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Die Frage nach dem Geschlecht: Hermaphroditismus und Intersexualität

Titel: Die Frage nach dem Geschlecht: Hermaphroditismus und Intersexualität

Fachbuch , 2015 , 169 Seiten

Autor:in: Franziska Brongkoll (Autor:in), Lena Groß (Autor:in), Stefanie Hagen (Autor:in), Nicole Memmer (Autor:in), Joy Baruna (Autor:in), Julia Heim (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Geschlecht eines Menschen ist nicht immer eindeutig. Das ist zwar selten, aber alles Andere als ungewöhnlich oder gar unnatürlich. Auch wenn unsere Gesellschaft das manchmal anders sieht.

Tritt Doppelgeschlechtlichkeit beim Menschen auf, spricht man von Intersexualität und bezeichnet die Individuen als Zwitter. Man geht von einer Anomalie aus. Aber: Wie viele Geschlechter gibt es überhaupt; ist die strikte Trennung zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit in unserer Gesellschaft lediglich eine Illusion?

Dieser Band liefert einen Überblick über Intersexualität und Pseudohermaphroditismus und zeigt das bisweilen gespaltene Verhältnis unserer Gesellschaft zu Fragen der Geschlechtlichkeit.

Aus dem Inhalt:
Soziale und kulturelle Konstruktion von Geschlecht
Die Frage der Intersexualität
Ist Zweigeschlechtlichkeit nur eine Illusion?
Hermaphroditismus und Androgynität
Mann – Frau – Mensch?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Franziska Brongkoll: Ein, zwei, viele Geschlechter? Das Geschlechterverständnis von der Antike bis zur Gegenwart

1. Einleitung

2. Antike

3. Mittelalter

4. Aufklärung

5. Gegenwart

6. Zusammenfassung

7. Ausblick

Lena Groß: Geschlecht als soziales Konstrukt der Gesellschaft. Ist die Zweigeschlechtlichkeit unserer Gesellschaft nur eine Illusion?

1. Einleitung

2. Geschlecht als soziales Konstrukt der Gesellschaft

3. Gender-Wechsel

4. Fazit

Stefanie Hagen: Soziale und kulturelle Konstruktion von Geschlecht und die Frage der Intersexualität

1. Einleitung

2. Soziale Konstruktion von Geschlecht?

3. Intersexualität

4. Wandel im Geschlechterverhältnis

5. Kritische Schlussbemerkung/ Zusammenfassung

Julia Heim: Intersexualität und Inter*. Der Zwang einer eindeutigen Geschlechtsidentität innerhalb der zweigeschlechtlichen Norm

1. Einleitung

2. Intersexualität

3. Zwang zur Entscheidung für ein Geschlecht – Warum?

4. Normen

5. Normen und Macht oder Macht der Normen?

6. Angleichung an die gesellschaftliche Norm

7. Eltern von Inter* Personen

8. Fazit

Joy Baruna: Jedes Kind hat einen Namen und eine Zuordnung verdient. – Zum Umgang mit Intersexualität

1. Die Geburt eines Kindes

2. Was bedeutet Intersexualität?

3. John Moneys Theorie zur Entwicklung der Geschlechtsidentität und die Folgen bezüglich des Umgangs mit Intersexualität

4. Fazit

Nicole Memmer: Geschlechterordnung im Wandel. Ist die duale Geschlechterordnung noch zeitgemäß?

1. Einleitung

2. Geschlecht und seine Tücken

3. Geschlecht im historischen Kontext

4. Gesellschaftlicher und rechtlicher Umgang mit Intersexualität

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion und Wahrnehmung von Geschlecht, indem sie historische Ansätze der Geschlechterforschung mit soziologischen und biologischen Perspektiven verknüpft. Das primäre Ziel ist es, die gesellschaftliche Zweigeschlechtlichkeit als soziales Konstrukt zu entlarven und zu hinterfragen, inwiefern eine strikte binäre Einordnung angesichts biologischer Variationen wie Intersexualität und Transsexualität noch zeitgemäß und ethisch vertretbar ist.

  • Historische Entwicklung des Geschlechterverständnisses von der Antike bis zur Gegenwart
  • Soziale Konstruktion von Geschlecht und das Konzept "Doing Gender"
  • Intersexualität als Herausforderung für das binäre Geschlechtermodell
  • Medizinische Machtstrukturen und der Zwang zur Eindeutigkeit
  • Ethische Reflexion über Geschlechtszuweisungen und die Bedeutung von Anerkennung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die enkephalo-myelogene Samenlehre

Die enkephalo-myelogene Samenlehre wurde durch Alkmaion von Kroton (um 500 v. u. Z.) bestimmt, der sich als einer der Ersten nachweisbar mit der Menschwerdung aus biologischer Sicht befasst hat. Das unterscheidet ihn von vorherigen Wissenschaftlern, welche die menschliche Entstehung in einen allgemeinen kosmogonischen Zusammenhang stellten, den Mensch also als Teil des gesamten Weltalls betrachteten. Alkmaion hat sich dabei mit der Frage nach der Herkunft des Samens beschäftigt (Lesky, 1951: 9).

