinthischen Christen als Pneumatiker,36 als Besitzer des Geistes, lies „Teile der korinthischen Gemeinde [sich] offenbar schon der sarkischen Existenz enthoben und nicht mehr an moralische oder religiöse Normen gebunden (vgl. 1 Kor 6, 12-20; 10, 1-13)“37 fühlen. Selbstüberschätzung und Hochmut waren die Folge. Dies belegt auch die Wertschätzung der besonders ekstatischen Geistesgaben unabhängig von der Ausrichtung auf die Erbauung und auf den Nutzen hin. Stattdessen wurde vor allem in der Gemeindeversammlung versucht, sich gegenseitig mit besonders wundersamen Geistesfähigkeiten zu überbieten. Andere Gaben wurden gegenüber diesen besonders „ekstatisch-enthusiastischen Phänomene[n]“38 abgewertet.39 Das verdeutlicht besonders Kapitel 14. Als Reaktion auf die Spaltungstendenzen der Korinther war es Paulus wichtig, die Einheit der Gemeinde in Christus zu betonen (vgl. 1. Kor. 3,11 und 12,12-13).40 Gegenüber einem falschen Gabenverständnis führt Paulus die Gleichwertigkeit, die Gleichursprünglichkeit und den Geschenkcharakter der vielfältigen Geistesgaben an, die ein und derselbe Geist schenkt, wie er es will (vgl. 1. Kor. 12,4-6.11). Diese sollen zum Nutzen gebraucht werden (vgl. 1. Kor. 12,7) und der Erbauung dienen (vgl. 1. Kor. 14, 3-4.26).41 Gegen eine zu hohe Bewertung der Geistesgaben setzt Paulus die Liebe (vgl. 1. Kor. 13 und 16,14) und damit – mit 1. Joh. 4,16 gesprochen – Gott selbst, und lenkt so den Blick der korinthischen Christen wieder auf Kreuz und Auferstehung (1. Kor. 15,1-5).42

3. Systematisch-theologischer Kommentar

Die exegetischen Ausführungen (2.2. und 2.3.) zu 1. Kor. 12,4-11 haben gezeigt, dass es eine Vielfalt verschiedenster Geistesgaben gibt, die einen Menschen ganz individuell für seinen Dienst in der Kirche Jesu Christi befähigen, dass diese allerdings gleichen Wertes sind und ihren Ursprung in demselben Geist finden. Zudem wurde der Gnadencharakter dieser Gaben deutlich. Die Charismen liegen nicht im Verfügungsbereich des Menschen, sondern sind an das Wirken Gottes gebunden und sollen einem bestimmten Ziel dienen. Zum einen sollen sie zum Nutzen aller eingesetzt werden und der Erbauung, Ermahnung und Tröstung der Gemeinde dienen, zum anderen werden sie der Liebe untergeordnet und an diese geknüpft.

In diesem Abschnitt soll es darum gehen, wie über den neutestamentlichen Befund hinaus heute theologisch verantwortungsvoll über die Charismen gesprochen werden kann. Dazu werden zwei systematisch-theologische Entwürfe zur Gabenlehre mit jeweils eigenen Akzenten herangezogen.

