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Die Entfremdung zwischen Pompeius und Caesar

Title: Die Entfremdung zwischen Pompeius und Caesar

Term Paper , 2014 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kristin Stieglitz (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die zentrale Fragestellung unter der die folgende Arbeit entstanden ist, lautet wie folgt: Wieso entfremdeten sich Caesar und Pompeius voneinander? Zusätzlich wurde
untersucht, was letztendlich zum endgültigen Bruch zwischen den beiden Männern führte und was auf diesen folgte.

Gnaus Pompeius Magnus war ein römischer Politiker und Feldherr. Bis zu seiner Niederlage im Bürgerkrieg gegen Caesar galt er als der brillanteste Feldherr seiner Zeit. Sein Beiname ‚der Große’ spielt auf Alexander den Großen an, der zu Lebzeiten große militärische Erfolge für sich verzeichnen konnte. Er stammt aus einem plebejischen Geschlecht, welches erst spät in der römischen Politik eine Rolle spielte. Über Pompeius Großvater und Vater ist bekannt, dass sie Statthalter waren. Sein Vater Gnaeus Pompeius Strabo wurde zudem 89 v. Chr., während des Bundesgenossenkrieges, zum Konsul ernannt. Unbeliebt machte er sich, als er die Beute aus Asculum seinem Privatvermögen und nicht dem Staat zuführte. Bereits im Alter von 17 Jahren kämpfte Pompeius im Heer seines Vaters. Nachdem Tod seines Vaters wurde Pompeius wegen Beuteunterschlagung angeklagt, wurde jedoch, nach der Hochzeit mit der der Tochter des Richters, Antistia, freigesprochen. Unter Sulla stieg er auf. Einerseits heiratete er 82 die Tochter Sullas und stieg so in die Nobilität auf, andererseits führte er, trotz seines jungen Alters und der Tatsache, dass er die erforderlichen Ämter nicht durchlaufen hatte, zwei erfolgreiche Feldzüge für Sulla. Auch nach dem Tod Sullas konnte er weitere Kriege für sich entscheiden. Für das Jahr 70 v. Chr. wurde Pompeius schließlich zum Konsul ernannt. Zehn Jahr später schloss er mit Ceasar und Crassus das erste sogenannte Triumvirat.
Gaius Julius Caesar ist in der heutigen Zeit als römischer Staatsmann, Feldherr und Autor bekannt. Er war verantwortlich für das Ende der römischen Republik und begründete nach dem römischen Bürgerkrieg die römische Monarchie. Er stammt aus einer Patrizerfamilie und durchlief – im Gegensatz zu Pompeius, die gesamte Ämterlaufbahn bevor er schließlich im sogenannten Triumvirat mit Crassus und Pompeius Konsul wurde. In seiner Zeit als Prokonsul in Illyrien und Gallia gelang es ihm Gallien bis zum Rhein einzunehmen.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Triumvirat 56 v. Chr.

II.2 Willkür der Triumvirn

II.3 Unglaubwürdigkeit der Triumvirn

II.4 Widerstand gegen die Triumvirn

III. Entfremdung 54. – 50. v. Chr.

III.1 Tod Julias

III.2 Tod Crassus

III.3 Ermordung Clodius durch Milo

III.4 Consul sine collega

III.5 Caesar’s Zukunft

IV. Der Bruch

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die zunehmende Entfremdung zwischen Gaius Julius Caesar und Gnaeus Pompeius Magnus, welche letztlich in den römischen Bürgerkrieg mündete, sowie die spezifischen Faktoren, die den finalen Bruch zwischen diesen beiden bedeutenden Akteuren der römischen Geschichte herbeiführten.

  • Die Entwicklung und Transformation des ersten Triumvirats ab 56 v. Chr.
  • Die Auswirkungen persönlicher Schicksalsschläge wie der Tod von Julia und Crassus auf die Stabilität des Bündnisses.
  • Die politische Rolle von Pompeius als "consul sine collega" und sein schrittweises Abrücken von Caesar.
  • Die Eskalation der innenpolitischen Spannungen durch die sogenannte "gallische Frage" und Caesars drohendes politisches Aus.

Auszug aus dem Buch

III.1 Tod Julias

Im September 54. v. Chr. verstarb die Ehefrau von Pompeius, Julia, nach der Geburt ihres Kindes, welches sie nur um wenige Tage überlebte. „Um die Macht des Pompejus noch stärker für seine Ziele ausmünzen zu können, [hatte] ihm Caesar seine Tochter Julia zur Frau [gegeben], obgleich er sie früher schon dem Servilius Caepio verlobt hatte […]“. Da Pompeius seine Frau tatsächlich geliebt haben soll, war demnach die Ehe mit Julia keineswegs bedeutungslos für ihn. Julia war außerdem im Volk sehr beliebt und bildete viele Jahre lang die Rolle der Vermittlerin zwischen ihrem Mann und ihrem Vater. Nach ihrem Tod wollte Pompeius Julia zunächst auf seinem Landgut Ulbanum bestatten, musste diesen Plan jedoch aufgeben, da das Volk ihn daran hinderte. Stattdessen wurde der Leichnam seiner Frau auf dem Marsfeld verbrannt. Plutarch beschreibt, dass nach der Bestattung Julias die Stadt von einer Unruhe ergriffen wurde, „weil zwischen den Männern das Band der Verschwägerung zerrissen war, die freilich den Gegensatz zwischen den Männern niemals aufgehoben, aber doch wenigstens verdeckt hatte.“ Ernst Baltrusch bewertet den Tod Julia als das „[…] entscheidende Ereignis […], das der Verbindung zwischen den beiden Machthabern das persönliche Element nahm […]“. Ihr Tod führte jedoch nicht zum sofortigen Bruch zwischen den beiden Männern, doch fiel das letzte bindende Glied ihnen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Gibt einen historischen Abriss über die Lebenswege von Pompeius und Caesar und skizziert die Ausgangslage sowie die Fragestellung der Untersuchung.

