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Der politische La Fontaine am Beispiel der Löwenfabeln

Title: Der politische La Fontaine am Beispiel der Löwenfabeln

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Berenice Walther (Author)

French Studies - Literature
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Einführung in das Thema:

Jean de La Fontaine war ein Mensch, der sich sehr gut mit den sozialen und politischen Umständen seiner Zeit auskannte. Zeit seines Lebens interessierte er sich für die zeitgenössischen Geschehnisse und verkehrte in literarischen und politisch engagierten Kreisen: Nach der Verhaftung seines Mäzens Fouquet trat er in die Dienste der Herzogin von Orléans. Nach ihrem Tod wird Mme de la Sablière, Unterhalterin eines führenden Salons in Paris, seine Förderin. 1683 wird er in die „Académie Française“ gewählt, außerdem war er mit wichtigen Persönlichkeiten aus literarischen Kreisen in Paris befreundet.1. Das zentrale Thema dieser Arbeit werden die 3 politischen Löwenfabeln La Fontaines sein. Ich werde dabei die politischen Themen aufgreifen, die La Fontaine anspricht und genauer betrachten, wie diese dem Leser vermittelt werden.

Das erste Kapitel bietet einen Überblick über die politischen und gesellschaftlichen Umstände der Zeit, in der La Fontaine lebte. Zudem gibt es ein Einblick in die sozialen Kreise, in denen La Fontaine verkehrte, ein genaueres Bild von dem Menschen (nicht dem Dichter) La Fontaine. Dabei werden die Motive untersucht, die La Fontaine veranlasst haben, sich politisch zu äußern und zu engagieren. Diesem folgt der Versuch einer Typologisierung der Löwenfabeln in ihrer Gesamtheit mit darauffolgendem Schwerpunkt der politischen Löwenfabeln. Die folgenden Fabeln sind genau dieser Gruppe zuzuordnen und werden im Weiteren besprochen: „Le Lion“ (11, I), L’Âne vêtu de la peau du Lion“ (5, XXI) und „Le Lion s’en allant en guerre“ (5, XIX).

Im Folgenden geht es um die Frage, was Politik ist und wodurch sich die politischen Löwenfabeln als solche qualifizieren. Zwei wichtige Aspekte werden im nächsten Punkt näher betrachtet: Daraus resultiert in Kapitel 4 also eine genaue Untersuchung der Haltung La Fontaines gegenüber dem König, unter Berücksichtigung des historischen und biographischen Kontextes , sowie eine Untersuchung der Haltung La Fontaines gegenüber der zeitgenössischen Kriegspolitik. All dies soll nur auf den politischen Löwenfabeln La Fontaines basieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

1.2 Forschungslage

2.Der politische La Fontaine: Hintergründe

3.Die Löwenfabeln: Eine allgemeine Typologisierung

4. Die politischen Löwenfabeln

4.1.Definition: Die politischen Löwenfabeln La Fontaines

4.2 La Fontaines Haltung gegenüber Louis XIV

4.3 La Fontaine und die Kriegspolitik

5.Inhaltliche und formale Analyse der Fabel "Le Lion s’en allant en guerre“

6.Fazit / Schlussbemerkungen

7.Bibliographie

7.1. Primärliteratur

7.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Dimension in den Löwenfabeln von Jean de La Fontaine, um aufzuzeigen, inwieweit der Autor darin Kritik an der absolutistischen Herrschaft Ludwigs XIV. und der zeitgenössischen Kriegspolitik übte. Dabei steht die Analyse von Machtstrukturen und der rhetorischen Strategien der Verschleierung innerhalb der literarischen Tierfabeln im Zentrum der Forschung.

  • Historischer Kontext von Jean de La Fontaine am Hof Ludwigs XIV.
  • Typologisierung der Löwenfabeln und deren politisches Deutungspotenzial.
  • Analyse der Haltung La Fontaines gegenüber dem absolutistischen König.
  • Untersuchung der Fabel "Le Lion s’en allant en guerre" hinsichtlich ihrer politischen und formalen Struktur.
  • Reflexion über die "stratégie de désorientation" als Mittel der politischen Satire.

Auszug aus dem Buch

5. Analyse der Fabel „Le Lion s’en allant en guerre“ unter Berücksichtigung der vorangehenden Aspekte

Bei der Untersuchung des Reimschemas stellt man fest, dass von Vers 1- 18 ein regelmäßiges Abwechseln von umarmenden Reimen vorliegt. Die Verse 17 und 18 bilden einen einzelnen Paarreim, während die Verse 19 und 20, die auch die Moral der Fabel enthalten sich nicht reimen, weder untereinander, noch mit vorhergehenden Versen. Entsprechend liegen vier Quartette vor, ein Distichon, und zwei einzelne Zeilen.

Das Reimgeschlecht steht im Einklang mit dem Reimschema: Die Reimfülle alterniert recht regelmäßig zwischen rime suffisante und rime faible, die einzige Unebenheit liegt in den Versen 10 und 11 mit einer rime suffisante. Noch dazu fallen wiederum die letzten zwei Verse auf, die sich nicht reimen.