Als erstes wäre Wilfried Joest zu nennen, der in seiner Dogmatik die Gabenlehre im Kapitel über den Heiligen Geist verhandelt.43 Nach Joest ist ein Kennzeichen des Geistwirkens die Stiftung von Gemeinschaft – Gemeinschaft mit Christus und durch ihn auch mit Gott, dem Vater, aber auch Gemeinschaft unter den Menschen, die durch den Heiligen Geist zu Kindern Gottes gemacht werden.44 In dieser durch den Geist gestifteten Gemeinschaft der Kinder Gottes wirkt der Geist unter anderem dadurch, dass er Menschen individuell ausrüstet und begabt, verschiedene Ämter und Dienste wahrzunehmen.45 Dieses kann durch angeborene Fähigkeiten geschehen, aber ebenso durch Gaben, die im Laufe des Lebens neu dazukommen.46 Auf den ersten Blick unscheinbare Fähigkeiten (Organisation, Gebet, Trösten, Verwalten), aber auch besonders herausscheinende Gaben (Heilung, Zungenrede, Wunder-Tun) kommen dabei gleichermaßen in den Blick und sind gleichen Wertes. Gemeinsam haben sie, dass sie zum einen durch den Geist aus freier Gnade geschenkt werden und, dass sie zum anderen durch denselben Geist „für das Leben der Christusgemeinde in Dienst“47 genommen werden, also auf den Nutzen hin ausgerichtet sind und der Erbauung dienen. Joest rechnet damit, dass es in der Gemeinde Christi niemanden gibt, der gänzlich unbegabt wäre. Jeder, der zu Christus gehört, empfängt seine eigene Gabe.48 Daneben wirkt der Heilige Geist in der Gemeinschaft der Kinder Gottes belebend und erfüllt die Gemeinde Jesu Christi neu mit „österlicher Freude und Hoffnung“49. Lobpreis zur Ehre Gottes kann und soll die Folge sein, auch durchaus durch ekstatische Bekundungen (z.B. durch Zungenrede). Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass dies nicht zu Spaltungen und Streit führt, sondern der Einheit der Gemeinde dient.50 Kriterium für jegliches Wirken des Geistes, also auch für den Gebrauch der Charismen, ist, „dass [das], was da geschieht, im Namen Jesu geschieht, mit der Verkündigung, die Jesus als den Christus bezeugt“51. Zudem ordnet Joest, um Missbrauch zu wehren, die verschiedenen Gnadengaben, die im Neuen Testament bestenfalls exemplarisch aufgezählt werden, der Verheißung von Glaube, Liebe und Hoffnung unter.52

Im Gegensatz zu Joest, der die Gabenlehre innerhalb der Pneumatologie verhandelt, entfaltet Silke Obenauer die verschiedenen Charismen als Wirken des dreieinigen Gottes.53 Dadurch, dass Gott Menschen ausstattet und begabt, wirkt er „schöpferisch, beauftragend und in-Dienst-nehmend“54. Gott stattet den Menschen aus freier Gnade mit verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen aus. Er beauftragt zu einem bestimmten Dienst in der Gemeinschaft der Kinder Gottes und er ist es auch, der durch Menschen wirkt und handelt. Obenauers Ansatz hat den entscheidenden Vorteil, dass er theologisch die Überwindung des Gegensatzes zwischen natürlichen Fähigkeiten und geistlichen Begabungen begründet.55 Als Konsequenz dessen charakterisiert Obenauer die Gaben als Teil der menschlichen Persönlichkeit.56 Doch auch wenn natürliche Fähigkeiten frei vom Menschen eingesetzt werden können, ist Gott es und nur er, der sie für seine Ziele und Zwecke, für seinen Plan, in den Dienst nehmen kann. Dass ein Mensch seine Gaben und Fähigkeiten, seine Persönlichkeit einsetzt zur Ehre Gottes, zum Nutzen aller und zur Erbauung der Gemeinde, dass liegt allein in Gottes Wirken begründet.57 Gottes Wirken ist dabei nicht an menschliche Grenzen gebunden und kann ganz vielfältig zum Ausdruck kommen, unter anderem in Form einer Fülle unterschiedlicher, besonderer, individueller Begabungen.58 Die neutestamentlichen Aufzählungen haben in diesem Zusammenhang nur exemplarischen Charakter und sollen Orientierung bieten.59 Dies hatte auch Joest betont.60 Dass sich in diesem Zusammenhang allerdings keineswegs ein Konsens innerhalb der protestantischen Theologie finden lässt, zeigen die immer wieder neuen Vorbehalte volkskirchlicher Gemeinden gegenüber den heutigen Pfingstkirchen. Letztere sind es, die das Geistwirken oft besonders betonen und in denen ein ekstatischer Gabengebrauch (z.B. durch Glossolalie) keine Seltenheit darstellt. Auf Seite der Pfingstbewegungen findet sich demgegenüber immer wieder Kritik an der Geistvergessenheit innerhalb der Volkskirche.61 Sinnvoll wäre es vermutlich, wenn beide Seiten die Offenheit hätten voneinander zu lernen und es letztendlich Gott überlassen würden, ob er sein Wirken und seine Offenbarung an das Wort oder an den Geist binden möchte oder noch weitere vielfältige Wirkmöglichkeiten kennt. Für Obenauer jedenfalls ist das Kriterium für einen schriftgemäßen Gabengebrauch der Einsatz zum Lob und zur Ehre Gottes und zum Nutzen aller. Für sie ist eine Gabe „eine vom dreieinigen Gott aus Gnade jedem Christen individuell gegebene Begabung, die von Gott je aktuell und ereignishaft in Dienst genommen wird und derart vom Empfänger zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen eingesetzt wird.“62 Obenauer hat hier Gaben, die auf Erbauung innerhalb der Gemeinde zielen gleichermaßen im Blick, wie Gaben, die der missionarischen Verkündigung oder der Diakonie dienen.63 Auch in diesem Punkt geht sie über den Entwurf von Joest hinaus, der das Ziel des Charismengebrauches vornehmlich in der Gemeinschaftsbildung der eigenen Gemeinde sah.64 Letztendlich wird auch hier die Zusammengehörigkeit von christlicher Freiheit und einem Leben, welches von Verantwortung und Nächstenliebe geprägt ist, deutlich, die Luther in seiner Freiheitsschrift von 1520 beschreibt.65 Gott, der von Gesetz, Sünde und Tod befreit, befreit auch zu einem Leben, das seiner Ehre dient und an der Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen orientiert ist. Darüber hinaus beauftragt Gott einzelne Menschen für ganz bestimmte Dienste und Aufgaben, befähigt dazu und wirkt dann im Menschen durch seinen Geist. Fähigkeiten und Begabungen bergen daher auch eine Verantwortung in sich und werden von Gott in den Dienst genommen und an einen Auftrag geknüpft.66