II. Triumvirat 56 v. Chr.: Beleuchtet die Erneuerung des Bündnisses in Luca sowie die darauffolgenden politischen Spannungen und Manipulationsversuche.

II.2 Willkür der Triumvirn: Behandelt die wachsende Kritik an der Amtsführung der Triumvirn aufgrund von Wahlmanipulationen und Machtmissbrauch im Jahr 55 v. Chr.

II.3 Unglaubwürdigkeit der Triumvirn: Erörtert den Vertrauensverlust der Triumvirn in der Nobilität durch widersprüchliche Gesetzgebung und prunkvolle Selbstdarstellung.

II.4 Widerstand gegen die Triumvirn: Beschreibt das Wiedererstarken republikanischer Opposition und die öffentliche Kritik an Anhängern der Triumvirn.

III. Entfremdung 54. – 50. v. Chr.: Analysiert die entscheidende Phase des Zerwürfnisses, geprägt durch den Tod nahestehender Personen und politisches Misstrauen.

III.1 Tod Julias: Untersucht das Ende der persönlichen Vermittlerrolle Julias und den damit verbundenen Verlust des letzten emotionalen Bindeglieds zwischen den Kontrahenten.

III.2 Tod Crassus: Analysiert den Wegfall des dritten Triumviren als "Puffer" und die daraus resultierende Destabilisierung der Machtverhältnisse.

III.3 Ermordung Clodius durch Milo: Schildert die politischen Unruhen in Rom nach der Ermordung von Clodius, die zur Ernennung von Pompeius zum alleinigen Konsul führen.

III.4 Consul sine collega: Thematisiert die einjährige Amtszeit von Pompeius als alleiniger Konsul und seine zunehmende Annäherung an die Optimaten.

III.5 Caesar’s Zukunft: Beschreibt die existenzielle Bedrohung Caesars durch drohende Anklagen und seine Bemühungen zur Sicherung seines Status.

IV. Der Bruch: Detailliert die Eskalation der Situation bis zum endgültigen politischen Bruch im Dezember 50 v. Chr. und dem Beginn des Bürgerkriegs.

V. Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass eine Kombination aus persönlichen Schicksalsschlägen und politischen Machtinteressen zum unausweichlichen Konflikt führte.

Schlüsselwörter

Pompeius, Caesar, Triumvirat, Römische Republik, Bürgerkrieg, Entfremdung, Optimaten, Politik, Macht, Senat, Konsulat, Julia, Crassus, Bruch, Historische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die Entfremdung zwischen Caesar und Pompeius und untersucht, welche Faktoren zum endgültigen Zerwürfnis und zum anschließenden Ausbruch des römischen Bürgerkriegs führten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des ersten Triumvirats, den politischen Konsequenzen nach dem Tod von Julia und Crassus sowie der schrittweisen Hinwendung des Pompeius zu den Optimaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für den endgültigen Bruch zwischen den beiden Hauptakteuren historisch einzuordnen und zu erklären, warum ein friedlicher Ausgleich am Ende scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Werke, insbesondere von Plutarch und Ciceros Briefen, unter Einbeziehung moderner Forschungsliteratur wie der von Martin Jehne und Ernst Baltrusch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Triumvirats, die Analyse der persönlichen und politischen Entfremdungsfaktoren von 54 bis 50 v. Chr. und die detaillierte Darstellung des Bruchs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Pompeius, Caesar, Triumvirat, römischer Bürgerkrieg, politische Machtkonstellationen und Entfremdung beschreiben.

Warum war der Tod Julias laut der Arbeit so bedeutsam?

Der Tod Julias markierte den Verlust des letzten persönlichen Bindeglieds und der Vermittlerrolle zwischen ihrem Ehemann Pompeius und ihrem Vater Caesar, wodurch das persönliche Element der Allianz wegfiel.

Welche Rolle spielte der "consul sine collega" für das Verhältnis der beiden Männer?

Die Ernennung des Pompeius zum alleinigen Konsul im Jahr 52 v. Chr. festigte seine Rolle als Schlichter und Schutzmacht der Senatsaristokratie (Optimaten), was Pompeius faktisch in das Lager derer brachte, die Caesars Macht begrenzen wollten.

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Details

Title
Die Entfremdung zwischen Pompeius und Caesar
Grade
2,0
Author
Kristin Stieglitz (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V296321
ISBN (eBook)
9783656942375
ISBN (Book)
9783656942382
Language
German
Tags
entfremdung pompeius caesar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Stieglitz (Author), 2014, Die Entfremdung zwischen Pompeius und Caesar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296321
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