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Die Wandlung der Beziehung zwischen Männern und Frauen. Eine Analyse von Norbert Elias' "Über den Prozess der Zivilisation"

Titel: Die Wandlung der Beziehung zwischen Männern und Frauen. Eine Analyse von Norbert Elias' "Über den Prozess der Zivilisation"

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,3 (sehr gut)

Autor:in: Tobias Mederer (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Laut der ISA-Liste des Jahres 1988 gehört das Buch „Über den Prozeß der Zivilisation“ von Norbert Elias zu den zehn wichtigsten klassischen Werken der Soziologie.
Inhalt der Hausarbeit ist eine Analyse der Wandlung in der Beziehung zwischen Männern und Frauen an dem von Norbert Elias in seinem Werk beschriebenen Prozessen. Hierbei wird eine Einführung in die Begrifflichkeiten Norbert Elias gegeben. Anschliessend wird die sich im Laufe der Jahrhunderte wandelnde Beziehung zwischen den Geschlechtern beschrieben. Ausgehend von der römischen Republik über das Mittelalter bishin zum Bürgertum des 19. Jahrhunderts wird vorallem die relative Freiheit bzw. Unfreiheit der Frauen innerhalb der europäischen Gesellschaft beleuchtet und anhand von Norbert Elias' "der Prozess der Zivilisation" analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Soziologie von Norbert Elias

2 Nachvollzug des sozialen Wandels am Beispiel der Beziehung zwischen Mann und Frau

2.1 Die Charakteristika der Schichten

2.2 Der Monopolmechanismus

2.3 Veränderung der Beziehung zwischen Mann und Frau durch Ausbildung der höfischen Gesellschaft

2.3.1 Soziogenese

2.3.2 Psychogenese

3 Aktuelle Bedeutung des Themas

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zivilisationsprozess nach Norbert Elias und analysiert dessen Auswirkungen auf die historischen Wandlungsprozesse in der Beziehungsgestaltung zwischen Männern und Frauen. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie gesellschaftliche Machtbalancen, Monopolmechanismen sowie die Entwicklung von Scham- und Peinlichkeitsschwellen die Figuration der Geschlechterbeziehung beeinflusst haben.

  • Soziogenese und Psychogenese bei Norbert Elias
  • Charakteristika sozialer Schichten und deren Modellfunktion
  • Monopolmechanismen und die Transformation des Kriegeradels zum Höfentum
  • Der Wandel der Geschlechterrolle im Kontext der Zivilisation
  • Einfluss von Trieb- und Affektkontrolle auf die soziale Interaktion

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Monopolmechanismus

Wie kam es aber im mittelalterlichen Frankreich zu diesem Zustand, dass sich schließlich alle Höflinge und die monetären Mittelschicht auf einen Zentralherrn fixierten? Wie und warum sind aus den Rittern Höflinge geworden, wie oben schon kurz angerissen wurde?

Elias erklärt diese Wandlung über einen Prozess, den er durch ablaufende Monopolmechanismen beschreibt.35 In dieser Monopolisierung von verschiedenen Bereichen sieht Elias den Hauptantrieb der sozialen Prozesse.36 Aus den vielen kleinen und kleinsten autarken Herren, den Rittern, auf ihren Burgen entwickelten sich über Ausscheidungskämpfe immer größer werdende Herrschaftsgebiete mit weniger, dafür aber umso mächtigeren Herren. Der Prozess wird verstärkt durch das Auftreten der „[...] privilegierten Stadtbewohner, das „Bürgertum“.“37 Die Unterlegenen gerieten in die Abhängigkeit der Sieger und mussten sich den Gegebenheiten anpassen. Als einen Auslöser des Monopolmechanismus sieht Elias das Wachsen des geldwirtschaftlichen Sektors auf Kosten des naturalwirtschaftlichen Sektors.38 Dadurch stiegen auf der einen Seite die Einnahmen des Königs oder der Fürsten durch die zunehmende Steuer. Für die meisten Ritter bedeutete dies aber durch die gleichzeitig einsetzende Inflation ein sinkendes Einkommen, da ihre Abgaben in festen Renten abgegeben wurden. Gleichzeitig weist Elias darauf hin, dass diese Gruppe von den neuen Möglichkeiten der Geldwirtschaft weitgehend ausgeschlossen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Soziologie von Norbert Elias: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Grundbegriffe von Norbert Elias, insbesondere das Konzept der Figuration und der Interdependenzketten als Basis für die Analyse gesellschaftlicher Prozesse.

2 Nachvollzug des sozialen Wandels am Beispiel der Beziehung zwischen Mann und Frau: Hier wird der historische Wandel der Geschlechterbeziehungen im Kontext des Zivilisationsprozesses und der höfischen Gesellschaft untersucht.

