In dieser Arbeit geht es um die Grundlagen der Verpackung als Marketinginstrument. Es findet eine Abgrenzung der wichtigsten Begriffe statt, die historische Entwicklung der Verpackung wird dargestellt und die Vorteile der Verpackung werden aufgezeigt. Anschließend werden die Anforderungen, die Verpackungen erfüllen sollen, erläutert.
In der Literatur existiert keine allgemeingültige Begriffsauffassung für den Terminus Verpackung; eine häufig zitierte und sehr treffende Definition ist folgende: Verpackung wird als vollständig oder teilweise, nach dem Verpackungsprozess feste, relativ leicht zu beseitigende Umhüllung zum Zwecke des Inhalts- und Umweltschutzes, der Lagerungs-, Transport-, Verkaufs- und Verwendungserleichterung verstanden. Oder allgemeiner: Verpackung wird als Sammelbegriff für jegliche Art von Umhüllung eines oder mehrerer Produkte verstanden, unabhängig davon, welche Funktion sie erfüllen soll. Der Begriff Packstoff beinhaltet die Materialien aus denen eine Verpackung hergestellt wird, wie bspw. Karton, Glas oder Kunststoff. Wobei als Packgut das zu verpackende Stück oder Schüttgut gesehen wird.
Für die Verständlichkeit im weiteren Verlauf der Arbeit soll an dieser Stelle kurz auf den Lebenszyklus einer Verpackung eingegangen werden. In Analogie zum Lebenszyklus bei Produkten, lässt sich ein Lebenszyklus von Verpackungen definieren: Die erste Phase des Verpackungslebenszyklus ist die Konzeptions- und Herstellungsphase, in dieser erfolgt die Festlegung der einzelnen Faktoren wie Material, Herstellungsprozesse, gewünschte Funktionen und Ziele. Die daran anschließende Phase ist die der Nutzung, worin alle Prozesse der Einführungs- und Betriebsphase subsumiert werden, in denen die Verpackung ihre Funktionen und Aufgaben erfüllt; dabei ist die Zuverlässigkeit der Verpackung von starker Bedeutung. An die Nutzungsphase knüpft die Aufbereitungsphase an, gefolgt von der Verwertungs- und Entsorgungsphase.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen zur Verpackung als Marketinginstrument
1.1 Begriffliche Abgrenzungen
1.2 Historische Entwicklung
1.3 Eingliederung des Marketinginstruments Verpackung in die Unternehmenspolitik
1.4 Vorteile der Verpackung
2 Anforderungen an Verpackungen
2.1 Anforderungen seitens der Verbraucher
2.2 Anforderungen seitens der Hersteller und des Handels
2.3 Anforderungen seitens des Staates
2.4 Anforderungen seitens der Umwelt
2.5 Allgemeine Ziele des Marketinginstruments Verpackung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die fundamentale Bedeutung der Verpackung als strategisches Marketinginstrument. Das primäre Ziel ist es, die vielfältigen Anforderungen der verschiedenen Akteure – wie Verbraucher, Handel und Gesetzgeber – zu beleuchten und aufzuzeigen, wie eine effiziente Verpackungsgestaltung den Kaufentscheidungsprozess aktiv steuern und zum Unternehmenserfolg beitragen kann.
- Grundlagen und Definition der Verpackung als Marketingelement
- Historische Entwicklung der Verpackungsfunktionen
- Anforderungen von Konsumenten, Herstellern und dem Staat
- Die Verpackung als entscheidender Stimulus im Kaufentscheidungsprozess
- Ökologische Aspekte der Verpackungskonzeption
Auszug aus dem Buch
1.1 Begriffliche Abgrenzungen
In der Literatur existiert keine allgemeingültige Begriffsauffassung für den Terminus Verpackung; eine häufig zitierte und sehr treffende Definition ist folgende: Verpackung wird als vollständig oder teilweise, nach dem Verpackungsprozess feste, relativ leicht zu beseitigende Umhüllung zum Zwecke des Inhalts- und Umweltschutzes, der Lagerungs-, Transport-, Verkaufs- und Verwendungserleichterung verstanden.
