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Ökologische Nachhaltigkeit in der Textilindustrie

Mode und Nachhaltigkeit. Tragbar oder unerträglich?

Titel: Ökologische Nachhaltigkeit in der Textilindustrie

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Milena Wälder (Autor:in)

Design (Industrie, Grafik, Mode)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie und wann ist ein Kleidungsstück „nachhaltig“? Was ist, im Bezug auf verwendete Chemikalien, für den Menschen und die Natur „tragbar“? Wie wirken sich Produktionsvorgänge auf die Umwelt aus? Und vor allem, wie werden diese Konsumgüter produziert und welche Arbeitsbedingungen gelten für die ArbeiterInnen?

Zuerst wird das Konsumverhalten der Menschen dargestellt. Weiter werden drei Kriterien erläutert, die nachhaltige Textilien ausmachen. Anhand dieser werden Beispiele aufgeführt, Bedingungen erläutert und Auswirkungen auf Umwelt und sozialer Ebene untersucht. Im letzten Teil steht der aktuelle Bezug dieses Themas im Mittelpunkt. Die Probleme der Baumwollproduktion und Alternativen dazu werden dargestellt. Lösungsansätze zu verschiedenen Problemen wie z.B. Wassermanagement Programme und Öko-Label, runden die Arbeit ab. Im Fazit wird erneut auf soziale Missstände eingegangen und anhand von Beispielen deutlich gemacht, wie sich diese Situation verändern kann und was jeder einzelne dazu beitragen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mensch und Textilkonsum

3. Ökotextilien

3.1. Human Ökologische Kriterien: Rückstände in den Textilien

3.2. Ökologische Kriterien: Umweltauswirkungen bei der Textilproduktion

Ökologische und sozioökonomische Folgen des Baumwollanbaus

Wasserknappheit - die Baumwolle hat Durst, gebt ihr Wasser!

Wasserverschmutzung: Made in China

Folgen des Pestizideinsatzes

Chemiefaser

Transportwesen

4. Soziale Arbeitsbedingungen

4.1. Arbeits- und Menschenrechte in der Textilindustrie

Kleidung: Hergestellt im „rechtsfreien Raum“

4.2. Gelegenheits- und Wanderarbeiter

4.3. Profit auf Kosten der Beschäftigten

4.4. Soziale Folgen bei der Verwendung von Chemikalien

5. Aktueller Bezug

5.1. Der Baumwollanbau

5.2. Öko-Label

6. Fazit

Soziale Mindeststandards sind des Menschen Recht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökologischen und sozialen Herausforderungen innerhalb der globalen Textilindustrie, mit einem besonderen Fokus auf die Auswirkungen von Produktionsvorgängen auf Mensch und Umwelt sowie die kritischen Arbeitsbedingungen in den Herstellernationen.

  • Ökologische Auswirkungen der Baumwollproduktion und des Chemieeinsatzes
  • Soziale Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in der Textilbranche
  • Analyse des aktuellen Textilkonsums und seiner Folgen
  • Potenziale des ökologisch kontrollierten Baumwollanbaus
  • Rolle und Bedeutung von Nachhaltigkeits-Labels

Auszug aus dem Buch

Wasserknappheit - die Baumwolle hat Durst, gebt ihr Wasser!

Zur Produktion der Baumwolle benötigt man Unmengen von Wasser, allein die Herstellung eines T-Shirts verbraucht bis zu 20 000 Liter.

Der Anbau, die Produktion und die Textilveredelung stellen eine besonders starke Belastung für die Umwelt dar. Oft befindet sich der Baumwollanbau in Gebieten in denen das Süßwasservorkommen bereits sehr knapp ist. 75 % des weltweiten Baumwollanbaus erfolgt auf bewässerten Feldern. Sind die Niederschläge nicht ausreichend, wird das Wasser zusätzlich den Flüssen entnommen. So kommt es in vielen Regionen zur Übernutzung von Grundwasser und Flüssen. „Wertvolle Süßwasser-Ökosysteme sind zunehmend bedroht“, so Katharina Paulitsch vom Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt, Energie. „Allein im letzten Jahrhundert ist die Hälfte aller Feuchtgebiete verschwunden“.13 Die Produktion von einem Kilogramm Rohbaumwolle verbraucht in Ägypten durchschnittlich 29 m³ Nilwasser. Bei 300 000 ha Anbaufläche entspricht dies 3,9 km³ Nilwasser pro Jahr.