Nach Auszählung der Silben und Bestimmung der Zäsuren zeigt sich, dass die Fabel heterometrisch strukturiert ist. Alexandriner und Achtsilber wechseln sich auf nicht ganz regelmäßige Weise ab, wobei der Achtsilber inhaltlich das Vorhaben des Löwen ankündigt. Im letzten Quartett kommt es zu einer Wendung im Silbenschema: Vers 17 ist ein Achtsilber, dem 2 Alexandriner folgen. Die Fabel endet mit einem Achtsilber.

Als nächstes sind die syntaktischen Strukturen der Fabel zu untersuchen. Der erste Vers ist gleichzeitig ein in sich geschlossener Satz. Er leitet das Thema der Fabel ein, gleichzeitig wird dem Leser die Unwiderruflichkeit des Vorhabens des Löwen vermittelt. Der Leser spürt, dass der Löwe eine mächtige Figur mit großem Einfluss ist. Darauf folgt eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, was die umgehende Ausführung des Wunsches des Königs ausdrückt. Das Ergebnis dieser Ausführungen steht nach einem Doppelpunkt im 3. Vers und wird mit einem Punkt abgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die soziale und politische Situation La Fontaines ein, benennt die zu untersuchenden Löwenfabeln und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2.Der politische La Fontaine: Hintergründe: Dieses Kapitel skizziert die historische Regentschaft Ludwigs XIV. und den biographischen Kontext von La Fontaine im Spannungsfeld zwischen Macht, Mäzenatentum und Salonkultur.

3.Die Löwenfabeln: Eine allgemeine Typologisierung: Hier erfolgt eine Einteilung der Löwenfabeln in verschiedene Kategorien, wobei die politische Löwenfabel als zentrales Instrument der Gesellschaftskritik herausgearbeitet wird.

4. Die politischen Löwenfabeln: Das Kapitel definiert den Begriff der politischen Löwenfabel und untersucht die komplexe Haltung des Autors gegenüber dem König sowie der zeitgenössischen Kriegspolitik.

5.Inhaltliche und formale Analyse der Fabel "Le Lion s’en allant en guerre“: Eine detaillierte formale und inhaltliche Untersuchung dieser Fabel zeigt, wie durch literarische Mittel sowohl eine affirmative als auch eine kritische Interpretation möglich wird.

6.Fazit / Schlussbemerkungen: Die Zusammenfassung resümiert, dass La Fontaine durch subtile satirische Mittel und die Verschleierung seiner Kritik eine gefährliche politische Ära literarisch verarbeitete.

7.Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Hausarbeit herangezogene Primär- und Sekundärliteratur sowie die verwendeten Online-Quellen auf.

Schlüsselwörter

Jean de La Fontaine, Löwenfabeln, Ludwig XIV., Absolutismus, Kriegspolitik, politische Lyrik, Satire, Tierallegorie, stratagie de désorientation, Literaturanalyse, Frankreich, 17. Jahrhundert, Herrschaftskritik, Moral, Salonkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politischen Aspekte in den Tierfabeln von Jean de La Fontaine, insbesondere am Beispiel seiner Löwenfabeln, um seine Haltung gegenüber dem absolutistischen Herrscher und der Kriegspolitik seiner Zeit zu entschlüsseln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Dichter und Mäzen, die Machtausübung unter Ludwig XIV., die literarische Darstellung von Hierarchien im Tierreich sowie der Umgang mit politischer Kritik in einem absolutistischen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie La Fontaine die Fabelform nutzte, um Kritik an zeitgenössischen politischen Ereignissen zu üben, ohne sich durch direkte politische Stellungnahmen selbst zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die biographische und historische Kontexte mit einer inhaltlichen sowie formalen Untersuchung des Reimschemas und der syntaktischen Struktur der Texte kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Einordnung, der Typologisierung der Fabeln, einer Untersuchung von La Fontaines Verhältnis zu König und Krieg sowie einer vertieften Analyse der Fabel "Le Lion s’en allant en guerre".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie politische Fabel, Absolutismus, Kriegskritik, Satire, Allegorie und die spezifische "stratégie de désorientation" des Autors charakterisiert.

Wie interpretiert die Autorin die Rolle des Löwen in der Fabel "Le Lion s’en allant en guerre"?

Die Autorin diskutiert zwei Interpretationsansätze: Einerseits wird der Löwe als weiser Monarch dargestellt, andererseits wird die Möglichkeit einer ironischen, kritischen Lesart beleuchtet, bei der die "Heuchelei" des Königs entlarvt wird.

Was versteht man unter der "stratégie de désorientation" bei La Fontaine?

Dies beschreibt La Fontaines Methode, den Leser durch ironische Stilmittel und Allegorien vom eigentlichen politischen Kern der Fabel abzulenken, um die darin enthaltene Kritik zu entschärfen und sich so persönliche Freiheit zu bewahren.

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Details

Title
Der politische La Fontaine am Beispiel der Löwenfabeln
College
University of Münster
Course
Die Fabeln von Jean de la Fontaine
Grade
2
Author
Berenice Walther (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V29953
ISBN (eBook)
9783638313322
ISBN (Book)
9783638848312
Language
German
Tags
Fontaine Beispiel Löwenfabeln Fabeln Jean Fontaine
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Berenice Walther (Author), 2004, Der politische La Fontaine am Beispiel der Löwenfabeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29953
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