Erarbeitung unterschiedlicher Anpassungsstrategien von Tieren an extrem kalte Lebensräume

Warum braucht der Eisbär keine Mütze?


Unterrichtsentwurf, 2014

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1.1 Thema der Unterrichtsreihe
1.2 Einbettung der Stunde in den Reihenkontext
1.3 Analyse der Lerngruppe
1.4 Relevanzanalyse

2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde
2.1 Sachanalyse
2.2 Lernziele/Kompetenzen
2.3 Didaktisch-methodische Überlegungen
2.4 Geplanter Unterrichtsverlauf

3. Literaturverzeichnis

4. Anhang
4.1 Einstiegsfolie
4.2 Arbeitsblätter
4.3 Vortragsfolien
4.4 antizipiertes Tafelbild

1. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

Sinnesspezialisten, Thermo-Trickser und Co. - Anpassungen von Tieren an ihren Lebensraum

1.2 Einbettung der Stunde in den Reihenkontext

1.3 Analyse der Lerngruppe

- Aus urheberrechtlichen Gründen entfernt. –

1.4 Relevanzanalyse

Der Kernlehrplan Biologie für die Sekundarstufe I am Gymnasium des Landes Nordrhein-Westfalen sieht im Inhaltsfeld „Vielfalt von Lebewesen“ in der Unterstufe die Behandlung der Angepasstheit von Tieren an verschiedene Lebensräume vor (Siehe Kernlehrplan S. 36).1 Im Rahmen des Basiskonzepts „Entwicklung“ sollen hier Organismen im Wechsel der Jahreszeiten und ihre Angepasstheit beschrieben und erklärt werden (Ebd. S. 30). Darüber hinaus ist im hausinternen Schulcurriculum für die Jahrgangsstufe 6 ebenfalls die Behandlung der Anpassungen der Tiere an ihre Lebensräume vorgesehen.

2. Planungsentscheidungen zur Unterrichtsstunde

2.1 Sachanalyse

Die Angepasstheit von Tieren an ihren Lebensraum zeigt sich nirgends so deutlich wie in extrem kalten oder heißen Gebieten. Hier haben sich wahre Spezialisten im Umgang mit extremen Temperaturen entwickelt. Exemplarisch werden in der Stunde vier Vertreter kalter Lebensräume untersucht. Der Eisbär steht mit seinem prächtigen Erscheinungsbild als Symbol für den Klimaschutz, da er wie kein anderes Tier auf das Eis in der Polarregion angewiesen ist. Durch sein weißes Fell ist er perfekt auf die Jagd im Schnee angepasst. Sein Fell ist außerdem besonders dicht und wärmend, da hohle Haare die Wärme perfekt an die schwarze Haut weitergeben. Die dunkle Färbung der Haut dient der Wärmeaufnahme und auch die darunter liegende Fettschicht ist ein guter Schutz vor der Kälte an Land oder auch im Wasser. Ein dichteres Fell besitzt nur noch der Polarfuchs, der durch seine dicke Unterwolle Temperaturen von bis zu -80 Grad Celsius überstehen könnte. Er wechselt die Farbe seines Fells im Laufe der Jahreszeiten, sodass er gut an das Leben in der Tundra angepasst und stets perfekt getarnt ist. An ihm kann die Allensche Regel sehr gut verdeutlicht werden, denn im Gegensatz zu seinen Verwandten in Europa oder Afrika besitzt er sehr kurze Körperanhänge (Schwanz, Ohren etc.). Dies schützt ihn davor zu viel Wärme zu verlieren und vor dem Erfrieren dieser. Ein weiterer Vertreter kalter Lebensräume ist der Kaiserpinguin, welcher der größte aller Pinguine ist und in der Antarktis lebt. Die Vögel schützen sich nicht nur dadurch vor der Kälte, dass sie meist in großen Gruppen zusammen sitzen. Auch ihr Körper ist stark an die Bedingungen im Eis angepasst. So besitzen sie ein dichtes Gefieder, welches sie mit einem öligen Sekret benetzen. Dies macht es besonders wasserabweisend. Auch die Füße sind gut an den kalten Boden angepasst. Sie sind immer kalt. Füße mit Körpertemperatur würden das Eis unter ihnen anschmelzen. Außerdem würden sie sonst so viel Wärme an den eiskalten Untergrund verlieren, dass sie vermutlich erfrieren müssten. Mit dem so genannten Gegenstrom-Prinzip können sie diesen Körperwärmeverlust vermeiden. Aus dem Körperinneren kommendes, warmes in die Füße strömendes Blut gibt seine Wärme vorher an parallel dazu verlaufende aufsteigende, kalte Venen ab und heizt diese wieder auf, bevor sie das Körperinnere erreichen. Dank dieses Wärmeaustausches brauchen Pinguine weniger Energie zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Sie müssen weniger jagen und kommen mit weniger Nahrung aus. Nicht alle Tiere leben das ganze Jahr über an einem kalten oder warmen Ort. Einige unter ihnen reisen auch von einem zum anderen Lebensraum und müssen dabei starke Temperaturschwankungen überstehen. So auch die größten Meeressäuger, die Wale. Um sich eine dicke Fettschicht anzufressen, ziehen sie in die Polarregionen, zur Paarungszeit schwimmen sie wieder in wärmere Gewässer, da sie dort auch ihr Junges leichter aufziehen können. Die Wale haben dazu einen ausgeklügelten Temperaturregulationsmechanismus entwickelt, der diesen Schwankungen gewachsen ist. Sind sie in kalten Regionen unterwegs, wird die äußerste Haut nur wenig durchblutet, damit nicht zu viel Wärme verloren geht. In warmen Gebieten durchbluten sie verstärkt ihre Außenhaut, um nicht zu überhitzen.

