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"Working Capital Management". Optimierungsmöglichkeiten und Einflüsse auf EVA und "Free Cashflow"

Title: "Working Capital Management". Optimierungsmöglichkeiten und Einflüsse auf EVA und "Free Cashflow"

Term Paper , 2015 , 56 Pages

Autor:in: Christian Geyer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Durch die vielen Zahlungsunfähigkeiten im Zuge der Finanzkrise 2007-2009 wurden die Forderungen an Unternehmen nach höheren Liquiditätsreserven immer größer.

Ein positiver Cashflow (CF) stellt längerfristig gesehen sicher, dass ein Unternehmen seine Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen kann. Ein negativer CF hingegen könnte das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten bringen.

Die hohe Bedeutung des Working Capital Managements (WCM) spiegelt sich in einer Umfrage der KPMG (2008) bei deutschen Unternehmen im Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus dar.
Durch ein starkes Wirtschaftswachstum vor allem im mittelständischen Bereich und die dadurch begleitete Wachstumsfinanzierung sind die Unternehmen gezwungen sich noch stärker auf das WCM zu fokussieren, um sich den künftigen Herausforderungen stellen zu können.

In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird zuerst ein Überblick über das WCM gegeben und anschließend auf die Cash Conversion Cycle Time (CCCT) eingegangen. Im Anschluss erfolgt eine Erläuterung der verschiedenen Möglichkeiten zur Optimierung und Reduzierung der Working Capital Positionen und zum Schluss werden deren Effekte auf den Economic Value Added sowie den Free Cashflow aufgezeigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand des Working Capital und des Managements

3. Cash-Conversion-Cycle-Time

4. Instrumente des Working-Capital-Managements

4.1 Bestandsmanagement zur Optimierung des Working Capital

4.1.1 Bedarfsgerechte Produktion

4.1.1.1 Methoden zur Primärbedarfsermittlung

4.1.1.1.1 Qualitative Prognoseverfahren zur Primärbedarfsermittlung

4.1.1.1.2 Quantitative Prognoseverfahren zur Primärbedarfsermittlung

4.1.1.2 Methoden zur Sekundärbedarfsermittlung

4.1.1.3 Statische Verfahren zur Losgrößenoptimierung

4.1.1.4 Dynamische Verfahren zur Losgrößenoptimierung

4.1.2 Instrumente des Einkaufs

4.1.2.1 Bedarfsbündelung zur Einkaufsoptimierung

4.1.2.2 Single, Dual und Multiple Sourcing zur Kostenoptimierung

4.1.2.3 Just-in-Time-Konzept zur Bestandsreduktion

4.1.2.4 Vendor Managed Inventory

4.2 Forderungsmanagement zur Optimierung des Working Capital

4.2.1 Vertragsgestaltung, Mahnwesen

4.2.2 Factoring zur Optimierung der Forderungen

4.2.2.1 Funktionen des Factoring

4.2.2.2 Kosten des Factoring

4.2.2.3 Arten des Factoring

4.2.3 Forfaitierung

4.2.4 Asset-Backed-Securities

4.2.4.1 Ablauf einer ABCP-Transaktion

4.2.4.2 Vorteile für das verkaufende Unternehmen

4.3 Verbindlichkeitsmanagement zur Optimierung des Working Capital

5. Einfluss eines effektiv gestalteten WCM auf die Bilanz

5.1 Auswirkungen eines effektiven WCM auf die Eigenkapitalquote

5.2 Einfluss des WCM auf den Economic Value Added

5.2.1 Bestimmung des NOPAT

5.2.2 Bestimmung des NOA

5.3.3 Berechnung des ROCE

5.3.4 Berechnung des WACC

6. Einfluss auf den Free Cashflow

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Optimierungsmöglichkeiten und Einflüsse ein aktiv geführtes Working Capital Management (WCM) auf den Economic Value Added (EVA) sowie den Free Cashflow von Unternehmen hat, um die Kapitalbindung zu reduzieren und die Liquidität zu steigern.

  • Grundlagen des Working Capital und des Managements
  • Analyse der Cash-Conversion-Cycle-Time als Beurteilungsgröße
  • Instrumente zur Bestands-, Forderungs- und Verbindlichkeitsoptimierung
  • Auswirkungen eines effizienten WCM auf die Bilanzstruktur
  • Einfluss auf wertorientierte Kennzahlen (EVA) und den Free Cashflow

Auszug aus dem Buch

4.1.2.3 Just-in-Time-Konzept zur Bestandsreduktion

Eine weitere gute Möglichkeit zur Reduzierung der Bestände sowie zur Fertigungsdurchlaufzeitverkürzung ist das Just-in-Time-Konzept. Hierbei werden nur so viele Materialen und Teile beschafft und produziert, wie tatsächlich benötigt werden. Es soll das Material in der richtigen Menge und Qualität, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort vorhanden sein. Durch eine Integration des relevanten Informationsflusses beider Unternehmen fallen die Zwischenlager in der Produktion weg.