Seine Theorie stellt das Gehirn in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dort ist auch der Ursprung des Samens, der laut Alkmaion von Mann und Frau gleichermaßen zur Zeugung beigetragen wird. Welches Geschlecht letztlich der Embryo hat, entscheidet die Menge des jeweiligen Samens und dessen Qualität (Voß, 2010: 52), welche sich wiederum in ‚dick‘ (für den männlichen Samen) und ‚dünn‘ (für den weiblichen Samen) gliedern lässt (Lesky, 1951: 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die scheinbare Selbstverständlichkeit zweier Geschlechter und führt in die Thematik der Geschlechterkonstruktion ein, die durch historische und moderne wissenschaftliche Theorien hinterfragt wird.

2. Antike: In der Antike wurden diverse Theorien entwickelt, um eine binäre Geschlechterordnung zu begründen, wobei die Frau meist als unvollkommene Version des Mannes dargestellt wurde.

3. Mittelalter: Das Mittelalter baute auf antiken Lehren auf, wobei medizinische Theorien zunehmend durch religiöse und mystische Aspekte ergänzt und die Frau als beunruhigende Macht wahrgenommen wurde.

4. Aufklärung: Diese Epoche markiert einen Bruch im Geschlechterverständnis durch den Übergang zum "Zwei-Geschlechter-Modell", getrieben durch medizinischen Fortschritt und gesellschaftliche Debatten.

5. Gegenwart: Die Gegenwart fokussiert auf moderne Embryologie, Genetik und die Erkenntnis, dass Geschlecht auch als soziales Konstrukt untrennbar mit biologisch-medizinischen Theorien verbunden ist.

6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die Entwicklung des Geschlechterverständnisses und betont die Wechselwirkung zwischen biologischen Theorien und sozialen Geschlechternormen.

Schlüsselwörter

Intersexualität, Transsexualität, Zweigeschlechtlichkeit, Geschlechterkonstruktion, Doing Gender, biologisches Geschlecht, soziale Normen, Medizingeschichte, Geschlechterordnung, Körperpolitik, Identitätsbildung, soziale Konstruktion, Gender, Natur-Kultur-Verhältnis, Anerkennungstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und gesellschaftlichen Konstruktion von Geschlecht und untersucht, warum unser Alltagsdenken von einer binären Ordnung (Mann/Frau) geprägt ist und wie diese durch Phänomene wie Intersexualität herausgefordert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die historische Entwicklung der Geschlechtertheorien von der Antike bis heute, das Konzept "Doing Gender", die Rolle der Medizin bei der Geschlechtszuweisung sowie die ethischen Aspekte bei der Behandlung intersexueller Personen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob die duale Geschlechterordnung noch zeitgemäß ist und wie sich Geschlecht als soziales Konstrukt durch wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse wandelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Diskursanalyse, in der historische medizinische Texte und soziologische Theorien zur Geschlechterkonstruktion dekonstruiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Epochen, von der Antike über das Mittelalter und die Aufklärung bis hin zur Gegenwart, und analysiert, wie biologische Theorien zur Legitimation sozialer Hierarchien zwischen den Geschlechtern genutzt wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlagworte sind Intersexualität, Doing Gender, Zweigeschlechtlichkeit, Geschlechterkonstruktion, Heteronormativität und die kritische Auseinandersetzung mit biologischen Definitionen von Geschlecht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Sex" und "Gender" für das Verständnis wichtig?

Die Unterscheidung dient dazu, das vermeintlich "natürliche" biologische Geschlecht (Sex) vom sozialen Geschlecht (Gender) abzugrenzen, um aufzuzeigen, wie kulturelle Erwartungen unser Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit formen.

Was bedeutet der "Zwang zur Eindeutigkeit" im Kontext von Intersexualität?

Damit ist der medizinische und soziale Druck gemeint, intersexuelle Kinder möglichst früh operativ einem der beiden binären Geschlechter anzugleichen, da eine nicht eindeutige Identität in unserer Gesellschaft mit Stigmatisierung und Ausgrenzung verbunden ist.

Ende der Leseprobe aus 169 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Frage nach dem Geschlecht: Hermaphroditismus und Intersexualität
Autoren
Franziska Brongkoll (Autor:in), Lena Groß (Autor:in), Stefanie Hagen (Autor:in), Nicole Memmer (Autor:in), Joy Baruna (Autor:in), Julia Heim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
169
Katalognummer
V294617
ISBN (eBook)
9783656923190
ISBN (Buch)
9783956871641
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frage geschlecht hermaphroditismus intersexualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Brongkoll (Autor:in), Lena Groß (Autor:in), Stefanie Hagen (Autor:in), Nicole Memmer (Autor:in), Joy Baruna (Autor:in), Julia Heim (Autor:in), 2015, Die Frage nach dem Geschlecht: Hermaphroditismus und Intersexualität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294617
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Leseprobe aus  169  Seiten
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