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Psychosoziale Betreuung suchtkranker Menschen im Substitutionsprogramm in Kärnten und deren Erwartungen in die Betreuung

Title: Psychosoziale Betreuung suchtkranker Menschen im Substitutionsprogramm in Kärnten und  deren Erwartungen in die Betreuung

Master's Thesis , 2015 , 135 Pages , Grade: 3

Autor:in: MA Martin Kutej (Author)

Social Work
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Diese Studie widmet sich der Psychosozialen Beratung und Betreuung („PSB“) von suchtkranken Menschen, die sich in Kärnten in Substitutionsbehandlung befinden. Es wird untersucht, welche Erwartungen die betroffenen Menschen an die Psychosoziale Beratung und Betreuung haben, und ob sich diese Erwartungen mit den in Kärnten vorgefundenen Betreuungsmöglichkeiten und mit den in der Literatur beschriebenen Erkenntnissen und Standards decken.

In der Literatur wurde keine klare Definition der „Psychosozialen Beratung und Betreuung“ gefunden. Überwiegend wird darunter Beratung und Betreuung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Sozial-, Pädagoginnen und Sozial-Pädagogen sowie Psychologinnen und Psychologen verstanden.

Für die Untersuchung wurden elf Interviews durchgeführt, sechs mit KlientInnen des „Ambulatoriums für Drogenkranke des Landes Kärnten und der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee“, und fünf mit KlientInnen der Drogenberatungsstelle der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens, „roots“, Villach.
Diese Interviews wurden transkribiert und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Es konnten dabei sowohl Einblicke über die Vorstellungen und Erwartungen der KlientInnen als auch über ihre Zufriedenheit mit erlebter Psychosozialer Beratung und Betreuung und dem von ihnen gesehenen Bedarf an Psychosozialer Beratung und Betreuung gewonnen werden.
Die erhaltenen Aussagen werden mit den in der Literaturrecherche vorgefundenen Ergebnissen gegenüber gestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen, Begriffsdefinition

2.1 Bedürfnis

2.2 Erwartungen

2.3 Droge

2.4 Geschichte der Opioide

2.5 Heroin

2.6 Wirkung der Opiate

2.7 (akute) Intoxikation

2.8. Schädlicher Gebrauch / Missbrauch von Drogen

2.9 (Drogen)sucht

2.10 Drogenabhängigkeit

2.11 Die psychische Abhängigkeit

2.12 Entzug

3. Substitution

3.1 (Methadon)-Substitution

3.2 Opiatabhängigkeit in Österreich

3.3 Die Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen der Substitution in Österreich

3.4 DieSubstitutionstherapie und ihre rechtlichen Rahmenbedingungen heute

4 Die Psychosoziale Beratung und Betreuung

4.1 Die Psychosoziale Beratung und Betreuung im Gesetz

4.2 Die psychosoziale Beratung und Betreuung im Allgemeinen

4.3 Die psychosoziale Beratung und Betreuung

4.3.1 Arbeitsbündnis und Selbstbestimmung

4.3.2 Notwendige Kompetenzen für die Beratung

4.3.3 Berufsgruppen innerhalb der Psychosozialen Beratung und Betreuung

4.3.4 Situation Abhängigkeitskranker

4.3.5 Therapiemotivation

4.3.6 Motivierende Gesprächsführung

4.3.7 Psychoedukation

4.4 Veränderung der sozialen Situation durch die Substitutionsbehandlung/Erwartungen

4.5 Aufgaben der Psychosozialen Beratung und Betreuung

4.6 Aktuelle Situation der Psychosozialen Beratung und Betreuung

4.7 Welche Erwartungen haben die Betroffenen?

5 Empirischer Teil

5.1 Durchführung der Interviews

5.2 Auswertung der Interviews

5.3 Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie

5.4 Übersicht der genannten Themenbereiche

6 Interviews

6.1 Überblick über die Einzelinterviews

6.2 Zusammenführung der Interviews

7. Schlussfolgerungen, Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Erwartungen von Menschen in Substitutionsbehandlung an die Psychosoziale Beratung und Betreuung zu identifizieren und zu untersuchen, inwieweit diese Erwartungen mit den bestehenden Betreuungsmöglichkeiten sowie den wissenschaftlich beschriebenen Standards übereinstimmen.

  • Psychosoziale Beratung und Betreuung von Substitutionspatienten
  • Erwartungen und Bedürfnisse der betroffenen Klienten
  • Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen der Substitution
  • Qualitative Interviewanalyse zur Betreuungspraxis in Kärnten
  • Herausforderungen in der Beziehungsarbeit und Beratung

Auszug aus dem Buch

4.3.6 Motivierende Gesprächsführung

Die Methode der Motivierenden Gesprächsführung wurde speziell zur Beratung und Betreuung von substanzabhängigen Menschen entwickelt. Mit Hilfe dieser Methode soll die Bereitschaft der Abhängigen gefördert werden, ihr Verhalten zu ändern.

Diese Personengruppe zeichnet allerdings ein überdurchschnittlich hohes Maß an Ambivalenz aus, vor allem auch große Widerstände, was die Änderung ihres Suchtverhaltens betrifft.