[...]


1 Vgl. Wuthnow, After Heaven, 3-11. Taylor nimmt diese Differenzierung von Robert Wuthnow auf, vgl. Taylor, The church speaks – to whom?, 17-24.

2 Die Gliederung des 1. Korintherbriefs ist in der Forschung uneinheitlich. Während Schnelle Kapitel 11 stark an Kapitel 12-14 anbindet und in dem Bereich 11,2 – 14,40 gottesdienstliche Probleme behandelt sieht (vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 78-79), gliedert Wischmeyer die Kapitel 7-14 anhand der Wendung „peri. de,“ (vgl. Wischmeyer, Paulus, 178-180). Da sich in 12,1 dieser Gliederungsmarker finden lässt, fasst Wischmeyer die Kapitel 12-14 als eigenen Abschnitt auf, in dem der Gebrauch von Geistesgaben in der korinthischen Gemeinde behandelt wird.

3 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 193.

4 Vgl. Giesriegl, Die Sprengkraft des Geistes, 90-92 und vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 199.

5 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 137.

6 Kellner, Charisma als Grundbegriff der Praktischen Theologie, 287. So auch Schrage, der hier das Geistwirken beschrieben sieht, welches aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wird (vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 141). Vgl. dazu auch Obenauer, Gottes bunte Gnade, 18.

7 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 146.

8 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 137.

9 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 135-137.

10 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 195. Anders hier Schrage, der durchaus einen trinitätstheologischen Zusammenhang erkennen kann (vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 142).

11 Vgl. Kellner, Charisma als Grundbegriff der Praktischen Theologie, 287.

12 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 194-195.

13 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 148.

14 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 196.

15 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 150.

16 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 151.

17 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 196.

18 So z.B. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 135.

19 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 196.

20 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 197.

21 In der Forschung wird unterschiedlich beurteilt, was in Vers 10 mit ge,nh glwssw/n gemeint sein könnte (vgl. dazu besonders Balode, Gottesdienst in Korinth, 138). Der Begriff ge,nh zeigt jedoch zusammen mit 1. Kor. 13,1 und 14,10.21, dass Paulus hier verschiedene sprachliche Phänomene im Blick hat – sei es das Sprechen in menschlichen Sprachen, sei es das Sprechen in der Sprache der Engel – und sich hier nicht festlegen will in welcher Sprache Gott gelobt werden kann (vgl. auch Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 160f.).

22 Vgl. Klaiber, Der erste Korintherbrief, 198.

23 Vgl. Liddel/Scott/Jones, A Greek-English-Lexicon, Art. e]teroj und vgl. Blass/Debrunner/Funk, A Greek Grammar of the New Testament and other early Christian Literature, §306.

24 Vgl. dazu Schrage, Der erste Brief an die Korinther, Fußnote 192.

25 Auch wenn eine „scharfe Abgrenzung der einzelnen Dienste […] trotz ihrer je eigenen Akzente im einzelnen schwerlich möglich“ (Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 148) ist.

26 Vers 11 kommt eine doppelte Funktion zu. Zum einen umschließt er durch den Rückbezug auf diaire,seij (V. 4-6) und auf to. auvto. pneu/ma (V. 4) die gesamte Perikope. Zum anderen bildet er mit Vers 7 durch die Wiederaufnahme von e`ka,stw| einen Rahmen um den Charismenkatalog.

