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Martin Luther King und Malcolm X

Eine vergleichende Darstellung im Kontext der US-Bürgerrechtsbewegung

Titel: Martin Luther King und Malcolm X

Bachelorarbeit , 2014 , 55 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Deborah Heinen (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„I have a dream that one day, […] right there in Alabama, little black boys and black girls will be able to join hands with little white boys and white girls as sisters and brothers. I have a dream today!”
Nach unzähligen Jahren der Unterdrückung und Diskriminierung schenkte Martin Luther King den Afroamerikanern 1963 vor dem Lincoln Memorial mit diesen Worten Mut und Hoffnung. Er glaubte daran, dass die rassistischen Barrieren Amerikas überwunden werden könnten und widmete sein Leben diesem Ziel. Diese Zuversicht teilten allerdings nicht alle Afroamerikaner. Der Bürgerrechtler Malcolm X gilt als Kontrahent von Martin Luther King, denn er vertrat einen separatistischen Ansatz und strebte eine Abspaltung von der „wicked white race“ an. Doch auch er widmete sein Leben auf seine Weise der Bewegung und wurde in diesem Kontext wie King gleichermaßen zu einer charismatischen Figur . Zwar gilt King als die bekanntere und erfolgreichere Führungspersönlichkeit im Kontext der Bewegung, jedoch beruht diese Einschätzung auf subjektiver Wahrnehmung, da Malcolm X beispielsweise das Selbstverständnis der Afroamerikaner revolutionierte und ihr Selbstvertrauen massiv stärkte . Nichtsdestotrotz erhielt King mehr Rückhalt in der schwarzen und weißen Gesellschaft, da er einen friedvollen, gemäßigten Weg beschritt, während Malcolm X einen radikalen Kurs einschlug . Letztlich endete ihr jeweiliger Weg dennoch in ihrem Tod.
Die vorliegende Arbeit stellt das Leben und Handeln der beiden wohl bekanntesten Bürgerrechtler in einem vergleichenden Rahmen dar und setzt dabei den Schwerpunkt auf die jeweiligen Ideologien sowie die Gründe, die für die ungleichen Ansätze beider Männer maßgeblich gewesen sein könnten. Zudem sind einige Historiker der Auffassung, dass King und X sich zuletzt in ihren bürgerrechtlichen Bestrebungen angenähert haben und möglicherweise sogar eine Zusammenarbeit zustande gekommen wäre, wenn X nicht bereits 1965 umgekommen wäre . Auch dieser These soll nachgegangen werden. Es sei angemerkt, dass die Bürgerrechtsbewegung in der vorliegenden Arbeit lediglich den Rahmen für die Vergleichsebenen im Handeln und Denken beider Männer bildet, sodass eine vollständige und detaillierte Beschreibung der Ereignisse der Bewegung nicht zielführend ist und somit nicht gegeben wird. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Bürgerrechtliche Entwicklungen bis 1955 – Erwachen des afroamerikanischen Selbstbewusstseins

3) Kindheit und Elternhaus – Erste Tendenzen

4) Der Weg in die Bürgerrechtsbewegung – Erste Wahrnehmungen von King und X als Führungspersonen

4.1) Martin Luther King und der Montgomery Bus Boykott

4.2) Malcolm X und die Nation of Islam

5) Arbeit als Bürgerrechtler

5.1) 1957-1963: Gewaltloser Wiederstand und „Black Power“ – von den „Freedom Rides“ bis zum „March on Washington“

5.2) „I Have a Dream“ vs. „Message to the Grassroots“

6) Von Bürgerrechten zu Menschenrechten

6.1) Malcolm X‘ letzte Jahre – Austritt aus der Nation of Islam, Neuorientierung und Ermordung

6.2) 1964-1966: Wahlrecht in Selma und Menschenrechte in Chicago

6.3) Kings letzte Jahre – Kritik an der Südostasienpolitik und Memphis als letzte Station

7) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Leben und Wirken von Martin Luther King und Malcolm X in einem vergleichenden Rahmen zu analysieren, wobei der Fokus auf ihren unterschiedlichen Ideologien und den Gründen für ihre abweichenden Ansätze liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, ob sich die ideologischen Positionen beider Bürgerrechtler gegen Ende ihres Lebens angenähert haben und ob eine Zusammenarbeit möglich gewesen wäre.

  • Biografische Prägung und Einfluss von Kindheit und Elternhaus auf die spätere Ideologie.
  • Analyse und Vergleich der zentralen Methoden: Gewaltloser Widerstand versus separatistischer Ansatz.
  • Bewertung der Rolle von Religion und Glaubensrichtungen für ihr Handeln.
  • Untersuchung der Neuorientierung beider Akteure in den 1960er Jahren hinsichtlich Bürger- und Menschenrechten.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These einer möglichen ideologischen Annäherung.

Auszug aus dem Buch

4.1) Martin Luther King und der Montgomery Bus Boykott

Martin Luther King nahm 1944 im Alter von 15 Jahren sein Theologiestudium am Morehouse College in Atlanta auf, das allein Afroamerikanern offen stand. Obwohl er zunächst eine Karriere als Arzt oder Rechtsanwalt in Betracht zog, entschloss er sich 1947 dazu wie sein Vater und auch sein Großvater, Pfarrer zu werden. Im Folgenden Jahr erhielt er die Ordination und wurde zum zweiten Pfarrer der Ebenezer-Kirche ernannt. Zudem engagierte er sich im Atlanta Intercollegiate Council, einer Gruppe von schwarzen und weißen Studenten, die sich gemeinsam für eine Abschaffung der Segregation einsetzten. In dieser Zeit verbesserte sich Martins lange Zeit skeptische und ablehnende Haltung gegenüber Weißen wieder, vermutlich weil er nun sah, dass es auch Weiße gab, die Afroamerikaner als gleichwertig betrachteten und sie nicht aufgrund ihrer Hautfarbe herabstuften.