Oder allgemeiner: Verpackung wird als Sammelbegriff für jegliche Art von Umhüllung eines oder mehrerer Produkte verstanden, unabhängig davon, welche Funktion sie erfüllen soll. Der Begriff Packstoff beinhaltet die Materialien aus denen eine Verpackung hergestellt wird, wie bspw. Karton, Glas oder Kunststoff. Wobei als Packgut das zu verpackende Stück oder Schüttgut gesehen wird.
Für die Verständlichkeit im weiteren Verlauf der Arbeit soll an dieser Stelle kurz auf den Lebenszyklus einer Verpackung eingegangen werden. In Analogie zum Lebenszyklus bei Produkten, lässt sich ein Lebenszyklus von Verpackungen definieren: Die erste Phase des Verpackungslebenszyklus ist die Konzeptions- und Herstellungsphase, in dieser erfolgt die Festlegung der einzelnen Faktoren wie Material, Herstellungsprozesse, gewünschte Funktionen und Ziele. Die daran anschließende Phase ist die der Nutzung, worin alle Prozesse der Einführungs- und Betriebsphase subsumiert werden, in denen die Verpackung ihre Funktionen und Aufgaben erfüllt; dabei ist die Zuverlässigkeit der Verpackung von starker Bedeutung. An die Nutzungsphase knüpft die Aufbereitungsphase an, gefolgt von der Verwertungs- und Entsorgungsphase.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlagen zur Verpackung als Marketinginstrument: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Verpackung, erläutert ihren Lebenszyklus und stellt ihre historische Entwicklung sowie ihre Einordnung in die Unternehmenspolitik dar.
2 Anforderungen an Verpackungen: Hier werden die unterschiedlichen, teils konkurrierenden Anforderungen von Verbrauchern, Herstellern, Handel, Staat und Umwelt detailliert analysiert und die Ziele der Verpackungspolitik erläutert.
Schlüsselwörter
Verpackung, Marketinginstrument, Konsumentenverhalten, Kaufentscheidungsprozess, Markenartikel, Handelsmarken, Produktpolitik, Convenience-Funktion, Verpackungsdesign, PoS-Marketing, Umweltschutz, Verpackungsverordnung, multisensorische Wahrnehmung, Kaufanreiz, Warenwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Verpackung als ein zentrales Marketinginstrument und untersucht, wie Anforderungen verschiedener Stakeholder die Gestaltung und Funktion von Verpackungen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die begriffliche Einordnung, die historische Evolution der Verpackungsfunktion, die spezifischen Anforderungen durch Handel und Staat sowie die psychologischen Faktoren des Konsumentenverhaltens am Point of Sale.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Rolle der Verpackung als Instrument der Absatzförderung zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie sie durch gezielte Gestaltung zur Differenzierung im Wettbewerb und zur Steigerung des Unternehmenserfolgs beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine grundlegende theoretische Abhandlung, die auf der Analyse existierender Fachliteratur, Studien und historischer Entwicklungen basiert, um die Komplexität der Verpackung im Marketing-Mix darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit verschiedenen Anforderungsprofilen (Verbraucher, Hersteller, Staat, Umwelt) sowie die detaillierte Darstellung des Kaufentscheidungsprozesses unter Einfluss der Verpackung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Marketinginstrument, Verpackungsgestaltung, Konsumentenverhalten, Point of Sale, Markenkommunikation und ökologische Anforderungen.
Wie unterscheiden sich rationale und emotionale Anforderungen der Verbraucher?
Rationale Anforderungen beziehen sich auf Funktionen wie Schutz oder Benutzerfreundlichkeit, während emotionale Anforderungen die visuelle und haptische Ansprache sowie die unbewusste Erfüllung von Produktgattungserwartungen betreffen.
Welche Bedeutung hat die "Fernwirkung" der Verpackung im Kaufprozess?
Die Fernwirkung ist entscheidend, um in der Auslösephase des Kaufprozesses die Aufmerksamkeit des Konsumenten im Ladenumfeld zu gewinnen und den ersten Impuls für eine Produktwahrnehmung zu setzen.
- Arbeit zitieren
- Dipl. Vw. Melanie Roos (Autor:in), 2006, Marketing-Instrument Verpackung. Grundlagen und Anforderungen an Verpackungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293807