27 Klaiber, Der erste Korintherbrief, 198.

28 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 20-21.

29 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 147.

30 Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 147.

31 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 146 und vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 25.

32 Vgl. Kellner, Charisma als Grundbegriff der Praktischen Theologie, 294 und vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 24-25.

33 Vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 76.

34 Vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 85.

35 Vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 77 und 85.

36 Vgl. zu den Mysterienkulten im röm. Reich, insbesondere was spektakuläres Wunderwirken durch göttliche Begabung angeht, auch Kollmann, Einführung in die Neutestamentliche Zeitgeschichte, 149-151.

37 Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 85.

38 Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 85.

39 Vgl. Kellner, Charisma als Grundbegriff der Praktischen Theologie, 284. Anders Schottroff, die als Hintergrund zu 1. Kor. 12 keinen Gemeindekonflikt erkennen will (vgl. Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth, 240).

40 Vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 86.

41 Vgl. Schrage, Der erste Brief an die Korinther, 135 und vgl. Kellner, Charisma als Grundbegriff der Praktischen Theologie, 285.

42 Vgl. Schnelle, Einleitung in das Neue Testament, 86-87.

43 Vgl. Joest, Dogmatik I, 269-274.

44 Vgl. Joest, Dogmatik I, 269.

45 Vgl. Joest, Dogmatik I, 269.

46 Vgl. Joest, Dogmatik I, 270.

47 Joest, Dogmatik I, 270.

48 Vgl. Joest, Dogmatik I, 270.

49 Joest, Dogmatik I, 272.

50 Vgl. Joest, Dogmatik I, 271.

51 Joest, Dogmatik I, 271.

52 Vgl. Joest, Dogmatik I, 272-274.

53 Freilich versucht auch Joest die Pneumatologie in einem trinitätstheologischen Zusammenhang zu entfalten, sieht in ihr allerdings eher eine Schanierfunktion zwischen Theologie und Anthropologie – vgl. dazu Joest, Dogmatik I, 260. Obenauer akzentuiert anders und erkennt in den Gnadengaben das schöpferische, beauftragende und in den Dienst nehmende Wirken des dreieinigen Gottes und schließt sich in diesem Punkt Härles trinitätstheologischer Position an – vgl. dazu Obenauer, Gottes bunte Gnade, 33f. und Härle, Dogmatik, 399-405.

54 Obenauer, Gottes bunte Gnade, 34.

55 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 34. Auch Joest betont ja, dass der Geist sowohl natürliche Begabungen, als auch geistliche Gaben in den Dienst nehmen kann, hält aber weiterhin an einer Unterscheidung fest – vgl. Joest, Dogmatik I, 270.

56 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 37.

57 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 37-38.

58 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 39.

59 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 42.

60 Vgl. Joest, Dogmatik I, 269-270.

61 Vgl. Joest, Dogmatik I, 270-271.

62 Obenauer, Gottes bunte Gnade, 36.

63 Vgl. Obenauer, Gottes bunte Gnade, 38.

64 Vgl. Joest, Dogmatik I, 269.

65 Vgl. Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen, 21, aber dazu auch Luther, Vorrede auf das Neue Testament, 9 und meine eigenen Ausführungen an anderer Stelle – vgl. Prill, Stundenentwurf: Freiheit und Verantwortung, 9-16.

66 Vgl. auch Körtner, Evangelische Sozialethik, 175, vgl. auch zur theologischen Begründung des Ehrenamtes Brummer/Kießig/Rothgangel, Evangelischer Erwachsenenkatechismus, 664f.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
"Viele Gaben - ein Geist". Individuelle Gaben des Menschen und Predigtarbeit zu 1.Kor. 12,4-11
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Theologische Fakultät (Praktisch-Theologisches Seminar))
Veranstaltung
Hauptseminar Homiletik
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V293507
ISBN (eBook)
9783656909880
ISBN (Buch)
9783656909897
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Predigt, Predigtarbeit, 1.Kor. 12, 1. Kor. 12, Gaben, Geistesgaben, Gnadengaben, Charismen, Liebe, Paulus, Geist, Viele Gaben ein Geist, Nutzen
Arbeit zitieren
Stefan Prill (Autor), 2015, "Viele Gaben - ein Geist". Individuelle Gaben des Menschen und Predigtarbeit zu 1.Kor. 12,4-11, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293507

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