2.1 Die Charakteristika der Schichten: Dieses Kapitel analysiert, wie soziale Schichten als veränderliche Einheiten fungieren und durch Distinktionsbestrebungen den Zivilisationsprozess als Modellgeber vorantreiben.

2.2 Der Monopolmechanismus: Es wird erklärt, wie die Zentralisierung von Gewalt und Geldmitteln zur Entstehung größerer Herrschaftsgebiete führte und Ritter in eine Abhängigkeit zum Zentralherrn zwang.

2.3 Veränderung der Beziehung zwischen Mann und Frau durch Ausbildung der höfischen Gesellschaft: Dieses Kapitel verknüpft die allgemeinen gesellschaftlichen Wandlungsprozesse mit den spezifischen Veränderungen in der ehelichen und sozialen Figuration von Mann und Frau.

2.3.1 Soziogenese: Der Fokus liegt hier auf den externen sozialen Veränderungen, insbesondere der Verschiebung der Machtbalance zwischen den Geschlechtern durch die germanischen Stammessitten und das Feudalsystem.

2.3.2 Psychogenese: Hier wird die Verinnerlichung von Affekt- und Triebkontrollen untersucht, die zur Ausbildung von Scham- und Peinlichkeitsschwellen im Umgang mit dem anderen Geschlecht führte.

3 Aktuelle Bedeutung des Themas: Das Fazit reflektiert die Übertragbarkeit der Elias’schen Konzepte auf die heutige Zeit und die anhaltende Relevanz für moderne Diskussionen zur Gleichberechtigung.

Schlüsselwörter

Norbert Elias, Zivilisationsprozess, Soziogenese, Psychogenese, Figuration, Monopolmechanismus, Geschlechterbeziehung, Machtbalance, Affektkontrolle, Schamgefühl, Höfische Gesellschaft, Interdependenzketten, Triebverzicht, Soziologie, Transintentionalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit Norbert Elias' Werk „Über den Prozess der Zivilisation“ und analysiert, wie sich der historische Zivilisationsprozess auf die Beziehung zwischen Mann und Frau auswirkte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Begriffe Soziogenese und Psychogenese, die Bedeutung der höfischen Gesellschaft, soziale Schichtung sowie die Entwicklung von Triebkontrollen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie die gesellschaftliche Entwicklung vom Mittelalter bis zur Neuzeit die Machtbalance und das interpersonelle Verhalten zwischen den Geschlechtern grundlegend transformiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die prozesssoziologische Methode von Norbert Elias, um soziale Wandlungsprozesse anhand historischer Entwicklungen und Begriffsentwicklungen nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Monopolen, die Rolle des Rittertums, die Soziogenese der Geschlechterrollen sowie die psychogenetische Entwicklung von Scham- und Peinlichkeitsschwellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Figuration, Monopolmechanismus, Machtbalance, Triebkontrolle, Zivilisation und die Soziogenese der Geschlechter.

Welche Rolle spielt das Minnesingen für die Argumentation?

Das Minnesingen dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie sich durch ökonomische Zwänge an Höfen eine neue, verfeinerte Form der Interaktion entwickelte, die den Mann zur Triebkontrolle gegenüber der Frau zwang.

Warum ist der Monopolmechanismus für Frauen bedeutsam?

Durch die Zentralisierung von Gewalt und die Verdrängung kriegerischer Auseinandersetzungen stieg das soziale Gewicht der Frauen, da Verwaltungstätigkeiten an Bedeutung gewannen und die rohe physische Dominanz des Kriegeradels abnahm.

Wie erklärt die Arbeit das Schamgefühl?

Scham wird als ein internalisierter Konflikt definiert, der entsteht, wenn die eigenen Affekte gegen die gesellschaftlichen Standards verstoßen, was eine stärkere Selbstkontrolle zur Folge hat.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wandlung der Beziehung zwischen Männern und Frauen. Eine Analyse von Norbert Elias' "Über den Prozess der Zivilisation"
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät fr Kultur und Sozialwissenschaften Handeln und Strukturen)
Veranstaltung
Modul 4: Klassische Perspektiven auf die moderne Gesellschaft
Note
1,3 (sehr gut)
Autor
Tobias Mederer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V295835
ISBN (eBook)
9783656938613
ISBN (Buch)
9783656938620
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandlung beziehung männern frauen eine analyse norbert elias über prozess zivilisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Mederer (Autor:in), 2011, Die Wandlung der Beziehung zwischen Männern und Frauen. Eine Analyse von Norbert Elias' "Über den Prozess der Zivilisation", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295835
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Leseprobe aus  19  Seiten
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