Im Gegensatz zu den meisten früheren Ansätzen, Veränderung durch vollzogene oder auch nur angedrohte Sanktionen zu erzwingen, oder durch extrinsische Anreize (z.B. Hinweise auf die Möglichkeit, das nicht für den Erwerb von Drogen ausgegebene Geld für anderes einzusetzen) zu erreichen, zielt die Motivierende Gesprächsführung darauf ab, Änderungsmotivation in einer auf Partnerschaftlichkeit, Evokation und Autonomie basierenden Grundhaltung zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die berufliche Motivation des Autors dar, die Lücke in der Literatur bezüglich der Erwartungen von Klienten an die psychosoziale Betreuung zu schließen.

2 Grundlagen, Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Suchterkrankung aus medizinischer und sozialarbeiterischer Sicht erörtert sowie Konzepte wie Bedürfnisse und Erwartungen erläutert.

3 Substitution: Hier wird das Konzept der Substitutionsbehandlung, deren historische Entwicklung, Ziele sowie die aktuelle Rechtslage in Österreich detailliert beschrieben.

4 Die Psychosoziale Beratung und Betreuung: Dieses umfangreiche Kapitel erläutert die verschiedenen Facetten, Kompetenzen und Aufgabenfelder, die eine psychosoziale Beratung im Kontext der Suchtarbeit ausmachen.

5 Empirischer Teil: Die Methodik der Studie, insbesondere die Durchführung und Auswertung narrativer Interviews mit elf Klienten in Kärnten, wird in diesem Abschnitt beschrieben.

6 Interviews: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Einzelinterviews dargelegt und zusammengeführt, um die spezifischen Erwartungen der Klienten aufzuzeigen.

7. Schlussfolgerungen, Resümee: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Bedeutung einer personenzentrierten, bedürfnisorientierten psychosozialen Betreuung in der Substitutionsbehandlung.

Schlüsselwörter

Psychosoziale Betreuung, Substitution, Drogenabhängigkeit, Sucht, Klienten, Erwartungen, Soziale Arbeit, Motivierende Gesprächsführung, Empowerment, Substitutionsprogramm, Kärnten, Suchtberatung, Ressourcenorientierung, Beziehungsarbeit, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studie untersucht die Psychosoziale Beratung und Betreuung (PSB) im Kontext der Substitutionsbehandlung in Kärnten und analysiert die spezifischen Erwartungen der betroffenen Menschen an diese Betreuungsform.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Substitution, Konzepte der psychosozialen Beratung wie das Empowerment, sowie die praktischen Erfordernisse in der Arbeit mit drogenabhängigen Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Erwartungen Substitutionspatienten an die psychosoziale Betreuung haben und ob diese mit den vorhandenen Angeboten sowie theoretischen Standards korrespondieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?

Der Autor führte elf narrative Interviews mit Klienten in Klagenfurt und Villach durch, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Sucht- und Beratungskonzepten sowie eine empirische Untersuchung, die Einblicke in die Lebenswelten der Betroffenen gibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychosoziale Betreuung, Substitution, Drogenabhängigkeit, Klientenerwartungen, Soziale Arbeit und Motivierende Gesprächsführung.

Wie bewerten die Klienten die derzeitigen Behördenwege?

Die befragten Klienten äußern häufig das Bedürfnis nach praktischer Begleitung zu Ämtern und Behörden, da sie diese Prozesse oft als emotional belastend empfinden und sich Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagshürden wünschen.

Welche Bedeutung kommt der Kontrollfunktion in der Substitution zu?

Viele der befragten Klienten wünschen sich eine stärkere Kontrolle des Beikonsums, da sie dies als hilfreiche Unterstützung wahrnehmen, um ihre eigene Zielerreichung im Substitutionsprogramm zu stützen.

Warum ist das "Sich-Ernst-Genommen-Fühlen" für die Klienten zentral?

Die Interviews zeigen, dass ein respektvoller, nicht von oben herab geführter Umgang eine grundlegende Voraussetzung für die Annahme von Beratungsangeboten ist, da sich viele Klienten im Alltag durch gesellschaftliche Stigmatisierung abgewertet fühlen.

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Details

Title
Psychosoziale Betreuung suchtkranker Menschen im Substitutionsprogramm in Kärnten und deren Erwartungen in die Betreuung
College
St. Pölten University of Applied Sciences  (Soziale Arbeit)
Course
Masterlehrgang Suchtberatung und Prävention
Grade
3
Author
MA Martin Kutej (Author)
Publication Year
2015
Pages
135
Catalog Number
V294977
ISBN (eBook)
9783656928898
ISBN (Book)
9783656928904
Language
German
Tags
Substitution Opium Opiat Methadon Polimadon psychosozial Beratung Betreuung soziale Arbeit Sozialarbeit Prävention Sucht Suchtberatung Suchtmittel Suchtgift Drogen Droge psychosoziale Suboxone Trauma PTBS Begleitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Martin Kutej (Author), 2015, Psychosoziale Betreuung suchtkranker Menschen im Substitutionsprogramm in Kärnten und deren Erwartungen in die Betreuung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294977
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