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Der Kindertod im psychologischen Kinderroman. Begründungen und Formen des Erzählens in Éric-Emmanuel Schmitts Roman „Oskar und die Dame in Rosa“

Title: Der Kindertod im psychologischen Kinderroman. Begründungen und Formen des Erzählens in Éric-Emmanuel Schmitts Roman „Oskar und die Dame in Rosa“

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Knut Kumpe (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Romane für Kinder erhalten in der heutigen Zeit einen immer größer werdenden Stellenwert in der gegenwärtigen Literatur.
Zu den größten Autoren des modernen Kinderromans zählen u. a. Astrid Lindgren, Erich Kästner oder auch Michael Ende. Gerade Lindgren schrieb zu Lebzeiten Bücher für Kinder, die noch heute in der Literaturgeschichte eine große Bedeutung tragen. Als großartige Beispiele dieses (damals neuartigen) Genres lassen sich für diese Autoren die „Pippi Langstrumpf“-Reihe (Lindgren) oder das Werk „Momo“ (Ende) nennen. In die Gattung "Kinderroman“ wird auch der sogenannte „psychologische
Kinderroman“ verortet. Dieser besitzt spezielle Erzähltechniken und –formen.
In dieser Hausarbeit werde ich zunächst versuchen eine allgemein gültige Definition von KJL zu liefern und anschließend die Genres mit Fokus auf dem „psych. KR“ mitsamt ihrer Eigenschaften und Kennzeichen präsentieren. Es folgt die Vorstellung der verwendeten Romanvorlage „Oskar und die Dame in Rosa“ zusammen mit einer kurzen Biografie des Autors, wobei es mir zudem in diesem Kapitel besonders darauf ankommt, die Figuren des Romans für den späteren Verlauf zu analysieren. In diesem Roman stehen die Motive „Krankheit“ und „Tod“ im Mittelpunkt des Geschehens, wobei anhand von Textstellen die besonderen Charakterzüge der Hauptfiguren und deren Umgang mit diesen Themen gedeutet werden.
Für die Analyse des Textes wird ein Raster vorgestellt, das die gängigen Erzählweisen und –techniken des Romans aufgreift. Darüber hinaus stelle ich die hier verwendete Gattung „Briefroman“ vor und erkläre, weshalb dieses Genre hier besonders geeignet ist. Dazu werde ich die Frage beantworten, warum der Kindertod einen Platz im Themenrepertoire des modernen Kinderromans besitzt und zudem exemplarisch die
Besonderheiten des Erzählens in Eric-Emmanuel Schmitts Roman "Oskar und die Dame in Rosa" herausarbeiten. Zum Schluss wird ein kurzes Fazit gegeben, das noch ein Mal auf die Fragestellung Bezug nimmt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITION VON „KINDER- UND JUGENDLITERATUR“

2.1 Genres der KJL

2.2 Das Genre „Moderner Kinderroman“ mit Subgenre „psychologischer Kinderroman“

3. VORSTELLUNG DER VERWENDETEN TEXTGRUNDLAGE

3.1 Kurzbiografie Éric-Emmanuel Schmitt

3.2 Kurze Inhaltsangabe „Oskar und die Dame in Rosa“

3.3 Figurenanalyse

3.3.1 Oskar

3.3.2 Rose

3.3.3 Eltern

4. DARSTELLUNG DES MOTIVS „TOD“ IM ROMAN

5. VORSTELLUNG DES ANALYSERASTERS

5.1 Definition „Erzählsituation“

5.2 Definition „Erzählperspektive“

5.3 Definition „Erzählverhalten“

5.4 Definition „Erzählform(en)“

6. ANWENDUNG DES ANALYSERASTERS AUF DEN ROMAN

6.1 Verwendetes Gattungsmuster „Briefroman”

6.2 Erzähltextanalyse gemäß Analyseschema

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erzählstrukturen und die Darstellung des Kindertods im psychologischen Kinderroman am Beispiel von Éric-Emmanuel Schmitts "Oskar und die Dame in Rosa", um zu ergründen, wie dieses literarische Genre mit sensiblen Themen der Endlichkeit umgeht.

  • Definition und Einordnung der Kinder- und Jugendliteratur
  • Figurenanalyse von Oskar, Oma Rosa und den Eltern
  • Darstellung des Motivs "Tod" im Kontext der Bewältigung
  • Methodische Erzähltextanalyse anhand etablierter Analysemodelle
  • Bedeutung des Briefromans als Gattung für die psychologische Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Oskar

Oskar „geht mit offenen Augen durch die Welt und scheut die Wahrheit nicht“ (Contraplus.at, 2006). Dies bedeutet, dass er ehrlich ist und das ausspricht, was er für richtig hält.