2.2 Lernziele/Kompetenzen

Hauptlernziel:

Die Schülerinnen und Schüler wissen um unterschiedliche Anpassungen von Tieren an extrem kalte Lebensräume und können diese erklären.

Teillernziele:

Die Schülerinnen und Schüler...

- stellen Vermutungen darüber auf, weshalb der Eisbär keine Mütze braucht.
- verbessern ihre rezeptiven Fähigkeiten, indem sie einen Fachtext intensiv und konzentriert erarbeiten .
- schulen ihre kommunikativen und sozialen Kompetenzen, indem sie in der Gruppe einen Vortrag vorbereiten und diesen anschließend vor ihren Klassenkameraden halten.
- erkennen, dass Tiere sich ihrer Umgebung und den Verhältnissen angepasst haben, um in kalten Lebensräumen zu bestehen und erklären und begründen diese Anpassungen.

2.3 Didaktisch-methodische Überlegungen

Der Einstieg wurde so gewählt, dass er für die SuS sehr motivierend sein wird. Die Jungen und Mädchen zeigten in den letzten Wochen, dass sie Themen rund um die Tierwelt sehr mögen und solch besondere Tiere wie der Eisbär werden daher auf ein großes Interesse in dieser Klasse stoßen. Außerdem wird das Bild des Bären verfremdet, indem ihm eine Mütze aufgesetzt wurde, was zunächst zu einer leichten Irritation führen wird. Dies weckt ebenfalls das Interesse der Lernenden. Da die Schülerinnen und Schüler sich bereits in der ersten Stunde mit Anpassungen der Tiere an bestimmte Temperaturen beschäftigten, ist zu erwarten, dass sie relativ schnell darauf kommen, dass es auch in der zweiten Stunde um dieses Thema geht, allerdings um die andere Extreme, die Kälte. Die Fragestellung der Stunde soll im Folgenden an die Tafel geschrieben werden, sodass sie während der ganzen Stunde präsent ist und im Verlauf schließlich geklärt werden kann.

Die anschließende Gruppenarbeit thematisiert vier Tiere, die exemplarisch für die zahlreichen Lebewesen in kalten Lebensräumen ausgewählt wurden. Um den Voraussetzungen der Lerngruppe gerecht zu werden, wurden die Fachtexte so aufgebaut, dass sie nur die wesentlichen Inhalte der Stunde beschreiben. Eine umfassendere Beschreibung der Tierarten würde an dieser Stelle zu weit gehen. Auch Fachbegriffe wie die Allensche oder die Bergmannsche Regel wurden noch nicht verwendet, da diese speziell in der Reihe Ökologie in der Oberstufe thematisiert werden.

In der Erarbeitungsphase werden je drei (bzw. einmal vier) Kinder zusammenarbeiten. Somit wird jedes Thema zweimal vergeben, auch wenn je nur eine Gruppe präsentieren wird. Für diese Variante habe ich mich entschieden, da das Arbeiten in kleineren Gruppen sich in den letzten Stunden als effektiver herausgestellt hat und eine Gruppengröße von sechs Personen zu sehr zu Ablenkungen und dem Anstieg der Lautstärke in der Klasse führen kann. Die Vergabe von mehr Themen hätte wiederum nicht nur das Zeitlimit überschritten, sondern auch die Stunde unübersichtlich werden lassen. Die zweite Gruppe, die nicht vortragen wird, kann jeweils ergänzend zur Seite stehen.

Da die Kinder häufig unterschiedlich schnell arbeiten, wurde ein zusätzlicher Handzettel vorbereitet, der im Rahmen der Binnendifferenzierung weitere Arbeitsaufträge bereithält. Sobald eine Gruppe mit der Vorbereitung fertig ist, kann sie sich diesen nehmen.

Um die Anpassungen der Tiere im Anschluss vergleichen zu können, werden sie an der Tafel in einer Tabelle gegenüber gestellt. Außerdem hat dies zum Vorteil, dass die Zuhörer am Ende noch einmal das wichtigste wiederholen müssen und ihre Aufmerksamkeit während des Vortrags somit gefragt ist.

Um den Schülern noch einmal auch visuell zu verdeutlichen, dass Tiere in kalten Lebensräumen körperlich so gut an die Kälte angepasst sind, dass sie die Mütze nicht brauchen, wird diese am Ende der Stunde von der Folie entfernt.

2.4 Geplanter Unterrichtsverlauf

3. Literaturverzeichnis

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Biologie. Ritterbach Verlag. 2013.

Gropengießer, Harald, Kattmann, Ulrich und Krüger, Dirk: Biologiedidaktik in Übersichten. Aulis Verlag. 2010.

Killermann, Wilhelm, Hiering, Peter und Starosta, Bernhard: Biologieunterricht heute. Eine moderne Fachdidaktik. Auer Verlag. 2011.

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1 Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen. Biologie. Ritterbach Verlag. 2013.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Erarbeitung unterschiedlicher Anpassungsstrategien von Tieren an extrem kalte Lebensräume
Untertitel
Warum braucht der Eisbär keine Mütze?
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V295830
ISBN (eBook)
9783656940616
ISBN (Buch)
9783656940623
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stundenentwurf, extreme Lebensräume, Anpassung von Lebewesen an Kälte
Arbeit zitieren
Lisa Müller (Autor), 2014, Erarbeitung unterschiedlicher Anpassungsstrategien von Tieren an extrem kalte Lebensräume, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295830

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