Die Einführung eines Just-in-Time-Konzepts ist mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden, weshalb diese Vorgehensweise nur bei einer langfristigen Lieferantenbeziehung sinnvoll scheint. Weiterhin sollte die Lieferantenzahl reduziert werden und Lieferanten ausgewählt werden, die sich in der Nähe des Produktionsstandortes befinden, um möglichst kurze Lieferzeiten und geringe Transportkosten zu verwirklichen.

Diesen großen Einsparmöglichkeiten stehen allerdings auch Risiken des Just-in-Time-Konzepts gegenüber. Da auf Sicherheitsbestände verzichtet wird, ist eine detaillierte Planung, die mit dem Lieferanten abgestimmt ist, unerlässlich, um laufend die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Außerdem kann durch hohe Bedarfsschwankungen des Nachfragers der Lieferant zu hohen Überstunden oder Sicherheitsbeständen gedrängt werden, wodurch er langfristig in die Insolvenz schlittern könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Liquiditätsreserven nach der Finanzkrise und definiert das Ziel, die Auswirkungen eines aktiven WCM auf EVA und Free Cashflow aufzuzeigen.

2. Gegenstand des Working Capital und des Managements: Dieses Kapitel erläutert verschiedene Definitionen des Working Capital und betont die Zielsetzung, den Shareholder Value durch eine Senkung der Kapitalbindungsdauer zu steigern.

3. Cash-Conversion-Cycle-Time: Hier wird die CCCT als Kennzahl zur Beurteilung der Kapitalbindungsdauer eingeführt und mittels der Formel DIO + DSO - DPO sowie Branchen- und Größenvergleichen detailliert analysiert.

4. Instrumente des Working-Capital-Managements: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die drei zentralen Hebel des WCM: Bestandsmanagement (Produktions- und Einkaufsinstrumente), Forderungsmanagement (Factoring, Forfaitierung, ABS) und Verbindlichkeitsmanagement.

5. Einfluss eines effektiv gestalteten WCM auf die Bilanz: Es wird dargelegt, wie ein effizientes WCM die Bilanz kürzt, die Eigenkapitalquote verbessert und durch Senkung des betriebsnotwendigen Kapitals positiv auf den EVA wirkt.

6. Einfluss auf den Free Cashflow: Dieses Kapitel zeigt anhand eines praktischen Rechenbeispiels zur Siemens AG, wie sich Veränderungen im Working Capital unmittelbar auf den Free Cashflow auswirken.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht das enorme Verbesserungspotenzial durch aktives WCM, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Schlüsselwörter

Working Capital Management, WCM, Cash-Conversion-Cycle-Time, CCCT, Liquidität, Bestandsmanagement, Forderungsmanagement, Verbindlichkeitsmanagement, Factoring, Forfaitierung, Asset-Backed-Securities, Economic Value Added, EVA, Free Cashflow, Kapitalbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie ein aktiv geführtes Working Capital Management Unternehmen dabei unterstützen kann, ihre Liquidität zu erhöhen und ihre finanzielle Performance im Hinblick auf den Economic Value Added und den Free Cashflow zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das Bestands-, Forderungs- und Verbindlichkeitsmanagement sowie deren Auswirkungen auf die Bilanz und wertorientierte Unternehmenskennzahlen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Optimierungsmöglichkeiten für Working-Capital-Positionen aufzuzeigen und deren direkten Einfluss auf den EVA sowie den Free Cashflow nachzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und einer praxisorientierten Analyse mittels Kennzahlenrechnung und einem Rechenbeispiel (Siemens AG).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der CCCT, die Detaillierung der operativen Optimierungsinstrumente (Einkauf, Produktion, Forderungsverkauf) und die theoretische Herleitung der Auswirkungen auf Bilanzkennzahlen und den EVA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Working Capital Management, Liquidität, Kapitalbindung, Factoring, ABS, EVA, Free Cashflow und Bestandsreduktion.

Warum ist die CCCT für das WCM so wichtig?

Die CCCT dient als zentrale Messgröße für die Kapitalbindungsdauer, da sie den Zeitraum vom Zahlungsausgang für Beschaffungen bis zum Zahlungseingang aus Kundenlieferungen exakt abbildet.

Welchen Einfluss hat die Veränderung des Working Capital auf den Free Cashflow?

Eine Reduzierung des Working Capital setzt gebundene Liquidität frei, was den Free Cashflow einer Periode direkt erhöht, während ein Anstieg des Working Capital den Free Cashflow vermindert.

Welche Rolle spielt der Cross Check im letzten Kapitel?

Der Cross Check dient als Kontrollinstrument, um die Plausibilität der Free-Cashflow-Berechnung für das gewählte Fallbeispiel (Siemens AG) sicherzustellen.

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Details

Title
"Working Capital Management". Optimierungsmöglichkeiten und Einflüsse auf EVA und "Free Cashflow"
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Author
Christian Geyer (Author)
Publication Year
2015
Pages
56
Catalog Number
V298585
ISBN (eBook)
9783656950349
ISBN (Book)
9783656950356
Language
German
Tags
optimierungsmöglichkeiten einflüsse free cashflow working capital management unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Geyer (Author), 2015, "Working Capital Management". Optimierungsmöglichkeiten und Einflüsse auf EVA und "Free Cashflow", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298585
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