Durch die regelmäßigen, hohen Wassergaben kommt es in der oberen Bodenschicht zu einer allmählichen Anreicherung von Salzen. Bei zu hohem Salzgehalt können Kulturpflanzen nicht mehr gedeihen. In der GUS und in Ländern der Dritten Welt, wurden somit riesige Flächen für jegliche landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar gemacht. Nicht nur die Bewässerung der Baumwolle, auch die Folgen der synthetischen Düngung führt zur Versalzung der Böden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Nachhaltigkeit in der Textilindustrie und skizziert die Forschungsfragen bezüglich Umweltbelastungen und Arbeitsbedingungen.

2. Mensch und Textilkonsum: Dieses Kapitel analysiert das aggressive Konsumverhalten der Gesellschaft und den hohen Ressourcenverbrauch für Bekleidung.

3. Ökotextilien: Hier werden die Kriterien für nachhaltige Textilien erläutert, wobei ein Schwerpunkt auf chemischen Rückständen und ökologischen Auswirkungen der Produktion liegt.

4. Soziale Arbeitsbedingungen: Dieses Kapitel thematisiert die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie Menschenrechtsverletzungen in der globalen Textilproduktion.

5. Aktueller Bezug: Der Abschnitt diskutiert Lösungsansätze durch ökologischen Baumwollanbau sowie die Funktion von Öko-Labels.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit sozialer Mindeststandards zusammen und appelliert an die Verantwortung der Konsumenten.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, Textilindustrie, Baumwollanbau, Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Chemikalien, Pestizide, Wasserknappheit, Öko-Label, Konsumverhalten, Fair Trade, Sozialstandards, Globalisierung, Umwelteinflüsse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die ökologischen und sozialen Auswirkungen der modernen Textilproduktion sowie die Nachhaltigkeit von Kleidung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem hohen Wasserverbrauch, dem Chemikalieneinsatz, den Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie und Lösungsansätzen durch ökologische Landwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf die Missstände in der Textilbranche aufmerksam zu machen und Wege aufzuzeigen, wie Konsum und Produktion nachhaltiger gestaltet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Studien zu Umwelt- und Menschenrechtsthemen im Kontext der Textilproduktion.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden der Ressourcenverbrauch (insb. Wasser), die giftigen Einflüsse der Faserausrüstung sowie die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Arbeitsrechte, Öko-Textilien und Ressourcenverbrauch definiert.

Wie wirkt sich der konventionelle Baumwollanbau auf die Umwelt aus?

Er führt zu massiver Wasserknappheit, Bodenversalzung durch Bewässerung und hoher Umweltbelastung durch Pestizide.

Welche Rolle spielt der Verbraucher bei der Verbesserung der Situation?

Der Konsument hat durch seine Kaufentscheidung und das Nachfragen nach ökologischer und sozialer Qualität einen maßgeblichen Einfluss auf die Durchsetzung von Mindeststandards.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ökologische Nachhaltigkeit in der Textilindustrie
Untertitel
Mode und Nachhaltigkeit. Tragbar oder unerträglich?
Hochschule
ecosign/Akademie für Gestaltung
Veranstaltung
Nachhaltiges Design
Note
1,0
Autor
Milena Wälder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V298564
ISBN (eBook)
9783656951346
ISBN (Buch)
9783656951353
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit Textilindustrie Textilkonsum Ökotextilien Baumwollanbau Wasserknappheit Öko-Label
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Milena Wälder (Autor:in), 2012, Ökologische Nachhaltigkeit in der Textilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298564
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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