„Natürlich ist es verboten, Popcorn was zu essen zu geben, da er zum Abnehmen hier ist. Achtundneunzig Kilo mit neun Jahren, ein Meter zehn hoch, ein Meter zehn breit! Das einzige Kleidungsstück, in das er ganz reinpaßt, ist so 'n Ami-Polo-Sweatshirt. Bloß daß bei ihm die Streifen aussehen, als wären sie seekrank. Ehrlich, weil keiner meiner Kumpels - auch ich nicht - daran glaubt, daß er je aufhören wird, dick zu sein, und weil er uns wegen seines ewigen Hungers leid tut, kriegt er immer unsere Reste. Ist doch winzig, ein Stück Schokolade im Verhältnis zu dieser Masse von Fett! Wenn das falsch ist, dann sollen auch die Krankenschwestern aufhören, ihn mit Zäpfchen vollzustopfen.“ (S. 25)

„Doktor Düsseldorf hat meinen Eltern gesagt, daß ich sterben werde, und da sind [meine Eltern] abgehauen. Ich hasse sie.“ (S. 30)

Die letzte Textstelle beweist, dass er sich damit abgefunden hat, dass er bald sterben wird und dass er seine Eltern hasst, weil diese ihm die Krankheit verheimlichen bzw. nach der Diagnose flüchten. Er erwartet Geborgenheit und Liebe von seinen Eltern und dass sie ihn bei der Bekämpfung der Krankheit unterstützen, aber diese Art der Zuneigung erfährt er nur durch Oma Rosa, die ihn die letzten Lebenstage gut unterstützt, weil sie ihm das Gefühl gibt, dass er diese Krankheit mit ihr zusammen durchsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Kinder- und Jugendliteratur und Vorstellung der Fragestellung bezüglich der Erzählweise in Schmitts Werk.

2. DEFINITION VON „KINDER- UND JUGENDLITERATUR“: Erläuterung der verschiedenen Definitionen und Genres der Kinder- und Jugendliteratur sowie Abgrenzung des psychologischen Kinderromans.

3. VORSTELLUNG DER VERWENDETEN TEXTGRUNDLAGE: Biografie des Autors, Inhaltsangabe des Romans und detaillierte Analyse der Romanfiguren.

4. DARSTELLUNG DES MOTIVS „TOD“ IM ROMAN: Untersuchung der Themen Krankheit, Tod und Glaube im Kontext der Identitätsentwicklung des Protagonisten.

5. VORSTELLUNG DES ANALYSERASTERS: Definition literaturwissenschaftlicher Begriffe wie Erzählsituation, -perspektive, -verhalten und -formen zur Vorbereitung der Textanalyse.

6. ANWENDUNG DES ANALYSERASTERS AUF DEN ROMAN: Praktische Analyse der Gattung Briefroman und Anwendung des Schemas auf den Primärtext.

7. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Bedeutung der Trauerarbeit im Kinderroman.

Schlüsselwörter

Oskar und die Dame in Rosa, Kinder- und Jugendliteratur, psychologischer Kinderroman, Éric-Emmanuel Schmitt, Kindertod, Briefroman, Erzähltextanalyse, Erzählsituation, Identitätsentwicklung, Krankheit, Trauerbewältigung, literarische Analyse, Erzählverhalten, Glaube, Romanvorlage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Thema "Kindertod" in Éric-Emmanuel Schmitts "Oskar und die Dame in Rosa" literarisch dargestellt wird und welche Erzähltechniken der Autor dafür einsetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der psychologische Kinderroman, das Motiv des Todes, die Funktion des Glaubens als Stütze sowie die literaturwissenschaftliche Analyse von Erzählstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Erzählweisen zu identifizieren, die es ermöglichen, ein solch schwieriges Thema wie den bevorstehenden Tod eines Kindes in einem Roman für Kinder und Jugendliche adäquat und sensibel zu behandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Erzähltextanalyse, basierend auf Modellen von Lämmert, Stanzel und Petersen, um den Roman strukturell zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Genres, eine Analyse der Figuren Oskar und Oma Rosa, eine Untersuchung des Motivs "Tod" und die Anwendung theoretischer Erzählmodelle auf den Text.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere "psychologischer Kinderroman", "Briefroman", "Erzähltextanalyse", "Kindertod" und "Identitätsentwicklung".

Welche Rolle spielt die Figur Oma Rosa für Oskar?

Oma Rosa fungiert als eine Art Ersatzmutter und Vertrauensperson, die Oskar durch ihre Geschichten und die Ermutigung zum Schreiben von Briefen an Gott hilft, seinen nahenden Tod zu akzeptieren.

Warum wird das Gattungsmuster "Briefroman" als besonders geeignet angesehen?

Der Briefroman fördert laut der Untersuchung eine starke Identifikation des Lesers mit dem Protagonisten und ermöglicht einen direkten "Blick ins Innere" der kindlichen Psyche.

Welche Bedeutung kommt der Versöhnung mit den Eltern zu?

Die Versöhnung ist ein zentraler Wendepunkt, der es Oskar ermöglicht, Frieden zu finden, und die Eltern motiviert, ihre eigene Verdrängung der Krankheit aufzugeben und Oskar bis zum Ende zu begleiten.

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Details

Title
Der Kindertod im psychologischen Kinderroman. Begründungen und Formen des Erzählens in Éric-Emmanuel Schmitts Roman „Oskar und die Dame in Rosa“
College
University of Duisburg-Essen  (Germanistik, Literaturwissenschaft I)
Course
Der Tod als literarisches Ereignis in der Kinder- und Jugendliteratur
Grade
3,0
Author
Knut Kumpe (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V298428
ISBN (eBook)
9783656948414
ISBN (Book)
9783656948421
Language
German
Tags
kindertod kinderroman begründungen formen erzählens schmitts roman oskar dame rosa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Knut Kumpe (Author), 2013, Der Kindertod im psychologischen Kinderroman. Begründungen und Formen des Erzählens in Éric-Emmanuel Schmitts Roman „Oskar und die Dame in Rosa“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298428
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