1948 beendete King sein Grundstudium am Morehouse College und entschied sich dazu, den Magister in Theologie am gemischtrassigen Crozer-Theologieseminar in Chester zu machen. Dort kam es zu einem Angriff eines Weißen auf Martin, der ihn beschuldigte, sein Zimmer durchwühlt zu haben und ihn mit einer Waffe bedrohte. Martin begegnete ihm gelassen und versuchte, ihn von seiner Unschuld zu überzeugen, sodass weitere Studenten ihn dazu überreden konnten, die Waffe niederzulegen. Im Anschluss an dieses Ereignis verklagte Martin den Mann nicht, sondern akzeptierte seine Entschuldigung – dies brachte ihm viel Anerkennung von seinen Mitstudenten ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in das Thema der vergleichenden Analyse von King und Malcolm X sowie Darlegung der Forschungsfragen und Quellenbasis.

2) Bürgerrechtliche Entwicklungen bis 1955 – Erwachen des afroamerikanischen Selbstbewusstseins: Historischer Rückblick auf die Ursprünge der Bewegung, von Booker T. Washington über die Gründung der NAACP bis hin zu Marcus Garvey.

3) Kindheit und Elternhaus – Erste Tendenzen: Analyse der biografischen Hintergründe beider Bürgerrechtler und deren Einfluss auf die Entwicklung ihrer Weltanschauung.

4) Der Weg in die Bürgerrechtsbewegung – Erste Wahrnehmungen von King und X als Führungspersonen: Beschreibung des Werdegangs beider Männer und ihre ersten Schritte als Führungspersönlichkeiten, insbesondere der Montgomery Bus Boykott für King.

5) Arbeit als Bürgerrechtler: Untersuchung der verschiedenen Methoden des Widerstands zwischen 1957 und 1963 sowie ein Vergleich der Reden „I Have a Dream“ und „Message to the Grassroots“.

6) Von Bürgerrechten zu Menschenrechten: Analyse der inhaltlichen Neuorientierung beider Akteure in den späten 60er Jahren, geprägt durch Ereignisse wie den Austritt von Malcolm X aus der NoI und Kings Engagement in Chicago und gegen den Vietnamkrieg.

7) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der ideologischen Unterschiede und der Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit.

Schlüsselwörter

Martin Luther King, Malcolm X, Bürgerrechtsbewegung, Rassismus, Integration, Separatismus, Gewaltloser Widerstand, Nation of Islam, SCLC, Menschenrechte, Black Power, Bürgerrechte, Segregation, USA, 1960er Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht das Leben und Handeln der zwei prominentesten Bürgerrechtler der USA, Martin Luther King und Malcolm X, im Rahmen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die unterschiedlichen Ideologien, Glaubensrichtungen, Erziehungshintergründe sowie die Strategien des Protests und des politischen Engagements der beiden Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die divergierenden Ansätze von King und Malcolm X zu identifizieren und zu untersuchen, ob sich ihre Positionen im Laufe der Zeit angenähert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende historische Analyse, die auf einer umfassenden Quellenbasis (Biografien, Reden, Zeitzeugenberichte) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kindheit der Protagonisten, ihren Weg in die Bewegung, ihre unterschiedlichen Protestmethoden sowie ihre jeweilige Neuorientierung in den 1960er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bürgerrechtsbewegung, Rassismus, Integration, Separatismus und Gewaltlosigkeit definiert.

Wie wirkte sich die Kindheit auf die spätere politische Einstellung von Malcolm X aus?

Durch die gewaltsamen Erfahrungen mit Rassisten, den Verlust der Stabilität und den Einfluss des separatistischen Vaters entwickelte Malcolm X bereits früh eine ablehnende Haltung gegenüber der weißen Gesellschaft.

Welche Bedeutung hatte der Montgomery Bus Boykott für Martin Luther King?

Der Boykott markierte den Beginn von Kings nationaler und internationaler Karriere als „charismatische Führungspersönlichkeit“ und festigte seine Bindung an die Methode des gewaltlosen Widerstands.

Gibt es Belege für eine ideologische Annäherung der beiden Männer?

Ja, in der Mitte der 1960er Jahre nahmen beide eine Neuorientierung vor, in der King soziale Gerechtigkeit stärker betonte und Malcolm X sein starres Weltbild gegenüber Weißen nach seiner Reise nach Mekka relativierte.

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Details

Titel
Martin Luther King und Malcolm X
Untertitel
Eine vergleichende Darstellung im Kontext der US-Bürgerrechtsbewegung
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Note
2,0
Autor
Deborah Heinen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
55
Katalognummer
V293747
ISBN (eBook)
9783656913023
ISBN (Buch)
9783656913030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
martin luther king malcolm eine darstellung kontext us-bürgerrechtsbewegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Deborah Heinen (Autor:in), 2014, Martin Luther King und Malcolm X, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293747
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Leseprobe aus  55  Seiten
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