"Die Mörderin" von August Gottlieb Meißner unter der Thematik des Kindsmordsmotivs


Seminararbeit, 1999
12 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Haupteil
2.1. Biographie
2.2. Zur Motivgeschichte des Kindsmords
2.2.1. Motivgeschichte und Epopche
2.3. Gedichtanalyse
2.3.1. Aufbau
Thematik und Inhalt
2.3.2. Das lyrische Ich
2.3.3. Personen
2.3.4. Schuld

3. Schluß

4. Literaturverzeichnis

1) Einleitung:

Die hier vorliegende Arbeit befaßt sich dem Gedicht „Die Mörderin“, das 1779 von August Gottlieb Meißner unter dem Thema „Kindsmord in der Literatur“ in der Bewe­gung des Sturm und Drang geschrieben wurde. In die Einleitung soll:

- Einführung in das Thema der Arbeit und in größeren Zusammen­hang
- die eigene Fragestellung für die Bearbeitung des Themas: bei mir: Schuld­frage [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Nimmt Meißner in seinem Gedicht eine wertende Po­sition ein? A) Sieht er die Mörderin, wie die Gesellschaft, als allein­schuldige, wie die Überschrift ver­muten ließe oder b) entlastet er sie, indem er eine Mitschuld bei anderen sieht? [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Was für Intentionen könnte Meißner zu seiner Zeit mit diesem Gedicht gehabt haben?
- die von uns gewählte literaturwissenschaftliche Methode (Vorgehensweise in der Arbeit) und Angaben zum Material keine Se­kundärliteratur zum Gedicht)

2) Hauptteil:

2.1. Biographie

Gottlieb August Meißner wurde am 4. 11. 1753 in Bautzen geboren. Er hatte keine Geschwister und verlor schon im Alter von acht Jahren sei­nen Vater, der als Regi­mentsquartiermeister und Senator in Bautzen tätig war.

Nach dem Tod des Vaters siedelten Gottlieb und seine Mutter nach Lö­bau über. Dort besuchte Meißner 1765 bis 1772 die Schule und nahm 1773 in Wittenberg ein Jurastudium auf, das er 1774 in Leipzig fortsetzte.

Schon während seines Studiums setzte sich seine Vorliebe für das Theater und die Poesie durch. 1776 lieferte er erste literarische Stücke wie z. B. das Gedicht „Murat und Friederike“[1] oder eine lustige Oper „Das Grab des Musti“. Außerdem beteiligte er sich an vier Ausgaben der Zeitschrift „Neue Unterhaltungen“. Nachdem Meißner von seiner Mutter eindring­lich gebeten wurde, vom Theater abzulassen, nahm Meißner noch im selben Jahr eine Stelle als Kanzlist des Geheimen Consiliums in Dresden an. Später arbeitete er als Registrator am Geheimen Archiv.

1783 heiratete Meißner die Hofratstochter Johanna Becker. 1785 reiste er nach Österreich, wo ihm eine Professur für Ästhetik und Literatur in Prag angeboten wurde. Vom 26. November 1785 bis zum Jahr 1805 unter­richtete Meißner in Prag, war jedoch vom Beruf des Lehrens nicht begei­stert und publizierte in der Zeit Er­zählungen, Romane, Biogra­phien, Fa­beln, die literarische Zeitschrift „Apollo“ und Gedichte, darunter auch „Die Mörderin“ (1779), worauf ich später genauer eingehen werde.

1805 kehrte Meißner zurück nach Deutschland, wo er in Fulda zum nas­sauischen Konsistorialrat und Gymnasialdirektor ernannt wurde.

Zwei Jahre später, am 20. 2. 1807 starb Meißner an Typhus. Meißner hinterließ ein vielseitiges literarisches Werk. Bekannt wurde er durch seine Prosa. Die „Skizzen“[2] und die „Erzählungen und Dialogen“ ließen ihn zum gern gelesenen Unterhaltungs­schriftsteller werden. Sein Repertoire reichte, inspiriert von Marmontels „Contes moraux“ (1761) von exoti­schen Geschichten, historischen Miniaturen über Kriminal- und Geister­geschichten bis hin zu Satiren, Allegorien und Schwänken.

Er versuchte sich auch an historischen Romanen wie z. B. „Bianca Ca­pello“ (2 Bde, Lpz. 1784) oder „Alcibiades“ (4 Bde , Lpz. 1781- 88), die jedoch sehr unterschiedlich beurteilt wurden. Trotzdem ließ er sich nicht beirren und schrieb noch einige Biogra­phien von historischen Persön­lichkeiten, darunter „Julius Caesar“ (1799) oder „Spartacus“ (1792).

Meißner lebte im Spannungsfeld der Aufklärung und des Sturm und Drang (um 1765 bis 1790).

Mit seiner Prosa wollte er ein breites Publikum erreichen und auf unter­haltsame Weise das Erziehungs- und Bildungsideal der Aufklärung ver­mitteln. Allerdings war er auch von der Bewegung des Sturm und Drang beeinflußt, wie man an seinem Gedicht „Die Mörderin“ sehen kann. Vor­bilder Meißners waren u. a. Lessing, Wie­land und Bürger.

[...]


[1] Franz Schnorr von Carolsfeld: ADB. Ort Jahr. S.242/ 43

[2] Walter Weber: Killy Lexikon. Ort Jahr. S.83

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
"Die Mörderin" von August Gottlieb Meißner unter der Thematik des Kindsmordsmotivs
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Seminar: Das Motiv des Kindsmords in der Literatur
Note
1,7
Autor
Jahr
1999
Seiten
12
Katalognummer
V2967
ISBN (eBook)
9783638117845
ISBN (Buch)
9783638745789
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Analyse eines Gedichts zur Kindsmordthematik im 18. Jahrhundert von August Gottlieb Meißner, zu dem es noch keine Sekundärliteratur gibt. 394 KB
Schlagworte
Mörderin, August, Gottlieb, Meißner, Thematik, Kindsmordsmotivs, Seminar, Motiv, Kindsmords, Literatur
Arbeit zitieren
Magistra Artium Julia Schröder (Autor), 1999, "Die Mörderin" von August Gottlieb Meißner unter der Thematik des Kindsmordsmotivs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2967

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